Samstag, 29. Februar 2020

Serienempfehlung: Carnival Row

 Da ich meinen "Game of Thrones"-Kater noch immer nicht überwunden habe, bin ich immer auf der Suche nach tollen neuen Fantasy-Serien, die mich über das Ende der All-Serie ein wenig hinwegtrösten können. Die US-Amerikanische Fantasy-Serie "Carnival Row" von Travis Beacham und René Echevarria war mein letzter Versuch, der zwar - wie leider bis jetzt immer - nicht an GOT herankam, aber trotzdem erfrischend anders und sehr spannend war! Leider umfasst die erste Staffel nur 8 Folgen, aber zum Glück muss ich nur noch bis zum Sommer dieses Jahres warten, bis auf Prime Video die zweite Staffel zu sehen sein wird!


Darum geht´s:

Der imperialistische Stadtstaat "The Burgue" führt seit Jahren einen blutigen Krieg in der Welt der Fabelwesen gegen den „Pakt“, weshalb verschiedene Fantasy-Kreaturen sich mithilfe von Schleusern in die Stadt retten. In der Stadt entstehen infolgedessen zunehmend politische und ethnische Spannungen zwischen Einwohnern und Migranten. Als im sozialen Brennpunkt der Stadt, der "Carnival Row", eine Fee blutig ausgeweidet gefunden wird, nimmt sich Inspektor und Kriegsveteran Rycroft Philostrate dem Fall an, da er durch eine vergangene Liebschaft mit einer Fee Sympathie für die sogenannten "Kräher" hegt. Doch dann taucht diese Fee, Vignette Stonemoss, plötzlich wieder auf und auch der Fall zeigt immer mehr Verbindungen zu seiner eigenen Vergangenheit auf, sodass er sich seinem größten Geheimnis endlich stellen muss...


Warum sollte ich mir diese Serie ansehen?

Ich muss zugeben, die Serie hat es wirklich sehr darauf angelegt, das Beste aus bereits bekannten Serien zu vereinen und ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Ich meine, Fabelwesen wie Feen, Kobolde, Zentauren, Trolle, Werwölfe und Co., die in einer viktorianischen Version von Königsmund mit allerlei Intrigen, politischen Machtspielchen und einem blutigen Krieg leben und ein Kriminalinspektor mit einem Geheimnis, der einen grausamen Jack-the-Ripper-Killer mit Superfähigkeiten sucht? Das ist schon eine ziemlich verrückte Kombination, die trotz unterschiedlicher Erzählstilen und eines wilden Stimmungsmix wunderbar funktioniert!

Freitag, 28. Februar 2020

Verloren sind wir nur allein



Allgemeines:

Titel: Verloren sind wir nur allein
Autorin: Mila Summers
Genre: New Adult
Verlag: ONE (28. Februar 2020)
ISBN-10: 3846600946
ISBN-13: 978-3846600948
Seitenzahl: 432 Seiten
Preis: 6,99€ (Kindle-Edition)
12,90€ (Broschiert)



Inhalt:

Nach einem schweren Schicksalsschlag zieht Sky mit ihrer Mutter nach Texas. Ihre Mom will endlich alles hinter sich lassen, doch Sky kann und will vor ihrem Schmerz nicht davonlaufen. Sie fühlt sich so verloren wie nie zuvor. Doch dann trifft sie den 18-jährigen Jeff, und mit ihm stiehlt sich ganz zaghaft wieder mehr Licht in Skys Leben. Aber auch Jeff hat mit schrecklichen Erlebnissen aus seiner Vergangenheit zu kämpfen. Können die beiden sich gegenseitig retten?


Bewertung:



Bevor ich mit meiner Rezension beginne, lasst uns doch bitte eine kurze Schweigeminute einlegen um dieses WUNDERSCHÖNE Cover zu bewundern! Der zart türkisene Hintergrund, die großen dunkelblauen Buchstaben mit dem künstlerisch verschobenen, goldenen Rand umrahmt von rosa und weißen Blüten - das ist definitiv eines der hübschesten ONE-Cover und ich bin total froh, es in meinem Schrank stehen zu haben, sodass ich es jeden Tag bewundern kann! Sehr schön sind auch die toll gestalteten Leselaschen in demselben Design, die sich jeweils auf die beiden Protagonisten beziehen. Auch jeden Kapitelanfang ziert eine offene Blüte beziehungsweise ein Zweig, je nach dem aus welcher Sicht die Geschichte geschildert wird. Und als wäre das nicht schon genug, hat diese Geschichte auch noch den perfekten Titel bekommen. Ich bin wirklich kritisch was Titel angeht da sie häufig zu nichtssagend sind oder den Inhalt nicht gut genug treffen. Doch "Verloren sind wir nur allein" trifft den Nagel genau auf den Kopf!

Donnerstag, 27. Februar 2020

Halte mich. Hier


Allgemeines:

Titel: Halte mich. Hier.
Autorin: Kathinka Engel
Genre: New Adult
Verlag: Piper (4. November 2019) 
ISBN-10: 3492061729
ISBN-13: 978-3492061728
ASIN: B07R68K621
Preis: 12,99€ (Broschiert)
3,99€ (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 400 Seiten
Weitere Bände: Finde mich. Jetzt
Liebe mich. Für immer
Link: Hier klicken!


Inhalt:

Sie sind sich bislang nur einmal begegnet, doch bei einem gemütlichen Abend unter Freunden sprühen zwischen den beiden plötzlich die Funken. Zelda ist das unangepasste Nesthäkchen einer reichen Familie und soll standesgemäß heiraten. Nichts wünscht sie sich mehr, als ihre Bestimmung im Leben zu finden. Malik stammt aus einer armen Großfamilie und träumt davon, eines Tages als Koch zu arbeiten. Das Glück, das sie empfinden, wenn sie zusammen sind, lässt zunächst alle Bedenken in den Hintergrund treten. Doch Maliks Hautfarbe sorgt dafür, dass die Beziehung der beiden nicht nur von Zeldas Familie abgelehnt wird. Gemeinsam kämpfen sie – gegen alle Widerstände, für ihre Liebe und die Verwirklichung ihrer Träume.



Bewertung:

Dieses Buch habe ich mir von einer bücherbegeisterten Freundin ausgeliehen ohne zu wissen, dass es sich hier eigentlich um den zweiten Teil einer Reihe handelt. Da es bei der Trilogie jedoch um drei verschiedene Pärchen geht und die Geschichten deshalb nur lose zusammenhängen, war das kein großes Problem. Jetzt kenne ich neben Malik und Zelda schon Rhys und Tamsins Happy End, was mich aber nicht davon abhalten wird, ihre Geschichte auch noch zu lesen. Auch die Protagonisten des dritten Teils - Sam und Amy - lernen wir hier schon kennen. Diese Machart der New Adult-Reihe ist ja nicht unbedingt ein Alleinstellungsmerkmal, besonders ist an dieser Reihe jedoch, dass es in allen drei Fällen in erster Linie um einen Neuanfang und die heilende Kraft der Liebe geht, die sich über alle Unterschiede und Hindernisse hinwegsetzt. Passend dazu trägt die Reihe auch den Klangvollen Beinamen "Believe in Seconds Chances".

Montagsfrage 24.02.2020



Hallöchen,

in der letzten Woche war es relativ still, was daran lag, dass ich direkt nach meiner letzten Prüfung in den Skiurlaub gefahren bin und (ich bin sooo dumm) das Ladekabel meines Laptops vergessen habe ;-) Jetzt bin ich wieder in alter Frische zurück (zum Glück mit heilen Knochen und ohne Corona-Virus) und hole die verpasste Montagsfrage einfach nach.


Was ist das älteste Buch, das ihr je gelesen habt?


Als ich die Frage gelesen habe, sind mir zuerst die typischen "Klassiker" der Weltliteratur eingefallen, bis mich Antonias Beitrag darauf gestoßen hat, dass natürlich die Dramen der Antike viel älter sind. So ist mein ältestes Buch auch "Antigone" von Sophokles, welches ungefähr 442 vor Christus entstanden ist. Ebenfalls sehr alt sind die "Ilias" und "Odyssee" von Homer, welche ins 7. Jahrhundert vor Christus verortet werden und welche ich auch beide vor ein paar Jahren gelesen habe. Außerdem habe ich mal in einem Anflug von Langeweile (glaubt mir, diese Langeweile war unglaublich groß) angefangen, die Bibel zu lesen (keine Comic-, Kinder-, oder gekürzte Version sondern die echte *augenroll*) und auch wenn ich sie nicht beendet habe (immerhin sind es über 1400 winzig bedruckte Seiten voller Gewalt und undurchschaubarem Gedankendurchfall - sorry an alle Bibelliebhaber da draußen), bin ich immerhin bis ins neue Testament gekommen und finde, das zählt ;-) Leider ist es total schwer zu sagen, wann genau die Bibel wirklich entstanden ist, da es sich ja um eine Kollektion von etlichen Übersetzungen, Versionen und Einzelschriften handelt.
Nach der Antike folgt dann witzigerweise ein riesiger Sprung in die Neuzeit zu den "Klassikern" wie Goethe, Kafka, Jane Austen, Shakespeare, Charles Dickens etc. wenn man ein paar Schullektüren aus diversen Epochen abzieht.


Weil es die Frage hergibt habe ich auch mal nachgeschaut, was das stofflich älteste Buch, also das am frühsten herausgegebene, in meiner kleinen Sammlung ist. Dafür musste ich erstmal auf den Knien vor den Stapeln in meinem untersten Regalbrett herumrobben, in dem ich die ältesten Bücher aufbewahre, die zum Teil noch von meinen Eltern und Großeltern sind und wunderbar nach vergilbtem Papier riechen. Insgesamt bin ich überrascht, wie viele Bücher in meinem Regal vor 1990 gedruckt wurden, dennoch nur wenige in den ersten Teil des 20. Jahrhunderts zurückreichen. So habe ich zum Beispiel etliche "Die drei ???"-Romane und "Fünf Freunde"-Exemplare gefunden, die aus den 70ern und 80ern gefunden und auch von Astrid Lindgren und Ottfried Preußler einige Kinderbücher entdeckt, die auch in dieser Zeitspanne gedruckt wurden. Neben diesen Reihenbändern habe ich aber noch einige ganz interessante Funde gemacht, die ich noch kurz vom jüngsten ausgehend anführen möchte, da mir Großteils gar nicht bewusst war, dass die Exemplare so alt sind.

Erst vor Kurzem gelesen habe ich die Erstausgabe von "Behalt das Leben lieb" von Jaap ter Haar aus dem Jahre 1976, nachdem ich diese für fast umsonst auf dem Flohmarkt ergattern konnte. Früher sehr geliebt habe ich meine illustrierte Erzählung von "Sindbad der Seefahrer", welche aus dem Jahr 1974 stammt. Die kurze Geschichtssammlung habe ich bestimmt schon 10 Mal gelesen und entsprechend sieht das Taschenbuch auch aus. Dass dieses kleine Büchlein aber schon 44 Jahre auf dem Buckel hat, konnte ich ja nicht ahnen ;-) Eine weitere Geschichte, die mich durch meine ganze Kindheit begleitet hat ist "Tom Sawyer" von Mark Twain, welches ich aus illustriert und aus dem Jahre 1965 in meinem Schrank stehen habe. Von der Jahreszahl fast gleichauf ist die illustrierte Nacherzählung von F. Coopers "Der letzte Mohikaner" von 1964. Aus den 60ern habe ich "Robinson Crusoe" von Daniel Defoe (1957) und "Siddhartha" von Herrmann Hesse (1953) gefunden. 

Getoppt wird das alles jedoch von einer uralten ebenfalls illustrierten Mädchensammlung der Gebrüder Grimm aus dem Jahre 1902. Diesem Büchlein fehlt komplett der Einband und ist deshalb nachträglich in Leder gebunden worden, aber sonst sieht man ihm die fast 116 Jahre nicht an. Ich bin beeindruckt! ;-)


Jetzt bin ich mal gespannt: was ist das älteste Buch, das ihr je gelesen habt? Und welche alten Schätze liegen bei euch noch im Schrank herum?

Liebe Grüße
Sophia

Samstag, 22. Februar 2020

Eine neue Young-Adult-Reihe von Bianca Iosivoni ...


Alle Fans von Bianca Iosivoni aufgepasst: am 24. Februar 2020 erscheint eine neue Young-Adult-Reihe bei LYX. So ganz neu ist die "Was auch immer geschieht"-Reihe nicht - der erste Teil ist bereits 2016 als Taschenbuch bei LYX erschienen -, jetzt kommt der erste Teil als "Finding Back To Us" in passendem, neuen Layout zeitgleich mit dem neuen, zweiten Teil "Feeling Close To You" heraus. Beide Bände kosten 12,90€ als broschierte Ausgabe und 9,99€ als E-Book.

Inhalt:

Teil 1: Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort begegnet, ausgerechnet Keith. Keith, der den Autounfall verursachte, bei dem ihr Vater starb. Keith, den sie nie mehr wiedersehen wollte. Sofort flammen der Schmerz und die Wut von damals wieder in ihr auf. Aber auch ein gefährliches Prickeln, das Callie völlig verwirrt. Denn Keith ist nicht nur die Person, die sie am meisten hasst. Er ist auch ihr Stiefbruder ...
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Teil 2: Teagan hat nur einen Wunsch: endlich raus aus ihrer Heimatstadt und ans College zu gehen. Um das Geld dafür zu sparen, streamt sie nachts online Videospiele. Sie ist so gut, dass sie sogar Parker, den beliebten YouTube-Gamer, besiegt. Der will unbedingt herausfinden, wer die unbekannte Spielerin ist. Obwohl die beiden Tausende von Meilen trennen und sie zunächst nur über Chats und Nachrichten kommunizieren, knistert es schon bald heftig zwischen ihnen. Doch Teagan ist in der Vergangenheit zu oft verletzt worden - und auch für Parker sind Gefühle das Letzte, was er gerade gebrauchen kann. Dennoch können die beiden einander nicht so einfach vergessen ...


Über die Autorin:

Schon seit frühester Kindheit ist Bianca Iosivoni von Geschichten fasziniert. Mindestens ebenso lange begleiten diese Geschichten sie durch ihr Leben. Den Kopf voller Ideen begann sie als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seither nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören.

Nach dem Abitur studierte sie in Hannover Sozialwissenschaften und arbeitete in einer Online-Redaktion. Inzwischen ist sie freiberufliche Autorin, tippt am heimischen Schreibtisch, schreibt gerne in Cafés und reist durch die Welt. Den Kampf gegen die tägliche Ideenflut hat sie mittlerweile aufgegeben. Ob unterwegs oder zu Hause, was immer dabei sein muss: Notizheft, Stifte, Buch, Schokolade und jede Menge Koffein.

Weitere Infos auf www.bianca-iosivoni.de

(Quelle- Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Montag, 17. Februar 2020

Montagsfrage 17.02.2020


Hallöchen,

noch zwei Prüfungen und dann bin durch - Endspurt!!!! Ich freue mich gerade einfach unfassbar auf den Freitag Nachmittag weil da dann der ganze Stress endlich vorbei sein und ich auf der Fahrt in den Ski Urlaub sein werde. Hier also eine letzte gestresste Montagsfragen-Antwort bevor ich in meine wohlverdienten Semesterferien starte...


Welche Bücher mit Illustrationen im Mittelpunkt des Werkes (= Graphic Novels, Comics/Manga, illustrierte Schmuckausgaben etc.) sollten in keinem Buchregal fehlen?


Schwierig... Da ich weder ein Fan von Comics oder Graphic Novels noch von Mangas bin und für illustrierte Schmuckausgaben oft zu geizig bin fällt mir da spontan kein für mich überzeugendes Werk ein, bei dem Illustrationen wirklich im Mittelpunkt stehen. Mit Comics konnte ich noch nie besonders viel anfangen, da ich mir bei Büchern lieber selber Dinge vorstelle und bei gezeichneten Bildern und wenig Text dazu neige, alles nur kurz zu überfliegen und am Ende nicht viel hängen bleibt. Die einzige Comicreihe, der ich jemals mehr als eine halbe Stunde Zeit geschenkt habe, ist "Asterix und Obelix", welche in meiner Kindheit mein Lieblingszeitvertreib Nummer 1 war. 

Es gibt jedoch auch illustrierte Ausgaben, die trotzdem noch textbasiert sind und deren Illustrationen diesen nur unterstützen - von dieser Sorte bin ich meistens echt angetan. Zum Beispiel bin ich ein großer Fan von der "Twig im Dunkelwald"-Reihe von Paul Stewart und dem tollen Illustrator Chris Riddell. Twig, der Held des Buches stolpert im gefährlichen Dunkelwald von einem wahnwitzigen Abenteuer ins nächste und begegnet dabei allerlei kuriosem Getier und Gewächs. Die Wirkung des Buches entfaltet sich vor allem durch die phantastischen Illustrationen, ohne die es zugegebenermaßen nur halb so gut wäre. Aber gerade diese Kombination von Sprache und Bebilderung lässt den Dunkelwald in all seiner - manchmal etwas ekligen - Vielfältigkeit vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen. Ich kann nur sagen: Hut ab für die beiden Macher, deren Einfallsreichtum wirklich unglaublich ist. 

Dann besitze ich noch eine wirklich hinreißend illustrierte Ausgabe von Grimms Märchen, welche ich nur jedem empfehlen kann und eine Menge süßer, alter Kinderbücher von mir und meinem Bruder - das war es dann aber auch schon mit den Bildern in meinem Regal. Natürlich gibt es ab und zu mal einige Bilder oder Zeichnungen in Romanen aber um wirklich als "illustriert" durchgehen zu können, müssen diese schon mindestens drei Mal im Kapitel vorkommen und im Verhältnis zum Text mehr sein als nur eine nette Beigabe. 

Was haltet ihr von Comics/Mangas, Graphic Novels, Schmuckausgaben und Co? Und könnt ihr Werke empfehlen, die man unbedingt mal gelesen haben muss?

Liebe Grüße
Sophia

Sonntag, 16. Februar 2020

Heartbreaker



Allgemeines:

Titel: Heartbreaker
Autorin: Avery Flynn
Genre: New Adult
Verlag: LYX (31. Januar 2020)
ISBN-10: 3736310986
ISBN-13: 978-3736310988
ASIN: B07RN831NG
Seitenzahl: 352 Seiten
Originaltitel: The Negotiator
Preis: 9,99€ (Ebook)
12,90€ (Broschiert)
Weitere Bände: Troublemaker (29.05.2020)
Dealbreaker (30.09.2020)


Inhalt:

Sein Unternehmen ist seine Welt - bis ein Kuss alles verändert ...

Sawyer Carlyle regiert sein Unternehmen mit eiserner Hand. Ein Privatleben kennt er nicht, und für die Liebe hat er keine Zeit - für ihn zählt nur der nächste Deal. Umso mehr nervt es ihn, dass seine Familie alles daransetzt, ihn zu verkuppeln und ihm eine potenzielle Freundin nach der anderen präsentiert. Um dem einen Riegel vorzuschieben, engagiert der CEO Clover Lee. Die junge Frau soll seine Verlobte spielen und ihm die heiratswilligen Damen - und seine Familie - vom Hals halten. Doch dann stellt ein heißer Kuss zwischen Clover und Sawyer seine Welt auf den Kopf, und aus dem Spiel wird schnell etwas ganz anderes ...


Bewertung:

"Heartbreaker" war meine Strategie, mit meinem Stress in der Prüfungsphase umzugehen und mich abzulenken. Das hat im Endeffekt auch gut geklappt, denn der Roman macht gute Laune - wenn man sich nicht gerade über die stereotype Geschichte oder die überzogene Erotik aufregt...

Freitag, 14. Februar 2020

Die Raukland Reihe in neuem Gewand...



Vor relativ genau drei Jahren habe ich eine Buchreihe gelesen, die mich wirklich beeindruckt hat: Die Raukland-Trilogie von Jordis Lank. Der runde, mittelalterliche Flair, die spannende Handlung, die beeindruckende Charakterentwicklung und der mitreißende Schreibstil von "Rauklands Sohn", "Rauklands Blut" und "Rauklands Schwert", haben mich zu einem Fan der Autorin gemacht. Dass sich Jordis Lank jetzt entschieden hat, ihre Trilogie nochmal auf eigene Faust zu veröffentlichen finde ich wirklich super und sehr mutig! Besonders freut mich dies jedoch weil die Reihe nun endlich passende, wunderschöne Cover bekommt. Die alten waren mir immer zu "Dokumäßig" und erinnerten mich an den Vorspann zu "Terra X", die drei neuen Cover in den unterschiedlichen Farben, den verspielten Schnörkeln und mit den drei großen mittelalterlichen Motiven passen da meiner Meinung nach viel besser!

Den ersten Teil findet ihr HIER! für 0,99€ (Ebook) oder 12,99€ (Taschenbuch). Ich kann euch die Reihe nur von Herzen empfehlen und euch raten, Ronan auf einem Abenteuer voller Zweifel, Niederlagen und neuer Zuversicht, durch Angst, Blut, ungeahnter Freundschaften und neuer Verbündeter zu begleiten und euch so verzaubern zu lassen, wie ich es wurde. Es wird spannend gekämpft, ordentlich gelitten, leidenschaftlich geliebt und genauso abgründig gehasst. Ich habe mitgelitten bis zum Ende und dann einige Tränen vergossen!!


Doch worum geht´s?

Eine Reise, die dich für immer verändert
Ronan ist Sohn des mächtigsten Herrschers im Nordmeer. Er fürchtet weder Schmerz noch den Tod, doch auf der nordischen Insel Lannoch muss er sich einer Prüfung stellen, bei der sein Schwert nutzlos ist: Will Ronan den Thron behalten, braucht er nicht nur einen Freund an seiner Seite, er muss auch die Achtung der Prinzessin von Lannoch gewinnen. Wie man das anstellt, kam in seinem Schwerttraining jedoch nicht vor …



Über die Autorin:

Jordis Lank kam Anfang der siebziger Jahre im äußersten Zipfel des Bergischen Landes zur Welt. Zusammen mit vierzehn Hühnern, einem Hahn, 623.484 Bienen und geschätzten fünf Kaninchen wuchs sie in einem riesigen, halbwilden Garten auf, veranstaltete Schneckenwettrennen und konnte aus Weidenrinde unglaublich laute Hupen basteln. Wenn sie nicht gerade schreibt, wirft sie Bälle und Keulen in die Luft, sucht verborgene Schätze per GPS oder spielt sich mit Freunden durch Brettspielestapel - das Erzählen von Geschichten ist und bleibt jedoch ihre größte Leidenschaft.
Jordis Lank freut sich, von ihren Lesern zu hören - gerne könnt Ihr mit ihr über ihre Homepage http://www.jordis-lank.de/ 
oder ihr Facebook Profil https://www.facebook.com/jordis.lank 
in Kontakt treten.



(Quelle - Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Donnerstag, 13. Februar 2020

Falling Skye

 


Allgemeines:

Titel: Falling Skye - Kannst du deinem Verstand trauen?
Autorin: Lina Frisch
Genre: Dystopie
Verlag: Coppenrath (1. Januar 2020)
ISBN-10: 3649633442
ISBN-13: 978-3649633440
ASIN: B083T9T39B
    Seitenzahl: 464 Seiten
    Preis: 14,99€ (Kindle-Edition)
    20€ (Gebundene Ausgabe)
    Weitere Bände: Rising Skye (Herbst 2020)


    Inhalt:

    Nach einer großen Katastrophe sind die USA zu den Gläsernen Nationen geworden. Endlich ist Schluss mit Diskriminierung, Populismus und impulsiven Entscheidungen! Die Menschen werden in Ratio oder Senso eingeteilt – und zu ihrem eigenen Schutz unterliegen die Emotionalen strengen Auflagen. 
    Als die 16-jährige Skye zu ihrer Testung einberufen wird, ist sie überzeugt, als mustergültige Rationale erkannt zu werden, der eine glänzende Zukunft bevorsteht. Doch die Prüfungen sind verstörend, und Skye fragt sich immer häufiger, welchem Zweck sie in Wahrheit dienen. Wer ist der mysteriöse Testleiter, der ihr auf Schritt und Tritt folgt? Und wohin verschwinden die Mädchen, die im täglichen Ranking abfallen? Zu ihrem Entsetzen muss Skye erkennen, wer in den Gläsernen Nationen den Preis für die neue Ordnung zahlen soll: sie selbst …



    Bewertung:

    Ich habe mittlerweile seit längerem keine Dystopie mehr gelesen - schlicht und einfach weil mich der immergleiche Aufbau, die vielen auffälligen Parallelen zu anderen Geschichten und die Holzhammer-Gesellschaftskritik zunehmenden nerven. Bei "Falling Skye" hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl: nicht nur dass Cover und Klapptext vielversprechend aussahen und ich natürlich meine Psychologie-Kollegin unterstützen musste - die Geschichte hat mich mit ihrem einzigartigen Stil auch von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen.

    Dienstag, 11. Februar 2020

    Kurzrezension: Die Auswahl - Die Flucht - Die Ankunft



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    Die Fakten:

    Titel: Die Auswahl - Cassia und Ky
    (Teil 2: Die Flucht
    Teil 3: Die Ankunft)
    Autorin: Ally Condie
    Genre: Dystopie
    Verlag: Fischer (31. Mai 2012)
    Seitenzahl: 646 Seiten

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    Der Inhalt:

    Für die 17-jährige Cassia ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: Heute erfährt sie, wen sie mit 21 heiraten wird – wen das System für sie ausgewählt hat. Es könnte jeder Junge aus Oria sein, doch zur großen Überraschung aller wird ihr bester Freund Xander als ihr Partner bekanntgegeben.
    Als Cassia sich später auf dem feierlich überreichten Mikrochip Informationen über Xander ansehen will, passiert etwas schier Unmögliches: Es erscheint das Gesicht eines anderen Jungen – das von Ky. Cassia ist schockiert und verängstigt. Das System macht keine Fehler! Und tatsächlich wird ihr von offizieller Seite versichert, dass es sich um ein einmaliges Versehen handelt. Aber Cassia geht Kys Anblick nicht mehr aus dem Kopf. Gibt es doch die Möglichkeit zu wählen?



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    Die Eindrücke:

    Disclaimer: In der Dystopie-Phase geschrieben und veröffentlicht wurde diese Reihe erst groß gehyped und dann stark kritisiert. Acht Jahre später mit mehr Abstand schreibe ich nun meine Eindrücke zur gesamten Reihe in dieser Kurzrezension nieder.

    Handlung: Wie fast alle anderen Jugenddystopien folgt die "Cassia und Ky"-Reihe dem typischen Dystopien-Aufbau: ein systemkonformes Mädchen trifft einen rebellischen Jungen, verliebt sich, findet heraus dass das System korrupt und böse ist und beginnt einen Widerstand, während dessen sie sich nicht nur für eine Seite entscheiden sondern auch noch ihre große Liebe retten und ihre eigene Identität und ihren Platz in der Welt suchen muss. Soweit so bekannt. Ally Condie würzt diesen Ablauf aber mit einer Menge interessanter wie gruseliger Ideen (von Regierungs-Parship über einem unheilbaren Virus bis hin zu Stellungskämpfen von Rebellenmilizen ist wirklich alles dabei), die ab und zu ein wenig am Ziel vorbeischießen, an anderen Stellen aber gekonnt zum Nachdenken anregen. Ihr volles Potential entfalten kann die Geschichte jedoch erst ab Band 2, wonach wir trotz des vielen Hin- und Hers und trotz einiger vorhersehbaren Wendungen mit einer runden, mitreißenden Revolution und einem herrlich offenen Ende die Reihe abschließen.

    Schreibstil: Ally Condie startet in Band 1 "Die Auswahl" mit dem eintönigen, überwachten, geregelten Leben der jungen Cassia, in dem jedes kleinste Detail - vom Partner bis zum Sterbetag - vom System festgelegt wird. Ebenso fade und langweilig wie diese graue, Kultur- und Spannungslose Welt, die sie vorstellt, ist leider auch der Beginn. Als Cassia es aber schafft, langsam aus dem System auszubrechen, beginnt ein vielseitiges, spannendes Abenteuer, das zwar immer wieder durchwachsene Stellen hat, insgesamt aber mit Ideenreichtum, detailreicher Erzählung und einfühlsamer Charakterbeschreibung überzeugt. Während der erste Teil noch von Cassia aus der Ich-Perspektive erzählt wird, gibt es in "Die Flucht" zwei und im letzten Teil "Die Ankunft" drei erzählende Protagonisten. Doch nicht nur die Erzählperspektiven werden immer komplexer - gleichzeitig nehmen auch Spannung, Handlungsdichte und sprachliches Niveau rasant zu.

    Charaktere: Im Mittelpunkt steht zuerst einmal Cassia, die zu Beginn sehr naiv ist und sich schwer damit tut, aus den gewohnten Denkmustern auszubrechen. Wie sie langsam beginnt, selbstständig und kritisch zu denken und ihr eigenes Leben zunehmend selbst gestaltend in die Hand nimmt ist wie immer eine äußerst erfreuliche Entwicklung. Ky ist ihr (leicht stereotyper) Gegenpart, der als typischer Rebell natürlich unheimlich beschäftigt, geheimnisvoll und heldenhaft *augenroll* daherkommt. In der Rolle des besten Freundes-Schrägstrich-verschmähter-Love-Interest macht Xander die klassische Dreiecksstory komplett, die hier erstmal unnötigerweise breitgetreten wird, obwohl die Romantik nie an erster Stelle zu stehen scheint. Erst im letzten Teil schaffen es die Protagonisten (vor allem die zwei Jungs), als eigenständige Figuren aufzutreten und sich von ihrer Rolle im Liebesdreieck zu lösen.

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    Das Urteil:

    Eine typische Jugendbuchreihe made in "Dystopien-Phase". Wenn man über den typischen Dystopien-Aufbau, den verschlafenen Beginn und einige eher durchwachsene Stellen hinwegsieht, ergeben die drei Teile jedoch ein vielseitiges, spannendes Abenteuer, das mit Ideenreichtum, detailreicher Erzählung und einfühlsamer Charakterbeschreibung überzeugt. 

    Montag, 10. Februar 2020

    Montagsfrage 10.02.20


    Morgen,

    ich hoffe, ihr seid von Sabine nicht weggeweht worden  ;-) und müsst heute nicht dringend wohin (so wie ich)!!! Ich habe mir letzte Woche schon versucht auszumalen, wie es mir wohl heute geht, wo jetzt meine Prüfungen wirklich losgehen. Ich wäre aber niemals darauf gekommen, dass ich nicht nur wegen der anstehenden Entwicklungspsychologieprüfung heute Mittag nervös bin, sondern auch noch ernsthafte Panik habe, gar nicht erst antreten zu können. Nicht etwa weil ich krank bin - nein weil doch tatsächlich ein gottverdammter Sturm den Bus- und Bahnverkehr lahmgelegt hat. Schon ironisch dass die Bahn und das Wetter mich genau an dem Tag im Stich lassen, an dem ich um jeden Preis nach Freiburg kommen muss... Naja, jetzt heißt es wohl abwarten, zum Wettergott beten, eine Mitfahrgelegenheit suchen und im schlimmsten Fall ein Taxi organisieren. Wünscht mir Glück ;-)


    Welche Autoren-Kollaboration wäre euer Traum?


    Auch wenn ich nicht unbedingt ein großer Fan von Kollaborationen bin da sich dabei in einem Buch verschiedene Stimmen vermischen, hat die Frage bei mir ganz schön die Fantasie angeregt und mir sind einige (zwar unglaubwürdige, unwahrscheinliche aber unheimlich tolle) Kombinationen eingefallen. Was für tolle Geschichten sich ergeben würden, wenn man einfach seine Lieblingsautoren kombinieren würde... Hach. Hier meine Favoriten:

    Stellt euch vor, Neal Shusterman würde mit Suzanne Collins eine Dystopie schreiben. Auf welche abscheulichen gruseligen Ekel-Systeme mit absurd guten Protagonisten dürften wir uns da freuen? 

    Oder ergäbe es nicht das perfekte Fantasy-Buch wenn man J. K. Rowling, Laini Taylor und Leigh Bardugo zusammen eine fantastische Welt kreieren lassen würde? 

    Oder stellt euch einen Thriller aus der Feder von Marc Elsberg und Frank Schätzing vor. Auf welche spannende und komplexe Art die beiden die Welt diesmal untergehen lassen würden, würde mich sehr interessieren. 

    Und denkt mal darüber nach welch anbetungswürdige männliche Hauptcharaktere Colleen Hoover und Jennifer L. Armentrout zusammen erschaffen könnten... Ich sag da nur "Roth und Daemon" treffen "Miles, Ridge, Graham und Co"...

    Oder wenn einfach Christopher Paolini mit J. R. R. Tolkien zusammen eine Geschichte geschrieben hätte, wäre das "was ist besser, Eragon oder Herr der Ringe"-Problem gelöst. 

    Mein absoluter Favorit: stellt euch George R. R. Martin in Kombination mit Sarah J. Maas vor. OMG: "Game of Thrones" trifft "Queen of Fantasy" - ich würde nie wieder etwas anderes lesen wollen ;-)

    Welche tolle Kollaborationen fallen euch so ein? Und was haltet ihr von Autoren-Duos im Allgemeinen?

    Liebe Grüße
    Sophia

    Samstag, 8. Februar 2020

    Cold Case - Das verschwundene Mädchen



    Allgemeines:

    Titel: Cold Case - Das verschwundene Mädchen
    Autorin: Tina Frennstedt
    Genre: Thriller/Krimi
    Verlag: Bastei Lübbe (31. Januar 2020)
    ISBN-10: 3431041388
    ISBN-13: 978-3431041385
    Seitenzahl: 448 Seiten
    Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
    14,90€ (Broschiert)
    Weitere Bände: Cold Case - Das gezeichnete Opfer (29. Januar 2021)


    Inhalt:

    Er lauert Frauen in den frühen Morgenstunden auf. 
    Er überfällt sie in ihren Wohnungen. 
    Er tötet sie - und verschwindet. 

    Als an einem Tatort Spuren auftauchen, die auf einen alten Vermisstenfall hinweisen, übernimmt Tess Hjalmarsson, Expertin für COLD CASES, die Ermittlungen. Hängt das spurlose Verschwinden der damals 19-jährigen Annika, deren Fall nie gelöst wurde, tatsächlich mit den aktuellen Serienmorden zusammen? Tess ermittelt unter Hochdruck. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt. Denn eines ist sicher: Der Serienmörder wird wieder zuschlagen ...



    Bewertung:

    Auf den Roman bin ich in der Verlagsvorschau der Bastei Lübbe gestoßen und wurde sofort vom spannenden Klapptext und dem reißerischen Cover gefesselt. Was aber als "Spannung pur von Schwedens neuer Top-Thrillerautorin" angekündet war, liest sich eher wie ein zwar solider aber etwas langatmiger Kriminalroman und von Thriller-Atmosphäre ist hier nicht viel zu spüren. Nichtdestotrotz legt die eigentliche Kriminaljournalistin mit ihrem Debüt eine spannende Verbindung aus "Cold Case" und "Hot Case" vor und macht mit ihrem klaren Stil und ihren interessanten Protagonisten Lust auf mehr.

    Freitag, 7. Februar 2020

    Kurzrezension: Legal Love - An deiner Seite


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    Die Fakten:

    Titel: Legal Love - An deiner Seite
    Autorin: J. T. Sheridan
    Verlag: Bastei Lübbe, beHEARTBEAT (1. Dezember 2019)
    Genre: Liebesgeschichte
    Seitenzahl: 252 Seiten

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    Der Inhalt:

    Gerade erst hat Nora den Tod ihres Chefs überwunden, da taucht plötzlich sein Enkel David auf. Er will die Kanzlei übernehmen und alles komplett umkrempeln. Nora ist davon wenig begeistert. Schließlich hat David sich noch nie besonders für die Kanzlei interessiert - und schon gar nicht für seinen schwerkranken Großvater. Nora gibt sich kämpferisch und stellt sich Davids Plänen entgegen. Doch nach kurzer Zeit muss sie sich eingestehen, dass sie sich mehr zu dem australischen Anwalt hingezogen fühlt, als ihr lieb ist ...


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    Die Eindrücke:

    Handlung: Die Rahmenhandlung mitsamt Ausgang der Liebesgeschichte ist schon nach wenigen Seiten relativ vorhersehbar und auch viele "Wendungen" schafften es nicht, mich zu überraschen. Ein netter Zusatz, der einen geheimnisvollen Schwung in die Handlung bringt ist hingegen die Hintergrundgeschichte über Noras Kindheit, die Geheimnisse um ihre Mutter und Davids Geschichte, die alle mit einer zur Zeit der Geschichte bereits verstorbenen Person zusammenzuhängen scheinen: Noras Mentor und Mitgründer der Kanzlei William Padget. In erster Linie geht es jedoch um die Beziehung zwischen Nora und David, die leider von viel Altlasten, Misstrauen und Missverständnissen geprägt ist und da die Dynamik zwischen den Beiden vor allem aus nervtötendem Hin und Her zwischen Abneigung und Verlangen besteht, habe ich definitiv schon bessere Storys gelesen. Dennoch: mit dem ungewohnten Blick in die Welt der Anwälte ist der Roman eine interessant und mitreißend ausgearbeitete Liebesgeschichte für Zwischendurch.

    Charaktere: Mit Nora lernen wir eine engagierte, emanzipierte, zielstrebige, ordentliche Anwältin kennen, die auf der Karriereleiter nach oben klettern, dabei aber ihren Prinzipien treu bleibt. Sie war mir mit ihrer Integrität und Loyalität sehr sympathisch auch wenn ich des Öfteren die Augen verdreht habe, als sie sich in Davids Gegenwart in einen sabbernden Teenie verwandelte. Eben jener blieb mir die meiste Zeit leider ein wenig suspekt und undurchschaubar, da er nicht selten unsympathisch auftrat und trotzdem von Nora auf eine Art Podest gestellt wird.

    Schreibstil: J. T. Sheridan sorgt mit einem lockerer Schreibstil und tollem, subtilen Humor dafür, dass die 252 Seiten wie im Flug vergehen. Leider wird das Setting in London durch den sehr starken Fokus auf Nora und David so wie ihre Arbeit in der Kanzlei nicht so lebendig wie es vielleicht hätte sein können (außer dass hier ständig Gurkensandwiches, Scones und Steaks mit Bohnen gegessen werden). Schöner ausgearbeitet ist da dann doch Noras und Davids Sehnsuchtsort Cornwall. Alles in allem ist "Legal Love" also wirklich nett und unterhaltsam zu lesen, verschaffte mir aber keine schlaflosen Nächte ;-)

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    Das Urteil:

    Eine süße wenn auch recht oberflächliche und vorhersehbare Geschichte für zwischendurch. Überzeugt hat mich vor allem die Hintergrundgeschichte um William Padget und der Einblick in die Welt der Rechtsberatung, eher wenig anfangen konnte ich mit dem männlichen Protagonisten.

    Montag, 3. Februar 2020

    Montagsfrage 03.02.20


    Hallöchen,

    heute bin ich noch ein kleines bisschen mehr im Stress als letzte Woche, da ich nun nur noch genau 7 Tage Zeit habe, bis ich meine erste (und vermutlich schlimmste) Klausur im Fach "Entwicklungspsychologie" schreiben werde. Zusätzlich ist es schwül-warm und regnet wie aus Kübeln... Wie soll man da gute Laune und Motivation behalten. 


    Kann man etwas über Liebe schreiben, wenn man nie geliebt hat? Kann man über Verlust schreiben, wenn man nie einen erlebt hat? Kann man über Mutterschaft/Vaterschaft schreiben wenn man selber keine Mutter oder Vater ist? Kann man über einen Flugzeugabsturz schreiben, wenn man selbst nie einen durchlitten hat? Im Sinne der Fragestellung könnte man diese Liste an Fragen noch unendlich weiterführen. Und die Vielzahl an Büchern, die von Autoren geschrieben wurden, die das ganz sicher nicht alles selber erlebt haben, gibt meiner Meinung nach eigentlich die Antwort vor. Ganz provokant ausgedrückt: Ist J.K. Rowling jemals auf eine Zauberschule gegangen, hat Tolkien jemals gegen einen Drachen gekämpft, hat Suzanne Collins Hunger gelitten und sich mit anderen bis auf den Tod bekämpft? Nein, natürlich nicht. 

    Und das lässt sich auch auf Romane abseits von Fantasy beziehen. Gerade deshalb schreibt und liest man ja Romane: um nicht die echte Erfahrungen einer Person sondern ein neues, verlockendes oder erschreckendes Szenario vorgesetzt zu bekommen. Natürlich wird die persönliche Perspektive, der eigene Verständnishorizont, der Zugang des Autors zur Welt seine Geschichte immer mitprägen und bestimmt ist es einfacher (sowohl auf rein sachlicher als auch auf emotionaler Ebene) eigene Erfahrungen in eine Geschichte mit einfließen zu lassen, ich denke aber auf jeden Fall, dass man auch auf Basis von sekundären Erfahrungen einen guten Roman schreiben kann. Vielleicht kennt man eine Idee aus anderen Büchern oder Filmen, man hat von Geschehnissen aus Nacherzählungen oder von Freunden gehört, hat Berichte gelesen, gründlich recherchiert und sich dann in die Situation hineinversetzt - egal was man getan hat, um eine Zugang zu einer Geschichte zu bekommen: im Endeffekt zählt ja (zumindest bei Belletristik) nur, inwiefern der Leser die Erfahrung nachempfinden kann und weniger wie nah an der Wahrheit oder an eigenen Erfahrungen die Geschichte konzipiert wurde.

    Was meint ihr dazu? Können Autoren außerhalb ihres eigenen Erfahrungsbereichs authentische Geschichten schreiben?

    Liebe Grüße
    Sophia