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Freitag, 21. August 2026

Klassiker Challenge: Sonderbares vom Kurfürstendamm


Nachdem "Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke" bei mir einen eher gemischten Eindruck hinterlassen hat, ich aber ein großer Fan seiner Kinderbücher bin, habe ich beschlossen, mir im Rahmen meiner Klassiker Challenge noch "Sonderbares vom Kurfürstendamm" von Erich Kästner vorzunehmen. Auf 209 Seiten sind hier Gedichte, Essay, sowie Romanauszüge des Autors gesammelt, die alle um die Stadt Berlin kreisen...


Eindrücke

Erich Kästner zeichnet hier ein lebendiges, manchmal skurriles und oft augenzwinkerndes Bild von Berlin zwischen den 1920er- und 30er-Jahren. Als Reporter, Beobachter und Nachtschwärmer war er mitten im Berliner Großstadtgetümmel der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unterwegs und berichtet in unzusammenhängenden Texten von seinen Erfahrungen und Gedanken zu Orten und Bewohnern. Manche Passagen lesen sich dabei wie entspannte Streifzüge durch die Stadt, andere beobachten ihre Bewohner mit viel Witz und einer guten Portion Ironie. Zum Ende hin verändert sich der Ton und die Texte werden ernster, beschäftigen sich mit dem aufkommenden Nationalsozialismus, der Bücherverbrennung und den Trümmern der Nachkriegszeit. So werden eine Stadt und eine Zeit auf interessante Art zum Leben erweckt und die Texte lesen sich beinahe wie aus einer Zeitkapsel. 

Dienstag, 18. August 2026

Klassiker Challenge: Goethes Balladen


Im Rahmen meiner Klassiker-Challenge habe ich mich an die Sammlung der bekanntesten Balladen Johann Wolfang von Goethes gewagt. "Balladen" enthält auf 116 Seiten "Der Erlkönig", "Der König von Thule", "Der Rattenfänger", "Der getreue Eckhart", "Gingo Biloba" sowie "Willkommen und Abschied". Ich bin ja bekannterweise kein großer Goethe Fan (zumindest nicht seiner Dramen, insbesondere "Faust" ist mir ein Graus), aber nachdem ich mit Schillers Balladen im letzten Jahr so eine gute Zeit hatte, habe ich mich auch einigen seiner zahlreichen Dichtungen gewidmet.


Eindrücke

Goethes Balladen sind deutlich vielseitiger, als ich zunächst erwartet hatte, und reichen von schaurigen Sagen und märchenhaften Geschichten bis hin zu Liebesgedichten und Naturbetrachtungen. Besonders bekannt sind natürlich „Der Erlkönig“, in dem ein nächtlicher Ritt durch die unheimliche Begegnung mit dem Erlkönig tragisch endet, und „Der König von Thule“, das von Treue über den Tod hinaus erzählt. „Der Rattenfänger“ und „Der getreue Eckhart“ greifen dagegen auf sagenhafte Stoffe zurück, während „Gingo Biloba“ und „Willkommen und Abschied“ stärker persönliche und lyrische Seiten Goethes zeigen. Auch wenn mich nicht jede Ballade gleichermaßen erreicht hat, fand ich die Sammlung insgesamt kurzweilig und abwechslungsreich. Gerade die bildhafte Sprache, die oft düstere Atmosphäre und die pointierten Geschichten haben mir besser gefallen als Goethes dramatische Werke – und wie schon bei Schiller zeigt sich, dass Klassiker in dieser kompakten Form durchaus überraschend viel Spaß machen können.

*keine WERBUNG, selbstgekauft*

Quelle Informationen: Amazon.de. Klapptexte und Zitate sind Eigentum des Verlags oder jeweiligen Rechtinhabers.

Samstag, 18. Juli 2026

Klassiker Challenge: The Gardener


Im Rahmen meiner Klassiker Challenge habe ich mit „The Gardener“ von Rabindranath Tagore zum ersten Mal einen Nobelpreisträger gelesen. Der 1913 erschienene Gedichtband, der aus dem Bengalischen übersetzt ist, vereint Liebeslyrik mit philosophischen Betrachtungen über Schönheit, Vergänglichkeit und das Leben. Für die knapp 150 Seiten habe ich mir gerne einige Wochen Zeit genommen und möchte nun kurz meine Eindrücke sammeln:



Die Eindrücke

„The Gardener“ besteht aus lose miteinander verbundenen Gedichten, die immer wieder um die unterschiedlichsten Facetten der Liebe kreisen – um Sehnsucht, Nähe, Verlust, Hingabe und das Ungesagte. Vieles bleibt bewusst offen und lässt Raum für eigene Deutungen. Diese Zurückhaltung verleiht den Texten eine stille, beinahe schmerzliche Intensität. Der Stil wirkt dabei erstaunlich zeitlos. Rabindranath Tagores Sprache ist voller Naturbilder, Allegorien und spiritueller Symbolik, gleichzeitig aber von einer schlichten Klarheit geprägt, die die Gedichte unmittelbar zugänglich macht. Hinter dieser Einfachheit verbirgt sich jedoch eine bemerkenswerte Tiefe: Viele Verse lassen sich auf ganz unterschiedliche Weise lesen und gewinnen gerade beim Nachdenken oder Wiederlesen an Bedeutung. Besonders beeindruckt hat mich, wie mühelos Tagore philosophische Gedanken mit emotionaler Ehrlichkeit verbindet, ohne dabei jemals schwer oder belehrend zu wirken.

"It is a game of giving and withholding, revealing and screening again; some smiles and some little shyness, and some sweet useless struggles. This love between you and me is simple as a song."

Sonntag, 1. März 2026

Klassiker Challenge: Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke

Im Rahmen der Klassiker Challenge habe ich im Februar "Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke" parallel als Hörbuch gehört Die erstmals 1936 erschienene Gedichtsammlung von  Erich Kästner umfasst etliche ganz unterschiedliche Gedichte, die jeweils zur Linderung eines Leidens vorgeschlagen werden. 


Mein Eindruck

"Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke" hinterließ bei mir einen eher gemischten Eindruck. Obwohl das Buch drei Jahre nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten veröffentlicht wurde, ist es nicht politisch, sondern kreist stattdessen um existenzielle und zwischenmenschliche Themen wie Vergänglichkeit, Lebensüberdruss oder Beziehungsfragen. Die Gedichte werden jeweils zu verschiedenen Anlässen vorgeschlagen, beispielsweise "wenn Krankheiten quälen", "man an die Mutter denkt", "man die Natur vergessen hat" oder "wenn das Selbstvertrauen wackelt", um nur einige der 36 Kategorien zu nennen. 

Sonntag, 14. Dezember 2025

Klassiker Challenge: The Fisherman and His Soul

Im Rahmen der Klassiker Challenge habe ich nach „Das Gespenst von Canterville“ nun auch „The Fisherman and His Soul“ („Der Fischer und seine Seele“) von Oscar Wilde gelesen. Die 1891 erschienene Erzählung ist deutlich später entstanden als das Canterville-Gespenst und gehört zu Wildes symbolistischen Kunstmärchen. Sie ist reich an Bildern, Mythen und religiösen Motiven, konnte mich emotional aber deutlich weniger erreichen. 


Mein Eindruck

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein junger Fischer, der sich in eine Meerjungfrau verliebt. Da diese keine menschliche Seele besitzt und nicht an Land leben kann, steht er vor einer unmöglichen Wahl: Um bei ihr sein zu können, trennt er sich mithilfe dunkler Magie von seiner eigenen Seele. Diese wird fortan zu einer eigenständigen Figur, die jedes Jahr zurückkehrt und dem Fischer von ihren Reisen berichtet – und ihn zunehmend in Versuchung führt.

Donnerstag, 6. November 2025

Klassiker Challenge: Das Gespenst von Canterville

Passend zu Halloween habe ich vergangene Woche "Das Gespenst von Canterville" von Oscar Wilde als Hörbuch gehört. Die Erzählung aus dem Jahr 1887 gehört zu den Gruselklassikern, der mehr unterhält als gruselt, und hat mir gut gefallen. 


Mein Eindruck

Im Fokus der Erzählung steht der erbarmungswürdige Hausgeist Sir Simon de Canterville, der seit Jahrhunderten das britische Anwesen seiner Familie heimsucht bis die amerikanische Familie Otis einzieht, die weder Aberglauben noch aristokratische Dramatik sonderlich ernst nimmt. Statt sich von dem Spuk beeindrucken zu lassen, gibt es praktische Ratschläge, Hustenbonbons, Maschinenöl und Hausmittel für den armen Geist, der darüber ganz verzweifelt wird. Oscar Wilde nimmt in dem Aufeinanderprallen zweier Welten sowohl britische Tradition als auch amerikanischen Fortschrittsgeist spöttisch aufs Korn und macht das mit so viel Witz, dass ich mehrfach schmunzeln musste.

Samstag, 2. August 2025

Klassiker Challenge: Antigone

Bei Klassikern stellt sich für mich immer die Frage - behalte ich das Buch und werde es vielleicht nochmal lesen oder reicht für mich die einmalige Lektüre und sortiere es aus? Das antike Drama "Antigone" von Sophokles aus der Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. fällt für mich leider eher in die letzte Kategorie... 



Mein Eindruck

Im Zentrum des Dramas steht ein moralisches Dilemma, das aktueller kaum sein könnte: Soll man dem aktuellen staatlichen Gesetz gehorchen oder stattdessen einer höheren, ethischen Pflicht folgen? Hauptfigur Antigone, die Tochter des Ödipus, muss sich diese Frage stellen, als ihr Onkel Kreon, der neue Herrscher von Theben, verbietet ihren gefallenen Bruder Polyneikes zu bestatten, da dieser als Staatsfeind gilt. Als sie sich dazu entscheidet, dem Weg der Götter zu folgen und sich über das Gesetz hinwegzusetzen, wird sie zum Tode verurteilt. König Kreon kann zwar umgestimmt werden, seine Einsicht kommt allerdings zu spät.... "Antigone" will also zum Nachdenken anregen über Gerechtigkeit, Gewissen, Macht und Ohnmacht; über das Spannungsfeld zwischen individueller Moral und staatlicher Ordnung; und über die Frage, wie weit man gehen darf (oder muss), um dem eigenen Wertesystem treu zu bleiben – selbst wenn es das eigene Leben kostet.

Sonntag, 20. Juli 2025

Klassiker Challenge: Nathan der Weise

"Nathan der Weise" von Gotthold Ephraim Lessing ist ein Theaterstück aus 1779, das ich zum ersten Mal in der 10. Klasse als Schullektüre gelesen habe.  Als Plädoyer für religiöse Toleranz und Menschlichkeit inspiriert von der Aufklärung und dem jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn, entstand das Drama im Kontext des „Fragmentenstreits“, in dem Lessing für freies Denken und gegen religiösen Dogmatismus eintrat. Ein Thema, das heute noch so aktuell ist wie vor 250 Jahren. 




Mein Eindruck

"Nathan der Weise" ist ein dramatisches Gedicht über Toleranz und die menschliche Fehlbarkeit. In fünf Aufzügen entführt der Autor ins mittelalterliche Jerusalem, in dem zur Zeit der Kreuzzüge drei Religionen aufeinandertreffen: Christentum, Islam und Judentum. Im Zentrum der Erzählung steht Nathan, ein wohlhabender jüdischer Kaufmann, der mit Weisheit, Menschlichkeit und einer erstaunlichen Gelassenheit durch eine Welt voller Vorurteile navigiert. So sperrig und lang ich den Text im Deutschunterricht empfand, so sehr leuchtete mir nun ein, weshalb das Drama heute noch gelesen wird. In einer Zeit, in der hitzige Debatten oft von Lautstärke statt Inhalt bestimmt werden, wirkt Nathans Haltung fast provokativ modern. Er diskutiert ruhig, lässt sich auf sein Gegenüber ein, es geht ihm nicht um Rechthaberei, sondern um Verständnis. Die berühmte Ringparabel verdeutlicht dabei das Kernanliegen des Stücks und seiner Figur: Keine Religion besitzt die absolute Wahrheit; moralisches Handeln ist wichtiger als der reine Glaube. Lessing stellt dabei nicht den Glauben an sich infrage, sondern plädiert für eine friedliche Koexistenz auf der Basis von Vernunft, gegenseitigem Respekt und Mitgefühl. Die Figuren – ob Sultan Saladin, der Tempelherr oder Recha – wachsen im Laufe der Handlung über ihre anfänglichen Vorurteile hinaus. Sie erkennen, dass es nicht Herkunft oder Religion sind, die einen Menschen auszeichnen, sondern seine Taten.

Donnerstag, 13. März 2025

Klassiker Challenge: Schillers Balladen




Im Rahmen meiner Klassiker-Challenge habe ich mich an drei der bekanntesten Balladen Friedrich Schillers gewagt: "Der Taucher", "Die Bürgschaft" und "Der Handschuh". Schiller, einer der größten Dichter der Weimarer Klassik, war nicht nur für seine Dramen bekannt, sondern ist mir auch mit zahlreichen Balladen während der Schulzeit und auch später über den Weg gelaufen. Während ich "Die Bürgschaft" bereits in der fünften Klasse auswendig lernen musste und bis heute die ersten sechs Strophen vorsagen kann, habe ich "Der Taucher" und "Der Handschuh" zum ersten Mal gelesen. 

Donnerstag, 19. Dezember 2024

Klassiker Challenge: Siddharta


Neben "A Christmas Charol" wollte ich vor den Feiertagen noch ein weiteres Buch im Rahmen meiner Klassiker Challenge angehen, welches ich mir schon sehr lange zu lesen vorgenommen hatte: "Siddharta" von Herrmann Hesse. Dieses Buch wollte ich schon lesen, seit ich während des Abis  "Der Steppenwolf" gelesen habe, es dann aber doch nie geschafft. Wie erwartet war es ein Werk, das ebenso wie "Der Steppenwolf" seine Probleme hatte, dessen Auseinandersetzung mit dem menschlichen Streben nach Sinn und innerem Frieden aber sehr interessant war.  


Mein Eindruck

In "Siddharta" erzählt Herrmann Hesse inspiriert von buddhistischen sowie hinduistischen Lehren das fiktive Leben der historischen Figur Siddharta Gautana, der sich auf die Suche nach der Erleuchtung begibt und als Buddha in die Geschichte einging. Auf 120 Seiten begleiten wir den Brahmanensohn auf seiner spirituelle Reise voller Irrwege, Selbsterkenntnis und innerer Wandlung, die ihn durch verschiedenste Lebensweisen und Lehren führt: vom asketischen Leben als Samana-Mönch bis hin zu materieller Völlerei als erfolgreicher Geschäftsmann und Liebhaber der schönen Kurtisane Kamala. Doch weder strikte Askese noch sinnlicher Genuss bringen ihm die erhoffte Erleuchtung. Erst als Fährmann am Fluss, unter der Führung von Vasudeva, findet Siddhartha die wahre Erkenntnis und innere Ruhe.

Mittwoch, 18. Dezember 2024

Klassiker Challenge: A Christmas Carol


Für meine Klassiker-Challenge habe ich es dieses Jahr zu Weihnachten endlich geschafft, Charles Dickens' "A Christmas Carol" (deutsch: "Eine Weihnachtsgeschichte") im Original zu gelesen. Allein durch den Disney-Film, aber auch durch die zahllosen Verfilmungen, Theaterstücke oder Adaptionen kennt wohl jeder die Geschichte zumindest in Grundzügen. Doch selbst, wenn man die Handlung um den geizigen Ebenezer Scrooge, der durch drei Geister die wahre Bedeutung von Weihnachten erkennt, in- und auswendig zu kennen glaubt, lohnt es sich meiner Meinung nach sehr, das mit ca. 160 Seiten recht kurze Buch in seiner ursprünglichen Form zu lesen. Da es sich um Klassiker handelt, entfällt eine numerische Wertung im Sternesystem. 


Mein Eindruck

"A Christmas Carol" war mein erstes Buch von Charles Dickens und ein großartiger Einstieg in sein Werk. Trotz des Alters (erstmals veröffentlicht in 1843 feiert die Geschichte bald ihren 200. Geburtstag) ist seine Sprache lebendig und charmant, seine Erzählweise zugleich humorvoll und tief berührend, wenn er Scrooges Wandlung vom verbitterten Geizhals zum großzügigen Menschen schildert. Im Gegensatz zu den doch eher fröhlichen Adaptionen besitzt der Roman eine düstere, stellenweise fast gruselige Atmosphäre, die die sozialen Missstände des viktorianischen Englands sowie die Existenzängste des mit ewiger Verdammnis gedrohten Scrooge ungeschönt beleuchtet. Charles Dickens verankert die Geschichte zeitlich stark in den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen seiner Zeit, vermittelt dabei aber eine zeitlose moralische Botschaft: Großzügigkeit, Mitgefühl und Nächstenliebe als Tugenden besonders zur Weihnachtszeit zu pflegen. Somit endet die Geschichte mit einer hoffnungsvollen Botschaft, die auch nach über 180 Jahren nichts von ihrer Kraft verloren hat.  

Sonntag, 10. November 2024

Klassiker Challenge: Ein Zimmer für sich allein


Allgemeines

Titel: Ein Zimmer für sich allein
Autorin: Virginia Woolf
Verlag: Kampa (7. Juli 2020)
Genre: Feministischer Essay
Originaltitel: A Room of One’s Own (übersetzt von Antje Rávic Strubel)
Seitenzahl: 192 Seiten
Link: Hier klicken!



Eindrücke

Virginia Woolfs "Ein Zimmer für sich allein" ist nicht nur ein Klassiker der feministischen Literatur, sondern eine Art literarisches Manifest, das bis heute die Debatten um Geschlechtergerechtigkeit und die Bedingungen des kreativen Schaffens prägt. Dementsprechend stand das Buch, das in mehrere Kapitel aufgeteilt zwei ihrer Vorträge beinhaltet, lange Zeit auf meiner Liste. Die beiden Vorträge hielt sie 1928 am Newnham und Girton College hielt – den ersten Frauen-Colleges in Cambridge – und rüttelte damit die Hörsäle wach.

Sonntag, 13. Oktober 2024

Sammelrezension: Das Sams

Die Fakten

Reihentitel: Das Sams
Anzahl Bände: 12 offizielle Teile
Autor: Paul Maar
Verlag: Oetinger (1973-2024)
Genre: Kinder-Abenteuer
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Das Leben des schüchternen Herrn Taschenbier wird auf den Kopf gestellt, als er einem ungewöhnlichen Wesen begegnet – dem Sams. Das Sams, ein freches, quirliges Geschöpf mit blauen Punkten im Gesicht, bringt Chaos und Abenteuer in Herrn Taschenbiers sonst so geordneten Alltag. Mit seiner besonderen Fähigkeit, Wünsche zu erfüllen, sorgt das Sams für viele lustige und herzerwärmende Momente. Doch nicht immer gehen die Wünsche so aus, wie es sich Herr Taschenbier vorgestellt hat.... 



Meine Eindrücke


Die „Sams“-Reihe von Paul Maar zählt zu den allerersten Geschichten, die mir als Kind vorgelesen wurden und sind deshalb zu einem Stück Kindheit in Buchform für mich geworden. Wie oft ich die Geschichten um das vorlaute Sams und den schüchternen Herr Taschenbier seit dem gelesen habe, kann ich gar nicht zählen. Letzte Woche habe ich spontan nochmal Lust auf einen Reread bekommen und im Anschluss beschlossen, eine kurze Sammelrezension zu schreiben, um zu beschreiben, was diese Kinderbuchklassiker für mich ausmachen...

Samstag, 28. September 2024

Klassiker Challenge: Little Women


Die Fakten

Titel: Little Women
Autorin: Louisa May Alcott
Verlag: Puffin Classics (20. Juni 2024)
Genre: Klassiker
Seitenzahl: 400 Seiten
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Der Inhalt

»Little Women« – das sind die vier Schwestern March, und es ist die Geschichte einer Schriftstellerin, die nach Unabhängigkeit strebte. Zwar ist das – wie so vieles andere – für eine Frau in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht leicht, doch Jo, Meg, Beth und Amy gehen ihren Weg – gemeinsam und doch jede für sich.



Die Eindrücke

Handlung: Nachträglich zum Geburtstag hat mir Sofia (yk, von Sofias World of Books) eine wunderschöne Ausgabe des englischen Klassikers "Little Women" von Louisa May Alcott geschenkt, welches wir in den letzten Wochen zusammen im Buddyread gelesen haben. Der Klassiker stand schon längere Zeit auf meiner Liste und so war ich sehr gespannt darauf. 400 Seiten später kann ich nun insgesamt ein positives Fazit ziehen (auch wenn es aufgrund des Klassiker-Status` keine Sternebewertung gibt)! Der erstmals 1868 veröffentlichte Roman erzählt die Geschichte der vier March-Schwestern – Meg, Jo, Beth und Amy – und begleitet sie in 23 Kapiteln durch die Herausforderungen des Erwachsenwerdens im Amerika des 19. Jahrhunderts. Dabei sind die einzelnen Kapitel wie in Kinderbüchern oft üblich eher episodenartig und lassen einen größeren roten Faden oder Spannungsbogen vermissen. In allen kleinen Geschichten stehen aber die Themen Familie, Liebe und Selbstfindung im Mittelpunkt. Häufig wird dabei durch die Mutter eine kleine moralische Lektion an die Mädchen und somit an die LeserInnen vermittelt. Manchmal wirken diese etwas veraltet und spiegeln besonders bezüglich des Frauenbildes und der Rollenzuweisungen die Ideale der damaligen Zeit wieder. 

Donnerstag, 18. Juli 2024

Klassiker Challenge: Animal Farm


"Animal Farm" von George Orwell, ist einer der modernen Klassiker des 20. Jahrhunderts. Die Grundgeschichte kenne ich bereits in verschiedenen Ausführungen, diesmal habe ich das Buch auf englisch gelesen und fasse nun meine Eindrücke kurz zusammen. Da es sich um Klassiker handelt, entfällt eine numerische Wertung im Sternesystem. 


Mein Eindruck

Inspiriert von einem Traum revoltieren die Tiere einer Farm gegen ihren menschlichen Besitzer, um eine Gesellschaft zu errichten, in der alle Tiere gleich sind und frei leben können. Sie nennen ihre neue Lebensform Animalism. Anfangs gelingt diese Utopie und die Farm prosperiert unter der Führung der Schweine, die sich für die klügsten Tiere halten. Doch nach und nach übernehmen die Schweine die Macht, und durch Korruption und Machtmissbrauch entsteht eine neue Diktatur, die kaum besser ist als die vorherige Herrschaft...

Sonntag, 2. Juni 2024

Klassiker Challenge: Der kleine Prinz


Die Fakten

Titel: Der kleine Prinz (Original: Le petit prince)
Autor: Antoine de Saint-Exupéry
Verlag: Karl Rauch Verlag (1. Januar 2000)
Genre: Kinderbuch
Seitenzahl: 91 Seiten
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Der Inhalt

Die Sonnenuntergänge liebt der kleine Prinz und das frische Wasser alter Ziehbrunnen. Von seinem Planeten, der kaum größer ist als er selbst, reist er mit Hilfe eines Vogelzuges zur Erde. Er lässt nicht viel zurück: ein paar winzige Vulkane, auf denen er immer sein Essen gekocht hat, und eine recht eigenwillige Rose. Dennoch stimmt ihn der Abschied traurig, denn er weiß nicht, ob er je zurückkommen wird. Auf seiner Reise besucht er die verschiedensten Sterne und lernt sonderbare Menschen kennen: einen König, der nur über eine alte Ratte regiert, einen Eitlen, dem alle Besucher applaudieren sollen, einen Geschäftsmann, der die Sterne wie Geld auf der Bank deponieren will. Endlich gelangt er zu Erde. Hier erfährt er wichtige Wahrheiten von einem Fuchs, der ein echter Freund für ihn wird. Er lernt, dass man die Dinge nicht oberflächlich, nach ihrem äußeren Schein beurteilen darf und dass man für alles, was man liebt, verantwortlich ist.


Meine Eindrücke

"Der kleine Prinz" steht schon seit Beginn meiner Klassiker-Challenge auf meiner Liste. Da die Zusammenfassung des Inhalts für mich immer etwas wirr klang, habe ich mich bisher nie überwinden können, dieses Kunstmärchen zu beginnen. Als ich letzte Woche bei einem sonnigen Abendspaziergang zufällig über das Hörbuch gestolpert bin, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und mich der circa eineinhalbstündigen Geschichte gewidmet. 

Donnerstag, 23. Mai 2024

Sammelrezension: Otfried Preußler


Mit den Bücher von Otfried Preußler bin ich aufgewachsen. Gemeinsam mit anderen Kinderbuchklassikern wie Astrid Lindgren, Paul Maar oder Michael Ende gehörten seine Bücher zu den ersten, die mir vorgelesen wurden. Schon als ich die "Räuber Hotzenplotz" Reihe nochmal ausgegraben habe, habe ich beschlossen, auch diesen drei Kinderbuch-Klassikern nochmal etwas Aufmerksamkeit zu widmen. In diesem Beitrag sammle ich meine Eindrücke zu den Büchern "Die kleine Hexe", "Der kleine Wassermann" und "Das kleine Gespenst". Da es sich um Klassiker handelt, entfällt eine numerische Wertung im Sternesystem. 

Dienstag, 5. Dezember 2023

Sammelrezension: Der Räuber Hotzenplotz

Die Fakten

Titel: Der Räuber Hotzenplotz (Teil 1);
Neues vom Räuber Hotzenplotz (Teil 2)
Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakte (Teil 2,5)
Der Räuber Hotzenplotz - Schluss mit der Räuberei (Teil 3)
Autor: Otfried Preußler
Verlag: Thienemann (1992-2023)
Genre: Kinder-Abenteuer
LinkHier klicken!

Kasperl und Seppel leben gemeinsam mit der Großmutter ein ländliches Leben, in dem der sonntägliche Pflaumenkuchen mit Schlagsahne das Highlight bildet. Eines Tages kommt jedoch der Räuber Hotzenplotz vorbei und klaut der Großmutter die Kaffeemühle. Damit beginnt für Kasperl und Sepperl ein dreiteiliges Abenteuer, in dem sie gemeinsam mit Wachtmeister Dimpfelmoser den gerissenen Räuber fangen und seinen Freund, dem Zauberer Petrosilius Zwackelmann bezwingen müssen...


Meine Eindrücke

Die Räuber-Hotzenplotz-Reihe diente mir schon in meiner Kindheit als spaßige Gute-Nacht-Geschichte, der ich gerne gelauscht habe. Anlässlich des neuen Bandes, der die ursprüngliche dreiteilige Reihe durch eine kürzere Erzählung ergänzt, habe ich in einem Anflug von Nostalgie nochmal die gesamte Reihe gelesen. 

Sonntag, 5. November 2023

Klassiker Challenge: Alice's Adventures in Wonderland

"Alice im Wunderland" - oder im Original "Alice´s Adventures in Wonderland" ist ein Kinderbuchklassiker von Lewis Carroll, ist wohl eine Geschichte, die jeder in irgendeiner Form kennt. Ob als illustriertes Kinderbuch, als Adaption, als Kurzgeschichte, als Comic, Hörbuch oder in einer der zahlreichen Verfilmungen, von Alices Begegnungen mit dem weißen Kaninchen, dem Hutmacher, der Herzkönigin und der Grinsekatze hat man schonmal gehört und auch in der Popkultur lassen sich etliche Anspielungen finden. Auch ich habe die erstmals 1865 veröffentlichte Geschichte als deutsches Bilderbuch gelesen und später zwei der etlichen Verfilmungen gesehen, nun aber beschlossen, mich dem Klassiker auch mal in Originalsprache zu widmen. 

Sonntag, 15. Oktober 2023

Sammelrezension: "Der Wunschpunsch", "Momo" und "Die unendliche Geschichte" - Der Michael Ende Reread

Die Bücher von Michael Ende begleiten mich schon seit meiner Kindheit und sind für mich richtige Klassiker geworden. Als ich entdeckt habe, dass auf Bookbeat die vom Autor selbst eingelesenen Hörbücher zu seinen bekanntesten Werken verfügbar sind, habe ich beschlossen eine Reread Aktion meiner Lieblingsbücher des Autors zu machen. In diesem Beitrag sammle ich meine Eindrücke zu den Büchern "Der Wunschpunsch", "Momo" und "Die unendliche Geschichte".