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Samstag, 5. Oktober 2024

Ensel und Krete


Allgemeines

Titel: Ensel und Krete
Autor: Walter Moers
Verlag: Penguin Verlag (28. August 2017)
Genre: Kunstmärchen
Seitenzahl: 257 Seiten
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Inhalt

Seitdem die Buntbären den Großen Wald bevölkert haben, gilt die idyllische Gemeinde namens Bauming als eine der anziehendsten Touristenattraktionen Zamoniens. Aber seltsame Dinge gehen vor im dunklen Forst. Des Nachts hört man das Stöhnen der Druidenbirken und der Sternenstauner, man munkelt von der Waldspinnenhexe, die noch immer im unbewohnten Teil des Waldes ihr Unwesen treiben soll. Eines Tages verschlägt es Ensel und Krete, ein junges Geschwisterpaar von Fhernhachenzwergen, in den wilden, von Verbotsschildern umstandenen Teil der Baumwelt, und das, was sie dort erleben, übersteigt all ihre Erwartungen ...




Bewertung

"Ensel und Krete" ist nach "Die 13½ Leben des Käpt'n Blaubär" Walter Moers´ zweiter Ausflug nach Zamonien. Da es sich bei seinen Zamonien-Romanen aber mehr um alleinstehende Geschichten in einem zusammengehörigen Kosmos als um eine tatsächlich Reihe handelt, kann man das Kunstmärchen an beliebiger Stelle und völlig unabhängig von den anderen Büchern lesen. Das trifft sich gut, denn  "Ensel und Krete" ist schon mein sechstes Zamonien-Abenteuer und auch wenn ich in komplett wirrer Reihenfolge in das Universum einsteige, werde ich mit jedem Buch ein größerer Moers-Fan!

Samstag, 13. Mai 2023

Kurzrezension: Krabat



Die Fakten

Titel: Krabat
Autor: Otfried Preußler
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
(1. Januar 2008)
Genre: Kinderhorror
Seitenzahl: 350 Seiten
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Der Inhalt

»Komm nach Schwarzkollm in die Mühle, es wird nicht zu deinem Schaden sein!« Immer wieder hört Krabat, der vierzehnjährige Waisenjunge, im Traum diese Worte - und neugierig macht er sich auf den Weg. Es scheint ein großes Geheimnis um diese Mühle im Koselbruch zu geben, und Geheimnisvolles geschieht auch, sobald Krabat dort eintrifft, um sich als Lehrling zu verdingen ...


Die Eindrücke

Handlung: 15 Jahre nachdem ich zum ersten Mal versucht habe, Otfried Preußlers "Krabat" zu lesen, habe ich einen zweiten Versuch gewagt. Schon nach wenigen Hörminuten dieser atmosphärisch-gruseligen Geschichte ist mir wieder eingefallen, weshalb ich das Buch als Kind nicht zu Ende lesen wollte - mit einer magischen Mühle mit dem einäugigen Meister, den Gesellen, die sich in Raben verwandeln, unheimlichen nächtlichen Besuchen, harter Arbeit, okkulten Symbolen und rätselhaften Toden kreiert der Autor hier ein märchenhaftes, aber sehr düsteres Bild, das man als Kind erstmal verdauen muss. Als Erwachsene konnte mich die Geschichte also deutlich mehr packen, auch wenn ich mehr von der Atmosphäre und den hinter der Erzählung stehenden Metaphern mitgerissen wurde als von der Handlung an sich. Da Otfried Preußler die bekannte Sage um Krabat umsetzt, hat der Roman eine sehr klare Verteilung von Gut und Böse, viel kritisch hinterfragt wird nicht und auch die Figuren bleiben wie oft im Märchen eher oberflächlich. Auch das Magiesystem wird nicht erklärt und viele Fragen wie die nach der Identität des Gevatters oder was denn nun in der Mühle gemahlen wird, bleiben nur angedeutet und bis zum Ende offen. Was der Autor uns damit sagen wollte und wie seine sowjetische Kriegsgefangenschaft bei der Zeitdarstellung im Buch eine Rolle spielt, sind wohl Diskussionsansätze, die DeutschlehrerInnen glücklich machen würden. Für mich bleibt unterm Strich, dass das Handlungskonstrukt etwas stärker ausgearbeitet und vor allem das Ende etwas ausführlicher hätte sein können. Jenes macht es sich nämlich sehr einfach und löst den gesamten Konflikt auf wenigen Seiten auf. 

Montag, 27. Februar 2023

Wer die Hölle kennt


Allgemeines

Titel: Wer die Hölle kennt
Autorin: Leigh Bardugo
Verlag: Knaur (13. Januar 2023)
Genre: Mystery-Thriller
ISBN: 978-3-426-22718-3
Seitenzahl: 576 Seiten
Originaltitel: Hell Bent (übersetzt von
Lina Robertz, Silvia Kinkel,
Heike Holtsch und Constanze Wehnes)
Weitere Bände: Das neunte Haus (Band 1)
Preis: 12,99€ (ebook)
19€ (Paperback)
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Inhalt

Seit Jahrhunderten ziehen acht mächtige studentische Verbindungen der Elite-Universität Yale die Fäden hinter Politik und Wirtschaft – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie. 
Zwar ist es Geisterseherin Alex Stern gelungen, im Auftrag des neunten Hauses eine Verschwörung auf dem Campus aufzuklären, doch dabei wurde ihr Mentor Daniel Arlington entführt. Obwohl Alex' Gefühle für Daniel in zwei sehr unterschiedliche Richtungen tendieren, unternimmt sie alles, um ihn zu retten. Auch wenn sie dafür buchstäblich durch die Hölle gehen muss!


Bewertung

Nachdem sich Band 1 der Alex-Stern-Reihe, "Das neunte Haus" nach einem sehr zähen Einstieg doch noch als komplexer Mystery-Thriller mit einem vielschichtigen Worldbuilding und einer grandiosen Grundidee entpuppte, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Genau wie Band 1 habe ich "Wer die Hölle kennt" im Buddyread mit Sofia  (Sofias World of Books - Shoutout geht wie immer raus an diese tolle Person!) gelesen und war in mehrerlei Hinsicht positiv überrascht von dieser Fortsetzung, die in vielen Punkten besser ist als der Auftakt!

"Vielleicht waren sie beide Killer, dazu verdammt, einander Gesellschaft zu leisten, zwei verlorene Seelen, die versuchten, nach Hause zurückzufinden. Vielleicht waren sie beide Monster, denen es guttat, wenn ein anderes Monster den Blick erwiderte."

Samstag, 11. Februar 2023

Kurzrezension: Das neunte Haus


Die Fakten

Titel: Das neunte Haus
Autorin: Leigh Bardugo
Verlag: Knaur (3. Februar 2022)
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 528 Seiten
Originaltitel: Ninth House
(übersetzt von Michelle Gyo )
Weitere Bände: Wer die Hölle kennt (Band 2)
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Der Inhalt

Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie: So können die Mitglieder der »Skull & Bones« die Börsenkurse aus den Eingeweiden lebender Opfer vorhersagen, während Haus Aurelian durch Blutmagie Einfluss auf das geschriebene Wort nehmen kann – ebenso hilfreich für Juristen wie für Bestseller-Autoren … 
Als auf dem Campus von Yale eine Studentin brutal ermordet wird, sind die Fähigkeiten der Außenseiterin Alex Stern gefragt, die eben erst vom neunten Haus rekrutiert wurde: Nur Alex ist es auch ohne den Einsatz gefährlicher Magie möglich, die Geister der Toten zu sehen. Um eine Verschwörung aufzudecken, die weit über 100 Jahre zurückreicht, muss Alex ihre Fähigkeiten bis aufs Äußerste ausreizen.


Die Eindrücke

Handlung: "Das neunte Haus" stand lange Zeit auf meiner Wunschliste, da ich aufgrund der Grishaverse-Bücher ein großer Fan von Leigh Bardugo geworden bin. Anlässlich des Erscheinungstermins der Fortsetzung "Wer die Hölle kennt" Mitte Januar haben Sofia (Sofias World of Books - Shoutout geht raus!) und ich deshalb beschlossen, die Alex-Stern-Reihe als Buddyread anzugehen. Mein erster Eindruck von "Das neunte Haus" war aber leider sehr gemischt, was vor allem daran lag, dass ich nach einem sehr düsteren Prolog nur schwer in die Geschichte gefunden habe. Die etwa 500seitige Geschichte braucht über die Hälfte ihrer Seitenzahl, um richtig in Schwung zu kommen. Erst nach 250-300 Seiten entfaltet sich mühselig ein komplexer Kriminalfall und ein Spannungsbogen wird erkennbar. Zuvor wird die Erzählung immer wieder durch geheimnisvolle Rückblicke und Alex´ holpriges Eingewöhnen in Yale unterbrochen, was mich so gestört hat, dass ich während der ersten 100 Seiten immer mal überlegt, das Buch abzubrechen. Rückblickend bin ich allerdings sehr froh, das nicht getan zu haben. Denn so hätte ich ein grandioses letztes Drittel und ein glamouröses Ende verpasst, in dem die Autorin zeigt, dass sie eben doch eine Größe der Fantasy-Literatur ist, mit der man rechnen muss...!

Samstag, 3. September 2022

Wilder Girls


Allgemeines

Titel: Wilder Girls
Autorin: Rory Power
Verlag: Piper (1. September 2022)
Genre: Horror-Thriller
ISBN-10: 3492706088
ISBN-13: 978-3492706087
ASIN: B09X61VLGC
Seitenzahl: 352 Seiten
Originaltitel: Wilder Girls (übersetzt
von Andrea Bottlinger)
Preis: 4,99€ (ebook)
18€ (gebundene Ausgabe)
Link: Hier klicken!



Inhalt

Seit achtzehn Monaten steht das Mädcheninternat von Raxter Island unter Quarantäne, denn eine gefährliche Seuche hat sich ausgebreitet: Bei den Schülerinnen löst sie grausige Mutationen aus, die Lehrerinnen starben eine nach der anderen. Die Natur auf der Insel ist wild und unberechenbar geworden. Zum Überleben braucht man Freundinnen, die alles für einen tun würden – so wie Hetty und Reese für Byatt. Denn als Byatt verschwindet, beginnen die beiden eine verbotene Suche, bei der sie auf grausamere Wahrheiten stoßen, als sie es sich je hätten ausmalen können …


Bewertung

Auf "Wilder Girls" habe ich schon seit Wochen gespannt gewartet und sofort bei Ankunft meines Rezensionsexemplar mit dem Lesen angefangen. Mit vielen positiven Leserstimmen im Kopf, die die Geschichte als DIE feministische Dystopie schlechthin loben, hatte ich recht hohe Erwartungen an den Roman und bin nach dem Lesen nun leider mehr als ernüchtert. Zwar ist Rory Powers Erzählung durch die düstere Atmosphäre elektrisierend und hochspannend, ansonsten jedoch weder schön zu lesen noch emotional überzeugend oder inhaltlich überraschend. "Wilder Girls" ist bizarr und seltsam - jedoch nicht auf die gute Art, sondern auf diese abstoßende, gänsehaut-erzeugende Weise, die sich anfühlt wie kalte Würmer, die sich in einem Albtraum über deine Füße winden. Schade!

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Layla


Allgemeines

Titel: Layla
Autorin: Colleen Hoover
Verlag: dtv (20. Oktober 2021)
Genre: Paranormal Romance
ISBN-10: 3423263083
ISBN-13: 978-3423263085
ASIN: B08XJQG2SW
Seitenzahl: 384 Seiten
Originaltitel: Layla
Preis: 12,99€ (Kindle-Edition)
14,95€ (Broschiert)
Link: Hier klicken!



Inhalt

Wie weit bist du bereit, für die große Liebe zu gehen? 

Auf der Hochzeit von Laylas Schwester lernen sie sich kennen und lieben: Leeds, der seinen Lebensunterhalt als Musiker verdient, und Layla. Es ist eine Amour fou – bis zu dem Tag, an dem Leeds eifersüchtige Exfreundin versucht, Layla zu erschießen. Danach ist Layla nicht mehr sie selbst. Um die Beziehung zu retten und Layla zu stabilisieren, mietet Leeds das Haus, in dem sie sich kennengelernt haben. Doch dort scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen ...

Bewertung

Colleen Hoover ist die Autorin, von der ich am meisten Bücher gelesen habe. Um genau zu sein sind es inklusive "Layla" genau 20 Bücher. Und dennoch schafft sie es immer wieder, mich zu überraschen und eine ganz neue Richtung einzuschlagen. Zuletzt wagte die "Queen-of-Hearts" mit "Verity" einen Ausflug ins Genre Psychothriller, welcher mich gleichzeitig fasziniert und verstört zurückließ. Nun entdeckt sie mit ihrem neusten Meisterwerk die Paranormal Romance für sich. Meine anfängliche Skepsis verwandelte sich innerhalb kürzester Zeit in wilde Begeisterung und so habe ich die Geschichte wie in einem Rausch in wenigen Stunden von der ersten bis zur letzten Seite durchgelesen, nur um mit Sicherheit sagen zu können: "Layla" ist die wohl mit Abstand außergewöhnlichste und wendungsreichste Liebesgeschichte, die ich seit Langem gelesen habe!

Dienstag, 17. August 2021

Kurzrezension: Das Paket


Die Fakten

Titel: Das Paket
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur (26. Oktober 2016 )
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 368 Seiten
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Der Inhalt

Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet. Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, hat große Angst, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt ...

Die Eindrücke

Handlung: "Das Paket" ist nach "Der Augensammler" und "Der Augenjäger" mein dritter Fitzek und wie immer konnte ich die Geschichte wieder an einem einzigen Tag durchlesen, da die Spannung geradezu irrsinnig hoch war. Wie bei jedem guten Psychothriller spielt Sebastian Fitzek auch hier mit der Wahrnehmung des Lesers und schickt uns gemeinsam mit der Protagonistin Emma Stein auf eine gruselige Reise, die mit einem Paket beginnt und mit sechs Toten endet... Durch Zeitsprünge, die Emmas Kindheit, die Nacht, in der sie im Hotel dem "Friseur" begegnete, die Ankunft des "Pakets" fünf Monate danach und eine Rückschau in Gesprächsform nochmals drei Wochen später abdecken, wird die Spannungskurve nochmal steiler. Dies täuscht gelungen darüber hinweg, dass die Handlung letztendlich doch sehr weit vom Klapptext abweicht und nur noch wenig mit dem "Paket" zu tun hat. Leider habe ich als Vielleserin auch so langsam viele Tricks durchschaut und hatte trotz vieler irreführender Wendungen und komplexem Hin und Her schon während der ersten Kapitel eine Vorahnung, die sich am Ende bewahrheitete. Aufgrund des für mich nicht ganz überraschenden Endes und einiger loser Fäden, die mir am Ende das Erstellen eines logischen und runden Gesamtbilds erschwert haben, ziehe ich einen Stern in der Bewertung ab.

Samstag, 13. März 2021

Kurzrezension: A Monster Calls


Die Fakten

Titel: Sieben Minuten nach Mitternacht (deutsche Ausgabe)
Originaltitel: A Monster Calls (meine Ausgabe)
Autor: Patrick Ness nach einer Originalidee von Siobhan Dowd
Illustrator: Jim Kay
Genre:Mystik-Drama
Sprache: Englisch
Seitenzahl: 224 Seiten
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Der Inhalt

Das Monster zeigte sich zum ersten Mal kurz nach Mitternacht, wie es bei Monstern üblich ist. Doch es ist nicht das Monster aus seinen Albträumen, die anfingen, als seine Mutter mit der Behandlung anfing. Es ist etwas anderes, etwas sehr Altes, sehr Wildes. Und es will die gefährlichste Sache von Conor, die man sich vorstellen kann: Die Wahrheit.


Die Eindrücke

Gestaltung: Zuerst will ich hervorheben, dass meine englische Ausgabe mit stimmungsvollen Illustrationen des englischen Künstlers Jim Kay verziert sind. Egal ob ganzseitige, halbseitige oder nur angedeutete Motive am Seitenrand - durch kontrastreiche Schwarz-Weiß-Zeichnungen erhält die Geschichte einen düsteren, aber verträumten Beigeschmack, der ganz wunderbar zur Handlung passt. 

Donnerstag, 19. September 2019

Die Träne der Zauberschen


 
Allgemeines:
 
Titel: Die Träne der Zauberschen
Autor: Ian Cushing
Genre: Horror/ Fantasy
Verlag: epubli (13. August 2019)
ISBN-10: 3748580770
ISBN-13: 978-3748580775
ASIN: B07WDD24MH
Seitenzahl: 460 Seiten
Preis: 14,99€ (Taschenbuch)
4,99€  (Kindle-Edition)
 
 

Inhalt:
 
 Ein unheimliches Ereignis verändert das Leben der drei Freunde Dirk, Jan und Marcus von einer Nacht auf die andere. Eine geisterhafte Gestalt droht ihnen grausame Rache für ein Verbrechen an, das vor vierhundert Jahren geschehen ist. Sie entdecken ein schreckliches Geheimnis, welches ihre Familien seit Jahrhunderten verbindet und müssen erkennen, dass die Sünden der Vergangenheit bis in die Gegenwart überdauert haben. Die Zeit der Rache ist gekommen!
 
 
Bewertung:
 
 Nachdem ich vor zwei Jahren schon das Vergnügen hatte, durch die beiden Romane "Fünf Minuten - Ein Tagebuch" und "In Ewigkeit" des Autors mit Fragen nach dem Sinn des Lebens konfrontiert zu werden, insgesamt aber leider nicht überzeugt werden konnte, starte ich mit Ian Cushings neustem Werk nun einen zweiten Versuch. Und durch "Die Träne der Zauberschen" ist es tatsächlich vollbracht: ich wurde vom "Lieblings-Nicht-Fan" zu einem echten Fan!
 
"Was bedeutet schon die Träne einer Zauberschen?"

Sonntag, 20. Mai 2018

Das Böse in deinen Augen



Allgemeines:

Titel: Das Böse in deinen Augen
Autor: Jenny Balckhurst
Verlag: Bastei Lübbe (27. April 2018)
Genre: Psychothriller
ISBN-10: 3404176898
ISBN-13: 978-3404176892
ASIN: B0774RZ3HH
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Originaltitel: The Foster Child
Seitenzahl: 432 Seiten
Preis: 8,99€ (Kindle-Edition)
11€ (Taschenbuch)


Inhalt:

Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?

Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das seine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust - und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen -


Bewertung:

Ich lese zurzeit sehr gerne Psychothriller, weil ich einfach fasziniert von dem Dunklen Gruseln der Atmosphäre bin und habe aus diesem Grund auch zum neusten Werk von Jenny Blackhurst gegriffen, von der ich schon viel Gutes gehört habe. Leider konnte mich das Buch nicht gänzlich überzeugen, gerade weil mir das zum Großteil gefehlt hat, was für mich einen Psychothriller ausmacht: der Gruselfaktor.

„Eins zwei, Ellie kommt vorbei.
Drei vier, verschließe deine Tür“


Schon das Cover ist eine Sache für sich. Auf den ersten Blick finde ich es auf schaurige Art wunderschön mit dem filigranen Metallkäfig, den blutroten Rosen und dem schillernden Schmetterling vor verblichener, grauer Tapete. Wunderbar wird hier die Diskrepanz zwischen süßer Unschuld und blutiger Grausamkeit dargestellt. Leider haben weder Blumen, noch ein Käfig noch ein Schmetterling etwas mit dem Buch zu tun. Eventuell könnten die Motive eine schlechte Anspielung auf Ellis in einem Glas gefangene Motte sein, aber ansonsten kann ich mir da keine Verbindung herleiten. Wenn man aber einfach nur die Optik und die atmosphärische Wirkung in Betracht zieht, ist die Gestaltung sehr gut gelungen. Den Titel finde ich gerade im Vergleich zum englischen Original auf den Punkt getroffen, genau wie der Klapptext, der Interesse weckt, ohne zu viel zu verraten. Zur inneren Gestaltung kann ich nur sagen, dass mich die unvollständigen Perspektiven Angaben über jedem Kapitel äußerst verwirrt haben. Über einigen Absätzen steht in kursiver Schrift der Name der erzählenden Person, bei anderen Abschnitten aber nicht. Ob das Absicht ist, weiß ich nicht.

Dienstag, 29. August 2017

Katzentango


 
 
Allgemeines:
 
Titel: Katzentango
Autor: Oliver Peetz
Verlag: Books on Demand (29. November 2016)
Genre: Psychothriller
ASIN: B01MQV9O85
ISBN-10: 3741241695
ISBN-13: 978-3741241697
Seitenzahl: 216 Seiten
Preis: 8,49€ (Kindle-Edition)
12,80€ (Taschenbuch)
Weitere Bände: Katzenpolka;
Katzenwalzer
 
 
Inhalt:
 
"...Schlafe ich etwa? Eine Katze...eine lachende Stimme...ein Mädchen...ich fliege...die Katze auch...es ist dunkel und ich höre Musik. Tango."
 
Der junge Iho wächst im sozialen Brennpunkt einer Großstadt auf. Jugendkriminalität, Gewalt und Drogen bestimmen in diesem Ghetto den Alltag.
In einem Keller begegnet der ängstliche Junge einer Gruppe verwahrloster Jugendlicher, die sich bei einem Ritual in einen ohnmachtsähnlichen Trancezustand versetzen. Iho, der sich auf das seltsame Ritual einlässt, verliert dabei das Bewusstsein und liegt mehrere Stunden ohnmächtig auf dem kalten Boden des Kellers. Alleingelassen von der Gruppe. Als er zu sich kommt, hat sich etwas verändert. Er hat sich verändert. Er folgt der Stimme in seinem Kopf und beginnt zu morden.
Als Ihos geliebte Mutter an seinem fünfzehnten Geburtstag stirbt, verbringt er noch mehrere Tage mit der Toten in der Wohnung. Der aufkommende Druck der Öffentlichkeit zwingt ihn schließlich, das Viertel zu verlassen. Zu Fuß und ohne Ziel.
Nach Tagen und Nächten der Entbehrungen kommt es durch eine geheimnisvolle Katze zu einer schicksalhaften Begegnung mit einem alten Mann, der allein in einem abgelegenen Waldgebiet wohnt.
 
 
Bewertung:
 
Die Kinder im Keller - ein Ritual?
Der jugendliche Iho - ein Mörder?
Das jüdische Mädchen - ein Engel?
Der Alte im Wald - ein Nazi?
Die geheimnisvolle Katze - der Schlüssel?
Ein Tanz zwischen Wahn und Wirklichkeit!
-Katzentango-
 
Diese interesseweckenden Fragen zieren den Buchdeckel und umschreiben die abstruse und grausame Handlung sehr gut. Eine Geschichte voller Wahnsinn und Leid, die aber auch von der grausamen Realität einer schrecklichen Kindheit im sozialen Brennpunkt erzählt. Am Schluss bleibt die Frage, wie es zu all dem kommen konnte, nicht offen. Denn mehr als deutlich wird der Grundstein der Geschichte in Ihos Kindheit gelegt. Denn Iho, eigentlich Ignaz Horst Otto, bekommt von seinen Eltern nicht viel Liebe. Der Vater ein Säufer, die Mutter, mehr oder weniger, auf sich alleine gestellt wird er von Beginn seines Lebens mit Alkohol, Drogen, Brutalität, Mobbing, Armut und Gewalt konfrontiert. Schlüssel zu seinem Wahnsinn ist jedoch ein Ritual im Keller seines Hauses. Denn während des Rituals, durch das er einen Einblick in die Welt der Toten erhalten soll, geht etwas schief und als er aufwacht ist nichts mehr, wie es zuvor war. Die Ameisen in seinem Kopf beginnen Tango zu tanzen und er geht auf seinen ersten Beutezug...
 
Erster Satz: "Bei der Befreiung Nazideutschlands durch alliierte Streitkräfte im Frühjahr 1945 entdeckte ein amerikanischer Soldat in einer der zahlreichen Baracken eines Konzentrationslagers eine Blechschachtel."

Donnerstag, 10. August 2017

Friedhof der Kuscheltiere



Allgemeines:

Titel: Friedhof der Kuscheltiere
Autor: Stephen King
Verlag: Heyne Verlag (2011)
Genre: Horror
ISBN: 978-3453435797
Originaltitel: Pet Sematary
Seitenzahl: 608 Seiten
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)



Inhalt:

Manchmal ist der Tod besser

Hinter dem kleinen Tierfriedhof liegt eine verwünschte indianische Grabstätte. Ob Katze oder Mensch: Wer hier beerdigt wird, wird zum Albtraum für die Hinterbliebenen.


Meine Meinung:

Zu Beginn muss ich zuerst mal sagen, dass "Friedhof der Kuscheltiere" erst der zweite Horror-Thriller ist, den ich je gelesen habe (der erste war "Es" ebenfalls von Stephen King) und obwohl es nicht wirklich mein Genre ist, konnte mich dieses Buch - auch wenn es zugegebenermaßen ziemlich verstörend war, wirklich überzeugen. Aber lest selbst.

Sonntag, 19. März 2017

Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond




Allgemeines:

Titel: Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond
Autor: Sarah Blakley-Cartwright (Drehbuch von David Leslie Johnson)
Verlag: cbt (21. Februar 2011)
Genre: Fantasy
ISBN-10: 3570161242
ISBN-13: 978-3570161241
ASIN: B00509CB6M
Seitenzahl: 296 Seiten
Preis: 6,99€ (Kindle-Edition)
7,99€ (Taschenbuch)
12,95€ (gebundene Ausgabe)



Inhalt:

-Er tötet andere, sie will er lebend-

Zehn Jahre ist es her, dass Valeries Kindheitsfreund Peter verschwand und Valerie beim nächsten Vollmond einem Werwolf gegenüberstand – und von diesem verschont wurde. Nun ist Peter wieder da, und als sie ihn wiedersieht, packt die jetzt siebzehnjährige Valerie dieselbe wilde Leidenschaft wie dereinst. Zwar ist sie dem wohlhabenden Henry Lazar versprochen, aber Valerie würde alles dafür tun, um Peter nicht wieder zu verlieren. Doch dann wird am Tag nach Vollmond der leblose Körper eines jungen Mädchens gefunden. Kratzspuren und Bisse sprechen eine eindeutige Sprache: Der Werwolf ist zurück, und er hat sich ausgerechnet Valeries Schwester Lucie geholt. Alles deutet darauf hin, dass der Wolf allein wegen Valerie gekommen ist und nicht ruhen wird, bis er auch sie in seiner Gewalt hat…



Bewertung:

"Der vierte Glockenschlag bedeutete nur eins: Er hat wieder getötet. Der Wolf."

Ich weiß nicht genau warum, aber ich liebe Märchenadaptionen über alles - wahrscheinlich da se mich an meine Kindheit erinnern, denn ich habe Märchen immer über alles geliebt! Dieser Roman ist ein Buch zum Film und gleichzeitig klar inspiriert vom Märchen Rotkäppchen.
 Das Drehbuch zum Film gleichnamigen wurde von David Leslie Johnson nach einer Idee von Leonardo DiCaprio geschrieben. Regisseurin Catherine Hardwicke hat sich dessen nur zu gern angenommen, bemerkte aber bei den Dreharbeiten, dass die Geschichte und die Charaktere zu komplex für einen Film waren und bat deshalb ihre Freundin Sarah Blakley-Cartwright darum, einen Roman darüber zu schreiben. Die Jungautorin nahm sich dessen an und ... tada: das Buch.

Eigentlich hatte ich bis jetzt eine recht klare Meinung zu der Buch-zum-Film-Masche: Diese Bücher, die vom Erfolg des Filmes profitieren wollen sind oft schrecklich oberflächlich und atmosphärisch eine Katastrophe. Ich gebe zu, dass ich das Buch nur gelesen habe, da ich dachte, es sei verfilmt worden und ich den Film eigentlich mochte. Doch als ich dann anfing zu lesen wurde ich wirklich positiv überrascht. Zwar merkt man dem Plot, den Charakteren und den Beschreibungen deutlich an, dass die Story eigentlich für einen Film konzipiert war, doch alles in allem hat das Buch mich trotzdem überzeugt.
...

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Carrie



Allgemeines:

Titel: Carrie
Autor: Stephen King
Verlag: Bastei Lübbe (2013)
Genre: Mysterie/ Horror/ Thriller
ISBN: 978-3404169580
Seitenzahl: 320 Seiten
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
12,95 € (gebundene Ausgabe)
4,99€ (MP3-CD)
!Kostenloser Hörspiel-Download!



Inhalt:

"Carries Augenlider hatten sich zu Schlitzen verengt. Das Blut pochte in ihren Schläfenadern. Ein Arzt hätte sich vielleicht dafür interessiert, was in diesem Augenblick in ihrem Körper vor sich ging."

Carrietta White war schon immer anders. Wegen ihrer unbeholfenen Art ist sie in der Schule eine Außenseiterin und wird gnadenlos gehänselt. Zu Hause leidet sie unter dem religiösen Fanatismus ihrer Mutter, mit der sie alleine in einer kleinen Stadt namens Chamberlain lebt, da ihr Vater verstarb, als sie sehr klein war. Nur ein einziges Mal fühlt sich Carrie so wie alle anderen Mädchen: Als sie zum Schulball eingeladen wird. Doch der Abend endet nach einem grausamen Streich in einer Katastrophe. Denn Carrie ist beseelt von einer unheimlichen Gabe. Einer Gabe, die sie ein Inferno entfesseln lässt, gegen das die Hölle wie ein lieblicher Garten Eden aussieht ...



Bewertung: 

"Carrie stand regungslos unter ihnen, ein Frosch unter Schwänen. Sie war ein rundliches Mädchen. Ihr nasses Haar war vollkommen farblos. Es klebte stumpf an ihrer Wange, und sie stand mit gebeugtem Kopf einfach da und ließ das Wasser auf sich herabprasseln. 
Sie sah aus wie ein Opfertier, wie die ewige Zielscheibe des Spottes, und sie war es. Sie wünschte sich, die Ewen Hight School hätte Einzelduschen wie die Schulen in Westover oder Lewiston. 
Sie starrten. Immer starrten sie sie an."

 
Die Geschichte von Carrie kennt wohl jeder. Der Verfilmung von 1976 ist ein absoluter Klassiker, wurde aber 2013 nochmals verfilmt. Ich habe letzteren gesehen und muss zugeben, dass das war, bevor ich das Buch gelesen habe. Eigentlich dachte ich, das Buch wäre für mich einfach noch einmal eine etwas genauere Wiederholung des Filmes, doch ich habe mich geirrt! Dieses Buch spielt mit ganz anderen Dimensionen, durch die man gleichzeitig, begeistert, entsetzt, angeekelt und ekstatisch ist. Mit der Einordnung in ein Genre habe ich mich aber etwas schwer getan, zum einen ist es eine Fallstudie, dann aber auch wieder ein Thriller und irgendwie spielt auch dass übersinnliche mit hinein, hier durch das Element der Telekinese.

Das Buch ist ein großer Erfolg gewesen und in vielen verschiedenen Ausgaben herausgekommen. Meine ist passenderweise Rot, was die viele Wut und das Blut perfekt umrandet und hat ein leicht angedeutetes Mädchen im Hintergrund, dessen Gesicht man aber nicht ganz sieht. Auch das passt perfekt. Zudem ist die Geschichte in drei Teile geteilt: "Blutsport", "Ballnacht" und "Trümmer" heißen die Abschnitte, was ebenfalls perfekt passt. Seltsamerweise hat das Buch auch keine Kapitel, doch an diesem Buch ist sowieso nichts "normal", "gewohnt" oder gar "durchschnittlich", also spielt das keine Rolle.

Dieses Buch hat mich wirklich geschockt, zum Teil wegen der Entsetzlichkeiten, die sich ereignen, und zum anderen meine eigenen Gedanken dabei. Denn das, was die Hauptperson Carrie White erleben musste, wünscht sich niemand. Man durchleidet ihr Leben, möchte sie in den Arm nehmen und trösten, ihr sagen, dass alles gut wird, sie von ihrer kranken Mutter wegnehmen, die sie einsperrt und für ihre angeblichen Sünden bestraft, die keine Sünden sein können, weil sie natürlich sind. Sie bricht zum Beispiel beim Duschen nach dem Sportunterricht aufgrund ihrer ersten Periode in Panik aus, da sie nichts davon gewusst hat. Doch keiner ihrer Mitschüler versucht ihr klar zu machen, was das Blut zwischen ihren Beinen bedeutet, dass sie zur Verzweiflung treibt. Im Glauben, sie verblutet, bewerfen sie ihre Mitschüler mit Tampons und anderen Dingen, ziehen sie auf und lassen sie mit ihrer Todesangst kämpfen.

Ihre Mutter jedoch, sperrt sie für ihre Sünde in eine kleine dunkle Kammer um für ihre Missetaten zu beten. Sie ist eine absolut wahnsinnige Frau, die sich ihrem religiösen Wahn hingibt und versucht ihre Tochter zur Unschuld der Welt zu erziehen, geradezu fanatisch und gespenstisch alles als Sünde abstraft. Eine Mutter, die sich selbst für ihr sündiges Leben hasst und ihrer Tochter zur absoluten Reinheit erziehen will, egal wie viel Kummer Carrie dabei ertragen muss. Egal, was sie ihrer Tochter dabei antut und sie sehr sie Carrie dadurch von der Gesellschaf isoliert.

Ihre telekinetischen Kräfte sind für sie ein Segen, in ihrer sonst so abscheulichen Welt und verleihen ihr Kraft und Mut und schlussendlich auch die Kraft, sich an denen zu rächen, die ihr so lange Leid zugefügt.  Und diese Rache fällt auch sehr ausgiebig aus.
Wie gesagt, ist das Faszinierende dabei, dass man als Leser nicht ein einziges Mal den Gedanken verspürt, dass sie ungerecht handelt. Insgeheim liest man die Worte, die ihre grausame Rache beschreiben und denkt sich, sie haben es verdient, sie haben es alle verdient und ist schier entsetzt über seine eigene Brutalität.

Stephen King erzählt aus verschiedenen Perspektiven Carries Leben, aus ihrer Eigenen, teilweise aus der der Leuten, die sie kannten, die manche Dinge miterlebt hatten oder auch die Sicht ihrer Peiniger, die man aufhalten möchte und doch nur zusehen kann. Dabei greift King zu ungewöhnlich Mitteln, die mich erst erstaunt und dann begeistert haben. Er benutzt seriös wirkende Zeitungsausschnitte, Berichte aus fiktiven Büchern oder teilweise wissenschaftliche Abhandlungen um das Phänomen Carrie aufzuschlüsseln und schafft dadurch die nötige Distanz zum Leser, dass er sich ein gesamtes Bild der Lage machen kann.

Immer mit einem angepassten Schreibstil, der nicht nur die Gedanken seiner Perspektivträger realistisch wiedergibt, sondern temporeich die Geschichte vorantreibt. Es zeigt sich schon am Schreibstil, dass der "Meister des Horrors", wie er oft genannt wird, keine Tabus und Grenzen kennt. Es werden die hässlichsten menschlichen Gedanken beschrieben, die einem eine Gänsehaut den Rücken hinunter jagen. Darüber hinaus übt er Kritik an den verschiedensten zentralen Themen unserer Gesellschaft wie Mobbing, Fanatismus, Egoismus usw.

Einen wirklichen Protagonisten kann man in dieser Geschichte meiner Meinung nach nicht nennen. Natürlich dreht sich alles um Carrie, trotzdem werden auch andere Charaktere immer wieder beleuchtet und keinen kann man wirklich sympathisch finden. Sue, ein Mädchen, das Mitleid mit ihr hat und ihren Freund Tommy darum bittet, Carrie zu fragen, ob sie mit ihm auf den Ball geht, ist so ein Nebencharakter. Sie ist so ziemlich das Gegenteil von Chris, die Carrie verachtet und einen perfiden Racheplan erstellt um zu rächen, dass sie wegen ihr vom Ball ausgeschlossen wurde. 

Selbst Carrie, die durch ihre schreckliche Mutter so viel Leid erdulden muss und überall aneckt, ist mehr mit einem mitleidigen Gefühl denn mit Sympathie bedacht. Sie ist als erzählende Person aber erstaunlich schlüssig. Im Film wird sie leider eher als eine Art Monster dargestellt, das sie ja auch eigentlich ist, aber da ist noch mehr! Im Buch wird die komplette Spanne vom unschuldigen, braven Mädchen bis zum grausamen Monstrum, dass sie gar nicht sein und nie werden wollte, dargestellt.

Denn genau das ist der Punkt, an dem sich das Buch von dem Horrorfilm abgrenzt und zu einem tiefsinnigen Roman wird, der nicht nur ein Höllenszenario beschwört, sondern vor allem einen Einblick in eine hilflose Unschuldige bietet, die durch ihre Ohnmacht keinen anderen Ausweg mehr sieht. Carrie ist wie ein Tier, in die Ecke gedrängt und keine andere Wahl mehr sieht, als sich zu wehren und all ihre Wut hinauszulassen. Es ist unendlich traurig zu sehen, wie sie langsam "dahinrafft" und ihre Verzweiflung herauslässt. Sie denkt, sie hätte endlich Anschluss gefunden, etwas auf das sie ihre Hoffnung setzten kann, als sie von Tommy, einer der beliebtesten Jungen der High School, zum Schulball eingeladen wird, doch dann geht das Drama erst richtig los. Durch die vielen verschiedenen Ansichten, entsteht eine abgerundete Persönlichkeit, deren Beweggründe und Gedanken man gut verstehen kann.

Auch gerade weil alle sie nur als Objekt sehen, für das sie irgendwie schon Mitleid aber vor allem Abscheu und Angst empfinden, sieht man sich als Leser zugehörig zu ihr und verspürt eine gewisse Hilflosigkeit, da man eigentlich weiß, was unausweichlich kommen wird weil es so kommen muss, aber nichts dagegen tun kann. Wie als einziger nimmt man alle Teile der Geschichte war, die sich nach und nach zu einem schlüssigen Puzzle entwickeln. Man sieht die Katastrophe, ihre Anfänge, ihre Gründe und ihre Auswirkungen.

Und nicht immer geht King dabei in chronologischer Reihenfolge vor. Er nimmt gewisse Teile vorweg, fügt andere hinzu, so dass der Leser das Ende vorzeitig weiß und es trotz allem der Spannung nicht schadet. Eigentlich würde ich eher sagen, dass genau dieses Vorwegnehmen, dass man das Ende schon von vorneherein kennt genau das ist, was dem Leser wirklich das Herz bricht, denn er möchte das ganze Unglück aufhalten, doch das kann man nicht. Ich war die ganze Zeit extrem kribbelig und angespannt während ich das Buch gelesen habe, denn diese Spannung, die Brutalität und die Psychospielchen haben es eindeutig in sich!

 Das übernatürliche Element, ihre Gabe, ist da nur noch ein Extra um dem Ganzen einen bildreichen Rahmen zu bieten und die Handlung mit einem Knall enden lässt, der einen Leser zurücklässt, der nicht weiß, der die Katastrophe bedauern oder das tragische Schicksal von Carrie beweinen soll.


„CARRIE WHITE BRENNT FÜR IHRE SÜNDEN!
JESUS IRRT SICH NIE!“



Fazit:

"Carrie" ist für mich ein durchwegs spannender Roman, mit einem noch immer aktuellen Thema, der einfach unglaublich gut konzipiert wurde!




Hier noch der Trailer zum Film:

Dienstag, 4. Oktober 2016

Hybris - Gates of Hell


Allgemeines:
Titel: HYBRIS - Gates of Hell
Autor: Monkey D. Lincoln
Verlag: Monkey D. Lincoln (24. Juli 2015)
Genre: Psychothriller/Horror
ASIN: B012J0KFSU
Seitenzahl: 278 Seiten
Preis: 2,99€ (Kindle-Edition)



Inhalt:

"Eine unerwartete Macht zog mich in eine andere Welt. Ich war mir nicht sicher, ob ich nur träumte oder in mich in meiner eigenen Hölle befand. Wenn ich nicht Jacob und die anderen hätte, würde ich völlig den Verstand verlieren … oder habe ich das schon?"


Der junge Alkoholiker Michael muss sich durch immer neue Albträume kämpfen, ist in immer neuen Welten, in die er geschleudert wird, stets mit Blut, Tod und Grausamkeit konfrontiert. Der feste Wille, seine Weggefährten zu beschützen sowie die Liebe, lassen ihn alle Prüfungen bestehen, doch der Preis wird von Mal zu Mal höher, die Gegner immer grässlicher … Zwischen der ihm bekannten und zahlreichen bizarren Albtraumwelten hin und her geschleudert, versucht er herauszufinden, wer oder was dafür verantwortlich ist und worum es bei diesem perversen Spiel eigentlich geht. 


Bewertung:

Erster Satz: "Alles war noch verschwommen, meine Augenlieder schwer wie Blei..."

So beginnt "Hybris - Gates of Hell", der wohl grauenvollste Psychothriller, den ich jemals gelesen habe. Dabei bezieht sich dieses Adjektiv gar nicht auf die Qualität des Buches, sondern mehr auf die Atmosphäre des Inhalts. In 9 "Akte", wie die Kapitel heißen, wird die brutale Geschichte von Michael Key erzählt.

Der Titel wird bald Programm, schlimmer als dieses Buch kann die Hölle wohl kaum sein. Blut, Leichen, Gedärme, Schmerz, Folter und andere herzerweichend schöne Dinge kommen auf den unvorbereiteten Leser zu und um ehrlich zu sein, war mir beim Lesen das ein oder andere Mal schlecht. Mein erster Gedanke war wohl: "OMG, was muss man bitte genommen haben, um sich so etwas auszudenken?" Seltsamerweise musste ich des Öfteren an "Blasphemy" von meiner Lieblingsband "Twenty one Pilots" denken. Atmosphärisch und auch etwas vom Text her habe ich unterbewusst ständig Verbindungen geschlagen.

Auf Amazon wird dieses Buch als "Übernatürlicher Thriller" eingestuft, doch ich würde eher die Kategorie "Horror" wählen. Außerdem würde ich auf jeden Fall eine Altersbegrenzung auf 16 Jahre ansetzten. Denn vor allem der Anfang, als es um kaum etwas anderes als pure Gewalt zu gehen scheint, ist sehr hart und unschön. Später kommen noch andere, doch ebenso belastende Aspekte hinzu, wie zum Beispiel erschreckende Abgründe der menschlichen Seele oder die Frage nach Gott und die Hölle.

"Ich schoss mit der verbliebenen Patrone im zweiten lauf auf seinen Hals - Blut, Fleischfetzen und Knochensplitter spritzten in alle Richtungen, dann verlor ich den Halt. (...) Irgendwie macht er mir ja Spaß. ich weiß auch nicht ... diese ganze Brutalität, das ganze Blut ... das hat was ...."

Insgesamt also einfach nur erschreckend und ekelhaft, nein! So einfach hat es mir der Autor dann doch nicht gemacht!
Denn egal wie schrecklich es auch werden mochte, wie viele Blut, Gehirn, Gedärme und Körperteile in der Gegen herum flogen, welche Qualen die Charaktere erdulden mussten ... ich fand es irgendwie trotzdem faszinierend. Warum genau, werde ich versuchen, euch in dieser Rezi zu erklären.

Doch erstmal noch zum Cover: Ganz in Schwarz gehalten lenkt es die Aufmerksamkeit des Betrachters sofort auf das große Auge, welches einen recht mittig platziert anzustarren scheint. Die Iris ist von einem irritierenden Rot-Braun, durch hellere Grau-Akzente wird die Augenpartie nochmals hervorgehoben. Der Titel hebt sich durch ein sehr grelles Rot super vom Hintergrund ab und wirkt etwas verschmiert und verspritzt. Sehr seltsam und doch eingängig spiegelt es die Grundstimmung des Buches wieder und motiviert sofort zum Lesen. Eine sehr gelungene Gestaltung also. Auch dass ab und zu schwarz/weiß Zeichnungen die Vorstellungskraft des Lesers angekurbelt haben und die Geschehnisse gelungen unterstrichen fand ich super!

"Es fühlte sich an, als ob dieses Leben nur ein Traum wäre und die Realität nur eine Tangente zur Traumwelt der Konstante. Die Realitäten verschwammen nicht, aber niemand konnte sicher sein, welche Welt nur eine Illusion war - und doch kreuzten sie sich und verschlungen mich.
Ich bin nur ein Pinselstrich auf der Leinwand des Lebens oder weniger, nichts als ein Farbklecks, ein Sandkorn. Ich werde nicht lockerlassen, ich werde herausfinden, wie wir uns von diesem Fluch lösen können."

Der Schreibstil ist ... naja eher gewöhnungsbedürftig. Wenn man von den vielen Fehlern absieht, ziehen sich viele kurze und nicht sonderlich ausgefeilte Sätze durch das ganze Buch, garniert mit einer Art inneren Monolog. Oft erinnern diese kursiv gedruckten Passagen aber doch eher an einen ungefilterten Gedankenstrom von Michael, welcher uns aus der Ich-Perspektive an allem teilhaben lässt, und schmeißen noch mehr unvollständige und umgangssprachliche Halbsätze voller Fäkalsprache und verwirrenden Andeutungen in den verwirrenden Wortsalat. Doch genau dieses unordentliche Grammatikdebakel bringt einem die Person "Michael Key" sehr authentisch rüber und vereinheitlicht Sprache und Protagonist sehr anschaulich.

"Ist es denn zu viel verlangt, dass ich auch mal Glück habe? Fickt euch doch alle! Fickt euch einfach! Drecks Gefühle .... warum muss der Scheiß immer so ablaufen...."

Ich kann nicht sagen, dass dieser Stil mich nicht manchmal etwas genervt hat, doch ich muss ihn als sehr gewagt und auch gut konstruiert loben.
 Wenn man mal von diesem gewöhnungsbedürftigen Aufbau absieht, hat der Autor eine interessante Art, Geschehnisse und Umgebungen eindrücklich zu schildern. Wenn weniger Gehirn, Blut und andere Körperflüssigkeiten vorgekommen wären und nicht gerade verstümmelte Leichen und Folterknechte beschrieben worden wären, hätte ich den Stil jetzt als malerisch und atmosphärisch beschrieben.

"Es ist eine sehr einsame und beängstigende Stille, die in der Luft hängt wie ein Damoklesschwert, wenn man das Wissen hat, dass etwas Furchtbares geschehen wird. ich spürte die Druckwelle, dann noch ein Augenzwinkern, danach brannte die Luft..."

Was mich allerdings sehr gestört hat, sind die vielen kleinen Fehler, die ein Lektor unbedingt korrigieren hätte müssen. Oft sind es nur kleine Problemchen wie ein vergessener Buchstabe, Verdrehungen in Wörtern oder ein fehlendes Komma, doch das wirkt nun mal sehr störend und unprofessionell. Auch, dass andauernd die Zeitformen wechseln, hat mich zuerst verwirrt und dann ziemlich verärgert.

Um gleich bei den Charakteren zu bleiben muss ich auch diese Darstellung loben. Hauptsächlich geht es in "Hybris" wie schon erwähnt um den jungen Alkoholiker Michael Key. Ich würde sogar fast so weit gehen und behaupten, dass er der einzige wichtige Charakter überhaupt ist. Er gegen die Hölle, so sieht er sich und tatsächlich sind die anderen Figuren nur sehr kurz und undeutlich charakterisiert.

"Aber, aber ... solche harten Worte... Lass uns loslegen mit unserem kleinen Tanz. Jetzt können die Spiele beginnen. Simon sag stiiiirrrrrb Michael Key!"

Da gibt es den diplomatischen alten Schulfreund von Michael, Jacob, Mitleid im Anzug, die rustikale Mia, die zart besaitete Samantha und einige andere, welche eher unwichtig sind und gleich sterben. Alle aus Michaels Sicht recht parteiisch, subjektiv und somit eher negativ bewertet, was ein Anfreunden schwer macht.

Und natürlich unseren Protagonisten. Den verschlossenen und absolut mitleidslosen Michael, oder auch kurz nur Key, habe ich von Anfang an nicht gemocht, doch ich denke, das ging allen Lesern so. Er ist ein richtiges Scheusal, wie oft der Protagonist in Psychothrillern, und wirkt durch seine Komplexe, die pessimistische und fast depressive Weltdarstellung  und schiere Teilnahmslosigkeit sehr deplatziert in unserer Welt.

"Der Obdachlose schrie um Hilfe, aber alle gingen einfach weiter, als würde das gar nicht passieren. Vielleicht geschieht ihm das recht. ich werde ihm jedenfalls nicht helfen. Sollen sich doch die Bullen mit dem pack rumärgern. Was für eine verkommene Welt....

Doch als er -natürlich nur sehr widerwillig- einem Schulfreund dabei hilft, einen ertrinkenden Penner zu retten, nimmt sein Leben eine unerwartete Wendung: er verliert das Bewusstsein - und wacht in einer für ihn vollkommen fremden Welt auf. An verlassenen, unwirtlichen und hinterlistig aufgebauten Orten erwacht er immer wieder, bloß angekündigt durch ein unangenehmes Geräusch und trifft dort schnell Menschen aus seinem Umfeld, die mit ihm verdammt sind, das Grauen an diesem dunklen Ort zu ertragen.

Doch in dieser Welt, in der der Stärkere regiert, jeder um sein Leben kämpfen muss und nur Gewalt und Waffen deine Freunde sind, kommt Michael überraschend gut zurecht, und schon bald sehnt er den Ruf, der ihn in die fremde Welt bringt, die alle nur Elysium nennen, geradezu herbei...
Bleibt nur die Frage: Ist es real, oder geschieht es allein in seiner Einbildung?

"Die sind doch die größten Heuchler von allen. Preiset Gott, sagen die, aber wofür? Es gibt so viel Elend auf der Welt, Hunger, Kriminalität und Krieg. Wenn es wirklich einen Gott geben würde, würde der dann bloß zuschauen wie wir uns in den Abgrund wirtschaften. Man sollte meinen, die Wirtschaft ist Gott, sie gibt uns alles vor und wir sind die dummen Idioten mit den falschen Idolen..."

Natürlich entwickelt er sich auch, ein fester Wille, seine neuen Weggefährten zu beschützen sowie eine Liebe, lassen ihn zweifeln und gleichzeitig stärker werden. Doch er bleibt ein kryptischer Einzelgänger, aus dem ich bis zum Ende nicht schlau geworden bin.
Auch das Thema, die Grundidee, die hinter allem steckte, blieb für mich bis zum Ende recht undurchsichtig. Sehr spannend und nervenaufreibend werden die Charaktere in immer grauenvollere Situationen gepeitscht, die sie ganz klar nicht gewinnen können. Denn ihr Gegner ist zu mächtig...

"Ich vernahm ein helles, schräges Gelächter und dieses dumpfe Pfeifen, das sich tief und schmerzhaft in die Synapsen meines Gehirns bohrte. Mein Kopf war am platzen."

Immer wieder hatte ich gedacht, jetzt wüsste ich, wie es ausgeht, wurde ich wieder in die Irre geführt. Ich habe in alle möglichen Richtungen überlegt - Sind sie alle tot und wirklich in der Hölle, oder ist er vielleicht echt verrückt und bildet sich alles ein, ein weiterer Albtraum, hat er sich selbst in den Wahnsinn getrieben und bekämpft nun als Simon sich selbst?
Mir sind die verrücktesten Dinge eingefallen und ehrlichgesagt war ich deshalb vom Ende etwas enttäuscht. Ich hatte auf eine epische Auflösung gehofft, wenigstens eine erwartet und nichts davon bekommen.

"Der Boden kam rasend schnell näher, ich wartete darauf auf dem Gehweg aufzuschlagen, mit ihm zu verschmelzen, zu einer roten Masse aus Asphalt und fleischfarbenem Knochenbrei. Ich schloss meine Augen wieder.
Sind wir nicht alle nur Träumer?"

Episch und aufregend war das Ende zwar schon, doch nichts löste sich auf oder erklärte sich. Praktisch mitten in der Handlung endete der Roman. Vermutlich steht das für den abrupten Tod der Charaktere oder etwa anderes, doch ich war erstmal sehr verwirrt und habe vergeblich nach einer Fortsetzung gesucht.

Wirklich interessant ist für mich also die authentische Darstellung Michaels gewesen. Er fühlt sich allein und vertritt die Meinung, ganz alle der ganzen Welt entgegentreten zu müssen, worin er sich durch gewisse Ereignisse auch bestätigt sieht. Er versucht täglich seinem Leben einen Sinn zugeben, doch scheitert auch immer wieder daran. Er hasst alles und jeden und wird aber vor allem von einer alles verschluckenden Lethargie beherrscht. Im Zusammenhang mit der Danksagung des Autoren fand ich den Gedanken einfach nur traurig. 
Denn der Autor schreibt: "Das Buch zeigt nur, wie die Welt wirklich ist" und damit kann ich mich absolut nicht anfreunden!!!

"Was sollte das? War es Realität oder doch nur ein Traum?"



Fazit:

Dieses Buch hat etwas, eine sehr interessante Essenz, die mich fasziniert und vor der Bewertung recht ratlos zurückgelassen hat. Für meinen Geschmack ist es viel zu verbittert, unnötig blutig und depressiv, doch das kann man ja eigentlich von einem Psychothriller erwarten. Wer Fan von so etwas ist, oder zumindest besser als ich damit klarkommt, dem empfehle ich dieses Buch wärmstens!
Wenn nicht unterhalten, so hat mich dieses Buch zumindest sehr nachdenklich gestimmt und auf seltsame Weise berührt.


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*unbezahlte WERBUNG* 
Vielen Dank an dem Autor für das Rezensionsexemplar, was meine ehrliche Meinung jedoch nicht beeinflusst hat. 
(Quelle- Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)
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