Montag, 23. Februar 2026

Montagsfrage #202 - Hörbücher = Bücher?

Hallöchen,

die heutige Frage gibt´s ein bisschen aus eigenem Interesse und wurde ursprünglich von der lieben Kira in etwas anderer Formulierung an mich herangetragen (vielen Dank für die Idee!). Ich sehe immer wieder die Debatte, die online oder auf Blogs unter Monats- und Jahresrückblicken geführt wird, wenn Personen ihre gelesenen und gehörten Seiten zusammenwerfen und Bücher und Hörbücher nicht trennen. Gilt ein Buch auch gelesen, wenn man es gehört hat? Ist das Hören und Lesen für Euch gleichwertig? Und falls nicht, wieso und wie handhabt Ihr das bei Euch?


Zählen für Euch Hörbücher zum Medium Buch dazu (Kiras kleine Leseecke)?


Für mich zählen Hörbücher ganz klar zum Medium Buch, weshalb ich in meiner Lesestatistik auch nicht zwischen gelesenen und gehörten Büchern trenne. Die Geschichte, die Sprache, die Figuren und Themen bleiben schließlich dieselben, unabhängig davon, ob ich den Text lese oder höre. Entscheidend ist für mich der Inhalt, nicht das technische Medium, über das dieser zu mir kommt. Geschichten sind schließlich lange Zeit mündlich überliefert worden, das Zuhören ist also keine „Abkürzung“, sondern eine sehr ursprüngliche Form des Erzählens. 

Sonntag, 22. Februar 2026

Kurzrezension: Wut und Böse


Die Fakten

Titel: Wut und Böse
Autorin: Ciani-Sophia Hoeder
Verlag: Hanserblau (27. September 2021)
Genre: Feministisches Sachbuch
Seitenzahl: 208 Seiten
Link: Hier klicken!






Meine Eindrücke

In den letzten Jahren habe ich bereits einige feministische Sachbücher gelesen, die mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten und Perspektiven auf unsere Gesellschaft blicken. Ciani-Sophia Hoeder hat sich die Linse der Female Rage für ihr Buch ausgesucht. Wobei hier eigentlich schon das Problem beginnt, denn wie die Autorin bereits zu Beginn ganz richtig hervorhebt, gibt es so etwas wie "weibliche Wut" eigentlich gar nicht. Wut ist eine Basisemotion, wie weder gut noch schlecht, weder männlich noch weiblich sein kann, sondern einfach als Signal dafür verstanden werden muss, dass gerade etwas nicht in Ordnung ist, eine Ungerechtigkeit behoben werden oder die Aufmerksamkeit auf etwas gelenkt werden soll. 

"Wut ist nicht sexy. Sie passt nicht in den sorgfältig gemanagten Instagram-Feed hinein. Sie wird mit Yoga, Meditation und einem fast schon neurotischen Self-Care-Hype wegmeditiert. Dabei sind die Folgen von internalisierter Wut desaströs. Essstörungen, Selbstverletzungen, Kopfschmerzen, ein mangelndes Selbstwertgefühl, erhöhte Angstzustände, Burn-out, Depressionen — ihre Unterdrückung hat ernst zu nehmende Krankheiten zur Folge."

Samstag, 21. Februar 2026

Neuzugänge #179 - 21.02.2026

Hallöchen,

im Februar habe ich bis jetzt rekordverdächtig wenige Bücher gelesen. Womit habe ich stattdessen meine Zeit verbracht? OLYMPIA!?! Ich bin in den vergangenen zwei Wochen sowas von ins Wintersport-Rabbit-Hole gefallen und habe alles über die 16 halsbrecherische Sportarten gelernt, die stundenlang rauf und runter gelaufen sind. Besonders angetan haben es mir Eiskunstlauf, Curling und die Snowboard Halfpipe. Wie konnte ich bisher nur ohne diese verrückten Sportarten leben? 

Naja, dieses Wochenende enden die Winterspiele ja leider schon wieder (💔) und um mich darüber hinwegzutrösten, habe ich mir drei neue Bücher besorgt. Nicht, dass ich noch genügend ungelesene Bücher gehabt hätte, aber ich muss ja irgendwie durch die nächsten Eiskunstlauf-freien Wochen bis zur WM im März kommen...

Neu bei mir eingezogen sind: "Two Can Play" von Ali Hazelwood, "The Knight and the Moth" von Rachel Gillig und "One Dark Window" von Rachel Gillig. Auf ersteres warte ich schon seit Wochen gespannt, deshalb musste das natürlich dringend direkt zum Erscheinungstermin Anfang Februar einziehen. Alles, was von Ali Hazelwood erscheint, wandert ohne zu zögern auf die Wunschliste, da kenne ich mittlerweile kein Pardon. Ich freue mich schon sehr aufs Lesen und werde direkt nach meinem aktuellen CR damit anfangen...

Die beiden Reihenanfänge von Rachel Gillig mussten auf die Empfehlung einer Freundin einziehen. Nachdem sie mit dem Hinweis auf die "Saints of Steel"-Reihe von T. Kingfisher schon so ins Schwarze getroffen hatte, habe ich beschlossen, ihrem Rat direkt zu folgen und mir die beiden Bücher zuzulegen. Ich bin schon sehr gespannt!

Was ist zuletzt bei Euch eingezogen? 

Liebe Grüße
Sophia

*unbezahlte WERBUNG, selbstgekauft*

Montag, 16. Februar 2026

Montagsfrage #201 - Liebe in Büchern?

Hallöchen,

ich bin ja kein Fan des Valentinstags (kapitalistische Ausschlachtung von Liebe und unnötige Erwartungen, die von außen an Beziehungen herangetragen werden), dieses Jahr hat er mich aber doch zu einer Montagsfrage inspiriert:


Welche Form von Liebe kommt in Büchern für Euch zu kurz?


Klassische Liebesgeschichten gibt es ja wie Sand am Meer und in beinahe jedem Buch über Genregrenzen hinweg kommt romantische Liebe zumindest am Rande vor. Oft wirkt sie dabei fast wie eine Pflichtübung und zwei Figuren müssen sich finden, egal ob es für die Geschichte wirklich relevant ist oder nicht. Figuren entwickeln sich häufig vor allem in Hinblick auf ihre Partnerschaft, Konflikte werden primär über romantische Spannungen erzählt, und alle anderen sozialen Bindungen scheinen nur Dekoration zu sein. Auch wenn ich nach wie vor gerne im Romance Genre unterwegs bin (wenn auch nicht mehr ganz so viel wie noch vor einigen Jahren), frage ich mich deshalb immer häufiger, ob dieser starre Fokus auf romantische Liebe in Büchern notwendig ist?

Sonntag, 15. Februar 2026

Kurzrezension: Die Suche nach Zuhause


Die Fakten

Titel: Die Suche nach Zuhause: Von der Sehnsucht nach einem Ort, an den wir hingehören
Autorin: Marie Luise Ritter
Verlag: Piper (1. August 2025)
Genre: Ratgeber
Seitenzahl: 238 Seiten
Link: Hier klicken!






Meine Eindrücke

Nachdem mir "Vom Glück, allein zu sein"  und "Von der Kunst, das Leben leicht zu nehmen" von Marie Luise Ritter so gut gefallen haben, habe ich beschlossen, auch ihr neustes Buch, "Die Suche nach Zuhause" der Journalistin und Influencerin zu lesen, beziehungsweise zu hören. Auf knapp 240 Seiten widmet sich die Autorin der Frage, was Heimat eigentlich bedeutet und wie man sich ein Zuhause findet beziehungsweise aufbaut. Genau wie in ihren Vorgängern geht sie diese Fragen nicht systematisch an, um mit einem strukturierten Masterplan all unsere Probleme zu lösen, sondern erzählt vielmehr mithilfe von Anekdoten und Gedanken von ihrer ganz persönlichen Suche, nach einem Für-Immer-Ort. Sie nimmt mit in ihr eigenes Leben, erzählt von einem halben Jahr in Paris, neuen Bekanntschaften und Freundschaften, bedrückenden Stressmomenten, Herausforderungen und wie sie trotz allem weiterträumt und -sucht.