Die Fakten
Titel: Paladin´s Grace
Autorin: T. Kingfisher
Verlag:
Red Wombat (11. Februar 2020)
Genre: Cosy Fantasy
Seitenzahl: 366 Seiten
Weitere Bände: Paladin´s Strength (Band 2); Paladin´s Hope (Band 3),
Paladin´s Faith (Band 4)
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Der Inhalt
Die Eindrücke
Handlung: "Paladin´s Grace" verbindet eine gemütliche Romanze zwischen zwei schüchternen Hauptfiguren mit blutiger Murder-Mistery und Cosy-Fantasy-Elementen. Attentäter, politische Intrigen, gerissene Spione, religiöse Fanatiker, eine überschwemmte Stadt und rätselhafte Enthauptungen sind doch einfach der beste Hintergrund für Romantasy, findet ihr nicht auch? :) Tatsächlich funktioniert die Mischung einfach herrlich und löst absolut ein, was sie verspricht! Zwar kommt der Plot eher langsam in Gang und der Mittelteil zieht sich etwas, doch sobald der Krimiplot wieder anzieht, steuert das Buch auf ein rundes und befriedigendes Finale zu, das vieles verzeiht, was zuvor etwas zäh wirkte.
Schreibstil: T. Kingfishers Schreibstil ist warm, humorvoll und angenehm unaufgeregt. Besonders die trockenen, natürlichen Dialoge haben mir gut gefallen und mir ein ums andere Mal ein Lachen entlockt. Das Worldbuilding bleibt relativ sparsam, aber genau das funktioniert hier erstaunlich gut. Statt die Welt mit Details zu überladen, skizziert die Autorin sie mit wenigen, präzisen Strichen: gestorbene Götter, aufopferungsvolle Paladine, verschlagene Anwälte, Spione in vernünftigen Schuhen und eine Gesellschaft, die sich erstaunlich lebensecht anfühlt. Generell liest sich die Geschichte sehr originell und lebendig, auch wenn eigentlich gar nicht viel Außergewöhnliches passiert. Was ziehe ich daraus? Ich muss definitiv mehr von der Autorin lesen!
Figuren: Am besten gefallen haben mir allerdings die Figuren, die alles andere als typische Fantasyhelden sind. Stephen ist ein Berserker, der Socken strickt, nach Lebkuchen riecht und mit Schuldgefühlen, Trauer und Sinnverlust kämpft, seit sein Gott gestorben ist. Grace ist eine brillante Parfümerin, die nervös plappert, wenn sie unsicher ist, und eine schwierige Vergangenheit mit sich herumträgt. Beide sind bereits über 30, etwas vom Leben müde und ein bisschen kaputt – und gerade deshalb unglaublich relatable. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, leise und unspektakulär, aber mit viel Gefühl. Statt großer dramatischer Gesten stehen kleine, unsichere Schritte im Mittelpunkt. Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass die beiden so zurückhaltend sind, dass die lauten, charismatischen Nebenfiguren wie Marguerite oder Istvhan ihnen gelegentlich die Show stehlen. Zum Glück haben die beiden genau wie der Arzt Piper jeweils einen eigenen Band, in dem wir ihre Geschichte verfolgen können. Ich habe Band 2-4 schon fest eingeplant!
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