Montag, 14. September 2026

Montagsfrage #227 - Leseauswahl für den Herbst?


Hallöchen,

letzte Woche bin ich leider erst sehr spät dazugekommen, Eure Beiträge zu lesen, da ich zu Beginn der Woche etwas angeschlagen war und ich dann die letzten schönen Tage nutzen wollte. Diese Woche habe ich zum Glück frei (ich habe noch deutlich mehr Urlaubstage als geplant und habe beschlossen, diese zu nehmen, solang das Wetter noch ganz schön ist) und habe vor, die spätsommerliche Woche noch in vollen Zügen zu genießen, bevor der Herbst Einzug hält. Ich bin ja anders als viele Leser- und BloggerInnen kein großer Herbst-Fan (dunkel, trüb und neblig schlägt mir doch bald aufs Gemüt), es stehen aber in den nächsten Monaten einige Dinge an, auf die ich mich sehr freue und natürlich kommt auch die ein oder andere tolle Geschichte noch auf mich zu. Darum soll´s heute auch gehen:


Welche Bücher möchtet Ihr im Herbst unbedingt lesen?


Ich kann mich eigentlich nur immer wiederholen: Eine klare Leseplanung habe ich seit einigen Jahren nicht mehr, dennoch habe ich eigentlich immer ein paar Bücher im Visier, die ich mir grob für die nächsten Monate vornehme. 


Samstag, 12. September 2026

Filmempfehlung: Heartstopper Forever


Mit „Heartstopper“ geht eine Serie zu Ende, die mir über die Jahre vor allem durch ihre Wärme, ihre sympathischen Figuren und ihre positive Darstellung queerer Jugend ans Herz gewachsen ist. Statt einer vierten Staffel erzählt Netflix die Geschichte rund um Nick und Charlie nun in einem zweistündigen Film zu Ende. Und auch wenn ich zunächst etwas irritiert war, halte ich diese Entscheidung inzwischen für richtig. Denn die Geschichte selbst hätte aus meiner Sicht nicht unbedingt noch eine vollständige Staffel gebraucht.

Ganz ohne Schwächen kommt „Heartstopper: Forever“ allerdings nicht davon: Durch den Fokus auf Nick und Charlie bekommen die Nebenfiguren deutlich weniger Raum, und manche Entwicklungen hätten für meinen Geschmack etwas mehr Zeit verdient. Gleichzeitig bleibt der Film seinem vertrauten Ton treu – mit viel Gefühl, kleinen liebevollen Details und einer Atmosphäre, die einfach Spaß macht.

Meine vollständige Einschätzung zum Film – inklusive seiner Stärken, Schwächen und der Frage, ob die Entscheidung gegen eine vierte Staffel die richtige war – findet ihr jetzt in meiner aktualisierten Serienempfehlung.

Habt ihr „Heartstopper: Forever“ schon gesehen? Und wie hat Euch der Abschluss gefallen?

Freitag, 11. September 2026

1999 Meter über dem Meer


Allgemeines

Titel: 1999 Meter über dem Meer
Autorin: Caroline Wahl
Verlag: Rowohlt (28. August 2026)
Genre: Roman
Seitenzahl: 362 Seiten
Link: Hier klicken!




Inhalt

Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr will. Aber was sie will, das weiß Samara nicht, und sie weiß noch nicht einmal, ob das schlecht ist. Jetzt hat sie knall-orange gefärbte Haare, einen schönen alten Wagen und an jedem Ort, an dem sie ankommt, einen neuen Namen. Und aufwärts soll es gehen, also richtig nach oben, nach St. Moritz in den Schweizer Hochalpen. Da kommt ein schöner Mann her, den Samara mal kennengelernt hat. Überhaupt gibt es viele schöne und reiche Menschen in St. Moritz, sehr reiche Menschen – mittendrin Samara, die jetzt nicht mehr Samara heißt. Und keine Hochstaplerin ist, sondern erfolgreiche Künstlerin. Aber je besser es läuft für die Frau mit den vielen Identitäten, desto deutlicher merkt Samara, dass ihr noch mehr fehlt als schrankenlose Freiheit ....

Bewertung

Caroline Wahl ist eine der umstrittensten Schriftstellerinnen der Gegenwart und mich konnte sie bisher leider noch nicht so richtig begeistern, aber mit ihrem neusten Roman "1999 Meter über dem Meer" wollte ich ihr gerne nochmal eine Chance geben. Die Autorin nimmt uns dieses Mal auf eine Selbstfindungsreise von Bali nach Berlin über das Allgäu bis nach St. Moritz und damit in eine Welt aus Influencer-Agenturen, Luxus, Kunst, Selbstinszenierung und sehr viel Geld. Zwischen Influencer*innen, Superreichen und vermeintlicher Selbstfindung entwickelt sich dabei eine Geschichte über Freiheit, Identität, soziale Klassen und die Frage, wie viel von dem, was wir nach außen zeigen, eigentlich echt ist. Das klingt nach einer ziemlich guten Ausgangslage – und tatsächlich hatte ich beim Lesen durchaus meinen Spaß. Insgesamt hat mich der Roman aber leider nur mittelmäßig überzeugt.

Serienempfehlung: "My Life With the Walter Boys" Staffel 3



Diesen Sommer ist nun auch die dritte Staffel von "My Life with the Walter Boys" auf Netflix erschienen – und natürlich musste ich noch einmal nach Silver Falls zurückkehren. Während mich vor allem die Nebenhandlungen rund um George, Alex und die übrigen Walter Boys überzeugen konnten, hatte ich gleichzeitig immer stärker das Gefühl, dass die Geschichte unnötig in die Länge gezogen wird. Besonders das Liebesdreieck und die Beziehung zwischen Jackie und Cole drehen sich für meinen Geschmack inzwischen etwas zu oft im Kreis.

Trotzdem bleibt die Serie das, was sie von Anfang an war: gemütliche Wohlfühlunterhaltung mit Farmleben, Familiendynamiken und sommerlichen Kleinstadt-Vibes – auch wenn die Handlung und die Liebesgeschichten weiterhin recht klischeehaft bleiben. Wer die ersten beiden Staffeln mochte, wird deshalb vermutlich auch mit Staffel 3 wieder seinen Spaß haben.

Meine vollständige Einschätzung zu Staffel 2 und 3 sowie meine aktualisierte Serienempfehlung findet ihr jetzt auf dem Blog. Außerdem gehe ich in meinem Update auch auf die Diskussion rund um die deutsche Synchronisation und den Austausch mehrerer Sprecherinnen ein.

Habt ihr die neuen Folgen schon gesehen? Und wie hat Euch Staffel 3 gefallen?

Montag, 7. September 2026

Montagsfrage #226 - Geschichte in anderem Format?


Hallöchen,

heute musste ich bei meiner Antwort ganz schön lange überlegen und bin mal wieder sehr gespannt, was Euch einfällt!


Welche Geschichte würdet Ihr gern in einem anderen Format erleben – als Hörspiel, Theaterstück, Film, Serie, Game oder Graphic Novel?


Ich finde es sehr spannend, wie Geschichte in unterschiedlichen Medien ganz unterschiedlich wirken können. Gesprochen, bebildert, als ausführlicher Text. Nachgespielt, zum Selbstspielen, bunt oder schwarz-weiß. Manche Bücher leben von ihrer Atmosphäre, andere von starken Dialogen oder spektakulären Bildern und genau das könnte in einem anderen Format noch einmal ganz anders zur Geltung kommen. Bei meinen Überlegungen geht es also gar nicht darum, ob eine werkgetreue Umsetzung möglich oder sinnvoll wäre, sondern welche Bücher mir einfallen, bei denen ich neugierig wäre, wie sie in einem anderen Medium funktionieren würden: