Allgemeines
Titel: Und alle so still
Autorin: Mareike Fallwickl
Verlag:
Rowohlt (16. April 2024)
Genre: Feministischer Roman
Seitenzahl: 356
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Inhalt
An einem Sonntag im Juni gerät die Welt aus dem Takt: Frauen liegen auf der Straße. Reglos, in stillem Protest. Hier kreuzen sich die Wege von Elin, Nuri und Ruth.
Elin, Anfang zwanzig, eine erfolgreiche Influencerin, der etwas zugestoßen ist, von dem sie nicht weiß, ob es Gewalt war.
Nuri, neunzehn Jahre, der die Schule abgebrochen hat und versucht, sich als Fahrradkurier, Bettenschubser und Barkeeper über Wasser zu halten.
Ruth, Mitte fünfzig, die als Pflegefachkraft im Krankenhaus arbeitet und deren Pflichtgefühl unerschöpflich scheint.
Es ist der Beginn einer Revolte, bei der Frauen nicht mehr das tun, was sie immer getan haben. Plötzlich steht alles infrage, worauf unser System fußt. Ergreifen Elin, Nuri und Ruth die Chance auf Veränderung...
Bewertung
Spätestens seit "Die Wut, die bleibt" bin ich ein bekennender Mareike-Fallwickl-Fan! Ich habe selten eine so präzise Darstellung von feministischen Positionen, der Care-Krise und Auswirkungen des Patriarchats gelesen wie in ihren Romanen. In "Und alle so still" zieht sie nun die Konsequenz aus den zuvor angeprangerten Problemen und schreibt davon, was passieren würde, wenn alle Frauen von heute auf morgen ihre Arbeit niederlegen... Das Ergebnis ist ein herausfordernder, schmerzhafter, intensiver Roman, der wachrüttelt!

"Das ganze System beruht auf unserer Verfügbarkeit. Unserer Körper, unserer Kraft, unserer Zeit. Diese Verfügbarkeit zu entziehen, ist die einzige Möglichkeit, die uns noch bleibt."