Sonntag, 17. November 2019

Wer die Nachtigall stört




Allgemeines:

Titel: Wer die Nachtigall stört
Autorin: Harper Lee
Verlag: Rowohlt (15. Mai 2018)
Genre: Gesellschaftsdrama
ISBN-10: 3499218259
ISBN-13: 978-3499218255
Seitenzahl: 448 Seiten
Preis: 20€ (gebundenes Buch)
10€ (Taschenbuch)
Originaltitel: To Kill a Mockingbird
Link: Hier klicken!



Inhalt:

Amerika in den 30er Jahren. In die idyllische Südstaaten-Kindheit der achtjährigen Scout und ihres älteren Bruders Jem drängt sich die brutale Wirklichkeit aus Vorurteilen und Rassismus. Scouts Vater Atticus, ein menschenfreundlicher Anwalt, soll den schwarzen Landarbeiter Tom Robinson verteidigen, der angeblich ein weißes Mädchen vergewaltigt hat. Tapfer versuchen Scout und ihr Bruder, das demokratische Gerechtigkeitsempfinden ihres Vaters zu unterstützen, und geraten dabei selbst in große Gefahr.


Bewertung:

Wenn man mit echten Klassikern seinen Horizont erweitern will, kommt man an Harper Lees "Wer die Nachtigall stört" nicht vorbei. Die facettenreiche Geschichte, die zugleich Fallbeispiel, Entwicklungsroman und Beschreibung Amerikas Süden in den 30ern ist, zeichnet ein lebendiges Bild einer Kindheit voller Höhen und Tiefen im Herzen Alabamas und gibt dem Leser einige Lebensweisheiten mit. Den Roman, der der bereits verstorbenen Autorin den Pulitzer Preis bescherte, gibt es mittlerweile in etlichen Editionen, Übersetzungen, in filmischer Umsetzung und als Comic. Doch egal wie man sich die Geschichte zu Gemüte führen will - es lohnt sich.


„Man kann einen anderen nur richtig verstehen, wenn man in seine Haut steigt und darin umherläuft“.


Samstag, 16. November 2019

Eine neue YA-Reihe von Emma Scott!!!

 Seit ich im Sommer "The Light in us" gelesen habe, bin ich ein riesiger Fan von Emma Scott. Umso mehr freut es mich, dass am 27. November eine neue Reihe im LYX Verlag startet. Die "Beautiful-Hearts-Duett"-Reihe startet mit "Bring Down The Stars", welches 400 Seiten haben wird. Ich habe mich schon für ein Rezi-Exemplar beworben - drückt mir die Daumen, dass ich auch die Möglichkeit bekomme, dieses Buch der Autorin zu lesen. Mit meiner schlimmen Winterdepression habe ich eine schöne Liebesgeschichte mal wieder nötig ;-)

Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
12,90€ (Broschiert)
ISBN-10: 3736311281
ISBN-13: 978-3736311282


Inhalt:

College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, die ihr der attraktive Connor schickt, von dessen Freund Weston stammen. Und obwohl Autumn sich zunehmend in Connor verliebt, spürt sie in Westons Nähe eine unerklärliche Anziehung. Die beiden Freunde verstricken sich mehr und mehr in ihrer gut gemeinten Täuschung. Und als Connor nach einem Streit mit seiner Familie eine folgenschwere Entscheidung trifft, steht auf einmal mehr als nur ihre Freundschaft auf dem Spiel ...

Über die Autorin: 

Emma Scott schreibt am liebsten Liebesgeschichten mit nicht so perfekten Charakteren, über Menschen mit einer Künstlerseele, Menschen, die Bücher lieben und schreiben. Diversität, Toleranz und Offenheit sind ihr ein wichtiges Anliegen.

(Quelle- Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Freitag, 15. November 2019

Ein übernatürlicher Fantasy-Thriller – düster, cool und blutig...


Welcher Fantasy-Fan hat davon noch nicht gehört: Die Vicious-Reihe von Viktoria Schwab. Am 27. November erscheint nun endlich die deutsche Ausgabe des ersten Teils "Vicious - Das Böse in uns" im Fischer Verlag. Ich bin auf jeden Fall riesig gespannt auf diesen übernatürlichen Fantasy-Thriller – düster, cool und blutig.

Inhalt:

Victor Vale und Eli Ever wollen sterben. Allerdings nicht, um tot zu bleiben, sondern um mit außergewöhnlichen Fähigkeiten wieder aufzuerstehen. Als junge, brillante Medizinstudenten wissen sie genau, was sie tun. Sie planen das Experiment minutiös ­? und haben Erfolg: Beide kommen verwandelt wieder ins Leben zurück. Eli entwickelt eine erstaunliche Regenerationskraft und wird praktisch unsterblich, Victor kann anderen Schmerz zufügen oder nehmen.
Was sie nicht unter Kontrolle haben, ist die Tragödie, die durch ihr Experiment ausgelöst wird. Denn Superkräfte allein machen keine Helden …


Seitenzahl: 400 Seiten
ISBN-10: 3596705037
ISBN-13: 978-3596705030
Preis: 14,99€ (Kindle-Edition)
16,99€ (Gebundene Ausgabe) 



Über die Autorin:

Victoria (V. E.) Schwab ist die Autorin der »Weltenwanderer«-Trilogie und der »New York Times«-Bestsellerserie »Vicious & Vengeful«. Sie wurde 1987 als Kind einer englischen Mutter und eines amerikanischen Vaters geboren und ist seitdem von unstillbarem Fernweh getrieben. Wenn sie nicht gerade durch die Straßen von Paris streunt oder auf irgendeinen Hügel in England klettert, sitzt sie im hintersten Winkel eines Cafés und spinnt an ihren Geschichten.

(Quelle - Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Donnerstag, 14. November 2019

Serienempfehlung: Game of Thrones



Lange Zeit bin ich über den Seriengiganten "Game of Thrones" umhergeschlichen, unschlüssig, ob ich der Serie eine Chance geben soll. Die kommerziell extrem erfolgreiche Serie basiert auf der Romanreihe A Song of Ice and Fire („Das Lied von Eis und Feuer“) von George R. R. Martin.
Abgeschreckt haben mich immer der riesige Umfang der Serie und die explizite Brutalität, mit der der Zuschauer in jeder Folge konfrontiert wird. Spätestens als dann die hitzigen Debatten über die umstrittene letzte Staffel los ging, wollte ich mir aber doch ein eigenes Bild machen und habe mich ganz in die Welt von Essos und Westeros gestürzt. Nun bin ich fertig - mit der Serie und mit meinen Nerven und komme zu dem Schluss, dass ich wohl nie wieder eine Serie ansehen werde, die mich so mitnimmt wie die US-amerikanische Fantasy-Fernsehserie von David Benioff und D. B. Weiss. Die Komplexität der Geschichte, die eingängige Erzählweise, der bunte Strauß an wundervollen, lebendigen Figuren, das originelle Setting und die spannende Mischung aus Action, Politik und Abenteuer entschädigen wirklich für jeden Kritikpunkt und machen jede Folge zu einem absoluten Erlebnis!


Worum geht´s:

Während in Westeros ein blutiger Machtkampf zwischen den Adelsfamilien Stark, Lennister und Baratheon um den eisernen Thron und die Herrschaft über die sieben Königreiche entbrennt, erwacht im Norden, jenseits der gewaltigen Mauer, welche die Sieben Königslande dort abschirmt, eine uralte und gefährliche Macht, von der aber während der Thronkämpfe im Süden kaum jemand Notiz nimmt. Jenseits des Meeres auf dem Kontinent Essos planen in der Zwischenzeit die letzten überlebenden Mitglieder der ehemaligen Königsfamilie Targaryen die Rückkehr nach Westeros, um den Thron zurückzugewinnen.


Warum sollte ich mir die Serie unbedingt ansehen?


Eine durchaus berechtigte Frage, denn die von 2011 bis 2019 von HBO produzierte Serie umfasst acht Staffeln und somit insgesamt fast 67 Stunden Sehzeit. 67 Stunden, in denen man auch produktiven Aufgaben nachgehen oder Bücher lesen könnte. Also warum diese Serie schauen, die von der ganzen Welt so gefeiert wird? Weil der ganze Hype eindeutig berechtigt ist und diese Serie ganz neue Maßstäbe setzt. Die Komplexität verschiedener Handlungsstränge und die kurze Episodenlänge einer Serie werden hier kombiniert mit der hochwertigen Produktion auf Spielfilmniveau und sorgen dafür, dass nie wieder eine Serie an dieses Seherlebnis heranreichen wird.

Dienstag, 12. November 2019

Kurzrezension: Krieger des Lichts



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Die Fakten:

Titel: Krieger des Lichts - Ungezähmte Leidenschaft
Autorin: Pamela Palmer
Verlag: LYX (7. Juli 2011)
Genre: Romantasy
Seitenzahl: 364 Seiten

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Der Inhalt:

Die Hexe Skye wird von Dämonen gezwungen, den mächtigen Krieger Paenther zu entführen. Doch selbst in Ketten gelegt ist Paenther noch gefährlich - es gelingt ihm, Skye zu verführen und eine wilde Leidenschaft in ihr zu entfesseln. Paenthers Stolz verlangt, dass er an der Zauberin Rache nimmt. Doch Skyes verletzliche Schönheit berührt ihn tief und weckt ungeahnte Gefühle in ihm. Aber schon bald sehen sich beide einer weitaus größeren Bedrohung gegenüber, der sie nur begegnen können, wenn sie zusammenstehen und der Macht ihrer Liebe vertrauen...

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Die Eindrücke:

Handlung: Ich habe dieses Buch im Rahmen des SuB-Abbaus gelesen, kann mich aber mit dieser Art Fantasy nicht anfreunden - kaum Handlung, Protagonisten, die nur aus stereotypischen Attraktionen zusammengesetzt sind und alle fünf Seiten eine ausschweifende Sexszene. Nach spannenden Wendungen, gewitzter Weltbeschreibung oder Charakterentwicklung sucht man auf den 365 Seiten vergeblich. Dafür gibt es jede Menge Leidenschaft, Gewalt und Liebeserklärungen. Nur das Ende konnte mich mit viel Action und einem Showdown mitreißen.

Charaktere: Auch wenn beide Protagonisten grundsätzlich sympathisch sind, stört mich, dass sie so oberflächlich gezeichnet sind, dass ihr Charakter außerhalb ihrer gegenseitigen Anziehung eigentlich keine Rolle spielt. Paenther ist der typischer starker Krieger mit zu stark ausgeprägtem Beschützerinstinkt, der bloß auf seine Stärke, sein Aussehen und seine Männlichkeit reduziert wurde. Skye ist der wunderschöne, verletzliche aber doch starke Gegenpart, die sich nur zu gerne in die rettenden Arme ihres starken Kriegers wirft und neben ihrem weichen Herz nicht viel Tiefe zu bieten hat.

Schreibstil: Pamela Palmer schreibt sehr eindrücklich und baut mit ihrer leidenschaftlichen Liebesgeschichte Spannung auf. Leider kennt sie keine Skrupel und lässt permanent abgerissene Körperteile, Ritualtänze mit blutübergossenen nackten Körpern, Kannibalismus, Entführungen, Vergewaltigungen und rituelle Tiermorde mit in die Handlung fließen als wäre es normal und gibt somit auch Skyes und Paenthers Beziehung einen gestörten Hintergrund.

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Die Zitate:


"Es galt Hunderte von sehr ernstzunehmenden Problemen zu lösen, doch seine Gedanken kreisten nur um sie. Skye. Es bestand kein Zweifel, dass er verzaubert worden war. Die Frage war jedoch, ob durch Magie. Oder durch die Frau selbst."

"Sie hatte sich in ihn verliebt. Aber er konnte niemals ihr gehören. Es gab keine Zukunft für sie, denn sie gehörten unterschiedlichen Welten an. Nein, das stimmte nicht. Er gehörte zur Welt der Krieger der Lichts. Und sie gehörte nirgendwohin."


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Das Fazit:


Den Leser erwartet genau das, was das Cover verspricht: ein oberflächlicher Erotikroman der sich unter dem Deckmantel eines Fantasyromans versteckt. Kaum Handlung, stereotype Protagonisten, und alle fünf Seiten eine ausschweifende Sexszene - nur das Ende kann mit einem spannenden Showdown überzeugen.


Montag, 11. November 2019

Montagsfrage 11.11.19




Hallöchen,

diese Woche hatte ich endlich mal wieder ein bisschen Zeit zum Bloggen (wie ihr vielleicht an der Veröffentlichung von einigen Rezensionen etc in den nächsten Tagen sehen werdet). Das lag aber nicht daran, dass weniger bei mir los war sondern vor allem daran, dass ich nun endlich ins Studium hineinfinde, mich besser orientieren und organisieren kann, sodass auch mal ein paar Zeitabschnitte für Privates offen bleiben. Außerdem lädt dieses ekelhafte Novemberwetter doch wirklich zum Verweilen im warmen Wohnzimmer bei einer Tasse Tee ein, findet ihr nicht auch?



Welches Buch ist eher unbekannt, sollte aber ein Klassiker sein?



Ich tue mich diese Woche ein wenig mit der Beantwortung der Frage schwer da ich finde, dass sich die Kategorien "Unbekanntes" und "Klassiker" per Definition ausschließen. Ich benenne die Kategorien also zum Beantworten einfach mal in "Geheimtipps" um und erzähle euch von Werken, die meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. Bei was mich allgemein immer der Missionstrieb packt - unbekannte aber geniale Werke von Selfpublishern.

Wie viele ganz tolle Geschichten habe ich schon gelesen, nur um dann beim Rezi-Veröffentlichen bemerken zu müssen, dass gerade mal 5 Leute dazu eine Meinung abgegeben haben und kein Mensch dieses Buch kennt... In solchen Fällen verurteile ich die Hypes wirklich! Dass die Onlinewelt Großteils einfach nur einzelnen Reihen hinterherrennt, sie in den Himmel lobt und einige Monate später wieder vergisst, während andere Bücher nur von sehr wenigen gelesen werden, ist wirklich traurig. Natürlich lasse ich mich auch manchmal von Hypes beeinflussen und verlasse mich in meiner Buchauswahl auch ein Stück auf den Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad des Werkes, finde aber, dass man dabei gerade kleinen Verlagen oder Autoren eine Chance geben sollte, durch die großen Buchhandlungen, Werbeaktionen und Bloggerbegeisterungen nicht abgebildet werden. Auch wenn mein SuB es in vielen Fällen nicht zulässt, versuche ich deshalb auch Rezensionsexemplare von neuen Autoren, von denen man noch nichts gehört hat, nicht abzuweisen. Denn ganz oft findet man unter diesen Büchern, die abseits des Mainstream-Radars veröffentlicht werden, ganz besondere Schätze.

Deshalb habe ich mich dazu entschieden, euch kurz die Reihen von drei tollen Power-Selfpublisherinnen und den Coming-of-Age-Roman eines jungen Selfpublishers vorzustellen. Vielleicht ist ja was für euch dabei! ;-)

Mein erster Geheimtipp (so geheim, dass ich sie gerne mit jedem teile) im Fantasy-Bereich sind die Bücher von Selfpublisherin Susanne Gavénis, - lest diese Bücher und schreibt mir, damit wir darüber reden können ;-)) Nachdem ich die Fantasy Romane "Die Gwailor Chronik - Im Schatten der Prophezeiung", "Die Gwailor-Chronik - Schicksalspfade" und "Shai´lanhal" der Autorin absolut genial fand, die vierteiligen Science-Fiction Reihe um den "Gambler Zyklus" praktisch vergöttert habe, auch von ihrer ersten Elfen-Story "Wächter des Elfenhains" und ihrer zweiten "Die schwarze Quelle" vollkommen überzeugt wurde, bin ich ein großer Fan! Vor allem letzterer Fantasyroman kann ich nur wärmstens empfehlen! Es ist wirklich beeindruckend, wie die Autorin sich zum Wortakrobaten aufschwingt und durch präzise und doch kunstvolle Beschreibungen eine lebendige Fantasiewelt aus den Tiefen der Seiten erhebt. Immer wieder erbringt sie den Beweis, dass die Handlung nicht immer ultra epische Weltuntergangsausmaße haben muss um wirklich zu berühren!

Auch die Cassie-Trilogie von Selfpublisherin Maike Ruppelt ist ein Science-Fiction Epos, den ich nur uneingeschränkt weiterempfehlen kann. "Trümmerwelt", "Verschollen" und "Universum" bilden eine unglaublichen Reihe voller Liebe und Hass, Einsamkeit und Krieg, Technik und rätselhafter Natur und natürlich ganz viel Spannung!!! Die Autorin überrascht mit (gegenüber anderen Science-Fiction oder Space-Adventure Büchern) ordentlichem Anspruch, neuen Ideen und einer steile Entwicklung, die Spannung, Charaktere, Dimension und Stil mit einbezieht.

Als vorletzten Tipp will ich noch die Raukland-Trilogie von Jordis Lank anführen. In den drei Bänden "Rauklands Sohn", "Rauklands Blut" und "Rauklands Schwert" dürfen wir den Protagonisten Ronan durch ein Abenteuer voller Zweifel, Niederlagen und neuer Zuversicht, durch Angst, Blut, ungeahnter Freundschaften und neuer Verbündeter begleiten. Es wird spannend gekämpft, ordentlich gelitten, leidenschaftlich geliebt und genauso abgründig gehasst. Ich habe mitgelitten bis zum Ende und dann einige Tränen vergossen!! Ich kann euch diese Reihe wirklich wärmstens empfehlen: Begleitet Ronan auf seinem Abenteuer und lasst euch so verzaubern, wie ich es bin.

Sehr beeindruckt hat mich auch "Libellenfrühling" von Dennis Kohlmann. Ein kurzes aber wundervolles Buch über die Wichtigkeit von Fantasy und Mut in schweren Zeiten, das berührt und dazu bringt, ein wenig aufmerksamer durchs Leben zu gehen. Wenn man dieses Buch als Kind liest, wird wohl das Fantasy-Abenteuer im Vordergrund stehen, doch als Erwachsener bekommt die Handlung noch mal eine ganz andere Dimension. Man steht ein kleines bisschen darüber und kann nachdenken, in Frage stellen, während man mit fiebert und gespannt auf den Ausgang der Geschichte hofft. Und ich finde genau das macht ein gutes Kinder-/Jugendbuch aus: Dass man ein Werk je nach Lebenssituation anders betrachten kann und ein bisschen Spielraum für Interpretation gelassen wird - ganz nach unserem Blogmotto "A writer only starts a book, a reader finishes it". ;-)
Kann ich nur empfehlen!

Welche Reihen würdet ihr gerne der ganzen Welt andrehen? Und ärgert euch die Tatsache, dass manche tolle Bücher unterm Radar vieler Leser bleiben, nur weil sie nicht von einem großen Verlag publiziert wurden, auch so sehr?


Liebe Grüße
Sophia

Sonntag, 10. November 2019

Weihnachten in Mermaid Cove





Allgemeines:

Titel: Weihnachten in Mermaid Cove
Autorin: Pia Kovarik
Verlag: Independently published (30. Oktober 2019)
Genre: Liebesgeschichte
ISBN-10: 1704053617
ISBN-13: 978-1704053615
ASIN: B07ZTSYJRY 
Seitenzahl: 244 Seiten
Preis: 0,99€ (Kindle-Edition)
9,99€ (Taschenbuch)
Weitere Bände: Briefe aus dem Cottage von Mermaid Cove
Link: Hier klicken!



Inhalt:

Für Faith Leeds, die furchtbar unterkühlte Steuerberaterin Anfang Dreißig, halten Mermaid Cove und all seine Bewohner ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk bereit. Als die junge, einsame Frau von einem Anwaltsschreiben von ihrem Großcousin, von dessen Existenz sie bisher noch nichts wusste, kurz vor Weihnachten nach Cornwall gebeten wird, weiß sie noch nicht, dass dort ein Wunder auf sie wartet: eine neue Familie, ein altes Zuhause und die große Liebe....


Bewertung:

An alle Fans von herzerwärmenden Weihnachtsgeschichten: Pia Kovarik, von der ich mittlerweile schon in den Genuss mehrerer Kurgeschichten und -romane gekommen bin, hat vor einigen Tagen den zweiten Teil ihrer Mermaid-Cove-Reihe herausgebracht. Nach dem sie in "Briefe aus dem Cottage von Mermaid Cove" die Geschichte einer jungen Schneiderin erzählte, die sich in den schnittigen Erben des Dörfchens verliebt, erzählte, schickt sie hier eine junge Steuerberaterin aus Manchester in die dörfliche Idylle von Cornwall um in der besinnlichen Vorweihnachtszeit ihr Glück zu suchen. Auch dieser weihnachtliche Kurzroman ist mal wieder gewohnt lustig, herzlich, kitschig und voller Wärme erzählt - genau das, was man in der kalten Jahreszeit braucht!


"Schon komisch", dachte sie, "vielleicht ist es tatsächlich so, dass die wahre Familie jene ist, die man sich aussucht."

Donnerstag, 7. November 2019

Throne of Glass: Herrscherin über Asche und Zorn



Allgemeines:

Titel: Throne of Glass - Herrscherin über Asche und Zorn
Autorin: Sarah J. Maas
Genre: Fantasy
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (21. Juni 2019) 
ISBN-10: 342371820X
ISBN-13: 978-3423718202
Originaltitel: Kingdom of Ash
Preis: 11,99€ (Kindle-Edition)
16,95€ (Taschenbuch)
Seitenzahl: 1104 Seiten 



Inhalt:

Aelin alias Celaena wird von der Dunklen Königin gefangen gehalten. Eingesperrt in einem Käfig an einem geheimen Ort scheint eine Flucht unmöglich zu sein. Während Prinz Rowan die halbe Welt nach seiner verlorenen Liebe absucht, versuchen Aedion und Gestaltenwandlerin Lysandra, ihre Heimat – nun ohne die Macht und den Schutz ihrer Königin – mit allen Mitteln zu verteidigen. Alte Bündnisse werden gebrochen, neue geschmiedet und gestärkt. Alles läuft auf die letzte große Schlacht hinaus, die Aelin Feuerherz und ihre Gefährten für sich entscheiden müssen, um Erilea vor der Herrschaft der Dämonen zu bewahren.


Bewertung:

"Es war einmal, in einem Land, das längst zu Asche verbrannt ist, eine junge Prinzessin, die ihr Königreich liebte..."

Ich habe diesen siebten Teil gleich nach der Erscheinung gekauft, mich ganz lange aber nicht herangetraut da ich auf der einen Seite die Vorfreunde noch ein wenig herauszögern wollte, auf der anderen Seite aber auch Angst vor einer Enttäuschung hatte. Das wies sich als total unbegründet heraus - Sarah J. Maas setzt uns hier mal wieder ein ultimatives Fantasy-Epos vor, das an Bildgewalt, emotionaler Tiefe und Plotkonstruktion kaum noch zu übertreffen ist. Ich kann gar nicht sagen wie sehr ich diese Welt und ihre Bewohner liebe und wieder jeden Lesemoment genossen habe! Mein Herz platzte vor lauter Gefühlen fast und ich habe die 1104 Seiten in drei Tagen weggelesen, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Wir werden auf eine unglaublich epische Achterbahnfahrt gefüllt mit den unterschiedlichsten Facetten und Farben mitgenommen: eine Geschichte, die an Genialität, Gefühlen, Atmosphäre, Nervenkitzel und purem Lesevergnügen nicht mehr zu übertreffen ist (außer vielleicht durch weitere Bände der Autorin, die hoffentlich bald kommen werden...)!




Dienstag, 5. November 2019

Montagsfrage 04.11.19


Hallöchen,

heute schreibe ich die Montagsfrage zum ersten mal von meinem neuen Notebook aus (mein altes musste ich nun leider endgültig als untauglich erklären) und dieses "erste mal" reiht sich in eine lange Reihe weiterer neuer Erfahrungen ein, mit denen ich in den letzten Wochen konfrontiert wurde. In einen neuen Lebensabschnitt einzutreten ist nie leicht aber dass der Einstieg ins Studium mir so schwer fallen würde, hätte ich nicht gedacht. Doch ich will nicht jammern  - heute will Antonia wissen:


Gab es dieses Jahr eine von dir erwartete Neuerscheinung, die dich enttäuscht hat?


Die letzte Neuerscheinung, auf die ich mich total gefreut habe, die mich aber schlussendlich enttäuscht hat war "Cinder und Ella - Happy End und dann?" von Kelly Oram. Bei Fortsetzungen zu eigentlich abgeschlossenen Geschichten bin ich immer skeptisch und so war ich auch bei der Ankündigung der Fortsetzung zu meiner geliebten "Cinder und Ella"- Geschichte unschlüssig, was dieser Band noch Neues bringen soll. Am Ende haben dann aber doch die Neugier und mein Drang, die beiden noch einmal wiederzusehen gesiegt. Leider musste ich jedoch schnell feststellen, dass meine anfängliche Skepsis begründet ist. Wie angenommen, konnte mich diese Fortsetzung trotz einiger Lichtblicke nicht vollends überzeugen und blieb weit hinter Band 1 zurück.

Ich hatte auf eine Fortsetzung über die Beziehung von Cinder und Ella, ihren Alltag und ihre Liebe gehofft, in der wir auch einen Einblick in Brians Welt bekommen, die in Band 1 ja relativ zurückgestellt wurde. Stattdessen konzentrieren wir uns hier fast ausschließlich auf Ella, sodass anstatt "Cinder und Ella" eher ein Titel wie "Ellas Komplexe" gepasst hätte. Anstatt uns mit süßen Paar-Szenen zu erfreuen oder die zarte Beziehung zwischen den beiden, die zuvor sehr zaghaft und authentisch entwickelt wurde, weiter auszubauen, verstricken wir uns in diverse Dramen, die den Rahmen der Glaubwürdigkeit großzügig ausschöpfen.

Das Wiedersehen war somit zwar durchaus unterhaltsam und interessant, leider verhindern aber überzogene Dramen, plattgetretene Komplexe und die fehlende Weiterentwicklung ihrer Beziehung, dass an die märchenhafte Atmosphäre des ersten Teils angeknüpft werden kann und Kelly Oram verliert sich zeitweise zwischen irrelevantem Geplänkel und Kitsch.
Vielleicht sollten Märchen doch mit einem einfachen, offenen „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ enden.

Welche Neuerscheinung ist zuletzt hinter euren Erwartungen zurückgeblieben?

Liebe Grüße
Sophia

Kurzrezension: Elite


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Die Fakten:

Titel: Elite - Die Welt gehört euch nicht
Autor: Brendan Kiely
Genre: Jugendbuch
Verlag: Bastei Lübbe (29. April 2019)
Seitenzahl: 384 Seiten

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Der Inhalt:

Dafür steht die altehrwürdige Fullbrook Academy. James Baxter stammt aus bescheidenen Verhältnissen und verdankt seinen Platz an der Highschool einem Eishockey-Stipendium. Er ist ein Außenseiter in dieser Welt der Privilegierten. Ebenso wie Jules Devereux, die an der ganzen Schule als Rebellin bekannt ist und seit Jahren gegen überholte Traditionen, den alltäglichen Sexismus und jede Form von Diskriminierung kämpft. Als eine Party aus dem Ruder läuft, erheben James und Jules ihre Stimmen und stellen sich gegen die Macht der Elite.


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Die Eindrücke:

Handlung: Die Handlungsebene geht durch die Vielzahl der angesprochenen Themen etwas unter. Es geht um Mobbing, Traditionen, Außenseitertum, Erwachsenwerden, Feminismus, Homosexualität Sexismus, Gewalt und die Schwierigkeit, seine eigene Stimme zu finden. Diese Themen werden durch die unterschiedlichen Protagonisten mit ihren verschiedenen Lebenssituationen zur Sprache gebracht aber durch die relativ breite Darstellung nur kurz angerissen und erscheinen so etwas oberflächlich und überhetzt. Neben der fehlenden Tiefe leidet die Spannung trotz der wenigen Seiten auch unter vielen Wiederholungen, Zeitsprüngen und mittelmäßiger Szenengestaltung. Meiner Meinung nach wäre hier mal wieder "weniger" "mehr" gewesen. Vor allem gegen Ende geht alles sehr schnell und die eigentlichen Entwicklungen der Personen und ihrer Beziehungen kommen zu kurz.

Schreibstil: Wenn Brendan Kielys Schreibstil eins ist dann originell. Das ist auf der einen Seite natürlich eine Bereicherung für die Geschichte auf der anderen Seite fielen mir immer wieder äußerst seltsame und ungebräuchliche Formulierungen auf. Ob das nun der Übersetzung zuzuschreiben ist oder der Autor hier bewusst auf unkonventionelle Veranschaulichungen und schräge Dialoge gesetzt hat, bleibt unklar. Fest steht, dass der Autor versucht, den Geist der Jugend, die Sprache von Teenagern und die Probleme und Gedanke von Pubertierenden einzufangen, sich dabei aber immer wider in  skurrilen Klischees verläuft, denen selbst der jugendliche Leser nicht ganz folgen kann. Somit würde ich trotz der Ich-Perspektive die Erzählweise als eher distanziert und kühl beschreiben.

James Baxter: "Die meisten Menschen bekommen keine zweite Chance. Ich wusste nicht so recht, ob ich eine verdiente. Ich wusste nicht einmal, ob ich eine wollte. Ich bekam sie aber: Fullbrook Academy. Das hier habe ich daraus gemacht."

Jules Devereux: "Ich habe mal gehört, dass ein anderes Mädchen es so formuliert hat: Es ist eine Jungenschule, die auch Mädchen aufnimmt. Sie haben uns in Fullbrook aufgefordert, bereut zu sein, es mit der Welt aufzunehmen, aber wir hätten das gefälligst leise tun sollen. Was wenn ich laut sein wollte? Was wenn ich laut sein musste?"

Charaktere: Die Protagonisten haben mich genau wie die grundlegenden Thematiken der Geschichte an "The Perks of Beeing a Wallflower" (deutsch: "Vielleicht lieber morgen") von Stephen Chbosky erinnert. Das ist keineswegs ein Kritikpunkt da ich diese Geschichte liebe und die besonderen, schrägen Außenseiter eine wundervolle Abwechslung zum Jugendbuch-Mainstream-Held darstellen. Leider nerven sowohl Jules als auch James immer wieder mit gewöhnungsbedürftigen Übersprunghandlungen und sind daher nur teilweise authentisch. 

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Die Zitate:

"Gerüchte werden zu Geschichten. Geschichten werden zu Wahrheit. Und wir richten unser Leben nach den Lügen aus, die wir glauben - zumindest so lange bis die eigentliche Realität überwältigend wird. Und was dann?"

"Dann schloss ich alle drei fest in die Arme und drückte sie an mich. "Ändert euch nicht", sagte Jules zu jedem von uns. "Ändert euch bitte nicht. Das hier ist alles." Sie schwieg einen Moment und gähnte. "Und es ist alles, was ich habe."
"Ich auch", sagte ich."

"Sie stand im Halbprofil, und die Lampe neben der Haustür warf ein weiches Licht auf ihr Gesicht. Sie lächelte, und ich schwöre, dass es kein niedliches Lächeln war, kein hübsches, kein kokettes, nein, es war lediglich ein tapferes, und dieses Lächeln wippte in meinem Inneresten hin und her wie eine Boje."

"Ich ritze so lange in der grauen Rinde herum, bis das Wort aus dem weichen Braun im Inneren des Baumes glühte, als würde dieser selbst sprechen. "Nein". Als sagte er es zu mir und erinnerte mich daran, dass ich es gesagt und gemeint hatte und dass ich es wieder sagen konnte und vermutlich auch wieder sagen musste. So viele andere auch."

"Sie konnten mir sehr vieles wegnehmen, aber nicht alles. Was noch von mir übrig war, hatte Kraft, und das Ich, das ich werden konnte und werden würde, konnten sie nicht aufhalten - sie hatten etwas zerstört, doch ich würde mich aus den Trümmern herausarbeiten und erheben und wieder erblühen, wild und frei."

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Das Fazit:

"Elite" ist ein wichtiger, interessanter Roman, der bewusst anders sein will, bei dem es aber an der Umsetzung der Themen etwas hapert. Die schrägen Protagonisten sind ein Tick zu unauthentisch, die breite Themenpalette ein wenig zu oberflächlich und der originelle Schreibstil verwirrt an einigen Stellen. Dennoch lesenswert für alle, die auch mal abseits des Mainstreams lesen wollen.

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Weil die Liebe näher wohnt als man denkt ... "Next to you"

 
 
Eine weitere interessante Neuerscheinungen aus dem LYX-Label ist der zweite Teil der romantisch-leichten UP-ALL-NIGHT-Reihe von Bestseller-Autorin April Dawson. Der erste Teil "Up All Night" hat mich zwar nicht zu 100% überzeugt, dennoch bin ich gespannt auf den zweiten Teil, der von Addison und dem heißen Nachbarn Drake vom Hottie-Dienstag handelt. "Next to You" erscheint am 31. Oktober 2019 und hat 368 Seiten.
 
Preis: 9,99€ (Broschiert)
12,90€ (Kindle-Edition)
ISBN-10: 3736310676
ISBN-13: 978-3736310674
ASIN: B07K7CSGWC
 
 
Inhalt:

Plus-Size-Model Addison Grant hat früh gelernt, sich nichts gefallen zu lassen. Die toughe junge Frau, sagt immer was sie denkt - vor allem ihrem arroganten (aber sehr heißen) Nachbarn Drake. Sein aufgeblasenes Ego ist ihr zuwider - dass sie den CEO trotzdem jeden Dienstag Nachmittag heimlich beim Trainieren beobachtet, muss er ja nicht erfahren. Als Drake ihr jedoch den Job als seine persönliche Assistentin anbietet, ist Addy das erste Mal in ihrem Leben sprachlos. Denn trotz ihrer Wortgefechte knistert es gewaltig zwischen ihnen. Und als Addison bei einer Firmenveranstaltung von einem Mann bedrängt wird, und Drake dazwischen geht, kommt es zu einem Kuss der alles verändert …

 
Über die Autorin:
 
April Dawson ist eine Träumerin, der die Welt der Bücher so viel Kraft geschenkt hat und sie durchweg für sich begeistern konnte. Jahrelang verschlang sie Bücher, widmete sich jedoch bald auch dem Schreiben eigener Romanzen. Nachdem sie einige Kapitel auf Online-Plattformen veröffentlichte und die Begeisterung ihrer jungen Leserschaft sie beflügelte, wagte April Dawson, sich mit ihren Geschichten an Verlage zu wenden.
Sie wohnt mit ihrem Mann und zwei wundervollen Kindern in Österreich auf dem Land, wo sie ihren Träumen freien Lauf lässt.


(Quelle - Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Montagsfrage 28.10.19


Hallöchen,

heute beantworte ich die Montagsfrage aus der Uni-Bib heraus (Premiere ;-)))) Also ignoriert etwaige Fehler bitte (das ist alles sehr neu, aufregend und ein bisschen ablenkend) und seht es mir auch bitte nach, dass ich schon wieder zu spät dran bin. Die heutige Frage ist vom "Büchernarr":


Wie sehen sich Blogger im Vergleich zu professionellen Literaturkritikern?


Ich kann diese Frage eigentlich nur so beantworten, wie ich auch diesen gesamten Blog betreibe: von meiner subjektiven Warte aus. Dies enthält eigentlich schon den Hauptunterschied, den ich zwischen Bloggern und professionellen Literaturkritikern sehe: den verschiedenen Anspruch der Textform. Klar, beide Gruppen lesen Bücher und versuchen sich an einer Bewertung, doch die Ziele, Arbeitsweisen und Ansätze unterscheiden sich sehr. Während Literaturkritiker eine objektive Einschätzung anhand festgelegter Kriterien erstellen, schreiben Blogger eher ungezwungen über ihre eigene, persönliche Leseerfahrung mit dem Buch und sind dabei in Gestaltung und Inhalt viel freier eigene Ideen, Denkanstöße, Anekdoten und Meinungen mit einfließen zu lassen.

Ich persönlich verstehe mich nicht als Literaturkritikerin sondern als Bloggerin über das Thema Literatur, Lyrik, Filme, Serien, Musik und alles andere, was mit Medien und Kreativität zu tun hat und mich in irgendeiner Form inspiriert. Für mich steht in meiner Funktion als Bloggerin immer meine eigene Erfahrung, mein Erleben und den Austausch darüber im Vordergrund. Ich schreibe von mir, meinen Gefühlen, meinen Erfahrungen mit Büchern und bin dabei frei, meine Meinungen und Empfehlungen mal sachlich-seriös, mal lustig-persönlich zu verpacken, was ich an diesem Format sehr schätze. Natürlich versuche ich, gleichzeitig eine differenzierte Einordnung des Werkes vorzunehmen und meine Meinung fundiert an verschiedenen Kriterien zu begründen. Ich habe aber nicht den Anspruch, ein Roman gänzlich und sachlich unangreifbar zu erfassen und bin mir der Subjektivität meiner Rezensionen immer bewusst. Das ist immer ein Drahtseilakt - auf der einen Seite will man frei aus dem Bauch heraus schreiben, was einem in den Sinn kommt, auf der anderen Seite sollte man sich aber auch an gewisse Richtlinie halten und seine Meinung begründet darlegen. Klar, man kann Bücher nicht total verkopft und losgelöst von jeglichem emotionalen Befinden analysieren. Nur zu schreiben dass man dies und jenes an einer Geschichte "liebte" oder "hasste" bringt den Leser der Rezension aber auch nicht weiter. Ich versuche also in fast jedem Beitrag mich an allgemeingültigen Maßstäben und an der Qualität von Literaturkritiken zu orientieren und mich von der typischen Masse an Bloggern abzugrenzen, die nur sich selbst präsentieren wollen, auf der anderen Seite aber auch die Vorteile, die Freiheit, die sich mir als Blogger bieten zu nutzen. Wie gut oder schlecht mir das gelingt, müssen andere beurteilen und wie man als Blogger dieses Dilemma angeht, bleibt jedem selbst überlassen.

Etwas schade finde ich, dass das Format "Blogger" leider immer noch nicht wirklich ernst genommen wird (unter anderem auch da es leider viele Blogs gibt, die ihre Freiheit leider etwas überstrapazieren und oberflächliche Bewertungen produzieren, die weder besonders aussagekräftig noch von sprachlich hoher Qualität sind). Denn meiner Meinung nach können nur Blogger wirklich die breite Vielfalt an Büchern abbilden, die auf dem Markt landen da sonst viele Selfpublisher einfach durchs Raster fallen würden. Man sollte die Macht von Meinungsbildern durch Blogger nicht unterschätzen, aber immer im Hinterkopf behalten, dass es sich hier um Menschen handelt, die von ihren Gedanken und Gefühlen erzählen.

Wie versteht ihr euch? Mehr als Literaturkritiker oder als Blogger? Und wie setzt ihr die Grenzen zwischen diesen zwei Kategorien?


Liebe Grüße
Sophia

Dienstag, 29. Oktober 2019

Der nächste Streich von Brittainy C. Cherry

 
Nachdem mich "Wenn Donner und Licht sich berühren" zu einem absoluten Fan von Brittainy C. Cherry gemacht hat, bin ich nun natürlich auch sehr auf ihren nächsten Streich gespannt. "Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt" ist ab dem 31. Oktober zu haben und erzählt die Geschichte eines neuen Paares - Jackson und Grace.
 
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: LYX (31. Oktober 2019)
ISBN-10: 3736310684
ISBN-13: 978-3736310681
Preis: 12,90€ (Broschiert)
9,99€ (Kindle-Edition)
 
Inhalt:
 
Er glaubte nicht an Versprechen. Und sie glaubte nicht mehr an die Liebe.
Er war nicht der Richtige für sie. Sie war zu zerbrochen für ihn.
Sie waren perfekt füreinander, weil sie wussten, es wird nicht für immer sein.
Bis sie nicht mehr ohne einander sein können, als der Moment zum Abschiednehmen gekommen ist.
 
 
Über die Autorin:
 
Brittainy C. Cherrys erste große Liebe war die Literatur. Sie hat einen Abschluss der Carroll Universität in Schauspiel und Creative Writing und schreibt hauptberuflich Theaterstücke und Romane. Sie lebt mit ihrer Familie in Milwaukee, Wisconsin.
 
 (Quelle- Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Freitag, 25. Oktober 2019

Ein neues Kinderbuch von Victoria Schwab: "City of Ghosts"

 
Am 28. Oktober 2019 erscheint mit "City of Ghosts - Die Geister, die mich riefen" ein neues Gruselbuch von Victoria Schwab bei cbj. Da ich immer noch nichts von dieser Autorin gelesen habe, würde sich dieses Kinderbuch ja gut zum Einstieg eignen...
 
Seitenzahl 288 Seiten
ISBN-10: 3570176533
ISBN-13: 978-3570176535
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Originaltitel: City of Ghosts
Preis: 11,99€ (Kindle-Edition)
14 € (gebundenes Buch)
 
Inhalt:
 
Nur weil du sie nicht sehen kannst, heißt das noch lange nicht, dass es sie nicht gibt ...

Seit Cassidy Blake fast ertrunken wäre, kann sie Geister sehen und die Welt der Toten betreten. Sogar ihr bester Freund ist ein Geist! Und als ob das nicht schon merkwürdig genug wäre, werden ausgerechnet ihre Eltern die neuen Stars einer Geisterjäger-Fernsehshow. Der erste Drehort: Edinburgh. Die Friedhöfe, Burgen und Geheimgänge der alten Stadt wimmeln nur so vor Geistern – und nicht alle sind freundlich. An diesem unheimlichen Ort wird Cassidy langsam klar, wie viel sie noch über ihre Verbindung zum Reich der Toten zu lernen hat. Doch dafür bleibt ihr nicht viel Zeit, denn eine besonders dunkle Seele streckt schon die Krallen nach ihr aus …
 

Über die Autorin:
 
Victoria Schwab lebt in Nashville, Tennessee, und arbeitete nach dem Studium in den verschiedensten Jobs, ehe sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Mit ihren Büchern, die sich regelmäßig auf der New York Times-Bestsellerlist platzieren, hat sie sich in den USA bereits eine große Fangemeinde erschrieben. Sie veröffentlicht auch als V.E. Schwab.

(Quelle - Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)