Freitag, 31. Januar 2020

Spannung pur von Schwedens neuer Top-Thrillerautorin: Cold Case

 

Heute, am 31. Januar 2020 ist es soweit... "Cold Case - Das verschwundene Mädchen" von Tina Frennstedt erscheint bei Bastei Lübbe. Ich habe im Rahmen einer Verlagsaktion das Buch vorbei mit allerlei wundervoller Goodies zugeschickt bekommen, sodass ich schonmal in den Vermisstenfall Annika einsteigen und losrätseln konnte. Wer der Täter ist und wie ich das Buch fand, erfahrt ihr irgendwann in den nächsten Tagen. 

Preis: 9,99 (Kindle-Edition)
14,90€ (broschiert)
Seitenzahl: 448 Seiten
ISBN-10: 3431041388
ISBN-13: 978-3431041385

Inhalt:

Er lauert Frauen in den frühen Morgenstunden auf. Er überfällt sie in ihren Wohnungen. Er tötet sie - und verschwindet. Als an einem Tatort Spuren auftauchen, die auf einen alten Vermisstenfall hinweisen, übernimmt Tess Hjalmarsson, Expertin für COLD CASES, die Ermittlungen. Hängt das spurlose Verschwinden der damals 19-jährigen Annika, deren Fall nie gelöst wurde, tatsächlich mit den aktuellen Serienmorden zusammen? Tess ermittelt unter Hochdruck. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt. Denn eines ist sicher: Der Serienmörder wird wieder zuschlagen ...


Über die Autorin:
Tina Frennstedt ist eine der renommiertesten Kriminalreporterinnen Schwedens und gilt als Expertin für Fälle, die nie aufgeklärt wurden. Sie hat bei den Tageszeitungen „Dagens Nyheter“ und „Expressen“ gearbeitet. Ihre Reportagen über schwedische Kriminalfälle sind preisgekrönt und bilden den realitätsnahen Hintergrund für ihr hochspannendes Thrillerdebüt COLD CASE – Das verschwundene Mädchen.
Tina Frennstedt lebt in Stockholm und schreibt bereits an der Fortsetzung der COLD-CASE-Reihe. 



(Quelle- Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)


Donnerstag, 30. Januar 2020

Serienempfehlung: Sex Education - Staffel 2



Auf der Suche nach einer witzigen Serie für Zwischendurch, bin ich im letzten Sommer auf die Netflix Produktion „Sex Education“ aus dem Frühjahr 2018 gestoßen, die mich sofort mit ihrer absurden Handlung und der wunderbaren Mischung aus humorvoller Leichtigkeit und authentischer Ernsthaftigkeit in den Bann zog. Regie führten Ben Taylor und Kate Herron nach dem Drehbuch und der Idee von Laurie Nunn. Nun ist am 17. Januar 2020 endlich die zweite Staffel mit weiteren 8 Folgen erscheinen, die ich in einer Woche komplett gebinch-watched habe.


Worum geht´s?

Otis Mutter Jean ist Sextherapeutin. Obwohl das dem Teenager eigentlich einen Vorsprung in Sachen Körperlichkeit verschaffen sollte, kämpft er mit umso größeren Komplexen. Zusammen mit seiner neuen Freundin Ola versucht er jetzt endlich, seine Sexualität zu stellen, löst dabei aber nur noch mehr Chaos aus. Derweil kommt Maeves drogensüchtige Mutter zurück, Jean ist nun eigenstellte Therapeutin an der Schule, Eric hat seinen ersten Freund und auch Adam taucht wieder auf der Bildfläche auf. Viel neuer Stoff für Drama also....


Warum sollte ich mir die Serie ansehen?

Kennt ihr diese Bücher, Serien und Filme, die über Tabuthemen sprechen wollen, dabei aber durch etliche peinliche Situationen einfach nur zum Fremdschämen sind? Die neue Netflix Serie greift zwar auch etliche Tabuthemen auf, verpackt sie aber so herrlich unverklemmt und ehrlich, dass man amüsiert zusehen kann, ohne am liebsten im Boden zu versinken. Die Irrungen und Wirrungen der Pubertät werden hier facettenreich und unverstellt durch authentische Charaktere dargestellt und alltägliche Probleme und Dramen durch schräge Situationskomik auf den Punkt gebracht. Dabei gelingt der Serie eine wunderbare Mischung von Leichtigkeit und authentischer Ernsthaftigkeit. So locker und direkt die Witze erscheinen, so subtil und gedankenvoll sind die tieferen Konflikte, die unterschwellig durch die Komödie durchscheinen. Egal ob Außenseitertum, Erwartungsdruck, Homosexualität, Loslösen von den Eltern, Loslassen, Eltern-Kind-Konflikt oder Vorurteile - immer wieder durchziehen ernsthaftere Töne den ulkigen Klamauk und regen zum Nachdenken an.

Mittwoch, 29. Januar 2020

Der Abschlussband der "Beautiful-Hearts-Duett"-Reihe!


Seit ich im Sommer "The Light in us" gelesen habe, bin ich ein riesiger Fan von Emma Scott. Umso mehr freute es mich, dass im November 2019 eine neue Reihe im LYX Verlag startet. Die "Beautiful-Hearts-Duett"-Reihe startete mit "Bring Down The Stars", welches mich schon sehr berührt hat. Nun geht die Reihe mit "Light Up The Sky" weiter, welches am 31. Januar 2019 erscheinen wird. Ich bin schon sooo gespannt, wie die Reihe enden wird!

Broschiert: 384 Seiten
ISBN-10: 3736311656
ISBN-13: 978-3736311657
Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
12,90€ (Broschiert)

Inhalt:

Ich werde nie wieder zuzulassen, dass ein Mann mein Herz bricht.
Nie wieder lieben, ohne mir sicher zu sein, dass diese Liebe mit ganzer Seele erwidert wird.

Nach allem, was mit Connor und Weston geschehen ist, war ich fest entschlossen, mich daran zu halten und mein Herz zu schützen. Doch dann kehrte er zurück, und mein Schwur wurde sein Versprechen. Er hielt mein Herz ehrfürchtig in seinen Händen, er liebte mich so aufrichtig und wahrhaftig, dass ich wusste, ich würde in hundert Leben nie wieder so etwas fühlen. Es war real - bis zu dem Moment, als all die Lügen ans Licht kamen ...

Über die Autorin: 


Emma Scott schreibt am liebsten Liebesgeschichten mit nicht so perfekten Charakteren, über Menschen mit einer Künstlerseele, Menschen, die Bücher lieben und schreiben. Diversität, Toleranz und Offenheit sind ihr ein wichtiges Anliegen.

(Quelle- Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Dienstag, 28. Januar 2020

Love Challenge



Allgemeines:

Titel: Love Challenge
Autorin: Helen Hoang
Genre: New Adult
Verlag: Rowohlt, Kyss (28. Januar 2020)
ISBN-10: 3499275376
ISBN-13: 978-3499275371
ASIN: B07RR7NC2D
Originaltitel: The Bride Test
Seitenzahl: 384 Seiten
Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
12,99€ (Broschiert)
Weitere Bände: Kissing Lessons
Heart Trouble (21. Juli 2020)
Link: Hier klicken!



Inhalt:

LIEBE IST EINFACH …
Seine Mutter will, dass er heiratet. Khai will, dass sie ihn in Ruhe lässt. Also schließen die beiden einen Pakt: Khai wird drei Monate mit der Frau zusammenleben, die seine Mutter für ihn ausgesucht hat. Danach hören die Kuppelversuche auf und sie akzeptiert ein für alle Mal, dass Khai als Autist einfach nicht für die Liebe gemacht ist.

… ALLES ANDERE ALS EINFACH!

Esme will ein besseres Leben. Für sich und ihre Tochter. Dafür ist sie bereit alles zu tun, selbst in die USA zu fliegen und einen vollkommen Fremden kennenzulernen. Einen extrem attraktiven und etwas sonderbaren Fremden. Sie hat drei Monate Zeit, Khais Herz zu gewinnen. Nur leider ist es viel einfacher, ihr eigenes an ihn zu verlieren! 



Bewertung:

Der erste Teil der Reihe - Kissing Lessons - stürzte mich in einen typischen Herz-Kopf Widerspruch. Mein Leseherz war verliebt und wollte eindeutig mehr, während mein kritischer Verstand nicht über einige Mängel hinwegsehen wollte. Dieser zweite Teil, auf den ich mich jetzt schon seit Wochen gefreut habe, nimmt dieselben Zutaten wie Band 1 - zwei liebenswerte Protagonisten, ein kulturelles Durcheinander, Anziehungskraft und Autismus und ein gesellschaftliches Gefälle als Hindernis -macht aber definitiv mehr daraus als eine amüsante, unterhaltsame Liebesgeschichte. Die Autorin schreibt in ihrem Nachwort, dass die Protagonistin Esme an ihre eigene Mutter angelehnt ist, die sich aus dem Nichts nach der Einwanderung von Vietnam in die USA mit mehreren Kindern vier erfolgreiche Restaurants aufgebaut hat und es nur durch Arbeit und ihre eigene Willenskraft zu etwas gebracht hat. Und in jeder Seite der Geschichte spürt man den Respekt der Autorin für diese unglaubliche Leistung und so scheinen beide Komponenten der Geschichte direkt aus dem Herzen der Autorin zu kommen: sie erzählt zum einen von den Irrungen und Wirrungen der Liebe wenn man (wie sie selbst) Autist ist, ist aber gleichzeitig auf einer tieferen Ebene eine Liebeserklärung an ihre Mutter, an die Stärke und den Mut von Immigranten, die in einem fremden Land ihren eigenen Amerikanischen Traum schaffen.


"Sie war auf keine Weise beeindruckend, die man sehen oder messen konnte, aber sie hatte dieses Feuer. Sie spürte es. Das war ihr Wert. Sie würde für ihre Familie kämpfen. Und sie würde für sich selbst kämpfen. Weil sie zählte."

Montag, 27. Januar 2020

Montagsfrage 27.01.20


Morgen,

wäre das jetzt ein Podcast und kein Blogpost, könntet ihr an meiner Stimme hören, wie gut gelaunt ich heute morgen bin. Das könnte (ist aber nur eine Vermutung, grins) daran liegen, dass ich es mir heute morgen mal gegönnt habe, auszuschlafen und die erste Statistikvorlesung zu schwänzen. Angesichts der nahenden Prüfungen in zwei Wochen ist das natürlich ein Sakrileg aber wenn es mir hilft, meine eklige Erkältung schneller loszuwerden und mit einem anderen Gefühl als Panik in die neue Woche zu starten - so what. Also... hier kommt meine Antwort:


Liest du Bücher parallel oder nacheinander?


Ich bevorzuge eindeutig "Buch-Monogamie" und finde es scheußlich, mir vorzustellen, dass manche Leser mehrere Bücher gleichzeitig lesen und je nach Lust und Laune zu einer anderen Geschichte greifen. Uaaggh. Heißt es nicht schon im ersten Gebot: "Du sollst kein Buch neben deinem Buch haben"? Okay, Spaß beiseite. Wenn ich ein Buch lese, konzentriere ich mich vollkommen auf die Geschichte und bleibe ihr treu, bis ich sie beendet habe (oder aus irgendeinem unwahrscheinlichen Grund abbrechen muss). Wenn ich anfangen würde, Bücher wild durcheinander zu lesen, würde das wahrscheinlich dazu führen, dass ich komplett den Überblick verliere, die Hälfte der weniger spannenden Bücher abbreche, da ich bei einer Leseflaute immer zu einem anderen greife und gar nicht mit meinem Lesestapel vorankomme. Eine Ausnahme kann ich nur mal machen, wenn ich ein wirklich anspruchsvolles oder trockenes Buch wie ein Klassiker, ein Ratgeber oder eine philosophische Abhandlung lese. Dann (und auch nur dann) kann es mal vorkommen, dass ich mir einen kleinen "Seitensprung" erlaube und mit einem etwas einfacheren Roman eine Pause mache. 

Könnt ihr parallel lesen? Und wenn ja: wie schafft ihr es, trotzdem den Überblick zu behalten?

Liebe Grüße
Sophia

Sonntag, 26. Januar 2020

Serienempfehlung: The Witcher

 
Wer nicht hinterm Mond lebt, ein Serienhasser ist oder zu den armen Seelen gehört, die kein Netflix haben, wird vermutlich schon von dieser Serie gehört haben: "The Witcher" wurde von Netflix nach dem erfolgreichen Computerspiel und der fünfbändigen Fantasy-Reihe von Andrzej Sapkowski konzipiert und galt lang als DER Nachfolger für "Game-of-Thrones". Da mich der große Hype neugierig gemacht hat, ich nach der Absetzung von Grimm (danke auch Netflix, grrr) sowieso eine neue Obsession benötigte und noch mit dem Serie-Tief zu kämpfen hatte, das das Ende von GOT in mir hinterlassen hat, habe ich guter Hoffnung auch diese Serie angefangen. Auch wenn sie durchaus sehenswert ist, konnte sie aber meine Erwartungen gar nicht erfüllen und ich warte nun etwas angesäuert aber definitiv süchtig gemacht auf die zweite Staffel, die erst im nächsten Jahr erscheinen wird.

Worum geht´s?

Der mutierte Hexer Geralt von Riva kämpft um einen Platz in der Welt und für Gold gegen gefährliche Monster. An seiner Seite verkündet der Barde Rittersporn seine Heldentaten. Immer wieder begegnen diebeiden der Magierin Yennefer van Vennerberg, die mit ihrem Schicksal kämpft, das genau wie Geralts mit dem der jungen Thronerbin Cirilla verbunden zu sein scheint, welche nach der Zerstörung ihrer Heimat vor der nilfgaardischen Armee flüchtet und besondere Kräfte zu haben scheint. 



Warum sollte ich mir die Serie ansehen?

Mittelalterliche Fantasy, slawische Mythen, gefährliche Monster, ein grimmiger Held, eine schöne Magierin, eine mutige Prinzessin und ein Netz aus Intrigen... Das klingt doch schon mal nach einer ganz ordentlichen Grundlage für eine epische Serie, oder nicht? Und die Grundlage ist auch nicht wirklich das Problem, sondern viel mehr die Erzählweise. Die erste Staffel basiert auf zwei Kurzgeschichten ("Der letzte Wunsch" und ein Ausschnitt aus "Das Schwert der Vorsehung"), sowie Teilen des ersten Bandes der Pentalogie "Das Erbe der Elfen", während die weiteren fünf geplanten Staffeln jeweils einen ganzen Band der Reihe abdecken sollen. Und wie hat Netflix diese Kurzgeschichten auf 8 Folgen mit im Schnitt ca. 50 Minuten Laufzeit gestreckt? Nun ja, mit drei undurchsichtigen Handlungssträngen, horizontaler und vertikaler Erzählweise und viele Gewalt- und Sexszenen.

Das will ich keineswegs verurteilend abtun - in "Game of Thrones" hat dieses Konzept schließlich auch wunderbar gewirkt. Bei dem Fokus auf die zwei großen "Gs" der Filmgeschichte (Gewalt udn Geschlechtsverkehr ^^) und dem mittelalterlichen Setting hören die Gemeinsamkeiten zur Über-Serie "Game of Thrones" aber auch schon wieder auf. Denn statt langsam in eine komplexe Fantasy-Welt einzuführen und ein verzweigtes Handlungsgefüge zu entwickeln, wird der vorkenntnislose Zuschauer mit der Welt in "The Witcher" hilflos alleine gelassen. Keine Karte, keine Namenserklärungen, keine lineare Erzählzeit helfen zu verstehen, wer oder was jetzt eigentlich "Nilfgaard" ist, warum die Festung "Kaer Morhen" von so großer Bedeutung ist, was der Unterschied zwischen Magiern und Hexern ist und warum Geralt von Riva (so scheint es zumindest) die Gesichtsmuskeln entfernt wurden. Zusätzlich verkompliziert die wirre Erzählweise den Einstieg in die Geschichte. Es laufen drei Handlungsstränge auf teils unterschiedlichen Zeitebenen parallel und auch innerhalb dieser Ebenen werden immer wieder Zeitsprünge und Ortswechsel vorgenommen, welche niemals als solche gekennzeichnet werden, sodass man sehr leicht den Überblick verliert und die Folgen bald zu einem einzigen Durcheinander aus düsteren, mystischen Szenen verschwimmen, die scheinbar miteinander zusammenhängen. Vielfalt und Handlungstiefe wie in GOT gibt es hier also leider nicht und der Eindruck von Komplexität kommt wohl nur durch die verwirrende Erzählweise zustande.

Während ich also versucht habe, die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Szenen und Handlungsstränge zu erkunden und ein wenig Ordnung in den Handlungsablauf zu bekommen, wartete ich auf die große Erleuchtung am Ende, darauf, dass in einer plötzlichen Wendung die Verbindung zwischen den Handlungssträngen enthüllt wird und den Geschehnissen einen tieferen Sinn verliehen wird. Ich hatte so tolle Theorien von Liebschaft, Verwandtschaft, Magie und Intrigen... doch anstatt mich mit einer erwarteten Enthüllung umzuhauen, plätschert die Handlung weiter vor sich hin und wir erhalten als "großes Finale" eine scheinbar total unnötige Schlacht, in der ungefähr die Hälfte der Protagonisten stirbt und noch mehr Fragen.

Das klingt bislang alles sehr negativ und auch wenn ich von diesen negativen Aspekten wirklich angenervt war, spricht aus mir mehr die Enttäuschung als die Abneigung. Denn trotz dass meine Erwartungen (vielleicht waren sie durch den ständigen Vergleich mit GOT auch ein wenig überhöht?) nicht erfüllt wurden, hatte ich Spaß beim Schauen dieser Serie. Die Spezialeffekte sind toll, die Actionszenen sind wunderbar choreografiert, die Musik ist einfallsreich eingesetzt und die Schauspieler gestalten die Protagonisten überzeugend. Vor allem hat mir aber der trockene Humor gefallen, der zwar manchmal ein wenig fehl am Platz wirkt, die grausame, düstere Handlung aber gekonnt auflockert.

Geralt von Riva (Supermandarsteller Henry Cavill) ist ein weiteres Argument, die Serie anzuschauen. Er ist wohl (neben der Fragen was zum Teufel Nilfgaard ist) DAS Mysterium der Serie und verzaubert die Zuschauer als großer, undurchschaubarer Unbekannter voller Geheimnisse, der nicht besonders viel redet (außer mit seinem Pferd) und sich nicht in die Karten schauen lässt. Dass er mit seiner sparsamen Mimik (wirklich SEHR sparsam ;-)), seinem stechendem Blick und dem durchtrainierten Körper der dank der vielen Nacktszenen häufig zu sehen ist, vor allem die weiblichen Zuschauer in den Bann zieht ist natürlich ein angenehmer Nebeneffekt. 
Mein Lieblingshandlungsstrang war jedoch Yennefers (Anya Chalotra) Weg von der verkrüppelten Bauerntochter zu einer mächtigen, wunderschönen Magierin, auch wenn diese Entwicklung leider total überhastet ablief. Etwas mehr Zeit nimmt die Serie sich dagegen für die junge Prinzessin Ciri (Freya Allan), die dank einer glaubwürdigen Mischung aus Verletzlichkeit, Mut, Naivität und Starrsinn schnell ans Herz wächst. 

Alles in allem kann ich die Serie für Fantasy-Fans durchaus weiterempfehlen mit dem eindrücklichen Hinweis, sich nicht vom konfusen Handlungsaufbau verwirren zu lassen und eine der hilfreichen Grafiken im Fandom-Wiki zur Hand zu nehmen wenn man mal wieder nicht versteht, wer was wann warum gemacht hat. Ich werde auf jeden Fall der zweiten Staffel noch eine Chance geben - vor allem da ich gehört habe, dass diese stringenter erzählt und mit mehr Inhalt gefüllt werden soll.


Trailer:


Samstag, 25. Januar 2020

You are (not) safe here

Allgemeines:

Titel: You are (not) safe here
Autorin: Kyrie McCauley
Genre: Roman
Verlag: dtv (24. Januar 2020)
ISBN-10: 3423740558
ISBN-13: 978-3423740555
ASIN: B07ZRSYYND
Seitenzahl: 400 Seiten 
Originaltitel: If these Wings could fly
Preis: 12,99€ (Kindle-Edition)14,95€ (Broschiert)
LinkHier klicken!


Inhalt:

Wenn die größte Bedrohung für dein Leben dort lauert, wo du dich am sichersten fühlen solltest – in deinem Zuhause

Tausende Krähen belagern die Kleinstadt Auburn, Pennsylvania, und es werden immer mehr. Alle Einwohner empfinden dies als Bedrohung – alle außer der 17-jährigen Leighton und ihren beiden jüngeren Schwestern. Denn die größte Gefahr lebt in ihrem Zuhause: ihr Vater, der immer wieder gewalttätig wird – und ihre Mutter, die schweigt und ihn nicht verlässt. Und die Nachbarn, die konsequent wegschauen. Leighton würde nichts lieber tun, als der Stadt den Rücken zu kehren, aber sie kann und will ihre Schwestern nicht zurücklassen. Denn eins ist klar: Irgendwann wird die Situation eskalieren...


Bewertung:

Die Autorin schreibt in ihrer Anmerkung am Ende, dies sei eine "Survival-Story" - die Protagonisten kämpfen hier zwar nicht auf einer einsamen Insel, in der Wüste oder im Eis um ihr Überleben sondern retten sich dort von Tag zu Tag, wo sie sich eigentlich am sichersten fühlen sollten: zuhause. Doch was Kyrie McCauley hier geschrieben hat ist nicht nur eine spannende Survival-Story, sondern auch ein hoffnungsvoller Coming-of-Age-Roman, ein schonungslose Gesellschaftskritik und ein düsterer Fantasy-Thriller. Was nach einer absurden Mischung klingt, entwickelt sich aber zu einem der beeindruckendsten Jugendromanen, die ich jemals gelesen habe.

"Ich rieche die Rosen und denke an Frauen, die von anderen Frauen im Stich gelassen werden. Frauen, denen gesagt wird, dass ihr Gehorsam wichtiger ist als ihr Leben- und das nicht von ihren Männern, sondern von ihren Müttern und ihren Freundinnen. Von Frauen, die bereit sind, einander zuzusehen, wie sie aufgrund von Traditionen und überkommenen Vorstellungen verletzt werden."

Freitag, 24. Januar 2020

Endlich Neues von Laura Kneidl!


Nach "Berühre mich. Nicht" und "Verliere mich. Nicht." setzte uns Platz-1-Spiegel-Bestseller-Autorin Laura Kneidl letztes Jahr mit "Someone New" den ersten Teil einer neuen einen neuen New-Adult-Reihe vor. Am  27. Januar 2020 erscheint nun der zweite und letzte Teil im LYX-Verlag. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf "Someone Else"

Broschiert: 432 Seiten
Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
12,99€ (Broschiert)
ISBN-10: 3736311214
ISBN-13: 978-3736311213
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Inhalt:

Cassie und Maurice könnten das perfekte Paar sein: Sie sind beste Freunde, wohnen zusammen, teilen eine Leidenschaft für Fantasyliteratur - und das Wichtigste: Sie lieben sich. Dennoch scheinen Welten die beiden voneinander zu trennen. Während Auri Football spielt, viele Bekanntschaften hat und gern unter Menschen geht, zieht sich Cassie lieber von der Außenwelt zurück und pflegt einen engen Freundeskreis. Und je mehr Zeit vergeht, desto stärker befürchtet sie, dass das, was sie und Auri verbindet, vielleicht nicht so stark ist wie das, was sie trennt ...


Über die Autorin:

Laura Kneidl schreibt Romane über alltägliche Herausforderungen, phantastische Welten und die Liebe. Sie wurde 1990 in Erlangen geboren und studierte Bibliotheks- und Informationsmanagement in Stuttgart. Inspiriert von ihren Lieblingsbüchern begann sie 2009 an ihrem ersten eigenen Roman zu arbeiten. Nach einem längeren Aufenthalt in Schottland lebt die Autorin heute in Leipzig, wo ihre Wohnung einer Bibliothek ähnelt. Sie ist auf Instagram und Twitter (@laurakneidl) aktiv und tauscht sich dort gerne mit ihren Lesern aus.

Weitere Informationen unter www.laura-kneidl.de!

(Quelle - Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)


Donnerstag, 23. Januar 2020

Der goldene Kompass


Allgemeines:

Titel: Der goldene Kompass
Autor: Philip Pullman
Verlag: Carlsen (23. Dezember 2001)
Genre: Fantasy-Abenteuer
ISBN-10: 9783551351234
ISBN-13: 978-3551351234
ASIN: 3551351236 Preis: 8,99€ (Kindle-Edition)
9,99€ (Taschenbuch)
19,99€ (gebundene Ausgabe)
Seitenzahl: 448 Seiten
Originaltitel: Northern Lights: His Dark Materials 1
Weitere Bände: Das magische Messer
Das Bernsteinteleskop
Link: Hier klicken!



Inhalt:

Lyra Belacqua führt ein unbeschwertes, wildes Leben bei den Gelehrten des Jordan College in Oxford. Immer an ihrer Seite ist Pantalaimon, ihr Tierdæmon. Doch mit der Ankunft von Lyras Onkel, dem düsteren Lord Asriel, beginnt für sie ein gefährliches Abenteuer. Denn es gibt geheime Pläne, die Lyras Welt ins Chaos stürzen: Es geht um gestohlene Kinder und verlorene Dæmonen, um Hexenclans und kämpfende Eisbären – und um eine rätselhafte, weltenverändernde Substanz namens Staub …


Bewertung:

Die "Goldene Kompass"-Trilogie ist mittlerweile ja ein echter Fantasy-Klassiker, der beinahe so alt ist wie ich. Dass ich jetzt erst dazu komme, die Reihe zu lesen, auch wenn sie schon seit mehreren Jahren bei mir im Regal steht, sei hier einfach mal unkommentiert dahingestellt ;-) Im Nachhinein muss ich aber leider feststellen, dass ich über die Jahre nicht wirklich etwas verpasst habe. "Der goldene Kompass" ist ein nettes, originelles Fantasy-Abenteuer, für mich aber nicht "die Fantasy-Reihe des Jahrzehnts", wie andere Rezensenten sie bewertet haben.

"Das ist die Aufgabe der Alten", sagte der Bibliothekar, "um die Jungen Angst zu haben. Und die Aufgabe der Jungen ist es, über die Angst der Alten zu lachen."

Dienstag, 21. Januar 2020

Der zweite Band der «Kiss, Love & Heart»-Trilogie: "Love Challenge"







Nachdem mir "Kissing lessons" von Helen Hoang total gut gefallen hat, habe ich sofort den zweiten Teil beim Rowohlt Verlag angefragt und … auch sofort eine Zusage bekommen (juhuuu!) Jetzt freue ich mich total auf den 28. Januar 2020 - an diesem Tag erscheint nämlich der zweite Band der «Kiss, Love & Heart»-Trilogie: "Love Challenge". Die Kindle-Edition wird 9,99€, die broschierte Ausgabe 12,99€ kosten und (hach) wieder eine Augenweide sein. Kennt ihr die Reihe schon?

Seitenzahl: 384 Seiten
ISBN-10: 3499275376
ISBN-13: 978-3499275371
Originaltitel: The Bride Test

Inhalt:

Seine Mutter will, dass er heiratet. Khai will, dass sie ihn in Ruhe lässt. Also schließen die beiden einen Pakt: Khai wird drei Monate mit der Frau zusammenleben, die seine Mutter für ihn ausgesucht hat. Danach hören die Kuppelversuche auf und sie akzeptiert ein für alle Mal, dass Khai als Autist einfach nicht für die Liebe gemacht ist. … ALLES ANDERE ALS EINFACH! Esme will ein besseres Leben. Für sich und ihre Tochter. Dafür ist sie bereit alles zu tun, selbst in die USA zu fliegen und einen vollkommen Fremden kennenzulernen. Einen extrem attraktiven und etwas sonderbaren Fremden. Sie hat drei Monate Zeit, Khais Herz zu gewinnen. Nur leider ist es viel einfacher, ihr eigenes an ihn zu verlieren! 

Über die Autorin:

Helen Hoang hat in der achten Klasse ihren ersten Liebesroman gelesen und ist dem Genre seitdem verfallen. 2016, als sie für ihr Debüt recherchierte, erkannte sie erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen dem, was sie las, und ihren eigenen Erfahrungen. Kurz darauf wurde bei ihr eine Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert, auch als Asperger-Syndrom bezeichnet. Das Buch, für das sie recherchierte, war «Kissing Lessons», der Auftakt zur «Kiss, Love & Heart»-Trilogie, in der zwei Figuren ebenfalls Asperger haben. «Kissing Lessons» wurde ein sofortiger Erfolg. Presse und Leser lieben es, die Übersetzungsrechte wurden in 21 Sprachen verkauft, und eine Verfilmung ist in Vorbereitung. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in San Diego, Kalifornien.
Foto: © Eric Kieu

(Quelle- Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)


Montag, 20. Januar 2020

Montagsfrage 20.01.20


Guten Morgen,

mein letzte Woche (und leider auch das Wochenende) war ziemlich vollgepackt mit Arbeit, Lernen und anderen Aktivitäten, sodass ich jetzt eher reif für ein weiteres Wochenende als für eine weitere Woche voller Klausurvorbereitung und Lernstress bin. Aber gut, ich kann es nicht ändern, also: Montag, ich komme!

Braucht man eigentlich Kochbücher?


Nachdem die letzte Frage ja eher kompliziert, theoretisch und ausschweifend zu beantworten war, gibt es heute mal eine eher simple Frage über Kochbücher. Kurz vorweg: ich persönlich besitze kein einziges Kochbuch. Auch wenn es in unserem Haushalt ein paar zu finden gibt, war ich bislang noch nicht in der Situation, mir ein Kochbuch zulegen zu müssen. Das liegt vor allem daran, dass ich noch zuhause wohne und nicht regelmäßig selber koche, zum anderen auch, daran dass ich ausgefallenere Rezepte häufig im Internet nachlese und dazu mehrere Vorschläge vergleiche und bei "normaleren" Koch- und Backideen immer auf das Fachwissen meiner Mutter zurückgreifen kann. Bei uns wurde noch nie nach Rezept gekocht sondern mehr nach Gefühl, Lust und Laune (und danach, was sich gerade noch im Kühlschrank befindet), sodass nie dasselbe Gericht ganz gleich schmeckt. Trotz dass ich Kochbücher mit ihren inspirierenden Hochglanzseiten und ansprechenden Layouts wirklich nett finde, brauche ich in meiner Lebenslage einfach keins - was aber nicht heißt, dass ich die Idee grundsätzlich schlecht finde. Bevor ich mir aber ein teures Kochbuch kaufe, das bei mir im Endeffekt nur verstaubt, lege ich mir lieber ein eigenes Rezeptverzeichnis an, das ich nach Lust und Laune bearbeiten und anpassen kann.

Wie steht ihr zu Kochbüchern? Und besitzt ihr viele davon?

Liebe Grüße
Sophia

Samstag, 18. Januar 2020

Buchpost 18.01.20


 

Hallöchen,

ich gebe es zu: ich fühle mich ziemlich schlecht, euch schon wieder einen Beitrag mit Buchpost zeigen zu können und traue mich fast nicht zuzugeben, dass diese Woche ganze 8 neue Bücher bei mir angekommen sind. Nach dem Paket von OcenloveR am Mittwoch kamen im Verlauf der Woche noch vier weitere Päckchen bei mir an.

 Das erste beinhaltete "All in" von Emma Scott, welches ich (zu meiner Verteidigung) meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt habe, welches aber defacto auch von mir gelesen und bei mir einziehen wird, sobald sie fertig ist. Ich habe jetzt schon ein paar Bücher der Autorin gelesen und habe beschlossen, dass es jetzt an der Zeit ist, auch in ihre frühere Reihe hineinzuschnuppern. Danke Mama, dass du einen so ähnlichen Buchgeschmack hast und ich deshalb eigene Anschaffungen als Geburtstagsgeschenk tarnen kann ;-)


Das zweite Paket kam vom dtv-Verlag und hat mir das erste einer Reihe von spannenden Neuerscheinungen gebracht, die ich zu Beginn des Jahres in der Verlagsvorschau entdeckt und als Rezensionsexemplar angefragt habe. In "You are (not) safe here" von Kyrie McCauley geht es um ein Szenario, in dem die größte Bedrohung für die junge Leighton dort lauert, wo sie sich eigentlich am sichersten fühlen solltest – zuhause. Dieses Buch, das am 24. Januar erscheint, werde ich gleich anfangen, wenn ich mit meinem aktuellen CR fertig bin (leider immer noch "Der goldene Kompass). Übrigens: die Federn und das rote Band wurde mitgeliefert - welch netter Service ;-)

Die beiden anderen Pakete waren genauer gesagt richtige Bloggerboxen mit Buch, Goodies und Zusatzmaterialen. Hach, ich LIEBE einfach Bloggerboxen ;-)

Zum baldigen Erscheinen von "Cold Case" von Tina Frennstedt hat die Bastei Lübbe eine ganz wundervolle, detaillierte Überraschungsbox an Blogger versendet, die sich auf ein Rezensionsexemplar zu diesem Thriller beworben haben. Neben einem Notizbuch, Notizzetteln und Flyer mit dem Covermotiv wurde die erste Druckfahne der Geschichte in A4-Format und - das Beste am ganzen Paket - eine Aktenmappe voll mit Bildern, einem Zeitungsartikel und einer Karte, beigelegt. Besonders diese nachempfundene Fallakte finde ich total authentisch und toll gestaltet - da kann ich nur den Hut vor dem Verlag ziehen! Eine großartige Idee, die gleich Lust auf die Geschichte macht!

Vielleicht habt ihr schon ein paar Bilder oder Meinungen zu "Falling Skye" von Tina Frisch gesehen, das ganz neu bei Coppenrath erschienen ist. Auch dieser Verlag hat sich total viele Gedanken beim Packen der Goodie-Boxen gemacht und neben dem wunderschönen Rezi-Exemplar ein passender Jute-Beutel mit dem Motiv des Covers und eine Leseprobe miteingepackt. Falls ihr euch für das Buch interessiert, könnt ihr außerdem den "Psycho-Test" machen, der euch verrät, ob ihr eher rational oder emotional seid. 


Vielen Dank an den Coppenrath-Verlag, den dtv-Verlag und die Bastei Lübbe!!!

Liebe Grüße
Sophia

Donnerstag, 16. Januar 2020

Kurzrezension: Bartimäus

_______________________
Die Fakten:

Titel: Bartimäus - Das Amulett von Samarkand 
Autor: Jonathan Stroud
Verlag: Blanvalet (10. September 2007)
 Genre: Fantasy
Seitenzahl: 544
Link:  Hier klicken!

________________________
Der Inhalt:

Der Dschinn Bartimäus bekommt eines Tages in London den Auftrag, dem hochnäsigen Zauberschüler Nathanael zur Seite zu stehen: ein Auftrag, der Bartimäus zunächst alles andere als glücklich macht. Doch schon bald stecken die beiden in einem Abenteuer, das sie wie Pech und Schwefel zusammenschweißt. Nathanael versucht sich am mächtigen Zauberer Simon Lovelace zu rächen und ihm das berühmte Amulett von Samarkand zu stehlen und mit Bartimäus’ Hilfe könnte ihm das auch gelingen...

_________________________
 Die Eindrücke:

Handlung: Jonathan Stroud hat hier keinen wirklichen Kinder-Fantasy-Abenteuer geschrieben sondern eher eine pessimistische Dystopie, die in einer Zauberwelt spielt. Es scheint, als wollte der Autor mit seinen Charakteren und Strukturen Gesellschaftsformen spiegeln und uns ein moralisches Konzept vermitteln, darüber geht aber leider die Handlung etwas unter.

Charaktere: Das größte Problem der Geschichte ist die fehlende Identifikationsfigur da alle Protagonisten (gewollt) unsympathisch sind. Vor allem Nathanael ist so erfahrungsresistent, überheblich und oftmals einfach nur verbohrt, sodass man über ihn nur den Kopf schütteln kann. Der Autor arbeitet zwar viel mit gesellschaftlichen Motiven wie Macht, Diskriminierung, Wettbewerb, Erfolgsdruck, was im Verlauf der Reihe eine nicht unwesentliche Tiefe entwickelt, was aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass wir die Abenteuer des nervenden Protagonisten nur halbherzig verfolgen.

Schreibstil: Bemerkenswert am Stil des Autors ist der englisch-trockene Humor, den man aber verstehen muss, um den Witz zu verstehen. Außerdem versuchen ironische Fußnoten des Dschinns die Handlung aufzupeppen. Was zu Beginn erfrischend wirkt, beginnt jedoch schon bald zu nerven. Aufgrund der eher anspruchsvollen Witze, des verkopften Konzepts hinter der Handlung, den ellenlangen, trockenen Beschreibungen und des fehlenden Sympathieträgers zieht sich die Handlung meist zäh dahin und wird teilweise trotz Wechsel von Erzählperspektiven schlichtweg langweilig.

_________________________
Das Zitat:

„Manche behaupten ja, der Heldentot sei etwas Bewundernswertes. Diese Ansicht hat mich nie recht überzeugt. Hauptsächlich darum nicht, weil man beim Heldentod, ganz gleich wie gelassen, stilvoll, ruhig, unerschütterlich, männlich oder trotzig man ihn angeht, irgendwann tot ist, und das ist für meinen Geschmack eine Spur zu entgültig.“

_________________________
Das Urteil:

Mit dem verkopften Konzept, den trockenen Beschreibungen, der fehlenden Identifikationsfigur und der zähen Handlung leider gar nicht mein Fall! Nur was für sarkastische Zyniker mit sehr trockenem Humor!


Mittwoch, 15. Januar 2020

Neuzugänge 15.01.20

Hallöchen,

entgegen meinem Vorsatz, mich dieses Jahr verstärkt meinem SuB-Abbau zu widmen und deshalb weniger Bücher zu kaufen, habe ich mal wieder Zuwachs für mein Regal erhalten. Und zwar von der lieben Ronja alias OceanloveR, die (den richtigen Ansatz verfolgend) ihr Bücherregal ausgemistet und überschüssige Bücher und Rezensionsexemplare, die sie wohl nie lesen wird, zum Kauf und Verschenken angeboten hat. Ans Licht sind einige total tolle Bücher gekommen, von denen ich mir ein paar ausgesucht habe. Das mega süße Paket, das sie mir daraus zusammengestellt hat, ist heute bei mir angekommen und hat mich zu einem sehr glücklichen Menschen gemacht ;-) An dieser Stellen schon mal vielen Dank, Ronja!!!

In der Box waren neben einer Tüte Bonbons und einer Postkarte vier neue, ungelesene Hard-Cover-Schönheiten. Die "Elias und Laia"-Reihe von Sabaa Tahir will ich schon seit der Veröffentlichung vor Jahren lesen - es sieht so aus, als wäre das jetzt endlich meine Chance, die Dilogie auch mal zu testen. Eine weitere Reihe, in die ich schon lange mal reinschnuppern wollte, ist die "Götterfunke"-Reihe von Sarah Woolf. Dagegen hatte ich eigentlich vor "Oblivion" niemals zu lesen, da ich Neuauflagen aus anderen Perspektiven immer ein wenig unnötig finde. Da ich aber die "Obsidian"-Reihe von Jennifer L. Armentrout wirklich geliebt habe, sie sowieso bald nochmal lesen will und der Neugierde, auch mal in Daemons Sicht hineinzuschlüpfen, nicht widerstehen konnte, habe ich jetzt doch noch die Chance, es zu lesen.  

Was ist zuletzt bei euch eingezogen? Und habt ihr auch so viele ungelesene Bücher im Schrank stehen, wie ich und kommt einfach nicht zum Ausmisten?

Liebe Grüße
Sophia


PS: Schaut doch mal auf Ronjas Blog vorbei, dort gibt es Einiges zu entdecken!