Montag, 10. Oktober 2016

Rauklands Blut

 
 
Allgemeines:
 
Titel: Rauklands Blut
Autor: Jordis Lank
Verlag: Verlagshaus El Gato (25. Oktober 2013)
Genre: mittelalterlicher Abenteuerroman
ISBN: 978-3943596366
Seitenzahl: 350 Seiten
Preis: 13,90€ (Taschenbuch)
3,99€ (Kindle-Edition)
Weitere Bände: "Rauklands Sohn"
"Rauklands Schwert"
 
 
 
Inhalt:
 
Ronan, Sohn des mächtigsten Herrschers im Nordmeer, ist nach Raukland zurückgekehrt, nachdem er hoch im Norden nicht nur die Insel Lannoch für sich gewinnen konnte, sondern auch das Herz der Prinzessin Eila. Er erwartet, dass sein lange verschollener Bruder Broghan für den Mordversuch an ihm bestraft wird, doch er wird jäh enttäuscht: Ihr Vater sieht auch in Broghan einen Anwärter auf den Thron.

Die beiden ungleichen Brüder führen einen erbitterten Kampf um die Gunst des Königs. Doch Ronan hat er nicht einfach, denn zurück aus Lannoch lehnt er sich immer häufiger gegen seinen Vater auf: zuerst will er die erbeutete Insel nicht hergeben, dann besteht er auf die Heirat mit Eila, obwohl sein Vater ihn mit Angents Prinzessin vermählen will. Diese Heirat würde den lang verfeindeten Ländern endlich Frieden bringen.

Wird Ronan seine Liebe zu Eila dieser Aufgabe opfern? Nach dem er die schwerste Entscheidung seines Lebens getroffen hat, rechnet fest mit dem Sieg, als Broghan ein furchtbares Geheimnis aufdeckt...
 
 

 
Bewertung:

 
 DISCLAIMER: Da dies der zweite Band einer Trilogie ist, können mögliche Spoiler über den ersten Teil nicht ausgeschlossen werden!
 

"Ronans Magen zog sich schmerzhaft zusammen, als er vor die Eichentür trat, hinter der die Gemächer seines Vaters lagen."

Mit diesem Satz beginnt "Rauklands Blut", der zweite Teil der wunderbaren Raukland-Trilogie von Jordis Lank.

 Das Cover ist genau gleich wie sein Vorgänger bei "Rauklands Sohn".  Zusehen ist in Dämmerung eine trutzige Burg auf einem Hügel, darunter das Meer oder ein See, im Vordergrund ein edelglänzendes Schwert. Dieses Mal ist es statt in einem dunklen Blauton, ganz in Rot und Orange gehalten, eine Unterstreichung des Blutes, nehme ich an. Thematisch passt es natürlich perfekt und vertieft den mittelalterlichen Flair, der über der Handlung schwebt angenehm. Wieder muss ich aber kritisieren, dass ich es etwas zu "Doku-mäßig" empfand und an den Vorspann von Terra X denken musste. Natürlich ist es sehr passend und hübsch gestaltet, hätte aber noch etwas mehr Potential gehabt.
Die Gestaltung rund um das Buch aber ist sehr liebevoll und hochwertig. Spannende Leseproben, hübsche Lesezeichen mit "Lebensweisheiten", ein toller Buchumschlag mit Leselasche und nicht zuletzt die tollen dicken Seiten mit der angenehmen Schriftart haben mein Leseerlebnis angenehm abgerundet.

Was mich aber wieder absolut begeistert hat, waren die Outtakes des Buches. Wer den ersten Teil gelesen hat, versteht meine Überraschung und auch Verwunderung darüber, die bei Filmen oft im Abspann laufenden und aufgrund von Pannen oder Patzern aussortierten Szenen, nun in schriftlicher Form am Ende des Buches angeführt lesen zu können.
 Sätze und Abschnitte, witzige Vertipper und kleine und größerer Logikprobleme, -Achtung Zitat-
 
"[...] verpatzt von flinken Fingern und schrägen Gedankengängen...".

So etwas habe ich angehängt an ein Buch noch niemals zuvor gesehen und mich wirklich auf das Ende gefreut. Also noch ein Aspekt, welcher die Reihe absolut einzigartig macht! 


Denn auch sonst, konnte mich "Rauklands Blut" wie auch sein Vorgänger wieder vollkommen überzeugen. Obwohl der gleiche mittelalterliche Flair über der Handlung liegt und auch die meisten Charaktere wieder wie gewohnt am Start sind, ist die Grundstimmung doch eine komplett andere. Auf Lannoch wirkte Ronan viel gelöster, alles freundlicher und weniger ernst und wichtig. Mit dem Schauplatz wechselte aber auch die Atmosphäre, passte sich dem rauen Raukland an, und wurde grausamer, politischer und von größerem Ausmaß. Natürlich ging das weder an den Charakteren noch der Spannung vorbei.
Das Buch ist gleichzeitig emotionaler und auch ereignis- und wendungsreicher als sein Vorgänger.


Nahtlos geht die Geschichte weiter als Ronan bei seinem Vater in Raukland ankommt. Doch Azel Carinn von Raukland handelt anders als gedacht: Mit offenen Armen empfängt er seinen totgeglaubten Thronfolger Broghan, den Mordversuch an Ronan sieht er als komplett unbedeutend an. Die verfeindeten Brüder erhebt er zu gleichberechtigten möglichen Erbfolgern und befiehlt ihnen, sich zu vertragen.


"Ronan schaffte es, die Hände vors Gesicht zu reißen, aber die Faust seines Vaters hatte ein anderes Ziel. Mit Wucht stieß sie in seinen Magen. Ein Feuerball aus Schmerz explodierte in seinem Inneren. In seinem Kopf hallten seine eigenen Worte wider: Du wirst mich nie wieder schlagen..."


Doch Ronan sieht rot: Er versucht seinem blutrünstigen Bruder so gut es geht aus dem Weg zu gehen, doch Broghan macht ihm das nicht leicht. Abwechslung verschafft ihm da die Ankunft Eilas, Prinzessin von Lannoch und die Frau, die im vorherigen Band Ronans Herz erobert hat. Sie begleitet ihren Großvater Merin, der nach wie vor König von Lannoch ist, auf geschäftlichen Reisen und kann so die Gelegenheit nutzen, Zeit mit ihrem Ronan zu verbringen.
Während Broghan alles tut, um in der Gunst von Azel immer weiter aufzusteigen, versucht Ronan Eila möglichst vor allen Gefahren zu schützen, die in Raukland auf sie warten, denn das Land ist wirklich rau in seinen Sitten und den Bewohnern. Auch Broghan stellt ihr immer wieder nach und lässt nichts unversucht um Ronans Glück zu zerstören. Und das ist auch nicht sonderlich schwer: Sein Vater steht kurz davor, Angent den Krieg zu erklären, eine Schlacht scheint unausweichlich, so blutig und ernst wie nie zuvor.

Genauso geschockt wie Ronan, sieht man zu, wie eine Ungerechtigkeit die andere jagt und sich Grausamkeit und Willkür immer mehr durchsetzen. Sehr dramatisch und ereignisreich wird beschrieben, wie Ronan damit zu kämpfen hat, dass alles auf dem Spiel steht, an das er je geglaubt hat. Der Thron, Raukland, Eila, seine Schwester, sein Vater, sein Pferd, sein Schwert, seine Würde und sogar seine Vergangenheit und Herkunft droht ihm zu entgleiten...


"Raukland ist gefangen ins einer eigenen Geschichte", sagte Bellingor sanft. "Angekettet von Vätern, die ihre Söhne lehren, das Rasseln nicht zu hören. Eingeschlossen in den generationenalten Erwartungen eines unglücklichen Volkes. Es ist eine Kette, die zu zerreißen etwas erfordert, was Rauklands Könige nur besitzen, damit sie es von Schlachtfeld zu Schlachtfeld treibt: Ein Herz!"


Die Autorin Jordis Lank versteht es, mich immer wieder von der ersten Seite an, in Bann zu ziehen! Es wird abwechselnd aus der Sicht von den verschiedenen Protagonisten erzählt, somit hat man einen guten Überblick über die Geschehnisse. Durch die vielen Charaktere, die unterschiedlichen Interessen, Schauplätze, gegensätzliche Gefühle und Lagen zeigt sich das Buch sehr vielseitig, behält jedoch immer einen einzigartigen Hauch.
Sehr klar und direkt verlieren sich die Formulierungen nie in endlosen und unnötigen Schnörkeln, bleiben aber malerisch und genau dabei. Dieser unglaublich schwierige Spagat zwischen ausschweifenden Landschaftsbeschreibungen und Spannungsaufbau schafft Jordis Lank meisterhaft und ließ mich so das Buch wieder flüssig und ohne Pause lesen. Auch ist die atmosphärische Gestaltung sehr mitreißend und lebendig. Durch die Wahl der Schauplätze als dunkle, aber belebte Burgen mit trutzigem Flair, sowie der Umgangsrichtlinien und Lebensweisen ihrer Bewohner erhält das Buch einen Hauch von mittelalterlicher Romantik, die die Fantasy nicht zu abgehoben und fiktiv erscheinen lässt, sondern einen echten Touch und Greifbarkeit vermittelt. Eine zeitgemäße Begriffsverwendung sowie der majestätische Plural heben die Authentizität und Vorstellungskraft noch einmal hervor.
 
Die Hintergründe sind zudem wieder einmal sehr gut recherchiert. Man kann an der Art und Weise, wie alles geschildert ist, eine gewisse Tiefsinnigkeit erkennen, welche von einem großen Wissen und einer Begeisterung erzählt. Was Kriege, Pferde und Kampfkunst angeht, sitzen Details absolut sattelfest und wurden durch viele von Profis gegengelesenen und auf Praktikabilität überprüften extra Punkte ausgebaut. Was Schwertkampf und Bogenschießen anging, so schienen mir auch diese Szenen wieder sehr authentisch und wohl durchdacht.


"Der Weg, den Ihr geht, ist immer Euer eigener, nie der eines anderen!"


Die Handlung ist dieses Mal auch wieder sehr glaubhaft und verständlich übermittelt. Trotz dass das reine Geschehen mehr in den Mittelpunkt rückt, spielen die Emotionen der Charaktere die Hauptrollen. Ich meine dabei weniger bloß Liebe, sondern die Emotionen und Gefühle, die die Hauptfiguren durchleben und damit an mich als Leser transportieren. Die volle Bandbreite wird abgearbeitet und dermaßen authentisch vermittelt,  dass ich selbst diese Emotionen selbst gespürt habe und sehr nah am Geschehen war. Ich habe mit Ronan, Zhodan, Eila, Kiara und wie sie alle heißen mit gefiebert, bis zur letzten Seite, habe viel gebangt, gehofft, gelacht, war überrascht, empört und einfach nur begeistert.
 
 Doch obwohl die Geschichte wirklich viel zu bieten hat, habe ich doch Liam etwas vermisst. Das Entstehen dieser ganz besonderen Freundschaft zwischen Ronan und dem jungen Händler nahm im ersten Teil ja eine sehr wichtige und auch interessante Rolle ein, während er leider hier nicht einmal erwähnt wurde. Sicherlich ist klar, dass der Abschied von der kleinen Insel Lannoch und der Schauplatzwechsel nach Raukland zu einer weitaus größeren Geschichte führt, es wird dramatisch, denn es geht um die Zukunft großer Königsreiche. Klar, dass Intrigen und Kämpfe nun in den Vordergrund treten, welches auch sehr gut dargestellt wurde, doch trotzdem ... eine kleine Rolle hätte ich mir für Liam dennoch gewünscht. Auch die anderen Lannocher habe ich vermisst, auch wenn mir klar war, dass sie wohl nicht wieder vorkommen würden.


"Er musste Rauklands König werden. Nicht um seiner selbst Willen, nicht um sich an Broghan zu rächen, sondern um rauklands Willen Die Welt bestand nicht aus Broghan und ihm. Sie bestand aus Raukland und den Ländern, die eine Grenze mit ihm teilten.
Aus Frieden."


Ronan ist natürlich wieder klasse! Schon von klein auf, mutterlos und alleine, wurde er von seinem Lehrmeister Zhodan hartnäckig und schonungslos dazu erzogen, ein König und Krieger zu werden, was ihn einerseits zu einem hervorragenden Kämpfer machte, andererseits aber zu einem gefühlskalten Klotz wie sein Vater. Neben der raubeinigen Seite entdeckte er im Laufe des ersten Teiles noch viele andere Seiten an ihm, die mir immer besser gefielen. Durch viel Schmerzen, einige Rückschläge, viele verrückte und hirnrissige Aktionen, Ungerechtigkeiten, Auflehnung und schlussendlich durch viel freundlicher Unterstützung von Seiten, von denen er es niemals erwartet hätte, wird er der sympathische Held, der er schon immer sein wollte. Und genau das ist das Anziehende, was seinen Charakter für mich ausmacht: Diese Entwicklung.
Durch seinen vielseitigen Charakter scheint seine Entwicklung immer weiter zu gehen und gar nicht mehr aufzuhören. Trotzdem bleibt er die ganze Zeit authentisch der selbe junge Ronan Carinn, den man am Anfang kennengelernt hat, nur in netter. Auch in "Rauklands Blut" ist seine beeindruckende Entwicklung noch nicht abgeschlossen. Hilfsbereit, schüchtern, aufbrausend, moralisch, ja sogar verletzlich scheint er immer mehr und lässt öfter seine "weichen Seiten" durchblitzen. Auch gegenüber Eila öffnet er sich immer mehr und ermöglicht dem Leser somit einen Einblick in seine Gefühle, Gedanken, seine Kindheit und Lebensgeschichte. Während er sich im ersten Teil von selbstverliebten Königssohn auf einem langem und steinigen Weg zu einem Freund und Verbündeten entwickelt hat, muss er sich nun wieder zwischen seiner neuen Art, seinen Freunden, sein eigenes Glück und der Verantwortung gegenüber Raukland entscheiden. Mehr als einmal, als er kurz davor stand, sich falsch zu entscheiden, hätte ich ihm am liebsten in den Hintern getreten und ihn wachgerüttelt. Jordis Lank macht es ihm wirklich nicht einfach, lässt viel leiden, mitfühlen, hassen, kämpfen und trauern und wir lieben ihn für seine ganz eigene Art, all das durchzustehen.


"Sie würde es verstehen. Später, so wie er es erst später verstanden hatte. Zwischen Sätteln und Zäumen lehnte er sich an die hölzerne Wand, beide Hände an sein Herz gepresst, das so übervoll war, dass nicht einmal platz darin blieb Broghan zu hassen..."


Auf Eila liegt ein größerer Augenmerk, sie ist mir mit ihrer naiven und teils kratzbürstigen Art ordentlich auf die Nerven gegangen. Natürlich liebe ich ihren widerspenstigen Charakter und so besänftigte ich mich mit dem Gedanken, dass sich auch noch irgendwann erwachsen wird...

Eine ganz neue Möglichkeit tut sich mit Hannah von Angent, der Prinzessin und Kronerbin des riesigen Landes auf, welches sich im Krieg mit Raukland befindet. Sie ist zwar blind, bemerkt jedoch mehr von der Welt, als es eine Sehende jemals vermocht hätte und hat so ein sehr zartes, einfühlsames und intelligentes Wesen. In der recht kurzen Rolle, die sie inne hatte, ist sie mir sehr ans Herz gewachsen und ich wünsche ihr eine schöne Zukunft, die für mich aber auf gar keinen Fall an Ronans Seite sein kann. Viele Leser sehen eine anbahnende Dreiecks-Geschichte, doch wenn es wirklich dazu kommen sollte, wäre ich wirklich enttäuscht. Denn das Buch sieht bis jetzt von jeglichen Klischees oder typische Handlungssträngen eines "Frauenbuchs" ab und zeigt sich viel geist- und abwechslungsreicher.


"Sein Blick traf ihren. Sie sah im genau in die Augen. Die Wange an Ronans Hals, sagte sie klar und deutlich: "Ich warte auf dich!"


Neben Kiara lernt man endlich auch noch den recht emotionslosen Zhodan näher kennen. Man erfährt viel über seine Motive und seine Vergangenheit, was ihn in einem komplett anderen Licht erscheinen lässt. Auch wenn ich schon einmal in eine solche Richtung gedacht hatte, hätte ich diese Wendung niemals hervorsehen können! Was genau ich damit meine, verrate ich euch natürlich nicht - lest selbst ;-)

Dann bleiben an Charakteren nur noch "die Bösen" zu erwähnen. Anders als vielleicht gedacht sind nicht Angent und sein Königshaus, die Familie Bellingors, der wirkliche Gegner, sondern Azel und sein verkommener Sprössling Broghan. Schon in "Rauklands Sohn" hat man die Grausamkeit und Rücksichtslosigkeit des Rauklander Königs erfahren, als dieser seinen Sohn ohne Gnade auspeitschen lassen und ihm das Wappen Raucklands auf den Rücken gebrandmarkt hat. Auch Broghan erschein schon skrupellos und blutrünstig, doch erst in diesem Teil werden die zwei wirklich verabscheuenswürdige Scheusale. Leider erfährt man nicht wirklich viel über Broghan und seine Motive und Gefühle. Er wird irgendwie abgetan als verschollener Sohn, der nun seine Herkunft zurück haben will. Warum genau er so missraten und voller Hass geworden ist, ist für mich nicht genau ersichtlich und wird leider als Ähnlichkeit zu Azel abgetan. Das Hass und Grausamkeit in Familien vererbt wird, auch wenn das Kind anderswo aufgewachsen ist, scheint mir recht fragwürdig. Doch trotzdem sind die beiden einfach zu hassen und gute Antagonisten.

An dieser Stelle komme ich nun nicht umhin, Gismo als Charakter auszuzählen ;-) Der feurige Hengst, treu, eigensinnig und Ronans bester Freund ist mir sehr schnell als Herz gewachsen. Der schwarze Teufel hat etwas an sich, dass ich mir wirklich um ihn Sorgen gemacht habe, als es ernst wurde, als wäre er ein vollwertiger Charakter.


"Feuchter Sand flog auf ihre Stiefel, im nächsten Moment galoppierten sie durch kniehohe Wellen. Glitzernde Wasservorhänge schossen empor und flogen in ihr Gesicht. Sie lachte, bis Gismo im tieferen Wasser langsamer wurde und das Meer schließlich im Schritttempo durchpflügte, die Nase auf dem kühlen Nass. Immer, wenn er eine Welle erreichte, warf er den Kopf hoch und ließ ein Quietschen hören, das sich mehr nach einem Ferkel anhörte, als nach einem Streitross. Eila hielt sich den Bauch vor lachen.
"Was ist das für ein Pferd?"


 Wieso genau die Trilogie mit dem Genre "Fantasy" betitelt wurde, habe ich immer noch nicht ganz verstanden, da noch nichts Übersinnliches vorkam. Das Setting ist eher historisch angehaucht und erinnerte mich durch die Lebensart und Epochenbeschreibung sehr an ein mittelalterliches Skandinavien. Ritterburgen, große Imperien mit König, die sich praktisch ständig im Krieg befinden, Handel mit entlegenen Ländern, Helden auf Pferden und edle Prinzessinnen. Natürlich wird ein ähnliches Publikum angesprochen, die Geschichte ist erfunden, doch dann hören meine Argumente auch schon auf. Wie ihr bestimmt seht, habe ich mir also die Freiheit genommen "Mittelalterlicher Abenteuerroman" als Genre festzulegen.

Das Ende ist einfach nur unfair und ich bringe es kaum über mich, es ein "Ende" zu nennen. Ein direkter Cliffhanger ist es zwar nicht, aber es endet dermaßen unentschieden, dass ich nun unglaublich gespannt auf den letzten Teil der Reihe bin!

Bleibt nur noch, mich ganz herzlich bei der Autorin Jordis Lank für das wunderschöne Rezensionsexemplar zu bedanken und mich sehr auf den nächsten Teil zu freuen.


"Broghan wird sich wünschen, er hätte nie einen Fuß nach Fehdorn Ghan gesetzt!", schrie er zurück. "Er wird sich wünschen, er wäre in diesem Fluss ersoffen! Ich werde ihn töten und wenn es das letzte ist, was ich tue!"
"Ronan", sagte Zhodan leise, aber es ging unter in Kiaras wütendem Aufschrei: "Du benimmst dich wie unser Vater!"


 
Fazit:

Eine wunderschöne Fortsetzung, ebenso tiefsinnig und mitreißend wie der vorangestellte Auftakt dieser Reihe. Geistreiche Charaktere mit Tiefe und Herz, viel Spannung, Gefühle und ein toller Stil haben mich restlos überzeugt!

Kommentare:

  1. Tolle, ausführliche Rezi.

    Schön, dass dir die Fortsetzung so gut gefallen hat.

    Liebe Grüße,

    Andreea
    http://andreealiest.blogspot.de/

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  2. Liebe Andrea,

    Danke für dein liebes Kompliment! Ich kann die Reihe von Jordis Lank nur an absolut jeden empfehlen!

    LG Sophia

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