Sonntag, 20. Januar 2019

Serienempfehlung: The Shannara Chronicles

All die Jahre habe ich es geschafft ohne Netflix, Amazon Prime oder anderem meine Abende zu gestalten doch seit ich der Verlockung nicht mehr widerstehen konnte und Prime für einen Monat getestet habe bin auch ich hoffnungslos süchtig ;-)
 
Meine erste richtige Serie, die ich in einer Woche durchgesuchtet habe war die US-amerikanische Fantasy-Fernsehserie "The Shannara Chronicles", die auf den Shannara-Romanen des Fantasyautors Terry Brooks basiert.
 Mit zwei Staffeln mit jeweils 10 Folgen, die ca. 42 Minuten gehen macht das also 14 Stunden Serienspaß, also 2 Stunden pro Tag. Allein diese furchtbar peinliche Zahl sagt ja schon aus, dass die Serie von Regisseur Brad Turner aus dem Jahre 2017 nicht so schlecht gewesen sein kann...

 
Darum geht´s:
 
Die Welt, wie wir sie kennen, ist seit tausenden von Jahren am Ende in dieser grandiosen Mischung aus "Herr der Ringe" und "Game Of Thrones". An ihre Stelle traten die Vier Lande, die von Elfen, Zwergen, Trollen, Gnomen und Menschen bevölkert werden. Unter ihnen drei ungewöhnliche Gefährten, die eine epische und fantastische Reise antreten, um die Vier Lande vor einen dunklen Bedrohung zu bewahren.

 
Warum sollte ich mir die Serie unbedingt ansehen?
 
Es ist immer wieder erstaunlich, was aus einem fetten Fantasy-Wälzer alles gemacht werden kann. So auch mit Terry Brooks "Die Elfensteine von Shannara", welches hier spektakulär animiert, mit hitziger Atmosphäre und flottem Tempo zum Leben erwacht. Wie es sich für eine Serie gehört dürfen wir hier verschiedene Protagonisten auf ihrer abenteuerlichen Reise durch die "Vier Lande", eine postapokalyptische Welt auf dem nordamerikanischen Kontinent, begleiten auf der uns viele Überraschungen, Gefahren, neue Bekanntschaften und natürlich auch Liebe und der Wandel der Protagonisten erwarten.

Das Setting hat dabei mit Elfen, Zwergen, Menschen, Trollen, Druiden und Gnomen in verschiedenen Königreichen, verschieden Interessengruppen wie Rebellen, Nomaden, Elfenjägern, kleinen Enklaven und verrückten Einsiedlern, einer Menge magischer Geheimnisse und natürlich der großen Bedrohung durch alte, dunkle Mächte wie Dämonen oder Hexenmeister einiges zu bieten. Hässliche wie schöne Landstriche und Kreaturen sind dabei fantasievoll und wundervoll animiert, sodass man sehr gern ein die magische, vielseitige Welt der "Vier Lande" eintaucht. Dabei ist von allem ein bisschen vorhanden, was in einer guten Serie drin sein muss: dystopische Science-Fiction, schöne Romantik, hinterhältige Intrigen, dunkle Mystery, krasse Endzeitstimmung, epische Schlachten und kleine Rebellionen - verpackt in verschiedenen Handlungssträngen, die über die ganzen vier Lande und auch in die Vergangenheit zurückreichen.

Unterstützt wird die rasante Storyentwicklung durch liebenswerte Charaktere und vor allem: durch sehr starke Protagonistinnen. Ein Hauptaugenmerk liegt in der ersten Staffel auf der Elfenprinzessin Amberle Elessedil (Poppy Drayton), die als Erwählte den Ellcrys beschützen muss, damit die Dämonen nicht aus einer Parallelwelt in die Stadt Arborlon und die Vier Lande einfallen können. Als der Baum erkrankt wird sie vom Druiden Allanon (Manu Bennett) auf die Mission geschickt, das Samenkorn des Baumes zum Blutfeuer zu bringen um die Vier Lande zu retten. Unterstützt wird sie dabei von Wil Ohmsford (Austin Butler), der vor dem Tod seiner Mutter eigentlich ein ganz beschauliches Leben in einem verlassenen Tal geführt hat und sich zum Heiler ausbilden lassen wollte. Doch das Schicksal hat einen anderen Plan mit dem Halbelfen und so bekommt er mit den magischen Elfensteinen seines Vaters und dem Geheimnis seiner Abstammung - er ist der letzte Erbe Shannaras - eine neue Berufung. Immer wieder dazwischen funkt das schöne Zigeunermädchen Eritrea (Ivana Baquero), die sich durch die Elfensteine endlich ihre Freiheit von ihrem Besitzer Cephalo (James Remar) erhofft. Was sie nicht wissen: das Schicksal hat sie drei auserkoren, zusammen die Vier Lande zu retten.

 Leider geht die Serie ein wenig verschwenderisch mit Charakteren um, sodass wir uns immer wieder von alten verabschieden müssen. Wir bekommen dafür aber vor allem in der zweiten Staffel eine ganze Reihe an spannender neuer Charaktere vorgesetzt. Darunter das Königshaus von Lee mit der Königin Tamlin (Caroline Chikezie) und ihrer Tochter Lyria (Vanessa Morgan), die Druidin Mareth (Malese Jow), der Kopfgeldjäger Garet Jax (Gentry White) und der böse Bluträcher General Riga (Desmond Chiam). Durch sie kommen ein wenig mehr Dynamik und mehr Handlungsstränge in die Geschichte, auch wenn die zweite Staffel teilweise ein wenig chaotisch wirkt.
 
Die super Untermalung durch Musik, Kostüme, interessante Kameraführung und Dialoge überspielt gekonnt, dass die Serie nicht unbedingt das Rad neu erfindet und weder besonders tiefgründig noch besonders innovativ daher kommt. Auch wenn hier also an vielen Stellen das Potential noch nicht ganz ausgenutzt wurde, wird die Serie für das geringe Budget deutlich unterschätzt! Leider kam vor allem die zweite Staffel nicht so gut an und deshalb wurde der Dreh eingestellt. Jetzt kann man nur noch hoffen, dass Amazon die Produktion übernimmt, sonst sehe ich für eine 3. Staffel leider schwarz.

Dystopische Science-Fiction, schöne Romantik, hinterhältige Intrigen, dunkle Mystery, krasse Endzeitstimmung, epische Schlachten und kleine Rebellionen -  eine Buchreihe erwacht hier spektakulär animiert, mit hitziger Atmosphäre und flottem Tempo zum Leben. Sehr sehenswert trotz kleiner Schwächen!

Schaut doch mal in den Trailer rein:

 

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