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Montag, 27. Juli 2026

Montagsfrage #222 - Längster Buchtitel?


Hallöchen,

am Wochenende war ich spontan zwei Tage in der Schweiz in den Bergen, weshalb es hier etwas stiller war. Heute geht es aber wieder gewohnt weiter mit der Montagsfrage. Ob und wann ich dieses Jahr eine Sommerpause machen werde, habe ich noch nicht entschieden, da werde ich auch ein bisschen auf die Teilnehmerzahlen blicken. Ich hoffe, Ihr startet gut in die neue Woche und drücke uns die Daumen, dass es nicht ganz so heiß wird, wie angekündigt...


Was ist das Buch mit dem längsten Titel in Eurem Fundus?

Um diese Frage zu beantworten habe ich fast eine halbe Stunde durch mein Regal und meine Rezensionsliste gestöbert. Meine allererste Idee für einen sehr langen Titel war "Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch" von Michael Ende. Nach kurzem Zählen habe ich aber festgestellt, dass dieser "nur" aus 45 Buchstaben besteht und ich einige Buchtitel habe, die deutlich mehr auf die Waage bringen. Um die Liste nicht zu umfangreich zu gestalten, zeige ich Euch jetzt Bücher, die die 50-Buchstaben-Marke (ohne Leerzeichen) toppen:

Montag, 20. Juli 2026

Montagsfrage #221 - Bücher im Regenwald?


Hallöchen,

vor ein paar Monaten habe ich mal nach Buchempfehlungen gefragt, die in einer Wüste spielen (Montagsfrage #184). Da kamen einige sehr interessante Titel heraus, weshalb ich gerne angelehnt daran eine weitere Frage stellen würde. Und zwar zu einem anderen in meinen Augen für Bücher sehr attraktiven Schauplatz: dem Regenwald.


Welche Bücher, die im Regenwald spielen, kennt Ihr?

Der Regenwald hat eine ganz eigene, dichte Atmosphäre – er kann magisch, wunderschön, aber auch unheimlich und gefährlich sein. Interessanterweise sind mir neben den beiden Kinderbuchklassiker "Das Dschungelbuch" von Rudyard Kipling und „Maia oder Als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf“ von Eva Ibbotson vor allem Bücher aus dem Fantasy oder Horrorgenre eingefallen, in denen der Wald als bedrückend, bedrohlich, wild wuchernd oder abartig dargestellt wird. Vielleicht fallen Euch ja noch ein paar schönere, herzerwärmendere Dschungel-Bücher ein...

Montag, 13. Juli 2026

Montagsfrage #220 - Universelle Buchempfehlung?


Hallöchen,

die heutige Frage wurde (schon vor einiger Zeit) von Kira (Kiras kleine Leseecke) vorgeschlagen. Vielen Dank, für deine Idee, ich bin schon gespannt auf Eure Antworten!



Welches Buch würdest du jemanden empfehlen, der (außerhalb der Schule) noch nie im Leben ein Buch gelesen hat?


Ich hatte die Frage lange Zeit auf meiner Ideenliste stehen und nicht gestellt, da ich selbst keine Ahnung hatte, wie ich sie beantworten soll. Jemanden mit einem einzigen Buch vom Lesen überzeugen, das ist eine ziemlich große und verantwortungsvolle Aufgabe. Die "universelle Buchempfehlung" zu finden, die für alle passt - einfach unmöglich, da die Geschmäcker so unterschiedlich sind, die Genres so divers und die Möglichkeiten endlos. Was antwortet man also auf eine solche Frage? Nimmt man einen spannenden Epos, einen leicht zugänglichen Roman, einen zeitlosen Klassiker, ein herzliches Kinderbuch oder eine anspruchslose Komödie? 

Montag, 6. Juli 2026

Montagsfrage #219 - Aktuelles Buch als Kleidungsstück?


Hallöchen,

heute gibt es mal wieder eine Spaßfrage zum Buch, das Ihr aktuell lest. Ich bin schon gespannt auf Eure Antworten!


Wenn Euer aktuelles Buch ein Kleidungsstück wäre - was wäre es?


Ich lese gerade unter anderem "Unshame" von Louisa Dellert. Darin analysiert die ehemalige Fitnessinfluencerin, die mittlerweile Aufklärungsarbeit leistet und ein Buch-Café leitet, wie Schönheitsindustrie und Patriarchat Frauen systematisch verunsichern. Ihr Ziel ist, den (weiblichen) Körper nicht mehr als Baustelle, sondern als Zuhause zu betrachten, die tief verwurzelte Scham loszulassen und sich von Idealen zu befreien, die nichts mit Gesundheit und Schönheit zu tun haben. Es ist nicht das erste Buch, das ich zum Thema Schönheitsnorm, Patriarchat, Diätkultur, Body Positivity und Befreiung lese, aber bis jetzt mit Abstand das gelungenste. Ich bin schon sehr gespannt, wie mir der Rest gefallen wird (ich bin leicht über der Hälfte), kann jetzt aber schonmal eine Empfehlung aussprechen. 

Passend zum Grundgedanken und den Themen des Buches, das zugleich Ratgeber, politischer Aktivismus und Sachbuch ist, würde ich mir einen Bikini aussuchen. Kaum ein Kleidungsstück ist so eng mit der Vorstellung vom vermeintlich perfekten Körper verbunden. Der Begriff „Bikinifigur“ allein zeigt, wie tief die Idee verankert ist, man müsse sich einen Bikini erst verdienen. "Unshame" räumt mit genau diesem Denken auf und erinnert daran, dass jeder Körper ein Bikinikörper ist – nicht, weil er einem Ideal entspricht, sondern weil er als Körper in einem Kleidungsstück existiert.

"Ich habe geschrieben, dass Frauen nicht gewinnen können. Aber vielleicht ja doch. Vielleicht können wir gewinnen, wenn wir uns einfach so sein lassen, wie wir sind. Wenn uns nicht interessierte, weshalb die Frau auf dem Foto ein kurzes Kleid trägt oder einen Bauchansatz hat. Wenn uns nicht mehr interessiert, ob jemand dem Schönheitsideal entspricht oder nicht, weil wir viel mehr Wert darauf legen, welcher Mensch in diesem Körper steckt und was wir von ihm lernen können. Wenn wir einander zuhören, statt uns zu bewerten."


Wie sieht es bei Euch aus?

Liebe Grüße
Sophia
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Nächste Woche bei der Montagsfrage:

Welches Buch würdest du jemanden empfehlen, der (außerhalb der Schule) noch nie im Leben ein Buch gelesen hat (Kiras kleine Leseecke)?

Montag, 29. Juni 2026

Montagsfrage #218 - Halbjahresbilanz Buchbingo 2026


Hallöchen,

mit dem beinahe hinter uns liegenden Juni haben wir nun auch schon wieder die erste Hälfte von 2026 geschafft. Da wohl kaum jemand Lust hat, im Rahmen der Montagsfrage zum Halbjahresrückblick eine ausführliche Statistik zu erstellen (oder das vielleicht bereits anderweitig getan hat) und da meine Schnellfragerunde die letzten Jahren ganz gut angekommen ist, möchte ich zu diesem Anlass eine vierte Runde Buchbingo spielen. 

Die Regeln sind genau gleich wie letztes Jahr: wer vier Kreuze in einer Reihe hat, hat ein Bingo (diagonal zählt auch). Allerdings habe ich ein paar der Fragen verändert. Gerne dürft ihr wieder meine rechtsstehende Vorlage verwenden und graphisch mitmachen, und/oder ausschließlich die Fragen beantworten:



 Hast du 2026 bisher...?


...ein über 20 Jahre altes Buch glesen?
 Ja, zum Beispiel die Gedichtssammlung "Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke" aus dem Jahr 1936.

...ein Buch mit mehr als 500 Seiten gelesen? Auch mehrere, ich glaube das längste war bisher "Light and Flame" mit 848 Seiten. 

...ein neues Lieblingsbuch entdeckt? Von Highlights mit Lieblingsbuchpotential kann ich zum Glück auch berichten. "Mr. Parnassus´ Heim für magisch Begabte", "Not Quite Dead Yet", "Die Känguru-Rebellion" und "Die Wut, die bleibt" haben bisher 5 Sterne von mir bekommen. 

...ein Sachbuch gelesen? Bereits 15 Stück - ich war eben beim Zählen selbst ganz überrascht von der Anzahl.

...ein Hörbuch gehört? Auf 20 Hörbucher komme ich für die erste Hälfte des Jahres, also auch hier kann ich guten Gewissens ein Kreuz setzen.

Montag, 22. Juni 2026

Montagsfrage #217 - Queere Bücher im Pride Month?

Hallöchen,

nach einem heißen und ereignisreichen Wochenende auf dem Southside-Festival melde ich mich zurück in meine Geburtstagswoche :) Bevor der Juni auch schon wieder fast vorbeigezogen ist, möchte ich auch dieses Jahr wieder eine Montagsfrage zum Pride Month stellen. Nachdem es in den letzten Jahren um Buchempfehlungen gegangen ist, interessiert mich dieses Mal ganz grundsätzlich, ob der Sichtbarkeitsmonat etwas in Eurer Buchauswahl verändert:


Lest Ihr während des Pride Month bewusst Bücher mit queeren Figuren oder Themen, oder spielt das für Eure Buchauswahl keine Rolle?


Ich lese seit Jahren grundsätzlich ganz gezielt viele Bücher mit queeren Figuren oder Themen. Kurzer Einschub an der Stelle: Ich habe diese Bücher auf dem Blog mit einem Label versehen, sodass man sie gezielt suchen kann. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr HIER ausführlich durch meine Empfehlungen aller Genres stöbern. Genau wie in meiner Antwort zur Frage zu Büchern zum Weltfrauentag brauche ich also auch bei queeren Themen persönlich diesen Anlass nicht, um meine Leseauswahl bunter zu machen. 

Montag, 15. Juni 2026

Montagsfrage #216 - Eigenwerbung Runde 2?

Hallöchen,

die letzten Wochen war ich mit meinem Urlaub und einigen tollen Entwicklungen in meinem Leben ein bisschen abgelenkt und bin sehr wenig zum Bloggen gekommen. Deshalb hat es ein bisschen gedauert, bis ich alle Kommentare und Beiträge zu den letzten beiden Montagsfragen gelesen und beantwortet habe. Jetzt bin ich aber durch und habe überall wie gewohnt vorbeigestöbert :) Los geht´s deshalb mit der nächsten Frage:


Bei welchen Beiträgen sollen wir heute unbedingt vorbeischauen (gerne 3 eigene und 3 fremde)?


Da wir alle in der Bloggercommunity wirklich großartige Arbeit leisten, die nicht immer ausreichend gesehen und honoriert wird, würde ich heute nach der groben Idee der Stöberrunde von Aleshanee gerne eine kleine Eigenwerbungs-Runde machen, in der wir sehenswerte Beiträge jeglicher Formen sammeln. Dabei könnt Ihr (wenn Ihr einen eigenen Blog habt) sehr gerne drei eigene Beiträge vorstellen und drei fremde von anderen Blogs, sodass wir am Ende eine kleine Schatzkiste mit tollen Posts zum Stöbern haben... Dasselbe Format habe ich 2023 schonmal gemacht und da mir die Idee - und vor allem was Ihr alles zusammengesammelt habt - so gut gefallen hat, habe ich beschlossen, sie nochmal zu wiederholen. 

Eigenlob ist ja immer ein bisschen schwierig, aber nach längerem Nachdenken habe ich mich für diese drei eigenen Beiträge entschieden:

Montag, 8. Juni 2026

Montagsfrage #215 - Buchszene Live erleben?

Hallöchen,

nach der kurzen Pfingstpause gibt es heute mal wieder eine etwas abstraktere Frage. Ich bin schon sehr gespannt, was Euch dazu einfallen wird:


Welche Buchszene würdet Ihr gerne einmal live miterleben (ohne selbst in Gefahr zu geraten)?

Wenn Ihr die Möglichkeit hättet, entweder als Zuschauer oder als aktive Figur eine oder mehrere Buchszenen Eurer Wahl mitzuerleben, welche würde Ihr wählen? Diese Frage spukt mir schon seit längerem im Kopf herum. Oftmals danke ich beim Lesen allen Kräften des Universums, dafür, dass ich in unserer Realität, im 21. Jahrhundert in einem friedlichen Land mit sehr hohem Lebensstandard geboren wurde und nicht in einer unwirtlichen Fantasy-Welt um mein Überleben kämpfen, in einem Raumschiff aufwachsen oder vor einer Apokalypse fliehen muss. Ich rechne mir als Protagonistin in anderen Welten keine große Überlebenschancen ein und selbst in Romanen wäre ich wohl eine ziemlich langweilige Hauptfigur. 

Die allermeiste Zeit bin ich also sehr zufrieden mit meiner gemütlichen, sicheren, passiven Rolle als Leserin. Ab und zu stolpert man ja aber auch mal über Szenen, bei denen man so neugierig ist, dass man am liebsten kurz ins Buch eintauchen würde (mit Überlebensgarantie versteht sich). Eine kurze Sammlung dieser Szenen und Ideen habe ich hier mal zusammengestellt:

Montag, 1. Juni 2026

Montagsfrage #214 - Mängelexemplare?

Hallöchen,

ich hoffe, Ihr hattet ein schönes Wochenende und startet erholt in die erneute kurze Woche (falls Ihr nicht sowieso Ferien oder Urlaub habt). Ich selbst bin während Ihr diesen Beitrag lest, für eine Woche verreist - erst auf eine Tagung und dann noch zum Entspannen ans Meer. Ich werde also wahrscheinlich erst gegen Ende der Woche dazu kommen, bei Euren Beiträgen vorbeizuschauen und Kommentare zu hinterlassen. So, dann will ich noch Kira für die Idee zur Frage danken und dann kann´s los gehen:


Sind Mängelexemplare kein Problem für Euch oder etwas, was Ihr lieber nicht im Regal haben wollt (Kiras kleine Leseecke)??


Ich habe eine Zeitlang ziemlich viele Mängelexemplare - also Bücher, die auf Grund eines deutlichen Mangels nicht mehr der Buchpreisbindung unterliegen und somit billiger verkauft werden - gekauft. Kein Ausverkauf war vor mir sicher, ich konnte nicht an Buchhandlungen vorbeigehen, ohne durch die Auslagen mit den heruntergesetzten Büchern zu stöbern und bei Mängelexemplar-Aktionen stand ich immer in der ersten Reihe. Dementsprechend besitze ich auch einige davon. Das war in der Zeit, in der ich noch beinahe ausschließlich Print-Bücher gekauft und gelesen habe, in der ich stark darauf aus war, möglichst viele Bücher bei mir anzusammeln und dies für einen möglichst schmalen Taler (erinnert Ihr Euch, dass Mängelexemplare mal 1,99€ pro Stück gekostet haben😭?!?). Inzwischen verfahre ich da anders. Ich kaufe nur noch Bücher, die ich unbedingt als Print besitzen möchte, versuche meine Buchsammlung eher einzudämmen als zu erweitern und bin für kostengünstige Alternativen auf Hörbücher und Ebooks umgestiegen. Wann ich zuletzt ein Mängelexemplar gekauft habe, kann ich Euch also gar nicht genau sagen - es ist aber sicherlich schon mehrere Jahre her. 

Montag, 18. Mai 2026

Montagsfrage #213 - Reihenphilosophie Teil 3?

Hallöchen,

zuerst mal eine kurze Ankündigung. Da der letzte Montag im Mai auf den Pfingstmontag fällt, wird es die nächste Montagsfrage erst wieder in zwei Wochen (am 01.06.) geben. Wer die Montagsfrage nächste Woche vermisst, kann sich gerne wie immer eine Frage der letzten Jahre aussuchen. Ich wünsche Euch eine gute Woche und dann ein schönes verlängertes Wochenende!

Auch diese Woche gibt es nochmal eine Frage zu Buchreihen, die sich an die der letzten Wochen anschließt:


Lest Ihr vor einem neuen Band immer noch mal die Vorgänger als Reread?


Immer, nein. Oft, ja. Kurz: Es kommt darauf an. :) Wie lange ist es her, dass ich den letzten Band gelesen habe? Wie viel habe ich noch in Erinnerung? Wie komplex war die Handlung? Wie wichtig ist es, sich an Details zu erinnern? Wie wichtig ist mir die Reihe? Habe ich Lust, sie nochmal zu lesen? Wie viel Zeit habe ich gerade? Wie viel Bände hat die Reihe und wie lange sind die Bände? Das sind alles wichtige Fragen, die entscheiden, ob ich Vorgängerbände nochmal lese, bevor ich mich an Fortsetzungen mache. 

Montag, 11. Mai 2026

Montagsfrage #212 - Sommerliches Cover?

Hallöchen,

nachdem es letzte Woche eher in die Tiefe geht, kommt hier mal wieder eine etwas oberflächlichere Frage:

Welche Bücher stimmen mit einem sommerlichen Cover auf die warme Jahreszeit ein?


Es war gar nicht so einfach, ein sommerliches Cover zu finden, da ich viele Bücher mit entweder neutralem, oder herbstlichem Einschlag gelesen habe. Tatsächlich habe ich nur drei Bücher in meinen kürzlich gelesenen, neu eingezogenen oder Wunschlisten-Titel ausfindig machen können, deren Covermotive für mich sommerliche Vibes hatten:

"Swept Away" habe ich bei Netgalley als Hörbuch angefragt, da ich bisher alles von Beth O´Leary großartig fand. Wieso ich bei dem Cover direkt an den Sommer denken musste, muss ich bestimmt nicht genauer erklären. "Ein Ozean voller Fragen" habe ich im April gelesen und sehr gemocht und "Lauf, Jane Young" ist eine sehr vielversprechende Neuerscheinung (ET: 13. Mai), die ich ebenfalls für meine Sommer-Leseliste auf dem Schirm habe. Alle drei Cover sehen mit den warmen Farben, den Kontrasten und den Meer-Motiven einfach herrlich sommerlich für mich aus.



Welche Bücher sind Euch eingefallen?

Liebe Grüße
Sophia

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Nächste Woche bei der Montagsfrage: 

Reihenphilosophie Teil 3: Lest Ihr vor einem neuen Band immer noch mal die Vorgänger als Reread?

Montag, 4. Mai 2026

Montagsfrage #211 - Überforderndes Buch?

Hallöchen,

ich hoffe, Ihr hattet ein schönes langes Wochenende und könnt heute mit neuer Energie in die Woche starten. Für den Einstieg in den Mai habe ich mal wieder eine Frage, auf die ich sehr gespannt bin: 


Gibt es ein Buch, das Euch total überfordert hat – inhaltlich, emotional oder sprachlich - und wie seid Ihr damit umgegangen?


Ich treffe mittlerweile eigentlich eine ganz gute Vorauswahl der Bücher, die ich lese. Das ist tatsächlich fast das größte Learning, das ich aus meinen vielen gelesenen Büchern mitgenommen habe: Welches Sprachniveau traue ich mir (bei fremdsprachigen Büchern) zu, für welche Themen habe ich aktuell genügend Kapazität, worauf kann ich mich emotional gerade einlassen und was interessiert mich genug, um inhaltlich am Ball zu bleiben? Man lernt mit der Zeit sich selbst sowie den eigenen Buchgeschmack sehr gut kennen und kann auch bei Büchern immer besser einschätzen, welche Tropes, Themen und Trigger sich hinter Klapptext und Cover verbergen könnten. So muss ich mittlerweile kaum Bücher abbrechen, habe selten Leseflauten und auch meine Flops halten sich (zum Glück) in Grenzen! Trotzdem kommt es immer wieder zu Büchern, bei denen ich irgendwann im Verlauf mal denke "uff, was passiert denn jetzt hier". 

Montag, 27. April 2026

Montagsfrage #210 - Reihenphilosophie Teil 2?

Hallöchen,

wie angekündigt habe ich noch ein paar weitere Fragen rund um Buchreihen, gefunden und beschlossen, die Frage von vor ein paar Wochen zu einer Montagsfragen-Serie zum Thema Buchreihen auszuweiten. 


Wie viele angefangenen Reihen habt Ihr aktuell und wie groß ist die Chance, dass Ihr sie noch beendet?


Ich unterscheide hier mal in angefangene Reihen, die ich auch besitze und aktiv verfolge und angefangene Reihen, bei denen ich einfach irgendwann mal einen Band gelesen habe. Letztere wären nämlich ohne Zweifel in einem dreistelligen Bereich. Ich habe Stand heute 493 Bücher gelesen, die Teil einer Reihe sind, davon habe ich sicher nur höchstens 60% konsequent beendet. Das liegt daran, dass es gerade im New Adult Genre, was ich vor ein paar Jahren noch sehr viel gelesen habe, viele episodische Reihen gibt. In denen kann theoretisch jeder Band für sich stehen, da keine fortlaufende Geschichte erzählt wird, die Figuren aller Bände hängen aber miteinander zusammen (z. B. eine Freundesgruppe) und tauchen immer wieder auf. Hier habe ich selten eine ganze Reihe gelesen, sondern meist nur die Bände über die Personen, die mich am meisten interessiert haben. Außerdem habe ich natürlich im Laufe der Zeit auch etliche Reihenauftakte gelesen, die mich nicht überzeugen konnten und die ich deshalb nie weiterverfolgt habe. 

Montag, 20. April 2026

Montagsfrage #209 - Identifikation mit Buchfigur?

Hallöchen,

hinter mir liegt ein weiteres ereignisreiches April-Wochenende und so sehr ich all meine Termine aktuell genieße, freue ich mich doch, wenn bald wieder etwas mehr Ruhe einkehrt. Heute gibt es nochmal eine etwas persönlichere Frage. Ich bin gespannt, ob oder was Euch dazu einfallen wird:


In welcher Buchfigur habt Ihr Euch zuletzt am meisten selbst wiedergefunden?


Ich denke, das ist bei mir August aus "One Last Stop" von Casey McQuiston. Die überraschende Mischung aus queerer Liebesgeschichte, mystischer Zeitreise, Familienkrimi und berührender Coming of Age wurde im Dezember 2025 zu einem Jahreshighlight. August hat es mir vor allem angetan, da wir uns an einem ähnlichen Punkt in unserem Leben befinden und ich mich in einigen Themen, Entwicklungen und Konflikten bei ihr wiedergefunden habe. Auch abseits von ihrer Stärke als Identifikationsfigur ist sie ein sehr liebenswerter, runder und komplex gestalteter Charakter, dem man wahnsinnig gerne durch die Geschichte folgt. Casey McQuiston versteht es wirklich, Charaktere zu schreiben, die lebendig wirken und die Geschichte mit ihrer Menschlichkeit, ihren Emotionen, ihren Konflikten, ihren Widersprüchen und Sehnsüchten tragen. Neben der Erzählerin August ist auch die zweite Hauptfigur Jane sehr interessant gezeichnet. Während sie zunächst eher wie eine mystische Figur wirkt - schön, aus der Zeit gefallen und schwer zu fassen -, wird sie mit der Zeit genauer umrissen und nimmt Konturen an, je mehr wir über sie und ihre Vergangenheit erfahren. Spannend ist dabei, dass Janes persönliche Reise eng mit der queeren Geschichte der 70er verwoben ist, welche zeitgleich rekapituliert wird. In Kombination sind die beiden für mich eines der eindrücklichsten sapphischen Paare, die ich je gelesen habe. Die gesunde Kommunikation, das Yearning(!!!), die tiefe Verbindung - das war einfach wundervoll! 


Welche Figur ist es bei Euch?

Liebe Grüße
Sophia

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Nächste Woche bei der Montagsfrage: 

Wie viele angefangenen Reihen habt Ihr aktuell und wie ist die Chance, dass Ihr sie noch beendet?

Montag, 13. April 2026

Montagsfrage #208 - Lehrreichstes Buch des Quartals?

Hallöchen,

wie letzte Woche angekündigt gibt es diese Woche einen kurzen Minirückblick auf die gelesenen Büchern im ersten Quartal 2026. Auch diese Frage habe ich absichtlich offen formuliert, sodass Ihr gerne auf alle Arten von Büchern und Geschichten eingehen könnt. Ich bin schon gespannt, was Ihr berichten werdet:


In welchem Buch aus dem ersten Quartal 2026 habt Ihr am meisten gelernt?


Ich habe in den ersten drei Monaten von 2026 einige sehr spannende Bücher gelesen. Darunter waren auch etliche Sachbücher, die ja prädestiniert für diese Antwort sind. 

Ich glaube am meisten Neues mitgenommen habe ich aus "Cultish" von Amanda Montell.  In diesem Sachbuch wird erklärt, wie Sprache eingesetzt wird, um Menschen emotional zu binden und fanatische Gruppenzugehörigkeit zu erzeugen. Die Grundidee, dass nicht Ideologien allein, sondern vor allem sprachliche Mechanismen Fanatismus begünstigen, hat mich sofort angesprochen und ich habe mich gerne 309 Seiten lang mit der Autorin auf den Weg gemacht zu ergründen, wie dies geschieht. Besonders spannend fand ich die Abschnitte, in denen die Mechanismen kultischer Sprache auf andere gesellschaftliche Bereiche übertragen werden. Die Autorin arbeitet anhand von Beispielen aus Influencer-Kultur, CrossFit oder Pyramidensystemen heraus, dass fanatische Sprache nicht auf religiöse Kulte beschränkt ist, sondern ebenso in Marketing, Social Media, Politik, Sport, Lifestyle-Kults oder Multi-Level-Marketing-Strukturen eingesetzt wird. Eben in allen Bereichen, die das menschliche Verlangen nach einer starken Gruppenzugehörigkeit ausnutzen und Sprache subtil und gleichzeitig wirkungsvoll Sprache als Machtinstrument einsetzen, um Personen zu isolieren, Abgrenzung zu verstärken und Kritik zu delegitimieren...

Montag, 30. März 2026

Montagsfrage #207 - Reihenphilosophie?

Hallöchen,

und schon ist der Monat März und damit das erste Quartal von 2026 auch schon wieder vorbei... In der nächsten Frage wird es einen allerersten Minirückblick auf die ersten drei Lesemonate geben. Heute würde ich aber gerne erstmal noch über das Lesen von Reihen sprechen. Ich habe noch ein paar andere Fragen rund um Buchreihen, vielleicht wird es also - passend zum Thema - eine Montagsfragen-Serie zum Thema Buchreihen geben. Ganz entschieden habe ich mich noch nicht, lasst Euch also überraschen...

Übrigens würde ich die nächste Montagsfrage auf den 13.04. schieben, da mich Frank darauf hingewiesen hat, dass kommende Woche ja Ostermontag ist. Falls Ihr nächste Woche trotzdem Lust auf eine Montagsfrage habt, könnt Ihr gerne nochmal auf eine der alten Fragen zurückkommen.


Wartet Ihr, bis alle Teile einer Reihe erschienen sind, oder startet Ihr gerne mit Auftaktbänden?


Ich bewundere ja immer Personen, die so viel Selbstbeherrschung haben, darauf zu warten, bis alle Bände einer Reihe erschienen sind, bevor sie sich ans Lesen machen. Ich kann ganz eindeutig sagen, dass ich nicht eine dieser Personen bin. Ich lese zwar deutlich weniger Buchreihen als noch vor ein paar Jahren - der Reiz von Standalones wird für mich immer größer -, aber wenn starte ich gerne spontan mit einem ersten Band. 

Montag, 23. März 2026

Montagsfrage #206 - Verrücktestes Buch?

Hallöchen,

die heutige Frage wurde mir letzte Woche von einem Freund gestellt und ich musste daraufhin erstmal eine ganze Weile nachdenken. In meinen schätzungsweise 2500 gelesenen Büchern waren natürlich einige positiv abgefahrene genauso wie etliche einfach nur absonderlich verrückte Geschichten mit dabei, die mal mehr und mal weniger positiv im Gedächtnis geblieben sind. Doch welches Buch verdient wirklich den Titel des verrücktesten Buches?



Was ist das verrückteste Buch, das Ihr je gelesen habt?


Auf jeden Fall erwähnen muss ich die Bücher von Walter Moers, die im Positivsten aller Sinne völlig verrückt sind. Besonders "Rumo & Die Wunder im Dunkeln" von Walter Moers ist einfach nur seltsam, aber dabei absolut genial. In dieser epischen Heldenreise voller Spannung, Humor und blutrünstiger Kämpfe begleiten wir den Wolpertinger Rumo auf seinem Lebensweg, der ihn in eine utopisch organisierte Stadt voller gemütlicher aber gefährlicher Kämpfer, in den geheimnisvollen Nurnenwald und schließlich in die legendäre Untenwelt in das Theater der Schönen Tode seinem Schicksal entgegen führt. Auf dem Weg begegnen wir verschlagenen Haifischmaden, untoten Yetis, psychisch instabilen Blutschinken, Unvorhandenen Winzlingen im Gehirn eines Eydeeten,  einem verrückten, silbenverwechselnden König und natürlich dem mordlustigen General TickTack und seinen Kupfernen Kerlen. Klingt Euch das bereits verrückt genug? Sonst kann ich noch erwähnen, dass der Held auf seinen Abenteuern von einem Schwert (wohl eher ein glorifiziertes Messer) begleitet wird, in dem die Seelen eines Stollentrolls und eines Yetis eingeschlossen sind (Grimzold und Löwenzahn), die sich in einem fort streiten. Für mich ist "Rumo" der Höhepunkt der Absurdität und ein verdientes Jahreshighlight 2024 gewesen!