Montag, 20. Juli 2026

Montagsfrage #221 - Bücher im Regenwald?


Hallöchen,

vor ein paar Monaten habe ich mal nach Buchempfehlungen gefragt, die in einer Wüste spielen (Montagsfrage #184). Da kamen einige sehr interessante Titel heraus, weshalb ich gerne angelehnt daran eine weitere Frage stellen würde. Und zwar zu einem anderen in meinen Augen für Bücher sehr attraktiven Schauplatz: dem Regenwald.


Welche Bücher, die im Regenwald spielen, kennt Ihr?

Der Regenwald hat eine ganz eigene, dichte Atmosphäre – er kann magisch, wunderschön, aber auch unheimlich und gefährlich sein. Interessanterweise sind mir neben den beiden Kinderbuchklassiker "Das Dschungelbuch" von Rudyard Kipling und „Maia oder Als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf“ von Eva Ibbotson vor allem Bücher aus dem Fantasy oder Horrorgenre eingefallen, in denen der Wald als bedrückend, bedrohlich, wild wuchernd oder abartig dargestellt wird. Vielleicht fallen Euch ja noch ein paar schönere, herzerwärmendere Dschungel-Bücher ein...

Samstag, 18. Juli 2026

Klassiker Challenge: The Gardener


Im Rahmen meiner Klassiker Challenge habe ich mit „The Gardener“ von Rabindranath Tagore zum ersten Mal einen Nobelpreisträger gelesen. Der 1913 erschienene Gedichtband, der aus dem Bengalischen übersetzt ist, vereint Liebeslyrik mit philosophischen Betrachtungen über Schönheit, Vergänglichkeit und das Leben. Für die knapp 150 Seiten habe ich mir gerne einige Wochen Zeit genommen und möchte nun kurz meine Eindrücke sammeln:



Die Eindrücke

„The Gardener“ besteht aus lose miteinander verbundenen Gedichten, die immer wieder um die unterschiedlichsten Facetten der Liebe kreisen – um Sehnsucht, Nähe, Verlust, Hingabe und das Ungesagte. Vieles bleibt bewusst offen und lässt Raum für eigene Deutungen. Diese Zurückhaltung verleiht den Texten eine stille, beinahe schmerzliche Intensität. Der Stil wirkt dabei erstaunlich zeitlos. Rabindranath Tagores Sprache ist voller Naturbilder, Allegorien und spiritueller Symbolik, gleichzeitig aber von einer schlichten Klarheit geprägt, die die Gedichte unmittelbar zugänglich macht. Hinter dieser Einfachheit verbirgt sich jedoch eine bemerkenswerte Tiefe: Viele Verse lassen sich auf ganz unterschiedliche Weise lesen und gewinnen gerade beim Nachdenken oder Wiederlesen an Bedeutung. Besonders beeindruckt hat mich, wie mühelos Tagore philosophische Gedanken mit emotionaler Ehrlichkeit verbindet, ohne dabei jemals schwer oder belehrend zu wirken.

"It is a game of giving and withholding, revealing and screening again; some smiles and some little shyness, and some sweet useless struggles. This love between you and me is simple as a song."

Dienstag, 14. Juli 2026

Spotlight Sachbuch: Unshame



Allgemeines

Titel: Unshame: Wie wir uns von Idealen befreien und den weiblichen Körper wertschätzen
Autorin: Louisa Dellert
Verlag: Ullstein Verlag (25. Juni 2026)
Genre: Sachbuch
Seitenzahl: 305 Seiten
Link: Hier klicken!





Meine Eindrücke

In ihrem neusten Buch "Unshame", analysiert die ehemalige Fitnessinfluencerin Louisa Dellert, die mittlerweile Aufklärungsarbeit leistet und ein Buch-Café leitet, wie Schönheitsindustrie und Patriarchat Frauen systematisch verunsichern. Ihr Ziel ist, den (weiblichen) Körper nicht mehr als Baustelle, sondern als Zuhause zu betrachten, die tief verwurzelte Scham loszulassen und sich von Idealen zu befreien, die nichts mit Gesundheit und Schönheit zu tun haben. In knapp 300 Seiten, die sich gleicheitig als Ratgeber, politischer Aktivismus und Sachbuch verstehen, zeigt sie auf, wer von unseren Unsicherheiten profitiert und weshalb es so schwer ist, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen.

"Den eigenen Wert vom Aussehen abhängig zu machen, wird Frauen schon früh vermittelt. Sie sollen schön sein. Sich schön schminken. Schön schlank sein. Sich schön anziehen. Schön lächeln. Schöne Brüste haben. Schön riechen. Sich schön optimieren. Schönsein, um jeden Preis. Und dabei bitte immer schön die Klappe halten und bloß nicht aufmucken."

Montag, 13. Juli 2026

Montagsfrage #220 - Universelle Buchempfehlung?


Hallöchen,

die heutige Frage wurde (schon vor einiger Zeit) von Kira (Kiras kleine Leseecke) vorgeschlagen. Vielen Dank, für deine Idee, ich bin schon gespannt auf Eure Antworten!



Welches Buch würdest du jemanden empfehlen, der (außerhalb der Schule) noch nie im Leben ein Buch gelesen hat?


Ich hatte die Frage lange Zeit auf meiner Ideenliste stehen und nicht gestellt, da ich selbst keine Ahnung hatte, wie ich sie beantworten soll. Jemanden mit einem einzigen Buch vom Lesen überzeugen, das ist eine ziemlich große und verantwortungsvolle Aufgabe. Die "universelle Buchempfehlung" zu finden, die für alle passt - einfach unmöglich, da die Geschmäcker so unterschiedlich sind, die Genres so divers und die Möglichkeiten endlos. Was antwortet man also auf eine solche Frage? Nimmt man einen spannenden Epos, einen leicht zugänglichen Roman, einen zeitlosen Klassiker, ein herzliches Kinderbuch oder eine anspruchslose Komödie? 

Donnerstag, 9. Juli 2026

Serienempfehlung: Achtsam Morden Staffel 2



Mit "Achtsam Morden" ging Ende Oktober 2024 nach großer Vorfreude meinerseits die erste Staffel der brandneuen Adaption von Karsten Dusses gleichnamigem Dramedy-Bestseller online. Die deutsche Netflix-Serie deckte bisher den ersten Band der Bestsellerreihe ab, die der Erstveröffentlichung im Jahr 2018 mit mehreren Büchern wie "Das Kind in mir will achtsam morden", "Achtsam morden am Rande der Welt", "Achtsam morden im Hier und Jetzt" sowie "Achtsam morden durch bewusste Ernährung" fortgesetzt wurde. 

In acht neuen Folgen wird nun der zweite Band der Reihe, "Das Kind in mir will achtsam morden", erzählt. Hier geht Björns innere Reise hin zu mehr Gelassenheit turbulent, blutig und hochkomisch weiter. Als Chef von mittlerweile zwei Mafia-Clans, Inhaber einer Kita und nach wie vor als Vater, hat er so viel zu tun wie noch nie zuvor. Da passt es ihm eigentlich gar nicht, dass er nun plötzlich auch immer wieder die Beherrschung verliert. Therapeut Joschka Breitner bringt ihn endlich auf die richtige Spur: Es liegt an Björns innerem Kind... 

Wie in der ersten Staffel wird der Ton der Buchvorlage hervorragend eingefangen und die Geschichte skurril und mitreißend verfilmt. Allerdings fand ich das Erzähltempo im Vergleich zur ersten Staffel etwas gemächlicher, wodurch der Sehspaß aber keinesfalls minimiert wird. Zwar sind nicht alle Handlungsstränge gleich spannend, die Figuren sind aber weiterhin mit so viel Augenzwinkern und Charme gezeichnet, dass man es der Serie gerne verzeiht. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf die dritte Staffel, die zum Glück auch schon bestellt ist!

Habt Ihr die Serie gesehen? Welche Staffel fandet Ihr bisher besser? Erzählt es mir gerne hier oder unter meiner ausführlichen Serienempfehlung zu Staffel 1 und 2: