Titel: Unshame: Wie wir uns von Idealen befreien und den weiblichen Körper wertschätzen Autorin: Louisa Dellert Verlag: Ullstein Verlag (25. Juni 2026) Genre: Sachbuch Seitenzahl: 305 Seiten Link:
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Meine Eindrücke
In ihrem neusten Buch "Unshame", analysiert die ehemalige Fitnessinfluencerin Louisa Dellert, die mittlerweile Aufklärungsarbeit leistet und ein Buch-Café leitet, wie Schönheitsindustrie und Patriarchat Frauen systematisch verunsichern. Ihr Ziel ist, den (weiblichen) Körper nicht mehr als Baustelle, sondern als Zuhause zu betrachten, die tief verwurzelte Scham loszulassen und sich von Idealen zu befreien, die nichts mit Gesundheit und Schönheit zu tun haben. In knapp 300 Seiten, die sich gleicheitig als Ratgeber, politischer Aktivismus und Sachbuch verstehen, zeigt sie auf, wer von unseren Unsicherheiten profitiert und weshalb es so schwer ist, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen.
"Den eigenen Wert vom Aussehen abhängig zu machen, wird Frauen schon früh vermittelt. Sie sollen schön sein. Sich schön schminken. Schön schlank sein. Sich schön anziehen. Schön lächeln. Schöne Brüste haben. Schön riechen. Sich schön optimieren. Schönsein, um jeden Preis. Und dabei bitte immer schön die Klappe halten und bloß nicht aufmucken."
die heutige Frage wurde (schon vor einiger Zeit) von Kira (Kiras kleine Leseecke) vorgeschlagen. Vielen Dank, für deine Idee, ich bin schon gespannt auf Eure Antworten!
Welches Buch würdest du jemanden empfehlen, der (außerhalb der Schule) noch nie im Leben ein Buch gelesen hat?
Ich hatte die Frage lange Zeit auf meiner Ideenliste stehen und nicht gestellt, da ich selbst keine Ahnung hatte, wie ich sie beantworten soll. Jemanden mit einem einzigen Buch vom Lesen überzeugen, das ist eine ziemlich große und verantwortungsvolle Aufgabe. Die "universelle Buchempfehlung" zu finden, die für alle passt - einfach unmöglich, da die Geschmäcker so unterschiedlich sind, die Genres so divers und die Möglichkeiten endlos. Was antwortet man also auf eine solche Frage? Nimmt man einen spannenden Epos, einen leicht zugänglichen Roman, einen zeitlosen Klassiker, ein herzliches Kinderbuch oder eine anspruchslose Komödie?
Mit "Achtsam Morden" ging Ende Oktober 2024 nach großer Vorfreude meinerseits die erste Staffel der brandneuen Adaption von Karsten Dusses gleichnamigem Dramedy-Bestseller online. Die deutsche Netflix-Serie deckte bisher den ersten Band der Bestsellerreihe ab, die der Erstveröffentlichung im Jahr 2018 mit mehreren Büchern wie "Das Kind in mir will achtsam morden", "Achtsam morden am Rande der Welt", "Achtsam morden im Hier und Jetzt" sowie "Achtsam morden durch bewusste Ernährung" fortgesetzt wurde.
In acht neuen Folgen wird nun der zweite Band der Reihe, "Das Kind in mir will achtsam morden", erzählt. Hier geht Björns innere Reise hin zu mehr Gelassenheit turbulent, blutig und hochkomisch weiter. Als Chef von mittlerweile zwei Mafia-Clans, Inhaber einer Kita und nach wie vor als Vater, hat er so viel zu tun wie noch nie zuvor. Da passt es ihm eigentlich gar nicht, dass er nun plötzlich auch immer wieder die Beherrschung verliert. Therapeut Joschka Breitner bringt ihn endlich auf die richtige Spur: Es liegt an Björns innerem Kind...
Wie in der ersten Staffel wird der Ton der Buchvorlage hervorragend eingefangen und die Geschichte skurril und mitreißend verfilmt. Allerdings fand ich das Erzähltempo im Vergleich zur ersten Staffel etwas gemächlicher, wodurch der Sehspaß aber keinesfalls minimiert wird. Zwar sind nicht alle Handlungsstränge gleich spannend, die Figuren sind aber weiterhin mit so viel Augenzwinkern und Charme gezeichnet, dass man es der Serie gerne verzeiht. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf die dritte Staffel, die zum Glück auch schon bestellt ist!
Habt Ihr die Serie gesehen? Welche Staffel fandet Ihr bisher besser? Erzählt es mir gerne hier oder unter meiner ausführlichen Serienempfehlung zu Staffel 1 und 2:
heute gibt es mal wieder eine Spaßfrage zum Buch, das Ihr aktuell lest. Ich bin schon gespannt auf Eure Antworten!
Wenn Euer aktuelles Buch ein Kleidungsstück wäre - was wäre es?
Ich lese gerade unter anderem "Unshame" von Louisa Dellert. Darin analysiert die ehemalige Fitnessinfluencerin, die mittlerweile Aufklärungsarbeit leistet und ein Buch-Café leitet, wie Schönheitsindustrie und Patriarchat Frauen systematisch verunsichern. Ihr Ziel ist, den (weiblichen) Körper nicht mehr als Baustelle, sondern als Zuhause zu betrachten, die tief verwurzelte Scham loszulassen und sich von Idealen zu befreien, die nichts mit Gesundheit und Schönheit zu tun haben. Es ist nicht das erste Buch, das ich zum Thema Schönheitsnorm, Patriarchat, Diätkultur, Body Positivity und Befreiung lese, aber bis jetzt mit Abstand das gelungenste. Ich bin schon sehr gespannt, wie mir der Rest gefallen wird (ich bin leicht über der Hälfte), kann jetzt aber schonmal eine Empfehlung aussprechen.
Passend zum Grundgedanken und den Themen des Buches, das zugleich Ratgeber, politischer Aktivismus und Sachbuch ist, würde ich mir einen Bikini aussuchen. Kaum ein Kleidungsstück ist so eng mit der Vorstellung vom vermeintlich perfekten Körper verbunden. Der Begriff „Bikinifigur“ allein zeigt, wie tief die Idee verankert ist, man müsse sich einen Bikini erst verdienen. "Unshame" räumt mit genau diesem Denken auf und erinnert daran, dass jeder Körper ein Bikinikörper ist – nicht, weil er einem Ideal entspricht, sondern weil er als Körper in einem Kleidungsstück existiert.
"Ich habe geschrieben, dass Frauen nicht gewinnen können. Aber vielleicht ja doch. Vielleicht können wir gewinnen, wenn wir uns einfach so sein lassen, wie wir sind. Wenn uns nicht interessierte, weshalb die Frau auf dem Foto ein kurzes Kleid trägt oder einen Bauchansatz hat. Wenn uns nicht mehr interessiert, ob jemand dem Schönheitsideal entspricht oder nicht, weil wir viel mehr Wert darauf legen, welcher Mensch in diesem Körper steckt und was wir von ihm lernen können. Wenn wir einander zuhören, statt uns zu bewerten."
Titel: Elternabend: Kein Thriller (Auch wenn der Titel nach Horror klingt!) Autor: Sebastian Fitzek Verlag:
Droemer (26. April 2023) Genre: Roman Seitenzahl: 336 Seiten Link:
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Inhalt
Der Kleinkriminelle Sascha Nebel hat sich zur falschen Zeit am falschen Ort das falsche Auto für einen Diebstahl ausgesucht. Kaum, dass er hinter dem Steuer eines Geländewagens Platz genommen hat, zieht eine Horde demonstrierender Klimaaktivisten durch die Straße. Allen voran eine junge Frau, die den SUV mit einer Baseballkeule demoliert. Als die Polizei auf der Bildfläche erscheint, ergreifen Sascha und die Unbekannte die Flucht und platzen in den Elternabend einer 5. Klasse. Um die Nacht nicht in Polizeigewahrsam zu verbringen, bleibt ihnen keine andere Wahl: Sie müssen in die Rolle von Christin und Lutz Schmolke schlüpfen, den Eltern des 11jährigen Hector, die bislang jede Schulveranstaltung versäumten. Zwei wildfremde Menschen, zwischen denen kaum größeres Streitpotential herrschen könnte, geben sich als Vater und Mutter eines ihnen völlig unbekannten Kindes aus. Dabei ist die Tatsache, dass Hector der größte Rüpel der Schule ist, sehr schnell ihr kleinstes Problem …
Meine Eindrücke
„Elternabend" von Sebastian Fitzek ist ähnlich wie "Der erste letzte Tag" ein bewusstes Genre-Experiment, das mit den Erwartungen der Leserschaft spielt und sich klar vom klassischen Thriller-Repertoire des Autors absetzt. Ich bin ja ehrlich gesagt kein großer Thriller-Fan und habe von dem Autor bis jetzt nur eben jenen Nicht-Thriller sowie "Das Paket" gelesen. Umso gespannter war ich auf diesen Roman, der vor allem auf überdrehte Komik, Tempo und Situationschaos setzt...