Sonntag, 6. Dezember 2020

Qualityland



Allgemeines:

Titel: QualityLand
Autor: Marc-Uwe Kling
Genre: Zukunftssatire
ASIN : B071436DMF
Seitenzahl: 385 Seiten
Preis: 9,99€ (Ebook)
11€ (Taschenbuch, helle und dunkle Edition)
15€ (Hörbuch, helle und dunkle Edition)
Weitere Bände: QualityLand 2.0 - Kikis Geheimnis (Band 2)


Inhalt:

Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Wenn das System wirklich so perfekt ist, warum gibt es dann Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller? 


Bewertung:

"Come to where the quality is! Come to QualityLand!"

Mit diesem wunderbar anglisierten Werbeslogan startet das neue satirische Meisterwerk von Känguru-Kleinkünstler Marc-Dieter Kling (ähm natürlich Marc-Uwe Kling), welches viele witzige Szenen, Gedanken und Dialoge zu spannenden Themen wie starke KIs, Arbeit und Identität, Transparenz und Überwachung und Nähe in einer maximal verdrahteten und gläsernen Gesellschaft vereint. Wie gewohnt ist dieser grandiose Roman oft zum Lachen, mal zum Grübeln, ab und zu auch zum besorgt die Stirn runzeln aber immer gut durchdacht und stimmig. Beziehungsweise, "am besten durchdacht" und "am stimmigsten", denn in QualityLand wird der Superlativ zum Imperativ...

Samstag, 5. Dezember 2020

Love Like Magic

Allgemeines:

Titel: Love Like Magic
Autorin: Kelly Siskind
Genre: New Adult
Verlag: Piper (30. November 2020)
ISBN-10: 3492061869
ISBN-13: 978-3492061865
Seitenzahl: 400 Seiten
Originaltitel: New Orleans Rush
Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
12,90€ (Broschiert)

Inhalt:

Als die frisch getrennte Beatrice in New Orleans dem rätselhaften, aber attraktiven Magier Huxley in die Arme läuft, sprühen schon nach kurzer Zeit die Funken. Doch wegen eines kleinen Missgeschicks muss Bea für Huxley und seine Brüder arbeiten und wird kurzerhand als Assistentin der Fabelhaften Marlow Boys auf der Bühne in ominöse Zauberboxen gesteckt. Die nahezu magische Anziehungskraft zwischen ihr und Huxley könnte allerdings zum Problem werden. Denn das letzte Mal, als Bea ihrem Herzen gefolgt ist, wurde ihr Bankkonto leergeräumt und sie selbst fast verhaftet. Aber diesmal ist schließlich Magie im Spiel, und so scheint alles möglich …


Bewertung:

"Sie lauschte angestrengt, ob sie seinen Atem hören konnte. Zu gern wollte sie in der Stille zwischen seinen Worten leben."

Als ich mir vor ein paar Wochen die Vorschau des Piper Verlags für den Dezember angeschaut habe, habe ich ganze drei Bücher entdeckt, die ich unbedingt lesen wollte und mittlerweile zwei davon verschlungen... Nur um zu bemerken, dass sie sich extrem ähneln. Im Nachhinein wundere ich mich, weshalb der Verlag zwei sehr ähnliche Bücher in seinem Programm hat und diese auch noch in derselben Woche erschienen. Beide Romane spielen in New Orleans, beide Titel beginnen mit "Love" und beide Geschichten handeln von einer unmöglichen Liebe... Na, von welchem Buch spreche ich? Na von "Love is Wild" von Kathinka Engel. Mit diesem Kunstwerk kann "Love Like Magic" zwar nicht ganz mithalten, ist aber dennoch eine funkensprühende, farbenfrohe und magische Liebesgeschichte, die man nicht verpassen sollte.

"Das war sein Selbstporträt, und sie wollte vor seiner Schönheit niederknien. Geehrt schaffte es nicht zu beschreiben, wie seine Verletzlichkeit sie auf die beste Art schwach werden ließ."

Montag, 30. November 2020

Montagsfrage 30.11.2020


 Da geht er hin, der November. Gefühlt gestern hat mein Semester wieder angefangen und jetzt dürfen wir morgen schon das erste Türchen am Adventskalender öffnen. Da ich kein großer Novemberfan bin (Stichworte. kalt, grau, neblig) und mich sehr auf Weihnachten freue (mehr wegen der Auszeit in Form meiner Weihnachtspause, die da auf mich zu kommt), winke ich ihm nicht besonders traurig hinterher. Auch lesetechnisch war mein November äußerst mau - und da wären wir schon beim Thema der heutigen Montagsfrage (achtet auf diesen gelungenen Übergang 😂😜)

Welchen Einfluss haben Jahreszeiten auf dein Leseverhalten?


Genau wie Antonia (und wahrscheinlich der Großteil aller Studenten) wird mein Leseverhalten weniger von den Jahreszeiten an sich und mehr von den Semesterzeiten beeinflusst. Während ich unter dem Semester durch Fachliteratur, Zwischenprüfungen, Hausarbeiten, Vorlesungsstoff und Gruppenarbeiten kaum dazu komme, zu lesen, bieten die in meinem Studiengang sehr ereignislosen Semesterferien ganz viel Gelegenheit, zum "den ganzen Tag im Buch versinken". Es ist jedoch nicht nur die Menge der Bücher, die über das Jahr stark variiert (dieses Jahr von 8 bis zu 14 Büchern pro Monat), sondern auch der inhaltliche Schwerpunkt. Auch hier lasse ich mich weniger von den Jahreszeiten beeinflussen und lese gezielt Sommerlektüren oder Winterlektüren. Stattdessen sind meine Genrevorlieben stark von meinem empfundenen Stresspegel abhängig (die Psychologin in mir würde es so ausdrücken: subjektiv empfundener Stress und Anteil an gelesenen New-Adult-Büchern korreliert signifikant😂). Während ich in den Semesterferien die kognitive Kapazität habe, mich Klassikern, Subleichen, Sachbüchern, Thrillern und historischen Romanen zu widmen, lese ich unterm Semester überwiegend eher leichte Lektüre wie Romantasy oder Liebesgeschichten aller Art. 


Wie sieht es bei Euch aus? Beeinflussen Euch Jahreszeiten oder ganz andere Jahresrythmen?

Liebe Grüße
Sophia

Freitag, 27. November 2020

Eve of Man - Die Rebellin



Allgemeines:

 Titel: Eve of Man - Die Rebellin
Autoren: Giovanna und Tom Fletcher
Genre: Dystopie
Verlag: dtv (13. November 2020)
ISBN-13: 978-3423640633
ISBN-10: 3423640634
ASIN: B07R68BS6J
Preis: 18,95€ (gebundene Ausgabe)
14,99€ (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 336 Seiten
Originaltitel: The Eve Illusion
Weitere Bände: "Eve of Man - Die letzte Frau" (Band 1)
"Eve of Man - Untitled" (Band 3, ET unbekannt)


Inhalt:

Eve, die letzte Frau der Menschheit, konnte mithilfe von Bram aus dem Turm, in dem sie seit ihrer Geburt gefangen war, fliehen. Und damit hat sie das System, das sie manipuliert, unterdrückt und instrumentalisiert hat, verlassen. ‒ Aber auch die Mütter, die sie 16 Jahre geliebt und versorgt haben.
Für einen kurzen Moment ist die Freiheit greifbar. Doch die Welt, die Eve nicht kennt, ist ein gefährlicher Ort. Als sich das Netz der Verfolger immer enger um sie zuzieht, muss sich Eve fragen, ob sie nicht ein Gefängnis gegen ein anderes getauscht hat. Wieder will man sie für eigene Zwecke einspannen. Eve und Bram müssen sehr genau schauen, wem sie vertrauen. Und auf Eve lastet darüber hinaus die Verantwortung, die sie als letzte Frau für die Menschheit hat.


Bewertung:

Schon der erste Teil der "Eve of Man" Reihe von Giovanna und Tom Fletcher hatte es in sich: ein bisschen "The Handmaid’s Tale", ein Schuss "Rapunzel", eine angedeutete Teenie-Lovestory und ein postapokalyptisches Setting, das liest man nicht alle Tage. Während "Eve of Man - Die letzte Frau" aber noch unter den Schwächen eines Trilogie-Auftakt litt, startet "Eve of Man - Die Rebellin" von der ersten Seite an voll durch und lenkt die Geschichte in eine ernstere, unvorhersehbarere und auch brutalere Richtung. Eine positive Überraschung auf voller Linie!

Montag, 23. November 2020

Montagsfrage 23.11.2020


 Hallöchen,

in der heutigen Montagsfrage geht es um ein Thema, das mir als Psychologie-Studentin besonders am Herzen liegt: Trigger-Warnungen. Ich beantworte diese Frage in einer kurzen Lücke zwischen einer Vorlesung "Klinische Psychologie" und einer Vorlesung "Pharmakologie", treffender könnte Antonia dieses Thema also kaum platziert haben...😂


Sollten Bücher, die sensible Themen behandeln, mit Trigger-Warnungen ausgestattet werden?


Wie Antonia schon ganz richtig erläutert hat, sind Trigger-Warnungen, englisch für "Auslöser-Warnung", Hinweise für Zuschauer, Zuhörer oder Leser, dass die gezeigten Inhalte eventuell provozierend, beleidigend oder verstörend wirken können. Solche häufig dem Inhalt vorangestellte Warnungen, wie man sie mittlerweile oft in Serien und Filmen findet, aber auch immer öfter in Büchern, tun meiner Meinung nach keinem weh, können aber Schlimmes vermeiden. Wichtig ist, im Kopf zu behalten, dass bei unangenehmen Themen nicht nur das eigene Wohlbefinden in Gefahr ist, sondern dass Trigger-Warnungen wichtig für Menschen mit psychischen Vorerkrankungen oder Traumata sind, damit sie potentiell retraumatisierende Situationen vermeiden oder sich zumindest bewusst mit einem potentiellen Auslöser einer Krise auseinander setzen können. 

Als Argumente gegen Trigger-Warnungen wird oftmals angebracht, dass man sich nicht gegen alles absichern kann und dass betroffenen Personen in jeglichen Situationen ihres Lebens Trigger über den Weg laufen können. Das stimmt zwar grundsätzlich, spricht für mich aber trotzdem nicht dagegen,  Bücher zu einer möglichst unproblematischen Zone für alle Leser*innen zu machen. Oftmals erfährt man aus Spoiler-Gründen aus dem Klapptext nichts über eine Wendung wie zum Beispiel ein Suizid, einen plötzlichen und letalen Autounfall oder ein anderes möglicherweise triggerndes Thema wie Magersucht, Depression, Drogensucht etc. Man kann Geschichten ja immer abbrechen, manchmal ist der Schaden dann aber schon getan.  Gerade dann finde ich es sinnvoll, der Geschichte eine Trigger-Warnung voranzustellen oder zumindest darauf zu verweisen, dass auf den letzten Seiten des Buches eine Trigger-Warnung zu finden ist. So kann dann auch garantiert werden, dass man sich als unbelasteter Leser nicht mal mit einem möglichen Spoiler konfrontiert sieht

Mal ganz von den klinisch relevanten Fällen abgesehen finde ich Triggerwarnungen auch für sensible Leser (wie ich es bin) sinnvoll. Ich für meinen Teil bin in manchen Lebensphasen (zum Beispiel bei großem Stress in Prüfungsphasen) ziemlich empfindlich gegenüber unangenehmen Themen oder heftigen Inhalten in Büchern und Filmen und suche mir deshalb durch diese Triggerwarnungen möglichst unproblematische Lektüren aus und kann mich schwierigeren Büchern dann stellen, wenn ich mich dazu in der Lage fühle. Sonst müsste ich ein angefangenes Buch vielleicht abbrechen und zu einem anderen Zeitpunkt fertig lesen. Das wäre auch kein großes Drama - ich wollte damit nur sagen, dass auch abseits der wirklichen Trigger so eine Warnung oder Inhaltszusammenfassung für manche Leser sinnvoll und hilfreich sein könnte. Und für alle anderen Leser: Ihr müsst es Euch ja nicht anschauen.  

Meiner Meinung nach sind Trigger-Warnungen also ein sehr positiv zu bewertendes Mittel, um (sich zwar in der Minderheit befindenden, aber deshalb nicht weniger wichtigen) betroffene Leser zu schützen. Diskutiert müsste meiner Ansicht nach also nicht werden, ob man solch eine Warnung für sinnvoll erachtet, sondern wo und wie man sie am besten anbringt, um die restlichen Leser nicht zu spoilern.


Was sagt Ihr dazu? Zu Trigger-Warnungen allgemein und auch zum Anbringungsort?


Liebe Grüße
Sophia