Donnerstag, 31. Januar 2019

Vom Untergrund bis zu den Sternen


 
Allgemeines:
 
Titel: Vom Untergrund bis zu den Sternen
Autor: Maike Ruppelt
Verlag: Independent Publishing (3. Oktober 2018)
Genre: Kurzgeschichten aus Science-Fiction, Fantasy und Co.
ASIN: B07J1LP9RL
ISBN-10: 1725964244
ISBN-13: 978-1725964242
Seitenzahl: 119 Seiten
Preis: 3€ (Kindle-Edition)
5€ (Taschenbuch)
 
 
Inhalt:
 
Ein Junge, der unter der Erde nach Schätzen aus der alten Zeit sucht, um sich seine Rückkehr in die fliegenden Städte zu verdienen. Ein Mädchen, das über der Erde Zeuge des gewaltigsten Verrats an der Menschheit wird. Kluge Männer und Frauen, die in das Schicksal der Welt eingreifen oder verzweifelt versuchen, das Leiden von Unschuldigen zu verhindern. Seltsame Wesen, die sie von irgendwo zwischen Himmel und Erde dabei beobachten. Und die ersten Menschen, die es jemals bis zu den Sternen geschafft haben...
Träumer gibt es überall, vom Untergrund bis zu den Sternen, und ein paar der Mutigsten erzählen in diesem Buch ihre Geschichte.
 
 
Bewertung:
 
Von kleinen Fantasie-Träumereien über dystopische Weltverschwörungen, vom Untergrund der zerstörten Welt bis ins weite All, von armen Straßenjungen zu unglücklichen Superreichen, von schmerzhaften Erinnerungen an vergangenes bis weit in die Zukunft - Maike Ruppelts neue Kurzgeschichtensammlung nimmt uns mit auf eine wundervolle Reise "Vom Untergrund bis zu den Sternen" und tief ins Herz von elf Träumern.

Verpackt zwischen zwei schwarzen Buchdeckeln, die mit Sternen, einem Raumschiff, einem staunend nach oben blickenden Mädchen und dem Titel in strahlenden Farbe verziert ist, warten 11 kurze Geschichten aus verschiedenen thematischen Bereichen auf den willigen Leser. Wechselnde Protagonisten, Szenen und Welten gehen dabei mit wechselnden Schriftarten einher. So können wir auf 114 Seiten einen kurzen Einblick in ganz verschiedene Geschichten erhalten, die obwohl sie unterschiedlichen Genres und Erzählarten angehören immer reich an interessanten, erschreckenden oder berührenden Gedanken und Gefühlen sind und ein warmes Gefühl hinterlassen.
Fast jeder der Geschichten enthält eine spannende Wendung oder Andeutung, die einen ordentlichen Gänsehauteffekt hat und noch weit über das Beenden hinaus zum Nachdenken anregt.

Mittwoch, 30. Januar 2019

"Der Klang der Täuschung" - Neues von Mary E. Pearson

 
Nachdem ihre Serie "Die Chroniken der Verbliebenen" so eingeschlagen ist, bringt die Fantasy-Autorin Mary E. Pearson nun eine zweite Reihe, "Die Chroniken der Hoffnung" heraus. Die neue Reihe startet am 31. Januar 2019 mit "Der Klang der Täuschung" im ONE-Imprint.
 
Gebundene Ausgabe: 640 Seiten
ISBN-10: 3846600776
ISBN-13: 978-3846600771
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
ASIN: B07K4SWSYX
Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
18€ (Gebundene Ausgabe)

 
Inhalt:
 
Kazi ist auf den Straßen Vendas großgeworden und schlägt sich als Taschendiebin durch. Doch als eines Tages Königin Lia persönlich auf sie aufmerksam wird, ändert sich ihr Leben schlagartig. Von nun an ist Kazi eine Rahtan und gehört der königlichen Leibgarde an. Sie erhält den Auftrag, die Verräter ausfindig zu machen, die für den Großen Krieg verantwortlich sind. Vermutlich haben sie bei einem feindlichen Rebellenvolk an der Landesgrenze Zuflucht gefunden. Doch als Kazi dort eintrifft und den jungen Anführer Jase kennenlernt, bringen Gefühle ihre Pläne durcheinander. Denn auch wenn ihr Kopf weiß, dass der Mann ihr Feind ist, so kann sich ihr Herz nicht gegen ihn wehren...
 
Über die Autorin:
 
Mary E. Pearson hat bereits verschiedene Jugendbücher geschrieben. Die Chroniken der Verbliebenen war ihre erste Reihe, die auf Deutsch erschienen ist. In den USA hat sie damit in Bloggerkreisen geradezu einen Hype ausgelöst, und auch in Deutschland wächst die Fangemeinde stetig. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Hunden in Kalifornien.

(Quelle - Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Dienstag, 29. Januar 2019

Cinder & Ella

 
 
Allgemeines:
 
Titel: Cinder & Ella
Autor: Kelly Oram
Verlag: ONE (28. September 2018)
Genre: New Adult
ISBN-10: 3846600709
ISBN-13: 978-3846600702
ASIN: B07D17GFSK
Originaltitel: Cinder & Ella
Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
12,99€ (Broschiert)
Seitenzahl: 448 Seiten
 
 
Inhalt:
 
Nach einem schweren Autounfall hat Ella ein Jahr voller OPs und Rehas hinter sich. Und nun muss sie auch noch zu ihrem Vater und dessen neuer Familie ziehen, die sie überhaupt nicht kennt. Ella will nur eins: ihr altes Leben zurück. Deshalb beschließt sie, sich nach langer Zeit wieder bei ihrem Chatfreund Cinder zu melden. Er ist der Einzige, der sie wirklich versteht, und obwohl sie ihn noch nie getroffen hat, ist Ella ist schon eine halbe Ewigkeit heimlich in ihn verliebt. Was sie nicht weiß: Auch Cinder hat Gefühle für sie. Und er ist der angesagteste Schauspieler in ganz Hollywood...
 
 
Bewertung:
 
"Witzig, reich, heiß, selbstbewusst, Buchliebhaber. Eindeutig nicht mein Typ. Nope. Ganz und gar nicht."
 
Ich liebe Märchenadaptionen über alles und da diese Geschichte im Moment ja omnipräsent ist und ich noch ein wenig Geld übrig hatte, habe ich mir diese Geschichte kurzerhand gegönnt. Eine sehr weise Entscheidung - denn das Päckchen kam gerade rechtzeitig an um mich (leider immer noch krank) über einen verschneiten, verschnupften Tag hinweg zu trösten.


Das Cover ist einfach wunderschön. Mit dem kräftigen türkisfarbenen Hintergrund sticht es sofort ins Auge und das farblich wunderbar dazu passende Hauptmotiv in Apricot ist einfach wundervoll. Die filigranen Blumen und der weiße Titel harmonieren super und ergeben somit einen gleichzeitig schlichten und doch verspielten Gesamteindruck. Die Geschichte kann abgeschlossen gelesen werden, besteht aber im Original aus zwei Bänden.
 
Erster Satz: "Das Problem mit Märchen ist, dass die meisten mit einem tragischen Schicksalsschlag beginnen."

Montag, 28. Januar 2019

Nachgeholt - Montagsfrage 22.10.18

Scan (verschoben)
 
Hallöchen,
 
da es heute bei Antonia aus persönlichen Gründen keine Montagsfrage gibt, ich mich dafür aber extra aus dem Bett gequält und den Laptop angeschaltet habe - jaaa, ich bin leider immer noch krank, seufz - habe ich beschlossen, einfach eine alte Montagsfrage nachzuholen, die ich verpasst habe:
 
 

Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja: warum, wenn nein: warum nicht?

 
Ich habe mir diese Frage zum Nachholen ausgesucht da ich da letztens genauer darüber nachgedacht habe. Nein, ich leihe im Moment keine Bücher mehr aus der Bibliothek aus - aber warum eigentlich nicht? So könnte man viel Geld und Platz im Regal sparen, wenn man nicht mit jedem Kauf den SuB vergrößert und ein Buch, das einen nicht anspricht wieder zurück geben kann. Ja warum tue ich das nicht?  Eine sehr gute Frage!
 
Noch vor ein paar Jahren hat mein Bücherregal (ja hier noch Singular: ein Regal) aus einer kleinen Auswahl an zerlesenen Kinderbüchern, vererbten Klassikern und einigen wenigen Einzelbänden bestanden, die ich mir nur gekauft habe, weil sie noch nicht in der Bücherei verfügbar waren. Ich bin jeden Freitag in die örtliche Stadtbibliothek gefahren und nie mit weniger als 10 Büchern wieder heimgekehrt. Dann habe ich die Onleihe der Bibliothek entdeckt, in der man sich fast unbegrenzt E-Books herunterladen kann, die sich nach 2 Wochen wieder automatisch löschen. Wie viele Bücher ich so gelesen habe, ohne auf das Cover, den Autor oder den Titel zu achten, sodass ich nun immer wieder auf interessante Geschichten stoße nur um auf Seite 10 zu merken, dass ich es schon kenne, kann ich nicht sagen. Es waren auf jeden Fall sehr viele.
 
Tja und dann... dann kam der Blog und mit ihm ein unerklärlicher Sammelwahn, der mein Untergang war (dam, dam, daaaaam… dramatischer Tusch). Auch wenn das nie eine Rolle gespielt hatte, kam ich plötzlich auf die Idee, dass es ja ganz nett wäre, die Bücher auch zu besitzen, die ich toll finde. Und so habe ich mir in wenigen Monaten viele Bücher gekauft, die ich schon kannte, nur um sie zu besitzen und in den Regalen stehen zu haben. Ja hier der Plural - denn mittlerweile sind es drei große Regale voll und es werden immer mehr ;-)
 
Durch Rezensionsexemplare und Flohmärkte wächst mein Bestand trotzdass ich eigentlich kaum mehr Bücher kaufe, immer weiter an. Und irgendwann in dem ganzen Wahnsinn habe ich aufgehört, in die Bücherei zu gehen. Wenn ich ein Buch unbedingt lesen wollte, habe ich einen Antrag auf ein Rezensionsexemplar gestellt und wenn dieser abgelehnt wurde, habe ich es mir bestellt oder ein paar Monate gewartet und es dann gebraucht irgendwo aufgetrieben - damit ich es BESITZEN konnte. Was meine Bücher angeht fühle ich mich so langsam wie Gollum - ihr wisst schon "Mein Schaaaatz" und so ;-)
 
Ich habe aber - nachdem mir das aufgefallen war - schon mit der Selbsttherapie begonnen und einmal ausgemistet und mir einen neuen Account in der Onleihe angelegt. In der Bücherei war ich noch nicht, da hatte ich schon lange keine Zeit mehr dazu. Also noch einen Vorsatz für 2019... ich will am Schluss ja nicht so enden wie Gollum - die Sache mit dem abgebissenen Finger, mit den gruseligen Augen und am Ende im Feuer von Mordor verbrennen... so weit geht meine Obsession nun doch nicht.
 
Wie seht ihr das? Habt ihr auch einen Sammel/- und Besitztrieb was Bücher angeht oder leiht ihr auch mal was aus der Bibliothek aus?
 
Liebe Grüße
Sophia

Sonntag, 27. Januar 2019

Die Gabel, die Hexe und der Wurm

 
Allgemeines:
 
Titel: Die Gabel, die Hexe und der Wurm
Autor: Christopher Paolini
Verlag: cbj (21. Januar 2019)
Genre: High Fantasy
Seitenzahl 304 Seiten
ISBN-10: 3570165817
ISBN-13: 978-3570165812
ASIN: B07KGBQPY4
Preis: 14,99€ (Kindle-Edition)
18€ (Gebundenes Buch)
Weitere Bände: Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Eragon - Der Auftrag des Ältesten
Eragon - Die Weisheit des Feuers
Eragon - Das Erbe der Macht
Eragon - Alles über die fantastische Welt Alagäsia
 
 
Inhalt:
 
 Ein Wanderer und ein verfluchtes Kind. Zaubersprüche und Magie. Und natürlich Drachen.

Es ist ein Jahr her, dass Eragon aus Alagaësia aufgebrochen ist auf der Suche nach dem geeigneten Ort, um eine neue Generation Drachenreiter auszubilden. Jetzt kämpft er mit unendlich vielen Aufgaben: Er muss einen riesigen Drachenhorst bauen, Dracheneier bewachen und mit kriegerischen Urgals, stolzen Elfen und eigensinnigen Zwergen zurechtkommen. Doch da eröffnen ihm eine Vision der Eldunarí, unerwartete Besucher und eine spannende Legende der Urgals neue Perspektiven...
 
 
Bewertung:
 
Als ich gesehen habe, dass Christopher Paolini nach seinen Ausflügen ins Science-Fiction-Genre endlich wieder nach Alagaësia zurückkehren will, war ich natürlich sehr aufgeregt und musste mir das Buch sofort zulegen. Um wie viele andere Leser nicht enttäuscht zu werden (sieht man an den vielen wütenden Rezensionen) habe ich mich gleich richtig informiert und mir klargemacht, dass es sich hier um eine Kurzgeschichtensammlung an Geschichten rund um Eragon und seine Mitstreiter handelt und keineswegs um eine Fortsetzung. Und wenn man sich dies vor Augen hält kann man mit diesem kurzen Band sehr viel Spaß haben.

Samstag, 26. Januar 2019

Die eindringliche Geschichte einer Emanzipation: Hinter Glas

 
Am 28. Januar 2019 erscheint ein neuer Jugendroman von Julya Rabinowich im Hanser Verlag. Die Autorin ist für ihre erzählerische Intensität bekannt und schildert hier eindringlich und mit poetischer Kraft die Facetten der Gewalt und die Geschichte einer Emanzipation.

Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
ISBN-10: 3446262180
ISBN-13: 978-3446262188
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 11,99€ (Kindle-Edition)
16€ (Gebundene Ausgabe)
 
Inhalt:
 
Wie ein Spiegel ist Alice bisheriges Leben in tausend Scherben zerbrochen. Sie hat die Enge und Stille, die Tyrannei des Großvaters nicht mehr ausgehalten und ist zu Niko, ihrer großen Liebe, geflohen. Von ihm erhofft sie sich Geborgenheit und Halt. Mit ihm verbringt sie einen Sommer voller Freiheit. Doch dann verändert sich alles: Niko ist zunehmend unbeherrscht. Im Moment der größten Verzweiflung gelingt es Alice, sich aus dem Strudel zu befreien....
 
Über die Autorin:
 
Julya Rabinowich, geboren 1970 in St. Petersburg, lebt seit 1977 in Wien, wo sie auch studierte. Sie ist als Schriftstellerin, Kolumnistin und Malerin tätig sowie als Dolmetscherin. Bei Deuticke erschienen "Spaltkopf" (2008, u. a. ausgezeichnet mit dem Rauriser Literaturpreis 2009), "Herznovelle" (2011, nominiert für den Prix du Livre Européen), "Die Erdfresserin" (2012) und "Krötenliebe" (2016). Mit "Dazwischen: Ich" veröffentlichte sie bei Hanser 2016 ihr erstes Jugendbuch. Es wurde u. a. mit dem Friedrich-Gerstäcker-Preis, dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis und dem Luchs (Die Zeit & Radio Bremen) ausgezeichnet sowie unter die Besten 7 Bücher für junge Leser (Deutschlandfunk) gewählt. 2019 folgt ihr Jugendbuch "Hinter Glas".

(Quelle - Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Freitag, 25. Januar 2019

Der neue New-Adult-Roman von Laura Kneidl: "Someone New"


Nach "Berühre mich. Nicht" und "Verliere mich. Nicht." setzt uns Platz-1-Spiegel-Bestseller-Autorin Laura Kneidl einen neuen New-Adult-Roman vor: "Someone New" erscheint am 28. Januar 2019 im LYX-Verlag. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt darauf.
 
Broschiert: 550 Seiten
Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
12,99€ (Broschiert)
ISBN-10: 3736308299
ISBN-13: 978-3736308299
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

 
Inhalt:
 
Die Liebesgeschichte von Micah und Julian - herzzerreißend und unvergesslich

Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich deswegen, vor allem weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch seine undurchdringliche Art fasziniert Micah, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält, denn er hat ein Geheimnis - ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte …
 
Über die Autorin:
 
Laura Kneidl schreibt Romane über alltägliche Herausforderungen, phantastische Welten und die Liebe. Sie wurde 1990 in Erlangen geboren und studierte Bibliotheks- und Informationsmanagement in Stuttgart. Inspiriert von ihren Lieblingsbüchern begann sie 2009 an ihrem ersten eigenen Roman zu arbeiten. Nach einem längeren Aufenthalt in Schottland lebt die Autorin heute in Leipzig, wo ihre Wohnung einer Bibliothek ähnelt. Sie ist auf Instagram und Twitter (@laurakneidl) aktiv und tauscht sich dort gerne mit ihren Lesern aus.

Weitere Informationen unter www.laura-kneidl.de!

(Quelle - Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Donnerstag, 24. Januar 2019

Walkaway

 
 
Allgemeines:
 
Titel: Walkaway
Autor: Cory Doctorow
Genre: Science-Fiction Utopie
Verlag: Heyne (11. Juni 2018)
ISBN-10: 9783453317932
ISBN-13: 978-3453317932
ASIN: 3453317939
Originaltitel: Walkaway
Seitenzahl: 736 Seiten
Preis: 13,99€ (Kindle-Edition)
16,99€ (Broschiert)
 
 
 
Inhalt:

"Wir leben in den ersten Tagen einer besseren Nation."
 
Die nahe Zukunft: Der Planet ist vom Klimawandel gezeichnet, die moderne Gesellschaft wird von den Ultra-Reichen regiert und die Städte haben sich in Gefängnisse für den normalen Bürger verwandelt. Doch es ist auch eine Welt, in der sich Lebensmittel, Kleidung und Obdach per Knopfdruck produzieren lassen. Warum also in einem System ausharren, das die Freiheit des Menschen beschränkt? Vier ungleiche Helden machen sich auf den Weg in die Wildnis. Dort suchen sie Unabhängigkeit, Glück und Selbstbestimmung. Was sie aber stattdessen dort finden, stellt ihre ganze Welt auf den Kopf: den Weg zur Unsterblichkeit …
 
 
Bewertung:
 
"Dis." Zu ihrem Entsetzen stellte sie fest, dass ihr die Kehle eng wurde. Tränen rollten ihr über die Wangen. "Dis, es ist..."
"Ich weiß", antwortete die Simulation. "Jetzt ist alles anders."
 
 Mein erster Gedanke, als ich das Buch beendet hatte: Uff. Nicht etwa weil ich es schlecht gefunden hätte, im Gegenteil, sondern einfach weil ich mich nicht erinnern kann, in den letzten Jahren so lange für ein einziges Buch gebraucht zu haben. Über sechs Wochen habe ich mich mit Cory Doctorows Utopie herumgeschlagen, etliche Leseflauten niedergekämpft und mich von den vielen spannenden Gedanken darin immer wieder anspornen gelassen, es mit den scheinbar nie endenden 736 Seiten voller Gehirnverrenkungen neu aufzunehmen. Mein zweiter Gedanke: Hat sich der Aufwand und das Durchhalten gelohnt? Ich würde sagen definitiv! Warum - das kommt jetzt!
 

Mittwoch, 23. Januar 2019

Er würde für sie sterben. Sie würde für ihn töten. "Rat der Neun - Gegen das Schicksal"


Mit "Rat der Neun - Gegen das Schicksal" erscheint der zweite Teil des Fantasyzweiteilers von Veronica Roth bei cbj . Die neue Reihe ist somit ab dem 28. Januar 2019 wieder beendet. Da sie nicht besonders gute Kritiken bekommen hat, habe ich sie gar nicht erst angefangen. Mal sehen, was die Leserschaft von diesem Band hält und ob ich der Reihe eine Chance gebe...
 
Preis: 12,99€ (Kindle-Edition)
20€ (Gebundene Ausgabe)
Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
ISBN-10: 3570165035
ISBN-13: 978-3570165034
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Fates Divide
ASIN: B07GBX1NGM
 
Inhalt:
 
Er würde für sie sterben. Sie würde für ihn töten.

Das Leben von Cyra und Akos ist vom unausweichlichen Schicksal bestimmt, das die Orakel bei ihrer Geburt geweissagt haben. Demnach wird Akos im Dienst der Familie Noavek sterben. Trotzdem liebt er Cyra. Als Cyras totgeglaubter Vater Lazmet den Thron wieder für sich beansprucht, sieht Akos sein Ende näher denn je. Lazmet beginnt einen brutalen Krieg, und Cyra und Akos sind zu allem bereit, um ihn zu stoppen. Für Cyra könnte das bedeuten, dass sie ihren eigenen Vater töten muss. Für Akos steht das eigene Leben auf dem Spiel. Doch schließlich bestimmt das Schicksal beide Leben auf vollkommen unerwartete Weise …
 
Über die Autorin:
 
Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später "Die Bestimmung" wurde und den Auftakt zu ihrer internationalen Bestseller-Trilogie bildet. Nun hat ihr Buchhit auch die Leinwand erobert. In der Verfilmung der preisgekrönten Romane begeistern die Stars Shailene Woodley als die tapfere junge Heldin Tris und Theo James als deren große Liebe Four. Rat der Neun ist ihr spektakulärer neuer Fantasy-Zweiteiler bei cbt. Veronica Roth lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Chicago. 

(Quelle - Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Montagsfrage 21.01.19

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Hallöchen,
 
die Erkältungsfront hat mich diese Woche leider auch erreicht, weshalb ich mich mit meiner Antwort auf die Montagsfrage ein bisschen verspätet habe. Eigentlich müsste ich jetzt mit schmerzendem Kopf, laufender Nase, miesem Hustenreiz und verschleimtem Hals auf meine theoretische Fahrprüfung lernen oder wenigstens meine verpassten Stunden von dieser Woche nacharbeiten aber da mein wehleidiger Körper das im Moment nicht hergibt und am liebsten den ganzen Tag mit einer guten Serie auf der Couch verbringen würde, ist Bloggen nun mein Kompromiss.

 

Bist du ein Einmal- oder Mehrmals-Leser?

 
Noch vor zwei Jahren hätte ich die Frage ganz klar mit einem stolzen "Mehrmals"-Leser beantworten können. Meine besonderen Lieblinge wie "Eragon", "Gregor", "Percy Jackson", "Harry Potter" (ja und zu meiner Schande auch die "Biss"-Reihe) haben es ganz bestimmt nie geschafft, eine Staubschicht anzusetzen, bevor ich sie zu einem genüsslichen Reread hervorgezogen habe. Natürlich habe ich mich auch damals schon sehr gerne auf die Suche nach neuem Material begeben, doch dieses wundervolle Gefühl von bekanntem Heimkommen gepaart mit der Überraschung, wie viele Details man schon wieder vergessen hat, stellt sich eben nur beim Rereaden ein.
Was kam mir also dazwischen, sodass ich mich heute als klaren "Einmal"-Leser beschreiben würde? Eindeutig meine mangelnde Zeit. Ich komme immer weniger zum Lesen und da meldet sich mein eingebautes Zentrum für Effektivität immer häufiger zu Wort, wenn ich zu einem altbekannten Schmöker greifen will, und schlägt mir stattdessen ein lange verschmähtes Buch von meinem SuB vor. Ich habe mir jedoch vorgenommen, mir in nächster Zeit mehr Zeit für Rereads einzuplanen und mir meine alten Lieblingsgeschichten nochmal vorzunehmen.  Man entdeckt echt bei jedem Lesen so viel Neues!
 
Wie seht ihr das? Lest ihr Bücher mehrmals oder seit ihr eher der effektive Einmal-Leser?
 
Liebe Grüße (und eine gut Besserung an alle Mitkranken da draußen)
Sophia

Dienstag, 22. Januar 2019

Ein Buch für alle Fans von Ransom Riggs, C.S. Lewis und Philip Pullman: "Der Atem einer anderen Welt"

 Für alle, die ihr Herz an eine andere Welt verloren haben bringt der Fischer Verlag am 23. Januar 2019 die mehrfach preisgekrönte Fantasy-Novelle von Seanan McGuire »Every Heart a Doorway« zusammen mit den beiden Folgebänden »Down Among the Sticks and Bones« und »Beneath a Sugar Sky« endlich auf Deutsch heraus. Der Band trägt den schmuckvollen Namen "Der Atem einer anderen Welt" und hat 464 Seiten. Eine Freundin hat mir schon so viel von diesen Geschichten vorgeschwärmt, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Ich habe mir mal ein Rezensionsexemplar angefragt und drücke mir fest die Daumen, dass das klappt ;-)
 
ISBN-10: 3596298849
ISBN-13: 978-3596298846
Preis: 6,99 (Kindle-Edition)
19,99 (Gebundene Ausgabe)
 
Inhalt:
 
Kinder und Jugendliche sind zu allen Zeiten in Kaninchenlöcher gefallen, durch alte Kleiderschränke ins Zauberland vorgestoßen oder auf einer Dampflok in magische Welten gereist. Aber … was geschieht eigentlich mit denen, die zurückkommen? Mit Nancy, die die Hallen der Toten besucht hat und den Rest ihres Lebens am liebsten still wie eine Statue verbringen würde. Und mit Christopher, den Jungen mit der Knochenflöte, der die Toten für sich tanzen lassen kann. Sumi, die das Chaos braucht wie die Luft zum Atmen, weil sie aus einer Unsinnswelt kommt. Oder Jack & Jill, die mit Vampiren und Wissenschaftlern unter einem blutig-roten Mond aufgewachsen sind. Als sie sich in »Eleanor Wests Haus für Kinder auf Abwegen« treffen, ahnen sie nicht, dass ihnen ihr größtes Abenteuer noch bevorsteht …

Lesermeinungen:
 
»So unfassbar gut, dass es weh tut.«
-Charlie Jane Anders-
 
»Eine der außergewöhnlichsten Geschichten, die ich je gelesen habe.«
-V.E. Schwab-
 
»Seanan McGuire ist eine der klügsten Autorinnen weit und breit. Mit ›Der Atem einer anderen Welt‹ beweist sie, dass ihr Herz genauso groß ist wie ihr Verstand scharf.«
-Charlaine Harris-

 
Über die Autorin:
 
Seanan McGuire (*1978 in Kalifornien) erhielt 2010 den John W. Campbell Award als Best New Writer. 2013 tauchte sie als erste Person überhaupt fünf Mal auf demselben Stimmzettel zum Hugo Award auf. Seitdem hat sie zahlreiche Urban-Fantasy-, Science-Fiction- und Horror-Romane geschrieben. Für »Der Atem einer anderen Welt« wurde sie mit dem Hugo, dem Nebula, dem Locus und dem Alex Award ausgezeichnet.

(Quelle - Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Sonntag, 20. Januar 2019

Serienempfehlung: The Shannara Chronicles

All die Jahre habe ich es geschafft ohne Netflix, Amazon Prime oder anderem meine Abende zu gestalten doch seit ich der Verlockung nicht mehr widerstehen konnte und Prime für einen Monat getestet habe bin auch ich hoffnungslos süchtig ;-)
 
Meine erste richtige Serie, die ich in einer Woche durchgesuchtet habe war die US-amerikanische Fantasy-Fernsehserie "The Shannara Chronicles", die auf den Shannara-Romanen des Fantasyautors Terry Brooks basiert. Mit zwei Staffeln mit jeweils 10 Folgen, die ca. 42 Minuten gehen macht das also 14 Stunden Serienspaß, also 2 Stunden pro Tag. Allein diese furchtbar peinliche Zahl sagt ja schon aus, dass die Serie von Regisseur Brad Turner aus dem Jahre 2017 nicht so schlecht gewesen sein kann...

 
Darum geht´s:
 
Die Welt, wie wir sie kennen, ist seit tausenden von Jahren am Ende in dieser grandiosen Mischung aus "Herr der Ringe" und "Game Of Thrones". An ihre Stelle traten die Vier Lande, die von Elfen, Zwergen, Trollen, Gnomen und Menschen bevölkert werden. Unter ihnen drei ungewöhnliche Gefährten, die eine epische und fantastische Reise antreten, um die Vier Lande vor einen dunklen Bedrohung zu bewahren.

 
Warum sollte ich mir die Serie unbedingt ansehen?
 
Es ist immer wieder erstaunlich, was aus einem fetten Fantasy-Wälzer alles gemacht werden kann. So auch mit Terry Brooks "Die Elfensteine von Shannara", welches hier spektakulär animiert, mit hitziger Atmosphäre und flottem Tempo zum Leben erwacht. Wie es sich für eine Serie gehört dürfen wir hier verschiedene Protagonisten auf ihrer abenteuerlichen Reise durch die "Vier Lande", eine postapokalyptische Welt auf dem nordamerikanischen Kontinent, begleiten auf der uns viele Überraschungen, Gefahren, neue Bekanntschaften und natürlich auch Liebe und der Wandel der Protagonisten erwarten.

Das Setting hat dabei mit Elfen, Zwergen, Menschen, Trollen, Druiden und Gnomen in verschiedenen Königreichen, verschieden Interessengruppen wie Rebellen, Nomaden, Elfenjägern, kleinen Enklaven und verrückten Einsiedlern, einer Menge magischer Geheimnisse und natürlich der großen Bedrohung durch alte, dunkle Mächte wie Dämonen oder Hexenmeister einiges zu bieten. Hässliche wie schöne Landstriche und Kreaturen sind dabei fantasievoll und wundervoll animiert, sodass man sehr gern ein die magische, vielseitige Welt der "Vier Lande" eintaucht. Dabei ist von allem ein bisschen vorhanden, was in einer guten Serie drin sein muss: dystopische Science-Fiction, schöne Romantik, hinterhältige Intrigen, dunkle Mystery, krasse Endzeitstimmung, epische Schlachten und kleine Rebellionen - verpackt in verschiedenen Handlungssträngen, die über die ganzen vier Lande und auch in die Vergangenheit zurückreichen.

Donnerstag, 17. Januar 2019

Atemberaubende Spannung, mitreißende Gefühle und der Kampf gegen Unterdrückung: Iron Flowers

 
Atemberaubende Spannung, mitreißende Gefühle und der Kampf gegen Unterdrückung: das ist der zweite und abschließende Band der fulminanten Serie von Tracy Banghart. "Iron Flowers - Die Kriegerinnen" erscheint genau wie der Vorgänger "Iron Flowers - Die Rebellinnen" im Fischer Verlag und wird ab dem 23. Januar 2019 zu haben sein.

 Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
ISBN-10: 3737355622
ISBN-13: 978-3737355629
ASIN: B07J2746RS
Preis: 5,99€ (Kindle-Edition)
17€ (Gebundene Ausgabe)
 
 
Inhalt:
 
Sie haben alles verloren.
Doch sie kämpfen weiter.
Denn das Schicksal aller Frauen und Mädchen liegt allein in ihrer Hand.
 
Die Schwestern Serina und Nomi sind Gefangene: Nomi in der Gewalt eines brutalen Regenten, der alle Frauen unterdrückt. Serina auf einer Gefängnisinsel, auf die sie verschleppt wurde. Um in dem brutalen Regime zu überleben, bleibt den Schwestern nur eins: erbittert zu kämpfen – gegen die Unterdrückung und für ihre Liebe. Mit allen Mitteln und jede auf ihre Weise.
 
 
Über die Autorin:
 
Als bekennender Fan der Serie »The 100« hat Tracy Banghart mit ihren E-Book-Serien »Rebel Wings« und »By Blood« irgendwann angefangen, selbst Stoffe mit starken Frauenfiguren zu erschaffen und so eine große Fangemeinde gewonnen. Sie wuchs in Maryland, USA auf, studierte in England Buchwissenschaften und lebt heute auf Hawaii.

(Quelle - Information und Coverbild: Amazon.de. Die Bilder und Cover, sowie die Inhaltsbeschreibungen und Klappentexte sind Eigentum des jeweiligen Verlages bzw. Schriftstellers oder anderweitigen Rechteinhabers.)

Montag, 14. Januar 2019

Montagsfrage 14.01.19

Scan (verschoben)
 
Hallöchen,
 
direkt nach zwei unseligen Stunden Deutsch Unterricht über die Naturlyrik des 19. und 20. Jahrhunderts (Stichworte: Symbolismus, Frührealismus, Rilke etc) trifft die heutige Montagsfrage über das "Stiefkind der Schulliteraturgattungen" (wie Antonia die Lyrik so nett betitelt hat) einen wunden Punkt. Trotzdem werde ich versuchen, nicht mit pessimistischem Einschlag zu beantworten:
 
 

Lyrik: ausgedient oder am aufblühen?

 
Bei Lyrik kommen bestimmt bei vielen von euch sehr negativ konnotierte Schicksalswörter wie "das lyrische Ich", "ein fünfhebiger Jambus" oder "Erlebnislyrik des Sturm und Drang" in den Sinn, bei dem es - ganz ehrlich - wirklich jeden schüttelt. Auch für mich als angehende Abiturientin bedeutet "Gedichtinterpretation" oder "Gedichtvergleich" ein endloses Herumrätseln an Metaphern, Aufdröseln von Versmaßen und Reimschema und Wiederkäuen von Epochenbezügen. Ich habe mich schon so oft gefragt, was es mir bringen soll, diese Kunstform so genau auseinander zu nehmen, das mir am Ende der Kopf total schwirrt und ich bei dem Wort "Kreuzreim" einen Würgereiz bekomme.
 
Doch hat das tatsächlich etwas mit der Lyrik an sich zu tun? Liegt meine Aversion gegen Gedichtinterpretationen daran, dass wir heutzutage mit Lyrik nicht mehr viel anfangen können?
Ich glaube nein! Ich denke, dass Lyrik egal in welcher Form schon immer eine Möglichkeit war, um abstrakte Gefühle und Gedanken oder auch einfach nur schöne Beschreibungen auszudrücken, sodass andere sich daran erfreuen können - einfach Kunst eben. Natürlich gibt es vielleicht Menschen, die dafür kein Gespür haben und keinen tiefergehenden Sinn in der Wortansammlung sehen (so geht es mir zum Beispiel mit moderner Kunst - für mich bloß Farbkleckse), aber ich denke, dass ganz viele von den negativen Gefühlen durch die undifferenzierte Herangehensweise in der Schulzeit antrainiert sind. Denn was spricht eigentlich dagegen, auch heute noch ein Gedicht von Rilke oder Herder zu lesen, das einfach nur schön ist und sich davon vielleicht inspirieren zu lassen oder einfach aus einer spontanen Regung selbst zu Papier und Stift zu greifen und etwas aufzuschreiben das vielleicht keinen Literaturnobelpreis verdient hat aber echt und einfach schön ist? Interpretation und Formanalyse einfach mal beiseite und die Gedichte lieber wirken zu lassen? Eigentlich nichts. Und deshalb denke ich auch nicht, dass Lyrik jemals veraltet sein wird und ausgedient hat. Vielleicht werden unsere Zugriffmöglichkeiten auf sehr alte Gedichte langsam schwinden aber dafür wird es wieder neue Kunstformen geben, die man mit Spannung verfolgen kann.
 
Eine dieser neuen Trendformen ist der Poetry Slam. Ich selbst schreibe ab und zu auch Texte, die darunter zu verordnen wäre und sehe mir auch regelmäßig die Meisterschaften und Auftritte in meiner Umgebung an. Von Cabaret in Gedichtform, philosophischen Anwandlungen, witzigen Zungenbrechern, Alltagsgeschichten bis hin zu hochpolitischen Pointen kann man da alles finden.
Außerdem lese ich auch gerne ab und zu den ein oder anderen Gedichtband im modernen Stil von kleinen, unbekannten Autoren. Und dann wäre da noch die Instagram-"Lyrik"... ja man liebt sie oder man hasst sie aber das fällt wohl auch unter die künstlerische Freiheit. Und wenn das der wirksamste Weg ist, um junge Menschen den Würgereiz auf das Wort "Gedicht" abzugewöhnen … warum nicht!
 
Wie seht ihr das? Spielt Lyrik in eurem Leben eine Rolle?
 
Liebe Grüße
Sophia
 

Sonntag, 13. Januar 2019

Die Känguru-Offenbarung

 
 
Allgemeines:
 
Titel: Die Känguru-Offenbarung
Autor: Marc-Uwe Kling
Genre: Satire
Verlag: Ullstein Taschenbuch (10. März 2014)
Preis:10,99€ (Taschenbuch)
9,99€ (Kindle-Edition)
14,49€ (Hörbuch, live und ungekürzt)
Spieldauer: 7 Stunden und 39 Minuten bzw. 400 Seiten
ASIN: B00IJGHW8A
ISBN-10: 3548375138
ISBN-13: 978-3548375137
Weitere Bände: Die Känguru - Chroniken
Das Känguru - Manifest
Die Känguru - Apokryphen
 
 
Inhalt:
 
Das Beuteltier und der Kleinkünstler auf der Jagd nach dem mysteriösen Pinguin. Haltet euch bereit: "Dies ist die Offenbarung des Kängurus, dem Asozialen Netzwerk zu zeigen, was in der Kürze geschehen soll; und sie wurde gesandt durch eine E-Mail zu seinem Knecht Marc-Uwe, der bezeugt hat das Wort des Kängurus und das Zeugnis vom Asozialen Netzwerk, was er gesehen hat. Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung, denn die Zeit ist nahe." Halleluja.
Auf der Jagd nach dem höchst verdächtigen Pinguin rasen sie durch die ganze Welt. Spektakuläre Enthüllungen! Skandale! Intrigen! Ein Mord, für den sich niemand interessiert! Eine Verschwörung auf niedrigster Ebene! Ein völlig abstruser Weltbeherrschungsplan! Mit Spaß, Spannung und Schnapspralinen...
 
»Das Beste Buch seit "Die Schwester der Nichte der Gattin des Gerbergesellen".«
-Wenzel R. R. Skowronek -
 
 
Bewertung:
 
"Well, you know, kind of like ... whatever"
 
Sie haben mein Leben nachhaltig verändert - "Die Känguru - Werke" von Kleinkünstler Marc-Dieter Kling. Wie ihr schon in meinem Einleitungssatz sehen könnt, wurde ich nachhaltig mit Insiderwitzen infiziert und bin so abhängig von dieser Reihe geworden wie das Känguru von Schnapspralinen. "Die Känguru - Offenbarung" knüpft ununterbrochen an das Lachmuskelkater-Niveau der Vorgänger "Die Känguru - Chroniken" und "Das Känguru - Manifest" an und ist mein absoluter Favorit der Reihe.
Wieder konnte ich angesichts der unglaublichen Situationen, die hier zustande kommen und des schonungslosen schwarzen Humors, nicht anders, als immer wieder aus tiefster Seele loslachen und damit äußerst skeptische Blicke meines Umfeldes auf mich zu ziehen.
 
"Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh´" 
- CIA-Verhörmethode
 
Nachdem das Känguru am Ende des letzten Teiles in einem ganz miesen Cliffhanger vom Ministerium für Produktivität abgeschoben wurde, ist es still und langweilig mit Leben von Kleinkün-, nein, Künstler Marc-Uwe. Doch gerade als seine Selbstgespräche schlimme Ausmaße annehmen, sein Psychiater seine Einsamkeit falsch zu deuten beginnt und "ain't no sunshine when it's gone" sein Lebensmotto wird, tauchen immer mehr Hinweise auf das Känguru auf. Ein ominöser Anruf, Anti-Terror-Anschläge des Asozialen Netzwerkes, korrigierte Graffitis, Schnapspralinen -
das Känguru taucht wieder aus dem Untergrund auf um die Grundfesten der Welt endgültig mit seiner endgültigen Offenbarung zu erschüttern! Neben rasanten Mau-Mau-Partien mit Krapotke, parodierte Diskussionen über Fantasy Reihen wie "Die Wunderhure" von Wenzel R. R. Skowronek, "Der Riesenzwerg" oder "Die Welt ohne Eigenschaften", Nicht-Drogen-Trips bei "Transformers" auf zehnfacher Geschwindigkeit, philosophischen Diskussionen über die Frage, welches Geschlecht das Känguru hat und Ausführungen über die Phrase "man liebt es oder man hasst es" bereiten sich die beiden auf "die epische Schlacht zwischen Gut und Böse", Kommunismus und Kapitalismus, Schnapspralinen und Teewurst, Känguru und Pinguin vor.
 
Du riechst so gut." -Jean-Baptiste Grenouille
 
Denn wo das Känguru doch einen gutartigen, kommunistischen Weltverbesserungsplan hat, muss der Pinguin als kosmischer Gegenspieler natürlich einen bösartigen, kapitalistischen Weltverschlechterungsplan haben. Und um diesen zu verhindern und rauszufinden, was der eiskalte Frackträger vorhat, müssen die beiden diesen erstmal finden. Die Spur des verräterischen Nachbars führt sie um die halbe Welt: in die USA, nach Venezuela, zur Hochburg der Lobbyisten in Brüssel, in die Heimat des Kängurus Vietnam, auf die ehemals griechische Insel Patmos, welche jetzt im Besitz der Firma ist, für die der Pinguin arbeitet, nach Australien und schließlich wieder nach Patmos. Vorbei an geschlossenen Schlecker-Filialen, neu geöffneten Starbucks-Läden und unterstützt von lokalen Mitgliedern der expandierenden Asozialen Netzwerkes kommen sie hinter die totale Weltverschwörung des Pinguins: der neue Controller der ganzen Welt will alles in einen gigantischen Flughafen verwandeln.
 
"Dream a little dream of me." -Freddy Krueger
 
Auf dem Weg trifft das ungleiche Paar unter anderem die alte Band des Kängurus "Kranken House" (früher "Die Kranken Schwestern", "Die abgezogenen Dielen", "Die Angestellten", "Die Probleme", "Die Schniepels", "Die Kräuter der Provinz", "Die Bäume"), die übermotivierte Touristin Sarah, den Vater des Kängurus, Ken der Guru, Die Känguru-Gang mit den innovativen Namen "Kevin, Howie, A.J., Nick und Brian" (so hat noch wirklich gar keine Gruppe geheißen... *hust Backstreet Boys hust*), den Erfolgsautor Wenzel R. R. Skowronek und etwas verblödete Sicherheitsmänner. Wieder mit dabei ist natürlich auch der selbst etwas gestörte Psychiater, Julia Müller ("haha, muh muh muh") und die Kategorie "Buch mit sprechendem Tier" ("Louie der lustige Leguan" von den Kindern der Kindertagesstätte "Sümpfe der Traurigkeit"), Spezialwörter wie "Ratzupaltuff" oder "Pentizikulös" und ganz neu: "Der Schredder". Auch Herta dürfen wir hier wieder treffen. Nachdem ihre Eckkneipe durch etliche andere Formate verdrängt wurde betreibt sie eine (illegale) Kneipe in ihrer Wohnung, die laut ihr nur eine kleine Privatparty mit Fremden ist und in der nichts etwas kostet, es allerdings eine Unkostenkasse des Vertrauens gibt.
 
 
"I want you to want me. I need you to need me." -Angebot zur Nachfrage
 
 
Die wechselnden Settings und Situationen bringen neuen Pepp in die Geschichte, die von der Situationskomik im Wohnzimmer immer mehr zum politischen Kabarett mit dystopischen Elementen und Gesellschaftskritik im globalen Stil wird. Neben den altbekannten Problemen wie gleichgeschaltete Medien (die Axel-Springer-Thematik), die Gentrifizierung, Angleichung und Verdrängung in Großstädten (Hertas Eckkneipe), der Rechtsruck und die zunehmende Salonfähigkeit von Populismus (Jörg und Jörn Dwigs), und die Verantwortungslosigkeit von Banken (Bad Banks) werden hier auch der unermesslichen Konsumwahn der Bevölkerung und die scheinbar grenzenlosen Machtbestrebungen der Großkonzerne und deren Einflussnahme in Politik und Gesellschaft aufgezeigt. Neben Hollywood, der Kirche, der amerikanischen Gesellschaft und deutschen Ämtern wird hier zunehmend das ganze System und der Kapitalismus an sich aufs Korn genommen, weshalb gewisse Grundkenntnisse in den Bereichen Politik, Geschichte und Wirtschaft Voraussetzung sind, um einige Witze und Anspielungen zu verstehen.
 
"Wozu ist das?" 
"Das ist blaues Licht."
 "Und was macht es?" 
"Es leuchtet blau."
-Deutsche Hochschule der Polizei
 
 
Während der epischen Reise um die Welt sehen wir das Asoziale Netzwerk weiter wachsen, sind Teil neuer Anti-Terror-Anschläge, erfahren endlich mehr über die Vergangenheit des Kängurus beim Vietcong und selbst ein Anklang an eine Lovestory kommt vor. Wenn das nicht die perfekte Umsetzung eines finalen, fulminanten, dritten Teils ist? In der Tat ist der ganze Roman in der kompletten Konzeption eine einzige ironische Kritik an der Trilogie-Konzeption mit dem Zwang nach "Grandeur" - mehr, heftiger, größer, spannender, weiter, schneller. Wer kritisiert, dass sich Marc-Uwe Kling hier in seiner eigenen Geschichte verheddert hat, in dem er versucht hat, sein abschließender Band zu einer einzigen Steigerung zu machen, hat nicht verstanden, dass genau das eine absichtliche Kritik an der aktuellen Bücherlandschaft ist. Wo Trash-Trilogien den Büchermarkt überschwemmen, es gang und gebe ist, seine Protagonisten (zum Beispiel der Riesenzweg Ülf) mehrere Male sterben zu lassen und die Regel "drei oder sieben" für die Anzahl der Teile einer Reihe gilt, ist dieser letzte Teil mit seinen umfangreichen sechs CDs ein ironischer Fingerzeig.
 
 
"ERSTE HEXE:
“When shall we three meet again?
ZWEITE HEXE:
Puh. I’m so busy. Why don’t you call my office?
DRITTE HEXE:
I’m even busier. I have absofuckinglutely no time at all."
 
 
Neben intelligenter Gesellschaftskritik gibt es jedoch wieder viele witzige falsch zugeordnete Zitate, Anspielungen auf bekannte Geschichten wie "Star Wars", "Herr der Ringe" und "Harry Potter" oder auch auf "Faust" oder Kafka, jede Menge Selbstironie und natürlich einfache Lebensweisheiten, die jeden Leser oder Hörer um Welten in der kognitiven Entwicklung weiterbringen. Für den, der nicht weiß worauf ich anspiele will ich kurz Herta zitieren: "Es gibt Solche und Solche. Und dann noch ganz andere. Und das sind die schlimmsten".
 

Es gibt wieder poetische Gedichte, witzige Dialoge, ironische Fußnoten des Lektors und Live Musik von "Krankenhouse". Selbstverständlich nervt das Känguru den lieben Marc-Uwe auch hier wieder mit fiesen Wortverdrehungen, die man wirklich nicht mehr aus dem Kopf bekommt (Schankedön, Marc-Uwe!). Zu dem altbekannten Techniktourette gesellt sich bald Marc-Uwes Angewohnheit, Aussagen zu Liedzeilen zu vervollständigen (Welcome to - "The House of Fun"; Come with Me - "Aha! Yeah!";  Stop -  "in the name of Love") oder seine Faszination zu einer App mit dramatischer Fanfare. Besonders nett ist auch wieder der laufende Wettbewerb des Kängurus und Marc-Uwes andere Menschen möglichst subtil zu beleidigen oder die geschickte Verwirrung des Lesers durch Vertauschen der Wörter "ironisch" und "erotisch", "aggressiv" und "attraktiv", "Problem" und "Ekzem". So kommen mal wieder vollkommen wirre und skurrile Situationen zustande, bei denen man oft nicht weiß, ob man sich totlachen, über die erschreckende Wahrheit der Kritik weinen oder die gewitzten Anspielungen staunen soll.

 
"In diesem Fall ziehen Sie eine Maske schnell zu sich heran und platzieren diese fest auf Mund und Nase. Danach helfen Sie Kindern und hilfsbedürftigen Personen."
- Batman zu Robin
 
Aufgrund der wieder episodenartigen Handlung und der in Szenenform geschriebenen Kapiteln, bietet es sich hier wirklich an, das Hörbuch zu hören. Gerade bei längeren Autofahrten oder bei banalen Tätigkeiten wie Wäscheaufhängen oder Abwaschen ist es eine willkommene Ablenkung, einige Szenen aus dem Manifest zu hören. Auch wenn ich eigentlich kein bekennender Fan von Hörbüchern bin und immer lieber die Print-Variante bevorzuge, habe ich es hier nicht bereut, die vorgelesene Version gewählt zu haben. Autor Marc-Uwe Kling liest hier selbst vor, live vor Publikum, weshalb immer mal wieder leise Lacher im Hintergrund zu hören sind, welche aber nicht stören. Im Gegensatz zu anderen Autoren merkt man Mark-Uwe an, dass er es gewohnt ist, Texte vorzutragen. Er liest die Rollen des Ich-Erzählers und des Kängurus mit leicht verstellten Stimmen, sodass man die nasale, laute, nerv tötende Stimme des Kängurus immer schön unterscheiden kann. Mit wohlüberlegten Pausen und Betonungen lenkt er das Geschehen in eine richtige Richtung und seine angenehme Stimme konnte mich wirklich mitreißen. Das Buch hingegen wartet mit schönen Zusatzmaterialien in besonderer Formatierung auf (z.B. siehe Anti-Terror-Anschlag siehe rechts).
Dabei kann man sich den Hörspaß ruhig Häppchenweise zuführen, zu lange Pausen sollte man aber auch nicht machen, denn auch wenn die Szenen oft sehr kurz sind und meistens nichts miteinander zu tun haben, werden immer wieder kleinere Bezüge zur vorangegangenen Handlung gestellt und viele Insiderwitze und Anspielungen setzen voraus, dass man sich noch an Vorhergegangenes erinnert. Dass es immer spannend und witzig bleibt wird durch viele erzähltechnische Elemente garantiert, die Kling wunderbar einwebt. So wechselt er kreativ die Erzählperspektivwechsel, variiert die Erzählzeit, lässt manchmal kurze Erinnerungslücken auftauchen und stellt falsch zugeordnete Zitate vornan.
 
 
"Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient." -Mario Barth
 
 
Das Ende wartet dann mit einer Sammlung an Anti-Terror-Anschläge und einem finales Nachspiel auf, das sofort Lust auf mehr macht. Zum Glück habe ich ja zu Weihnachten den Zuband "Die Känguru-Apokryphen" bekommen, in die ich immer reinhören kann, wenn ich wieder Entzugserscheinungen habe.
 Zum Abschluss noch ein Zitat vom Känguru das das Konzept und damit die Wichtigkeit des Buches ganz gut zusammenfasst:
 
“Ja. Waffe”, sagt das Känguru, “Warum wird uns pausenlos von Terror, Krisen, Katastrophen, ja von der Apokalypse und den daraus resultierenden Sachzwängen und Alternativlosigkeiten erzählt? Ich sage euch, warum: Furcht gebiert Gehorsam! Wir werden beherrscht durch unsere Ängste. Das Verlachen aber zerbricht die Angst! Es befreit. Es ist eine Selbstermächtigung! Und das wird nur der Anfang sein.”
 
 
Fazit:
 
 Die Erfolgsformel zieht auch hier: 1 Kleinkünstler + 1 kommunistisches Känguru + 1 kapitalistischer Pinguin + viele dämliche Ideen = Suchtpotential und Angriff auf die Lachmuskulatur.
 
Die Geschichtssammlung wird von der Situationskomik im Wohnzimmer immer mehr zum politischen Kabarett mit dystopischen Elementen und Gesellschaftskritik im globalen Stil. Ganz große (Klein-)Kunst, die den Spagat zwischen Witz und messerscharfe Kritik wieder mit Bravour meistert!
 
 


Donnerstag, 10. Januar 2019

Klassiker Challenge: Der Steppenwolf


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Allgemeines:

Titel: Der Steppenwolf
Autor: Hermann Hesse
Verlag: Suhrkamp 30. April 1974 (1927 erstmals erschienen)
Genre: Roman  

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Inhalt:

Harry Haller, der Steppenwolf, leidet an seiner Zerrissenheit, empfindet halb als Mensch, halb als Wolf. Er sehnt sich nach Zugehörigkeit, nach Harmonie und Liebe, will aber auch unabhängig und frei sein und verabscheut alles Normale. Dieser Zwiespalt führt ihn immer tiefer in eine existenzielle Krise, in der er Selbstmord als einzigen Ausweg sieht. Doch Hermine, eine Prostituierte, und das Magische Theater helfen ihm, sich selbst zu erkennen und das Leben leichter zu nehmen.
 
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Wie bin ich mit der Sprache zurecht gekommen?
 
  Vorangestellt muss ich wohl sagen, dass dieser Klassiker eine meiner Deutsch-Abi-Lektüren ist, ich mich also im schulischen Rahmen damit beschäftigt habe. Im Gegensatz zu vielen anderen Werken, die ich in der Schule schon lesen musste, ist die Sprache Hesses sehr gut verständlich und mit seiner sehr treffenden und umschreibenden Art sich auszudrücken, konnte er sehr viele Gedanken und Gefühle an mich herantragen. Der Stil ist sehr expressionistisch, was eine unkonventionelle, anspielungsreiche Ausdrucksweise mit vielen Neologismen und einen komplizierten Satzbau beinhaltet. Letzteres schließt leider auch viele Schachtelsätze ein, die sich teilweise über fast eine Seite ziehen und die man bis zu drei Male lesen muss um ihren Inhalt gänzlich verstehen zu können. Innerhalb des Romans ändert sich die Sprache mit der jeweiligen Erzählperspektive ständig und ist auch situations- und stimmungsbedingten Veränderungen unterworfen.