Donnerstag, 20. August 2026

Sammelrezension: Die Accelerati Trilogie


Als großer Fan von Neal Shusterman war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mir seine Accelerati Trilogie vorknöpfen musste. Zusammen mit Eric Elfman entspinnt er hier über drei Bände hinweg eine Abenteuergeschichte rund um den Erfinder Nikola Tesla, dessen turbulente Erfindungen das Leben des jungen Nick durcheinanderwirbeln... Ich habe alle drei Bände innerhalb kürzester Zeit inhaliert und hatte großen Spaß mit der Reihe!



Der Inhalt

Ein kaputter Toaster, eine uralte Kamera, eine defekte Autobatterie: Wie konnte Nick ahnen, dass es sich bei dem Schrott auf seinem Dachboden um bahnbrechende Erfindungen Nikola Teslas handelt? Leider sind die Gegenstände nicht nur genial, sondern auch gefährlich. Denn der Geheimbund der Accelerati will sie für sich – um jeden Preis! 


Meine Eindrücke

Wie man es von Neal Shusterman kennt, mischt er in seiner dreibändigen Reihe temporeiches Abenteuer, echte Emotionen, interessante Gedanken mit einem Schuss Humor zu einer prickelnden Mischung, die ich großen wie kleinen Abenteuerfans empfehlen würde, die etwas für Wissenschaft und Technik übrig haben. Denn aus der herrlich schrägen Grundidee, Nikola Teslas Erfindungen in den Händen eines Teenagers zum Leben zu erwecken, entwickelt sich nach und nach ein erstaunlich komplexer Plot, in dem Tesla selbst, Thomas Edison, ein geheimer Wissenschaftlerbund und sogar ein elektrisch aufgeladener Himmelskörper eine Rolle spielen. Die Geschichte wird also von Band zu Band größer, ohne dabei ihre Liebe zum vollkommenen Unsinn zu verlieren. Alle drei Bände halten dabei definitiv, was die Titel versprechen: Sie erzählen eine geniale, verblüffende Geschichte mit irrsinnigen Wendungen, atemberaubender Spannung, gemeingefährlichen Bösewichten und grandios verrückten Helden. 

Dienstag, 18. August 2026

Klassiker Challenge: Goethes Balladen


Im Rahmen meiner Klassiker-Challenge habe ich mich an die Sammlung der bekanntesten Balladen Johann Wolfang von Goethes gewagt. "Balladen" enthält auf 116 Seiten "Der Erlkönig", "Der König von Thule", "Der Rattenfänger", "Der getreue Eckhart", "Gingo Biloba" sowie "Willkommen und Abschied". Ich bin ja bekannterweise kein großer Goethe Fan (zumindest nicht seiner Dramen, insbesondere "Faust" ist mir ein Graus), aber nachdem ich mit Schillers Balladen im letzten Jahr so eine gute Zeit hatte, habe ich mich auch einigen seiner zahlreichen Dichtungen gewidmet.


Eindrücke

Goethes Balladen sind deutlich vielseitiger, als ich zunächst erwartet hatte, und reichen von schaurigen Sagen und märchenhaften Geschichten bis hin zu Liebesgedichten und Naturbetrachtungen. Besonders bekannt sind natürlich „Der Erlkönig“, in dem ein nächtlicher Ritt durch die unheimliche Begegnung mit dem Erlkönig tragisch endet, und „Der König von Thule“, das von Treue über den Tod hinaus erzählt. „Der Rattenfänger“ und „Der getreue Eckhart“ greifen dagegen auf sagenhafte Stoffe zurück, während „Gingo Biloba“ und „Willkommen und Abschied“ stärker persönliche und lyrische Seiten Goethes zeigen. Auch wenn mich nicht jede Ballade gleichermaßen erreicht hat, fand ich die Sammlung insgesamt kurzweilig und abwechslungsreich. Gerade die bildhafte Sprache, die oft düstere Atmosphäre und die pointierten Geschichten haben mir besser gefallen als Goethes dramatische Werke – und wie schon bei Schiller zeigt sich, dass Klassiker in dieser kompakten Form durchaus überraschend viel Spaß machen können.

*keine WERBUNG, selbstgekauft*

Quelle Informationen: Amazon.de. Klapptexte und Zitate sind Eigentum des Verlags oder jeweiligen Rechtinhabers.

Donnerstag, 13. August 2026

Kurzrezension: Space Vampire


Allgemeines

Titel: Space Vampire
Autorin: Ruby Dixon
Verlag: Selfpublished (23. September 2025)
Genre: Scie-Fie-Romance-Novelle
Seitenzahl: 77 Seiten
Link: Hier klicken!




Meine Eindrücke

Erinnert Ihr Euch an meine kurze und seltsame Obsession mit der "Ice-Planet-Barbarians"-Reihe von Ruby Dixon. Von der schrägen Monster-Romance habe ich ja Stand heute 14 Bände gelesen (?!?) und deutlich mehr Spaß damit gehabt, als ich öffentlich zugeben möchte (😂). Mit "Space Vampire" bin ich letzte Woche auf eine Novelle der Autorin gestoßen, die wie "Hot for Slayer" (von Ali Hazelwood, haeb ich letztes Jahr um diese Zeit gelesen) ebenfalls Teil der "Scared Sexy"-Kollektion aus Kurzgeschichten mit romantischen Halloween-Themen ist. Als ich den schrägen Klapptext gelesen habe - Dana, ein übersehenes menschliches „Haustier“, und Vlad, ein genetisch erschaffener Vampir-Klon, stranden gemeinsam auf einer verlassenen Raumstation und versuchen gemeinsam, ihren blau-gehörten Entführern zu entkommen -, musste ich sofort zugreifen und habe die Novelle in einem Rutsch durchgelesen. 

Mit 77 Seiten ist die Geschichte ein kurzes Lesevergnügen und dementsprechend knapp bleiben Worldbuilding, Charakterdesign und Liebesgeschichte. Natürlich geht alles sehr schnell zwischen Vlad und Dana, hinterfragen darf man die Handlung nicht und besonders viel Tiefe darf man auch nicht erwarten. Trotzdem hatte die Geschichte wieder den schrägen, selbstironischen und prickelnden Ruby-Dixon-Charme, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Da mich mit "Space Vampire" und "Hot for Slayer" nun schon zwei Kurzgeschichte aus der Kollektion mehr überzeugt haben, als ich angenommen hätte, habe ich mir kurzentschlossen die gesamte Sammlung gekauft und bin nun gespannt, welche weiteren Perlen sich in der sechsbändigen Serie verbergen...

Fazit

Ein herrlich schräger, prickelnder Kurztrip ins Weltall, der zwar weder bei Handlung noch Figuren in die Tiefe geht, aber genau den absurden Ruby-Dixon-Charme versprüht, für den man ihre Geschichten einfach lieben muss.


*keine WERBUNG, selbstgekauft*

Quelle Informationen: Goodreads.de. Klapptexte und Zitate sind Eigentum des Verlags oder jeweiligen Rechtinhabers.

Mittwoch, 12. August 2026

Listened to this Month - "More Than We Ever Imagined" von Twenty one Pilots




Hallöchen,

meine Blog-Kategorie "Listend to this month" verfolge ich ja anders als die Monatsrückblicke nicht ganz so stetig und grabe sie nur gelegentlich immer wieder aus, wenn ich etwas Besonderes zu berichten habe. Das ist seit längerem mal wieder der Fall, denn diese Woche ist ein neues Live-Album meiner Lieblingsband Twenty One Pilots erschienen, das ich seitdem hoch und runter höre. Außerdem sehr gut vertreten sind seit dem tollen Auftritt auf dem Southside Festival die Band Kraftklub und die Foals, die ich zu Beginn des Jahres durch Jan entdeckt habe. Hier kommen meine aktuell meist-gehörten Songs:


Listened to this month


🎜Malboro Mann - Kraftklub🎜Trees - Live in Mexico City - Twenty One Pilots
🎜Birch Tree - Foals🎜Fallen in Liebe - Kraftklub
🎜Stressed Out - Live in Mexico City - Twenty One Pilots🎜Blaues Licht - Kraftklub
🎜Nico/Heavydirtysoul - Live in Mexico City Twenty One Pilots🎜The Line - Live in Mexico City - Twenty One Pilots
🎜Heathens- Live in Mexico City Twenty One Pilots🎜London Thunder - Foals


Neuerscheinung

"More Than We Ever Imagined" ist das Live-Album zu ihrem Konzert in Mexico City, das man seit dem 07. August streamen kann. Nachdem die Band zu diesem Auftritt der Clancy-World-Tour bereits einen Konzertfilm herausgebracht haben, den ich im Februar im Kino gesehen habe, können wir die 21 Songs des ca. eineinhalbstündigen Auftritts nun jederzeit und überall hören. Für mich als großer Fan der Band ist das natürlich eine tolle Gelegenheit, mir das unbeschreibliche Konzert-Feeling der Band zurückzuholen und mich zur Clancy-Tour in München letztes Jahr oder zu ihrem unfassbaren Auftritt auf dem Southside Festival dieses Jahr zurückzuversetzen. Wie ihr in meiner Songauswahl seht, haben es mir vor allem  fünf der Live-Versionen besonders angetan: Mit "The Line - Live in Mexico City" haben wir Tylers legendärer Scream, den ich mir auf YouTube eine Million mal angehört habe, nun endlich auch auf Spotify. Die Versionen von "Stressed Out" und "Heathens" (besonders der Übergang zu "Next Semester") sind absolut GOATed, ganz zu schweigen von "Nico/Heavydirtysoul" (eines der besten Mashups überhaupt). Und wenn ich bei der Live-Version von "Trees" die Augen schließe, sehe ich wieder das Konfetti fliegen und fühle den unbeschreiblichen Gefühlscocktail, der mit der bittersüßen Erkenntnis einhergeht, dass das beste Konzert aller Zeiten gleich zu Ende ist. Aber hier kann ich eigentlich nicht aufhören, auch "Paladin Strait" (mit den Jocals zu "Bandito") oder der "Shy Away" Scream sind für mich absolute Geschenke. Ich werde das Album in den nächsten Wochen also sicherlich religiös weiterhören und bin dann echt gespannt auf meinen Spotify-Jahresrückblick :)

Was habt Ihr in letzter Zeit so gehört/neu entdeckt? 

Liebe Grüße
Sophia

Dienstag, 11. August 2026

Kurzrezension: A Dark and Secret Magic


Die Fakten

Titel: A Dark and Secret Magic
Autorin: Wallis Kinney
Verlag: Alcove Press (8. Oktober 2024)
Genre: Romantasy
Seitenzahl: 320 Seiten
Link: Hier klicken!



Der Inhalt

Kate hat sich in ihrem abgelegenen Hexenhaus ein ruhiges Leben eingerichtet – doch als ihre Schwester sie bittet, das jährliche Halloween-Treffen ihres Zirkels auszurichten, beginnt ihr wohlgeordnetes Dasein zu wanken. Dann taucht Matthew auf, ein Mann aus ihrer Vergangenheit, der ein dunkles Geheimnis verbirgt: Er ist ein Anhänger der verbotenen Magie. Als Kate ein rätselhaftes Buch mit einer verstörenden Nachricht ihrer verstorbenen Mutter findet, steht sie vor der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens. Wem kann sie wirklich vertrauen?


Die Eindrücke

HandlungIn "A Dark and Secret Magic" erzählt Wallis Kinney eine herbstliche Romantasy-Geschichte die lose vom Mythos rund um Hades und Persephone inspiriert ist. Die Grundidee rund um eine Hexe, die kurz vor ihrem 31. Geburtstag erst das volle Ausmaß ihrer Kräfte erkennt, den Geheimnissen ihrer Mutter auf den Grund gehen und vor Halloween herausfinden muss, was der König aus der Tiefe von ihr möchte, hat mir dabei durchaus gefallen. Besonders das Magiesystem mit unterschiedlichen Arten von Hexen, verschiedenen Fähigkeiten und den hierarchischen Strukturen der einzelnen Covens fand ich interessant. Auch die Interpretation des Hades-und-Persephone-Motivs ist etwas ungewöhnlicher, als man zunächst vermuten könnte. Die Geschichte übernimmt nicht einfach die romantisierten Elemente des Mythos, sondern nutzt dessen Grundlage auch für die dunkleren Aspekte der Handlung, wovon ich allerdings gerne deutlich mehr gesehen hätte. Denn insgesamt entwickelt sich die Handlung für meinen Geschmack viel zu langsam. Gerade im ersten Viertel passiert kaum etwas, während später vor allem immer neue Geheimnisse, Zweifel und Enthüllungen aufeinanderfolgen. Fast jede Figur scheint etwas vor Hekate zu verbergen, und entsprechend häufig dreht sich die Handlung um die Fragen, wem sie vertrauen kann und wer ihr gerade nicht die Wahrheit sagt. Das wird mit der Zeit ziemlich repetitiv. Nach dem langen Aufbau wird der eigentliche Konflikt dann innerhalb von gerade einmal zwei Kapiteln aufgelöst, was für mich weder inhaltlich noch erzählerisch besonders überzeugend war. Der Schluss funktioniert zwar grundsätzlich für die Handlung, war mir nach all dem Vorgeplänkel aber viel zu glatt und schnell.