Dienstag, 3. August 2021

Blood and Ash


Allgemeines

Titel: Blood and Ash - Liebe kennt keine Grenzen
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Heyne (12. Juli 2021)
Genre: Romantasy
ISBN-10: 3453321413
ISBN-13: 978-3453321410
ASIN: B08MCCJX4S
Seitenzahl: 672 Seiten
Originaltitel: From Blood and Ash
Weitere Bände: Flesh and Fire
(Band 2, ET: 8. März 2022)
The Crown of Gilded Bones
(Band 3, noch kein ET angekündigt)
Preis: 13,99€ (Kindle-Edition)
16,99€ (Broschiert)
Link: Hier klicken!



Inhalt

Poppy ist eine Auserwählte. Wenn sie den Segen der Götter erhält, wird sie die Einzige sein, die ihre Heimat vor dem Angriff des Verfluchten Königreiches retten kann. So will es die Tradition. So will es das Gesetz. Das Leben einer Auserwählten ist einsam. Niemand darf sie ansehen, geschweige denn mit ihr sprechen oder sie berühren. Eines Tages wird der attraktive Hawke – mit den goldenen Augen, dem frechen Grinsen und den provokanten Sprüchen – Poppys Leibwache zugeteilt, und sie merkt, dass es in ihrem Leben so viel mehr geben könnte als nur ihr Amt. Dass sie ein Herz hat, eine Seele und die Sehnsüchte einer ganz normalen jungen Frau. Als an den Landesgrenzen die Schatten der Verfluchten immer drohender werden, muss Poppy sich zwischen Liebe und Pflicht entscheiden ...

Bewertung

Nachdem sich die letzten Reihen (z.B. Die "Wicked"-Trilogie und die "Götterleuchten"-Reihe) von Jennifer L. Armentrout für mich eher als Enttäuschung herausgestellt haben, hatte ich sehr geringe Erwartungen an den neuen Reihenauftakt, "Blood and Ash", vor allem, da dies ihr erster Ausflug ins Genre High Fantasy war. Aber - wow -, kann sie in diesem Genre bitte für immer bleiben? Die Geschichte von Poppy und Hawke ist so mitreißend, sexy, humorvoll und komplex - die Autorin kann hier ohne Probleme an den Charme ihrer ersten Reihen wie "Dark Elements" oder "Obsidian" anknüpfen und erschließt mit einem Volltreffer ein neues Subgenre für sich!

"Mut und Angst sind oft ein und dasselbe, und man wird entweder zum Krieger oder zum Feigling. Der einzige Unterschied ist die Person, die Mut und Angst empfindet."

Montag, 2. August 2021

Montagsfrage 02.08.2021


Hallöchen,

spielt das Bloggerprogramm bei Euch auch so verrückt im Moment? Jetzt habe ich ja gerade endlich wieder ein bisschen mehr Zeit und ich wollte eine Menge Rezensionen, Filmvorstellungen und Serienempfehlungen nachholen und jetzt haben Probleme der Software einfach meine Beiträge durcheinander geworfen und mein Layout verzogen (es fehlt einfach der komplette Footer, die Sideleiste ist unvollständig und der weiße Hintergrund nicht durchgängig - was ist das??). Vor zwei Wochen hatte ich schonmal ähnliche Probleme und die waren dann einfach über Nacht wieder weg, ich hoffe sehr, das wird dieses Mal auch der Fall sein! Naja, wie auch immer, ich bin jetzt erstmal froh, dass bei mir wieder so etwas wie Normalität eingekehrt ist und ich den August bis auf meine drei Hausarbeiten frei habe.  

Sind euch Dialog oder Beschreibung in Büchern wichtiger?


Das finde ich gerade sehr schwer zu beantworten, da ich mir sowohl eine Geschichte ohne ausführliche Beschreibungen, als auch ein Roman mit wenigen oder keinen Dialogen nicht wirklich vorstellen kann.
Ich kann bei meiner Antwort also leider so gar nicht mit Antonias James-Bond-Pistole-auf-die-Brust-Metapher mitgehen und mich für eines von beidem entscheiden. 

Für mich macht´s hier eindeutig die Mischung, die je nach Genre gerne anders gewichtet sein kann. Gerade bei Fantasy- oder Science-Fiction-Geschichten mit aufwändigem Worldbuilding, die von Details und Bildern leben, dürfen es gerne mehr Beschreibungen sein (so lange es keine Herr-der-Ringe-Dimensionen annimmt, das war dann selbst für mich, die ja eigentlich ein Fan von langen Ausführungen ist, zu viel des Guten). In anderen Genres wie zum Beispiel Jugendbüchern, New Adult, Liebesgeschichten oder Romantasy hingegen kommt durch fetzige Dialoge erst so richtig Schwung in die Geschichte und es ist eher störend, wenn über drei Seiten etwas beschrieben wird (außer Kuss-Szenen oder das Aussehen des Love Interests, dafür mache ich gerne Ausnahmen *grins*). 

Selbstverständlich kommt es aber auch bei Dialogen und Beschreibungen an sich auch auf die Qualität an. Beschreibungen können langweilig sein, eine Geschichte aber auch erst zum Leben erwecken. Genauso ist es mit Dialogen. Nicht jeder verbale Austausch ist bereichernd für die Geschichte. Manchmal drehen sich die Figuren so sehr im Kreis, die Bezüge sind nicht ganz klar (Z.B: wer sagt gerade was? Dieses Problem habe ich gerade bei langen Dialogen oft, wenn die Redebegleitsätze oft weggelassen werden), oder die Erzählperspektive geht verloren, sodass wir nur noch wie durch eine Kamera zusehen und das Gesagte gar nicht mehr wirklich in Verbindung mit der Charakterisierung der Figuren bringen können. 

Ich liebe die ausführlichen Beschreibungen eines Christopher Paolini, der beispielsweise über zehn Seiten Eragons meditative Beobachtung der Arbeit von Blattläusen beschreibt. Genauso sehr brenne ich aber auch für die schlagfertigen Wortgefechte einer Jennifer L. Armentrout. Ihr seht, ich kann mich also wirklich nicht pauschal für eines entscheiden, oder mich auch nur als Liebhaber von einer der beiden Formen aussprechen, da es bei mir stark auf die Umsetzung und das Genre ankommt.

Wie sieht das bei Euch aus?

Liebe Grüße
Sophia

Sonntag, 1. August 2021

Kurzrezension: Das Avery Shaw Experiment


Die Fakten

Titel: Das Avery Shaw Experiment
Autorin: Kelly Oram
Verlag: ONE (30. Juli 2021)
Genre: Young Adult
Seitenzahl: 272 Seiten
Originaltitel: The Avery Shaw Experiment
Weitere Bände: Das Libby Garrett Projekt (ET: 28.01.22)
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Der Inhalt

Avery Shaw ist schon ewig in ihren besten Freund Aiden verliebt. Doch als sie ihm endlich ihre Gefühle gestehen will, läuft es ganz und gar nicht nach Plan. Zum Glück weiß sie aber einen Weg, wie sie ihr gebrochenes Herz heilen kann: Nämlich mit Hilfe der Wissenschaft! Für einen Wettbewerb will sie die sieben Schritte der Trauer durchlaufen. Dabei bekommt sie unerwartete Unterstützung von Aidens Bruder Grayson, der sich ihr als Projektpartner anbietet. Im Gegenzug gibt Avery ihm Nachhilfe in Physik, damit er nicht aus seinem Basketballteam fliegt. Die beiden gehen einen Deal ein, und plötzlich passiert etwas, womit Avery am allerwenigsten gerechnet hat ...

Die Eindrücke

Handlung: "Das Avery Shaw Experiment" ist mein sechstes Buch von Kelly Oram. Nachdem mich ihre letzte Reihe um Virgin Val und Rockstar Kyle eher enttäuscht hat und erst ihr Standalone-Young-Adult-Roman "Girl at Heart" schon an den zuckersüßen Lesezauber von "Cinder & Ella" anknüpfen konnte, war ich natürlich sehr gespannt, wie es um ihre neue YA-Dulogie steht. Und genau wie erwartet war die Geschichte um Grayson und Avery vor allem eines: ZUCKERSÜß! Mit unvorhersehbaren Wendungen, tiefschürfendem Philosophieren oder ernsthafte Probleme, die über die wohl ausbalancierte Mischung von Drama und Kitsch hinausgeht, kann man hier zwar nicht rechnen, dennoch hatte ich mal wieder sehr viel Spaß beim Lesen, sodass ich "Das Avery Shaw Experiment" an einem Tag verschlungen habe.  Hervorsticht die aus Filmen wie "The Kissing Booth" in Grundstruktur bekannte Geschichte vor allem durch die besondere Konzeption. Kelly Oram erzählt die Liebesgeschichte nicht nur aus zwei Perspektiven, sondern auch im Stil eines Forschungstagebuchs. Da Avery und Grayson als Wissenschaftsprojekt durch das Durchlaufen der sieben Phasen der Trauer Averys gebrochenes Herz heilen wollen, gibt es zu jeder der sieben Phasen ein Kapitel jeweils aus beiden Perspektiven. Abgerundet wird dies durch jeweils zwei Prologe und Epiloge.

Be My Tomorrow


Allgemeines

Titel: Be My Tomorrow
Autorin: Emma Scott
Verlag: LYX (28. Mai 2021)
Genre: New Adult
ISBN-10: 3736315325
ISBN-13: 978-3736315327
ASIN: B08M48H27F
Seitenzahl: 400 Seiten
Originaltitel: The Butterfly Project
Weitere Bände: Forever Right Now (Band 2, ET: 30.09.21)
Someday Someday (Band 3, ET: 28.01.22)
Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
14€ (Broschiert)
Link: Hier klicken!



Inhalt

Vor zehn Jahren wurde Zeldas Leben zerstört. Ihren Schmerz verarbeitet sie in ihrer Graphic Novel - aber kein Verlag will ihre Geschichte veröffentlichen. Doch dann trifft sie in New York auf Beckett - auch er trägt eine Last, die ihn nicht loslässt. Da sie sich keine eigene Wohnung in New York leisten kann und Beckett mit der Miete im Verzug ist, überredet sie ihn, sie als Mitbewohnerin aufzunehmen. Aus ihrer Zweckgemeinschaft wird schon bald viel mehr, und Zelda und Beckett beginnen ihr Herz füreinander zu öffnen - bis zu dem Moment, an dem sie gezwungen werden, sich zu entscheiden, ob sie an ihrem Schmerz festhalten oder dem Glück eine Chance geben wollen.


Bewertung

"Be My Tomorrow" ist nun mein achtes Buch von Emma Scott, welche sich schon mit ihren Liebesdramen "The Light In Us", "Bring Down The Stars", "Light Up The Sky", "Never Doubt", "Between Your Words" "All In - Zwei Versprechen" und "All In - Tausend Augenblicke" in mein Leseherz geschrieben hat. Wie bei jedem ihrer Bücher habe ich mich auch in die Geschichte von Zelda und Beckett Hals über Kopf verliebt, ganz an die von Thea und Jim, die ich vor ein paar Wochen gelesen habe, kommt "Be My Tomorrow" aber nicht heran.

Samstag, 31. Juli 2021

Kurzrezension: Redwood Love


Die Fakten

Titel: Redwood Love - Es beginnt mit einem Blick
Autorin: Kelly Moran
Verlag: Rowohlt (19. September 2018)
Genre: Liebesgeschichte
Seitenzahl: 364 Seiten
Originaltitel: Puppy Love
Weitere Bände: Redwood Love - Es beginnt mit einem Kuss (Band 2)
Redwood Love - Es beginnt mit einer Nacht (Band 3)
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Der Inhalt

Redwood, ein malerisches kleines Städtchen in Oregon. Genau der richtige Ort für einen Neuanfang. Und den braucht Avery Stowe nach einer desaströsen Ehe dringend, ebenso für sich wie für ihre autistische Tochter Hailey. Da gibt es nur ein Problem: den attraktiven Tierarzt Cade O‘Grady. Eine neue Beziehung ist das Letzte, was Avery will. Sie ist sich nur nicht sicher, wie lange sie Cade widerstehen kann. Vor allem, da sich anscheinend der ganz Ort gegen sie verschworen hat und Amor spielt …


Die Eindrücke

Handlung: Ich habe die "Redwood Love"-Reihe erste vor Kurzem auf einem Mängelexemplar-Schnäppchen-Markt ergattert und mitgenommen, da ich sie aufgrund des Hypes der letzten Jahre für eine sichere Bank hielt. Und jaaaa, die Geschichte von Avery und Cade ist wirklich ein idyllisches, locker-leichtes Wohlfühlbuch, das genau das liefert, was es verspricht: große Gefühle in einer kleinen Stadt. Doch aufgrund der sehr vorhersehbaren Handlung, dem plätschernden Beginn und den vielen Wiederholungen ist es leider weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. 

Monatsrückblick #7 - Juli 2021


Hallöchen,

seit gestern ist endlich (ENDLICH!) mein Semester zuende, was bedeutet, dass ich jetzt ein bisschen mehr Zeit zum Lesen habe, lange überfällige Rezensionen nachholen kann und einfach wieder ein LEBEN habe. Im Gegensatz zu den vorherigen Monaten, die wahnsinnig schnell an mir vorbeigezogen sind, wollte der Juli einfach nicht enden, doch jetzt ist es geschafft und der August bringt zwar drei Hausarbeit-Abgaben, sieht aber alles in allem viel freundlicher aus, als der Vormonat. Durchgekommen bin ich durch diesen anstrengenden Monat voller Stress und Prüfungen vor allem durch die tollen Bücher, die ich gelesen habe (und dank meiner Familie, aber lassen wir das):

Bücher





Im Juli habe ich es trotz Stress geschafft, sogar ein Buch mehr zu lesen, als mein Durchschnittswert von 10 Büchern. Mit unglaublichen 11 gelesenen Büchern stehe ich nun bei 71 2021-Büchern. Für mein Leseziel von 100 Büchern für 2021 habe ich somit ganze 14 Bücher Vorsprung und bin zuversichtlich, dass ich das schaffe bis zum Ende des Jahres!

Sehr gefreut habe ich mich auch über meinen Bewertungsdurchschnitt, der sogar meinen Jahreshochpunkt vom Juni nochmal getoppt hat. Mit 4,27 Sternen im Mittel war der Juli ein wirklich wahnsinnig erfolgreicher Lesemonat. Ganze 3 5-Sterne-Highlights hat mir dieser Monat beschert und mit 4x 4,5 Sterne waren echt einige Volltreffer und kein richtiger Flop dabei! Besonders begeistert war ich von "Between Your Words" von Emma Scott, "Only One Note" von Anne Goldberg und "Das dunkle Herz des Waldes" von Naomi Novik. Ein weiteres Highlight des Monats war mal wieder mein Buddyread mit Sofia von "Sofias kleine Bücherwelt", mit der zusammen ich die Anthologie "Blackout" gelesen habe.

Die Genreauswahl betreffend war ich diesen Monat wieder vorrangig im Fantasy und Jugendbuch-Bereich unterwegs. Mit 3 High-Fantasy-Büchern, einer Urban-Fantasy-Geschichte, 4x New Adult, 1x Young Adult und einer Kurzgeschichten-Anthologie hatte ich aber genügend Abwechslung dabei! Um meine genaueren Urteile zu den 11 Büchern zu lesen, klickt doch einfach auf das jeweilige Bild! 

Serien

Zum Serienschauen bin ich diesen Monat tatsächlich fast gar nicht gekommen. Da ich diesen Monat durch mein steigendes Uni-Pensum Abends oft müde war, habe ich im Juli nur eine weitere Staffel "Pretty Little Liars" geschafft und werde mich auch meiner Watchlist in den nächsten Wochen mehr zuwenden.


Wie war Euer Lesemonat Juli? 


Liebe Grüße
Sophia

Freitag, 30. Juli 2021

Das dunkle Herz des Waldes


Allgemeines

Titel: Das dunkle Herz des Waldes
Autorin: Naomi Novik
Verlag: cbj (21. November 2016)
Genre: High Fantasy
ISBN-10: 3570172686
ISBN-13: 978-3570172681
ASIN: B01M032U2M
Seitenzahl: 576 Seiten
Originaltitel: Uprooted
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)
6,99€ (Kindle-Edition)
17,99€ (gebundene Ausgabe)
Link: Hier klicken!


Inhalt

Agnieszka liebt das Tal, in dem sie lebt: das beschauliche Dorf und den silbern glänzenden Fluss. Doch jenseits des Flusses liegt der Dunkle Wald, ein Hort böser Macht, der seine Schatten auf das Dorf wirft. Einzig der »Drache«, ein Zauberer, kann diese Macht unter Kontrolle halten. Allerdings fordert er einen hohen Preis für seine Hilfe: Alle zehn Jahre wird ein junges Mädchen ausgewählt, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss – ein Schicksal, das beinahe so schrecklich scheint wie dem bösen Wald zum Opfer zu fallen. Der Zeitpunkt der Wahl naht und alle wissen, wen der Drache aussuchen wird: Agnieszkas beste Freundin Kasia, die schön ist, anmutig, tapfer – alles, was Agnieszka nicht ist. Niemand kann ihre Freundin retten. Doch die Angst um Kasia ist unbegründet. Denn als der Drache kommt, wählt er nicht Kasia, sondern Agnieszka.


Bewertung

Schon mit "Das kalte Reich des Silbers" konnte mich Naomi Novik 2019 in ihren Bann ziehen. Keine Frage, dass ich auch ihrem erfolgreichsten Roman "Das dunkle Herz des Waldes" eine Chance geben musste. Und WOWOWOWOW, mit so einer hochspannenden, gut durchdachten, atmosphärischen Geschichte hätte ich trotz allem nicht gerechnet. Zwar ist dieses High Fantasy Abenteuer keineswegs perfekt, der Geschichte wohnt jedoch eine berührende Andersartigkeit inne, die sie von anderen Fantasy-Romanen abhebt. Und sind wir doch mal ehrlich: die wirklich genialen Highlights sind doch nicht die, bei denen uns kein einziger Kritikpunkt einfällt, sondern die, bei denen wir haufenweise Dinge anders gemacht hätten, die aber trotzdem so perfekt sind, dass man sie einfach von ganzem Herzen lieben muss.

Donnerstag, 29. Juli 2021

Chasing Dreams


Allgemeines

Titel: Chasing Dreams
Autor: Julia K. Stein
Verlag: Piper (29. Juli 2021)
Genre: New Adult
ISBN-10: 349206261X
ISBN-13: 978-3492062619
ASIN: B092LNPQZG
Seitenzahl: 416 Seiten
Weitere Bände: Chasing Fame
(Band 2, ET: Oktober 2021)
Chasing Hope
(Band 3, ET: Dezember 2021)
Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
12,99€ (Broschiert)
Link: Hier klicken!



Inhalt

Schon früh musste die Tänzerin Yuna lernen, mit ihrer Andersartigkeit umzugehen. Sie ist athletischer als andere Mädchen, weniger zierlich, und fühlt sich mehreren Kulturen zugehörig. Nur beim Tanzen ist sie vollkommen frei. Am Montana Arts College für künstlerisch Begabte verfolgt Yuna deshalb ihren Traum vom klassischen Ballett – ihre modernen Choreografien behält sie vorerst für sich. Im Campuscafé lernt sie den verschlossenen Barista Miles kennen, der sofort von Yunas Ausstrahlung, ihren kontrollierten, eleganten Bewegungen fasziniert ist. Beide sind auf ihre Weise Außenseiter, denn Miles hat jahrelang unter dem Pflegesystem gelitten, seine Gefühle in Bildern verarbeitet. Miteinander können sie endlich sie selbst sein. Wäre da nicht Milesʼ Vergangenheit, die sie einzuholen droht.


Bewertung

Schon Mitte Juni kam mein (*fangirling* signiertes *fangirling*) Vor-Vorab-Leseexemplar von "Chasing Dreams" von Julia K. Stein bei mir an, welches zwar erst heute, am 29. Juli, erscheint, ein paar ausgewählten Bloggern aber im Rahmen einer Promo-Aktion vorab zur Verfügung gestellt wurde. Bevor ich mit meiner Rezension beginne, muss ich erst noch eine lustige Anekdote zu dieser Sendung erzählen. Denn bevor das Buch bei mir eingetrudelt ist, lag zuerst ein Zulassungsbescheid des Montana College of Performing Arts  bei mir im Briefkasten, der mir dazu gratuliert hat, dass ich aus Tausenden Bewerbern ausgewählt wurde und die Aufnahmeprüfung bestanden habe. Und ich ahnungsloses Naivchen bin panisch im Kopf alle Websites durchgegangen, bei denen ich aus Versehen auf "bewerben" hätte klicken können. Als ich dann das Piper-Logo am unteren Ende der Seite gesehen habe, war alles klar, zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass auch meine Mutter darauf reingefallen ist ("Du hast dich WO beworben? In den USA? Bist du verrückt?" waren ihre Worte😂) und es wirklich gut gemacht war. Kurz darauf kam dann ein Willkommens-Brief des "Colleges" bei mir an, der sich für meine Zusage bedankte und mir viel Spaß am Campus wünschte. Und genau dort bin ich dann auch hingereist - nur eben per Buch mit der hinreißenden, intensiven und leidenschaftlichen Geschichte von Yuna und Miles. 

Montag, 26. Juli 2021

Montagsfrage 26.07.2021


Hallöchen,

wie vorhergesagt war es letzte Woche aufgrund meiner Prüfungsphase ziemlich still (was man auch an den beiden aufeinanderfolgenden Montagsfragen in meiner Chronik sehen kann, haha😁). Seit heute habe ich nun drei von meinen vier Klausuren hinter mich gebracht (ob erfolgreich oder nicht, wird sich dann in den nächsten Wochen herausstellen), was bedeutet, dass ab Donnerstag meine Semesterferien auf mich warten. Es heißt jetzt also noch einmal: die Zähne zusammenbeißen, an den Schreibtisch, dann am Donnerstag alles geben und ab in die Semesterferien! Die sehne ich nun wirklich stark herbei, da ich mittlerweile ziemlich auf dem Zahnfleisch gehe. Das liegt nicht nur an dem anstrengenden Semester, das hinter mir liegt, sondern auch an vielen kleinen Stressoren, die mir meine Woche nicht gerade leicht gemacht haben. Ein Beispiel: Leider habe ich es heute (mal wieder) nur mit ach und krach zur Prüfung geschafft, da es auf meiner Zugstrecke (mal wieder) einen "Notfalleinsatz am Gleis" aka "Personenschaden" aka "tragisches Ende eines Psychiatrieausbruchs" gab und für einige Stunden der gesamte Zugverkehr lahmgelegt wurde. Umso ärgerlicher ist das, da genau vor einer Woche am Montag meine Fahrt zur ersten Prüfung schonmal ein verfrühtes Ende genommen hat, da eine Oberleitung in Brand stand. Klar, als Pendlerin bin ich mittlerweile einiges gewöhnt, aber 2 von 3 Hinfahrten Prüfung zu verhunzen ist selbst für die Deutsche Bahn "next level shit"🙄. So, genug ausgekotzt, jetzt geht´s wirklich los mit der Montagsfrage, die heute mal wieder von Antonia selbst gestellt wurde...


Tabuthemen der Literatur?

Heute fasse ich mich ein bisschen kurz, da ich zu "Tabuthemen" eine ganz klare Meinung habe: ich finde nicht, dass es so etwas wie "Tabuthemen" überhaupt geben sollte, da es meines Erachtens grundsätzlich super ist, wenn wir als Gesellschaft, im sozialen Rahmen und auch als Personen auch über unangenehme Themen sprechen, Grenzen ausloten und intime Probleme nicht totgeschwiegen werden. Die Sexualität, der große moralische Graubereich, unsere finanzielle Lage, psychische Erkrankungen, unsere natürlichen Körperfunktionen wie zum Beispiel die Menstruation, und und und - es gibt viele Themen, die lange Zeit im gesellschaftlichen Diskurs nicht präsent waren, da sie mit Scham verbunden sind und von denen man schon als Kind ohne Erklärung gesagt bekam "darüber spricht man einfach nicht". Tabus sorgen im Endeffekt dafür, dass man sich als Person und auch als Gesellschaft nicht tiefer mit ernsten und schwerwiegenden Themen auseinandersetzt, obwohl die Sperre in unseren Köpfen oft aus einer anderen Zeit, einer anderen Generation weitergetragen wurde. Natürlich können auch Bücher dazu beitragen, aufzuklären, Themen in den Fokus zu rücken, die häufig nicht erwähnt werden und zu betonen, dass man sich für ganz normale Dinge nicht schämen muss. 

Okay, ich halte also soweit fest: Tabus sollten meiner Meinung nach ständig auf ihre Aktualität überprüft, angesprochen und diskutiert werden - sehr gerne auch durch Bücher. An diesem Punkt will ich aber noch dazusagen, dass ich es wichtig finde, sensible Themen (und Inhalte rund um Tabus sind oft eher sensible Themen) von außen ersichtlich zu machen. Also entweder man schreibt gleich in den Klapptext, worum es grob geht, oder man stellt eine Triggerwarnung vorweg. Denn nicht jede Person möchte, oder kann sich zu jedem Zeitpunkt mit jedem Thema beschäftigen. Meine ausführlichere Meinung zu diesem Thema habe ich HIER verlinkt.

Selbstverständlich gibt es neben den typischen, als negativ bewerteten und veraltet angesehenen Tabuthemen, auch gesellschaftlich nützliche Tabus, die ebenfalls als Teil unserer Sozialisierung erlernt werden und garantieren, dass wir halbwegs friedlich zusammenleben können. Ist ein Tabu nun wichtig und gültig, oder veraltet und nicht mehr nützlich? Und wer bestimmt das? Keine Ahnung, aber um das herauszufinden, müssen wir darüber SPRECHEN. Trotz individueller Sichtweisen und Meinungen zu verschiedenen Themen sollte aber auch bei Diskussionen über Tabus immer innerhalb des gesellschaftlichen Common Ground verblieben werden. Was ich damit meine? Über Missbrauch schreiben? Ja bitte, aber nicht verharmlosen oder gar romantisieren. Mord und Totschlag in Büchern? Das bringt erst so richtig Action, aber einfach in einen angemessenen Kontext setzen. Politische Kritik üben? Nur zu, davon lebt ja die Demokratie, aber nicht die Grundrechte von anderen verletzten. Okay? Danke!

Wie seht Ihr das?

Liebe Grüße
Sophia

Montag, 19. Juli 2021

Montagsfrage 19.07.2021


Hallöchen,

sooo, jetzt ist sie da: die Klausurenphase. Wie schon letztes Semester trennen mich jetzt "nur" noch 4 Prüfungen von meinen (wohlverdienten und sehnlichst herbei gewünschten) Semesterferien. Heute Mittag geht´s los mit der ersten Prüfung und auch wenn ich dieses Semester insgesamt sehr entspannt und optimistisch bin, könnt Ihr Euch nicht vorstellen, wie erleichtert ich sein werde, wenn ich sie hinter mir habe. Drückt mir also die Daumen! 
Die heutige Montagsfrage ist mal wieder von Jay von Bücher wie Sterne.


Hat sich dein Stil beim Verfassen von Blogbeiträgen/Rezensionen über die Jahre verändert? 

Das hoffe ich doch, haha. Als ich im Mai 2016 mit dem Bloggen angefangen habe, war ich gerade mal 15 Jahre alt, hatte einige Defizite hinsichtlich der deutschen Rechtschreibung (vor allem Kommata haben mir schon immer das Leben schwer gemacht, aber es hat sich gebessert) und natürlich keine Ahnung, was man so auf einem Blog veranstalten kann. Seitdem habe ich mehr als 1500 Beiträge verfasst (unfassbar, oder?), andere Blogs gelesen, Fehler gemacht, sie korrigiert, gelöscht, wieder von vorne angefangen, Ideen gehabt, sie wieder verworfen und so Schritt für Schritt zu einem Format und einem Stil gefunden, mit dem ich zufrieden bin. Wenn man sich meine ersten Rezensionsversuche anschaut, wird man schnell feststellen, dass meine Beiträge sich vor allem hinsichtlich einer Stellgröße verändert haben: dem Umfang. Mit meiner wachsenden Erfahrung sind meine Rezensionen immer länger und länger geworden, weshalb ich vor zwei Jahren das Label "Kurzrezension" einführen musste, um etwas Zeit zu sparen. 

Ich bilde mir jedoch ein, dass sich nicht nur die Länge der Rezensionen stark verändert hat, sondern auch ihre Qualität. Unter Qualität verstehe ich dabei zum einen die gedankliche Tiefe, die ich wohl meiner persönlichen Reifung, dem Älterwerden an sich, meiner mit jedem Beitrag zunehmenden Erfahrung und der Inspiration durch andere Beiträge zu verdanken habe. Zum anderen meine ich damit auch meine sprachliche Ausdrucks- und Herangehensweise. Wenn ich zuvor noch sehr schwammig und gefühlsbetont meine Begeisterung auszudrücken versuchte, sind meine Kritiken mittlerweile stringenter, sachlicher (auch wenn ich trotzdem noch manchmal das Fangirl rauslassen muss) und pointierter auf den Punkt gebracht. Während der letzten zwei Jahre kann man bestimmt auch den Einfluss meines Psychologie-Studiums anklingen sehen. Nicht nur, dass ich durch die ganze wissenschaftliche Fachliteratur, die ich mir täglich zuführe, etwas nüchterner geworden bin. Auch kann ich es nicht verhindern, dass ab und zu ein paar Fachbegriffe miteinfließen, die über meine veränderte Perspektive auf Lesen, Lernen, Figuren und Entwicklung hinaus offenbaren, dass ich mich viel mit dem Menschen und seiner Psyche beschäftige.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der mir erst beim Nachdenken über diese Frage wirklich bewusst geworden ist, ist dass sich auch meine Beziehung zum Bloggen und mein Selbstverständnis als Rezensentin stark verändert und weiterentwickelt hat. Das würde ich gerne an dem Punkt "Objektivität/Subjektivität" beim Bewerten von Büchern kurz ausführen, da mich dieser Zwiespalt gerade zu Beginn meiner "Bloggerkarriere" immer wieder verwirrt und aufs Glatteis geführt hat. Denn als Rezensentin will ich ja zum einen von meiner subjektiven Leseerfahrung erzählen, habe dabei aber durchaus einen Objektivitätsanspruch, insofern, dass jeder, der meine Rezension liest, verstehen kann, was ich meine. "Ich fand die Hauptfigur blöd" mag vielleicht subjektiv korrekt sein, was bringt das aber den LeserInnen meiner Rezension? Gerade zu Beginn habe ich sehr stark an meinem eigenen Erleben orientierte Rezensionen geschrieben. Danach habe ich dann krampfhaft versucht, möglichst objektiv und sachlich zu sein, war dann aber oft unzufrieden, da meine entstandene Bewertung oft nicht mit dem Bauchgefühl übereinstimmte, die ich zu einem Buch hatte. Mit der Zeit habe ich dann begriffen, dass es zwar auf keinen Fall so ist, dass alle LeserInnen Geschichten auf die genau gleiche Art und Weise empfinden und erleben müssen, dass es aber bestimmte Methoden gibt, mit denen AutorInnen sicherstellen können, dass ungeachtet aller Subjektivität und Individualität eine gewünschte Wirkung (eine emotionale Reaktion, das Aufkommen von Spannung etc.) transportiert wird. Mit dieser Annahme ist es mir möglich, ganz sachlich auf Textebene zu erklären, warum die ein oder andere Szene eine subjektive Wirkung bei mir erzielt hat, oder eben nicht und diese beide Extrempole in meinen Beiträgen besser auszubalancieren.

Bevor ich zu sehr abschweife, noch drei weitere Punkte, die sich im Laufe der Zeit verändert haben. Erstens: Ich bin mittlerweile viel selbstbewusster und kann auch kritische Meinungen ohne schlechtes Gewissen äußern. Das ist gerade wenn man mit den AutorInnen direkt in Kontakt steht nicht gerade leicht, aber dazu habe ich mich schon mal ganz ausführlich in einer anderen Montagsfrage ausgelassen. Zweitens: Über die Zeit habe ich eine gewisse mentale Vorstrukturierung, eine allgemeine Herangehensweise entwickelt, wie ich an Rezensionen herangehe. Ich hangele mich dabei an den großen Punkten "Einleitung, Cover, Gestaltung, Einstieg, Handlungsverlauf, Spannungsbogen, Figuren, Schreibstil, Ende, Ausblick und Besonderheiten" entlang und habe eine gewisse Routine und Fragen in meinem Kopf, die ich mir stelle, wenn ich an einem Punkt nicht mehr weiterkomme. Und drittens: Ich kann besser reflektieren, welche wichtige Rolle und große Verantwortung RezensentInnen in der Buchwelt haben. 

Noch vor ein paar Jahren habe ich mich sogar ein bisschen geschämt für meine allerersten Rezensionen, da sie mir wahnsinnig schlecht, oberflächlich und ungelenk vorkamen. Ich hatte zeitweise sogar den Anspruch, sie alle zu überarbeiten oder neu zu schreiben. Das sehe ich nun etwas anders, da man an ihnen ablesen kann, wie sehr ich mich verändert und weiterentwickelt habe und somit finde ich das eine schöne Sache, die mir immer den Weg vor Augen führt, den ich schon gegangen bin und den, den ich vielleicht noch gehen kann...

Wie ist das bei Euch?

Liebe Grüße
Sophia

Kurzrezension: Blackout


Die Fakten

Titel: Blackout - Liebe leuchtet auch im Dunkeln
Autorinnen: Angie Thomas, Tiffany D. Jackson, Dhonielle Clayton, Nicola Yoon, Nic Stone und Ashley Woodfolk
Verlag: cbj (19. Juli 2021)
Genre: Anthologie
Seitenzahl: 304 Seiten
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Der Inhalt

New York. Eine Hitzewelle legt die Stadt lahm und während Manhattan in Dunkelheit versinkt, kommen überraschende Wahrheiten ans Licht, aus Freundschaft entsteht Liebe und alles scheint plötzlich möglich: 1. Ein Ex-Pärchen tut sich zusammen, um von Manhattan nach Brooklyn zu gelangen. 2. Zwei Mädchen auf der Suche nach einem Foto finden etwas ganz Anderes. 3. Zwei Highschool-Jungs stecken in der U-Bahn fest und stellen sich ihren Gefühlen. 4. Zwei beste Freunde reden sich in der New York Public Library die Köpfe heiß über die Liebe. 5. Drei Teens unterwegs auf Klassenfahrt in New York – das Liebesdreieck ist vorprogrammiert. 6. Zwei Fremde kommen sich näher bei einer hitzigen Diskussion über Identität und Liebe.


Die Eindrücke

Handlung: Sofia (von Sofias kleine Bücherwelt, wir sind mal wieder unter dem Hashtag #sofiaundsophialesenblackout unterwegs) und ich haben schon vor unserem Buddyread festgehalten, dass wir beide eigentlich kein so großer Fan von Anthologien sind, da man dort so schnell wieder aus einer Situation gerissen und in einen anderen Kontext geworfen wird, sobald man sich eingefunden hat. In "Blackout" gibt es jedoch nicht nur durch die Gesamtsituation des Stromausfalls inmitten des hochsommerlichen New Yorks einen klaren roten Faden, die einzelnen Kurzgeschichten stehen auch durch minimale Überschneidungen, Begegnungen, Bekanntschaft oder Verwandtschaft zwischen den einzelnen Figuren in Verbindung, sodass der Lesefluss beinahe dem einer zusammenhängenden Geschichte gleicht. Dazu trägt auch bei, dass alle der sechs Geschichten auf einen gemeinsamen Endpunkt zusteuern: das Zusammentreffen auf einer Blockparty. Man kann die einzelnen Geschichten also ohne Probleme verteilt lesen, das Format lädt aber definitiv zum Binge-Reading ein. Damit erinnerte mich "Blackout" vom Konzept her an die romantische Komödie "Tatsächlich... Liebe" - nur ohne weihnachtlichen Bezug und eben in Buchform, aber mindestens genauso erfrischend, herzerwärmend und liebeswert erzählt!

Sonntag, 18. Juli 2021

Neuzugänge #72 - 18.07.2021


Hallöchen,

eigentlich wollte ich gestern in der Stadt nur kurz einen Corona-Test für den Abiball meines Bruders machen. Eigentlich wollte ich nämlich schnell wieder heim, um vor den Festivitäten noch einen Lerndurchgang für meine Prüfungen morgen einzulegen. Eigentlich - denn dann hab ich den Taschenbuch-Schnäppchen-Markt gesehen, der von meiner örtlichen Buchhandlung ein paar mal im Jahr veranstaltet wird und konnte natürlich nicht vorbeifahren, ohne einen Blick auf die angebotenen Mängelexemplare zu werfen. Zum Glück, denn wie fast jedes Mal wurde ich wieder fündig und es durften vier Bücher bei mir einziehen, die schon mehr oder weniger lange auf meiner Wunschliste standen!

Da alle momentan total auf "Blood and Ash" von Jennifer L. Armentrout abgehen (ich lese im Moment ständig total begeisterte Kritiken dazu), musste ich natürlich ein Exemplar mitnehmen. Wer öfter bei mir vorbeischaut wird wissen, dass ich ein großer Fan ihrer "Obsidian" und ihrer "Dark Elements"-Reihe bin, von ihren letzten beiden Serien jedoch ein bisschen enttäuscht wurde. Umso gespannter bin ich jetzt also, ob der Hype bei ihrem neusten Roman recht hat und die Autorin mit "Blood and Ash - Liebe kennt keine Grenzen" mal wieder einen Volltreffer landen kann.

Als zweites musste "Poet X" von Elizabeth Acevedo mit. Dieses Buch steht schon seit mehreren Jahren auf meiner Wunschliste und wurde sofort beim ersten Blickkontakt adoptiert (Übersetzung: ich habe mich ganz asozial draufgestürzt, als ich es zwischen ein paar Kinderbüchern entdecket habe und kann nicht garantieren, dass umstehende potentielle Konkurrenten keinen Rempler bekommen haben - aber was tut man nicht alles für günstige Bücher, muhahaha).

Last but not least durfte noch die Redwood-Love Reihe von Kelly Moran bei mir einziehen. Der Hype um diese New Adult Trilogie ist ja schon ein bisschen her, die Reihe hat sich aber konstant auf meiner Wunschliste gehalten. Gestern habe ich zwar nur Band 1 und 3 aufspüren können, Band 2 wird dann aber einfach noch nachbestellt, sollte mir die Reihe (wie erwartet) zusagen.

Diesen vier Neuzugängen werde ich mich wahrscheinlich erst nach der Klausurenphase widmen können (ich habe also noch ein bisschen Zeit zu überlegen, was ich als erstes lesen will). Durch die stressige Zeit begleitet mich jetzt erstmal "Be my tomorrow" von Emma Scott. 

Was ist zuletzt bei Euch eingezogen?

Liebe Grüße
Sophia

*keine WERBUNG, selbstgekauft*

Dienstag, 13. Juli 2021

Ghost Hunter Academy - Verborgenes Erbe


Allgemeines

Titel: Ghost Hunter Academy - Verborgenes Erbe
Autorin: Sarah Short
Verlag: dp (28. Mai 2021)
Genre: Romantasy
ISBN-10: 3968177134
ISBN-13: 978-3968177137
ASIN: B092MJFRH3
Seitenzahl: 564 Seiten
Preis: 13,99€ (Taschenbuch)
4,99€ (Kindle-Edition)
Weitere Bände: kommend
Link: Hier klicken!




Inhalt

Joelle lebt seit ihrem zehnten Lebensjahr als Schülerin bei der Ghost Hunter Association in Paris, der größten Vereinigung von Geisterjägern. Sie bereitet sich darauf vor, die Menschen vor den Kräften des Jenseits und der Hölle zu beschützen, obwohl sie als Halbdämonin selbst Verbindungen in die Hölle besitzt, die ihr nicht gefallen. Dann erreicht sie ein Brief, in dem ihr dämonischer Vater Samael sie auffordert zu ihm in die Hölle zu kommen. Dass außerdem auch noch ihr Exfreund Gábor in Paris auftaucht, sorgt nicht nur für heftiges Herzklopfen, sondern reißt auch alte Wunden auf. Plötzlich befindet sich Joelle zwischen den Fronten eines alten Kampfes und muss sich ihren Gefühlen stellen. Selbst auf die Gefahr hin, dass Gábor sie von sich stößt, wenn er ihr größtes Geheimnis kennt …


Bewertung

"Ghost Hunter Academy" ist nun mein fünftes Buch von Sarah Short, von welcher ich schon 2016 (damals schrieb sie noch unter dem Namen Sarah Schäfle) die Fantasy-Reihe "Der Ruf des Turul" und erst kürzlich die Zeitreise-Romanze "Mein Herz in deiner Welt" gelesen habe. Auch dieser Auftakt einer neuen Reihe, die zugleich die zeitliche Vorgeschichte der "Hekates Erbe"-Dulogie bildet, konnte mich überzeugen, unterhalten und mitreißen - hat mich im Verlauf der Geschichte aber auch ein paar Nerven gekostet...

Neuzugänge #71 - 14.07.2021

Hallöchen, 

bevor ich aufgrund meiner Prüfungen nächste Woche vollständig in der Versenkung verschwinde, will ich Euch noch zwei Neuzugänge vorstellen, die mich diese Woche erreicht haben. Als erstes kam "Be My Tomorrow" von Emma Scott bei mir an, welches ich für meine Wildcard eingelöst habe, welche in meiner Messebox der Bloggerjury zur #buchmesse@home war. Angesichts des wie immer an Highlights nur so wimmelnden Programms der Bastei Lübbe war ich mir lange nicht sicher, für welches Buch ich mich entscheiden werde, nachdem mich "Between Your Words" letzte Woche aber so vom Hocker gehauen hat, habe ich kurzerhand das neuste Buch von Emma Scott angefragt. Jetzt bin ich wahnsinnig gespannt und hoffe, dass mir auch diese Geschichte so gut gefallen wird... Vielen Dank nochmal an die Bloggerjury der Bastei Lübbe und den LYX Verlag für das Buch!

Als zweites kam dann heute Morgen "Blackout" bei mir an, welches ich beim Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse angefragt habe. Dieser Roman ist eine Anthologie, die sechs kurze Geschichten über die Liebe in all ihren Formen mitten im hochsommerlichen New York während eines Stromausfalls erzählt und wurde von sechs schwarzen YA-Bestsellerautorinnen geschrieben: Angie Thomas, Tiffany D. Jackson, Dhonielle Clayton, Nicola Yoon, Nic Stone und Ashley Woodfolk. Ich bin schon sehr gespannt auf dieses Konzept und darauf, wie die Stimmen der sechs Autorinnen, die ich zum Teil schon aus anderen Büchern kenne, hier zur Geltung kommen werden. Lesen werde ich die Anthologie mal wieder im Buddyread mit meiner liebsten Lesepartnerin Sofia von Sofias kleine Bücherwelt, die das Buch auch diese Woche zugeschickt bekommen hat. Es gibt also eine Fortsetzung vom epischen und wohlklingenden Format "Sofia & Sophia reading" 😊😉... Ich halte Euch auf dem Laufenden...

Was ist als letztes bei Euch eingezogen?

Liebe Grüße
Sophia

*unbezahlte WERBUNG*

Vielen Dank an die Verlage für die Rezensionsexemplare, was meine ehrliche Meinung jedoch nicht beeinflussen wird.

Montag, 12. Juli 2021

Montagsfrage 12.07.2021


Hallöchen,

puh, die letzte Woche ist aufgrund meiner zweiten Impfung (und massiven Nebenwirkungen) leider ziemlich schnell an mir vorbeigezogen und jetzt trennt mich nur noch eine Woche von meinen Prüfungen. Tragisch ist, dass ich noch nicht einmal motiviert genug bin, mich wie sonst zu stressen, sondern einfach nur will, dass es endlich vorbei ist (winkt da ein Fatigue am Horizont?). ICH BRAUCHE FERIEN! So, jetzt da das klargestellt ist, geht´s weiter mit der heutigen Montagsfrage, die von Aequitas et Veritas gestellt wurde:


Wie gehst du damit um, wenn sich herausstellt, dass ein Autor, dessen Bücher du sehr schätzt, Auffassungen äußert, mit denen du nicht übereinstimmst?

Als Antonia im vorletzten April eine ähnliche Frage gestellt hat, habe ich ausgesetzt, da ich dazu keine wirklich ausgeprägte Meinung hatte und gerne den Mund halte, mir verschiedene Argumente anhöre und mir erst mit der Zeit einen eigenen Standpunkt erarbeite. Denn nichts ärgert mich mehr, als wenn Menschen sich bei jeder aufkommenden Kontroverse sofort in den Ring werfen, ungeachtet ob sie das Thema überhaupt a) betrifft, sie sich b) damit beschäftigt haben und sie sich c) überhaupt genug auskennen, um eine sophistizierte Meinung zu haben. 

So, genug von meiner epistemischen Diskussionsphilosophie und hin zur Beantwortung der Frage, für die ich ein kleines bisschen ausholen muss. Ob man KünstlerIn und Werk getrennt voneinander bewerten und beurteilen darf, oder ob beide dazu nicht zu eng verbunden sind, ist eine oft diskutierte Frage, die eigentlich bei allen Formen von Kunst auftritt. Ich habe mich zwar bislang noch nicht so tief mit literaturtheoretischen Annahme zu dem Thema beschäftigt, tendiere aber eher in die Richtung "The Death of the Author", da ich Geschichten auch als Projektionsfläche für eigene Erfahrungen und Emotionen wahrnehme und wir (ganz nach meinem Blogmotto "A writer only starts a book, a reader finishes it") die Romane in unseren Köpfen ganz subjektiv zum Leben erwecken und mit diesem füllen. Klar, manchmal ist ein Blick auf den Erschaffenden und dessen Lebensumstände hilfreich für das Verständnis dessen Romane, ich bin aber davon überzeugt, dass Geschichten so weit weg von der eigenen Person geschrieben werden können, dass es nicht sinnvoll ist, vom Inhalt auf Persönlichkeitseigenschaften, Werte oder Intentionen der AutorInnen zu schließen. Gewalttriefende Horrorszenen machen Autoren von Psychothrillern ja nicht gleich zum gefährlichen Mörder und wenn die Hauptfigur ein homophobes Arschloch ist, bedeutet das nicht, dass der Schriftsteller in dieselbe Schublade einzuordnen ist. Wenn man die Haltungen von Figuren mit denen ihrer ErschafferInnen gleichsetzen würde, könnte man eine Menge AutorInnen gleich in die Klapse einweisen. 

Bei anderen Kunstformen, wie zum Beispiel Musik gibt es nicht immer eine solche Distanzierung zwischen Figuren und Künstler, da selten ein komplexes Narrativ hinter Songs steckt und eher aus dem eigenen Erfahrungsbereich geschöpft wird. Wenn also z.B. Rapper von frauenfeindlichen oder antisemitischen Hasstaten singen, kann man eher weniger davon ausgehen, dass sie dies tun, um auf psychologisch pointierte Weise ihre Zuhörer betroffen zu machen und auf Missstände hinzuweisen. Natürlich kann man das auch nicht pauschalisieren, ich ziehe diese Analogie nur um zu verdeutlichen, dass bei anderen Kunstformen, bei denen die KünstlerInnen direkt an der Präsentation ihrer Werke beteiligt sind, deren Auftreten, Äußerungen und Werte für mich in den Gesamteindruck und die Bewertung ihrer Kreationen stärker mitreinspielen. AutorInnen hingegen sind in selteneren Fällen Personen des öffentlichen Lebens, welche Leser häufig mit Auftritten und Meinungen konfrontieren würden. Wenn man etwas über die hinter dem Werk stehenden Person wissen will, muss man sich da schon mit den Biografien beschäftigen und dafür bringe ich oftmals nicht genügend Interesse auf.  Deshalb fällt es mir leicht, ein Buch von der Person des Autors, der Autorin recht losgelöst zu betrachten. 

Natürlich gibt es da auch Ausnahmen (z.B. die heiß diskutierte J.K.Rowling-Debatte), bei denen man ohne gezielt nachzuforschen und in den Biografien zu graben auf Meinungen stößt, die sich dann eventuell von den eigenen unterscheiden. Hier gilt erstmal: jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung. Sollte diese aber den Grundrechten widersprechen, oder andere Menschen beleidigen oder einschränken, muss dieser ganz klar widersprochen werden. Da gilt es dann dagegenzuhalten, wenn in den sozialen Medien Aussagen auftauchen, die man so nicht akzeptieren oder auch nur ignorieren kann. Bedeutet das dann aber, dass ich ein Buch als Folge dessen aus meinem Regal werfen, mich einem Online-Fackel-Mistgabel-Zug anschließen und den Autor komplett boykottieren würde? Nein, nicht unbedingt, da bin ich wenig konsequent und sehe auch die Handlungsmöglichkeiten als Leserin beschränkt. Klar, wenn man einmal etwas über eine Autorin oder einen Autor weiß, bleibt das beim Lesen der Bücher natürlich im Hinterkopf und man beurteilt die Inhalte vielleicht kritischer. Und jaaa, wenn ich die Wahl zwischen zwei tollen Geschichten habe, wobei ich beim Kauf der einen eine Umweltsaktivistin unterstütze und beim Kauf der anderen eine Querdenkerin, die regelmäßig Randgruppen diskriminiert, ist keine Frage, für welches Buch ich mich entscheide. Aber bei Büchern, die ich schon besitze, mit denen ich eine lange Vergangenheit, Erinnerungen und Gefühle verbinde, verändert dies meine Einschätzung nicht mehr als andere Reflektionsprozesse, die während der eigenen Entwicklung auftreten und die Einstellung zu Geschichten nachträglich verändern können. 

Was sagt Ihr dazu?

Liebe Grüße
Sophia

Freitag, 9. Juli 2021

Between Your Words


Allgemeines

Titel: Between Your Words
Autor: Emma Scott
Verlag: LYX (29. Januar 2021)
Genre: New Adult
ISBN-10: 3736314280
ISBN-13: 978-3736314283
ASIN: B087RRNCW3
Seitenzahl: 464 Seiten
Originaltitel: A Five Minute Life
Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
14€ (Broschiert)
Link: Hier klicken!



Inhalt

Reichen fünf Minuten, um sich zu verlieben?

Thea leidet unter einer dramatischen Form der Amnesie. Sie hat fünf Minuten, bevor ihr Kurzzeitgedächtnis wieder gelöscht wird. Für alle außer Jim Whelan ist sie ein hoffnungsloser Fall. Allein Jim erkennt, dass ihre seltsamen Kunstwerke aus Wortketten ein Hilferuf sind. Trotz aller Widrigkeiten entsteht zwischen ihm und Thea eine tiefe Verbindung. Als sich eine neue riskante Behandlungsmöglichkeit auftut, könnte dies eine Chance für ihre scheinbar unmögliche Liebe sein - oder aber ihr Ende bedeuten ...


Bewertung

"Between Your Words" ist nun mein siebtes Buch von Emma Scott, welche sich schon mit ihren Liebesdramen "The Light In Us", "Bring Down The Stars", "Light Up The Sky", "Never Doubt", "All In - Zwei Versprechen" und "All In - Tausend Augenblicke" in mein Leseherz geschrieben hat. Obwohl ich mich Hals über Kopf in all ihre Geschichten verliebt habe, ist mir Theas und Jims bislang die liebste. Denn "Between Your Words" ist mehr als nur eine tragische, intensive und hochemotionale Liebesgeschichte und erzählt auch den Leidensweg einer jungen Frau und setzt eine medizinische Kuriosität bewegend um.

Montag, 5. Juli 2021

Montagsfrage 05.07.2021

Hallöchen,

ich könnte Euch jetzt wieder die Ohren vollheulen, dass meine Prüfungen näher rücken, ich gestresst bin und einfach nur will, dass das Semester endlich zuende ist. Aber was soll ich sagen - mir geht´s gut, das Wetter ist schön und so erspare ich Euch das allwöchentliche "Mimimi" und gehe direkt zur Montagsfrage über, die heute von Jay von Bücher wie Sterne gestellt wurde:


Welches Buch, das fast alle Welt toll findet und lobt, findest du selbst grottenschlecht und enttäuschend?

Ja puh, da gab es einige. Grundsätzlich muss ich feststellen, dass der allgemeine Hype, dem ich vor allem im New Adult und Fantasy-Bereich doch oft folge, in den häufigsten Fällen recht hat. Die meisten von der Kritik hochgelobten Bücher können mich am Ende bis zu einem gewissen Punkt überzeugen oder sogar begeistern. Es gibt jedoch auch Ausnahmen und um diese dreht sich die heutige Montagsfrage. 

Als ganz kürzliches Beispiel für eine Geschichte, die in der breiten Bevölkerung recht positiv angekommen ist, für mich aber ein spektakulärer Flop war, ist "365 Tage" von Blanka Lipińska zu nennen. Schon nach wenigen Seiten stand für mich fest: Das ist das schlechteste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Leider sah ich mich gezwungen, die Geschichte zu Ende zu lesen (um eine Rezension schreiben zu können, da es ein Rezensionsexemplar war) und habe mich über eineinhalb Wochen durch diesen Schund (verzeiht mir meine klaren Worte) gekämpft. 
Hier geben nicht nur eine toxische Beziehung, ein sexistisches Frauenbild, die Diskriminierung von Randgruppen und die Verherrlichung von Gewalt Anlass zur Diskussion - auch andere Teile der Geschichte wie die Figuren, der Schreibstil und die Handlung weisen größere Mängel auf, über die ich nicht hinwegsehen will und kann. So habe ich mich auf jeder der knapp 400 Seiten darüber aufgeregt, warum man ausgerechnet diese trashige Geschichte in einem bekannten Verlag mit riesiger Auflage herausbringen musste, wo es doch tausende geniale, aber ungesehene Geschichten da draußen gibt, die einen Platz im Rampenlicht eine MILLION Mal mehr verdient hätten, als "365 Tage".

Sehr enttäuscht war ich auch von der Shadow Falls Camp-Reihe von C. C. Hunter, die sich ja aus einem mir unerfindlichen Grund einer internationalen Fangemeinde erfreut. Ich war einfach nur froh, als ich den letzten Band der fünf-teiligen Serie endlich hinter mir hatte und sie von meinem SuB streichen konnte. Mehr als diese Genugtuung und ein bisschen unfreiwilliges Amüsement hat mir diese Reihe aber leider nicht beschert. 2500 Seiten Teenie-Gefühlschaos mit etlichen Wiederholungen, vorhersehbaren Wendungen und gegen null tendierender Spannung - das war wirklich nichts für mich!

Gleichermaßen verhält es sich mit Rachel Wards "Numbers". Auch hier lese ich immer wieder begeisterte Stimmen, ich habe angesichts der nervigen, flachen Charakter, der  langweiligen, unlogischen Story, der deprimierenden Stimmung und der gruseligen Sprache voller schlecht übersetzter Schimpfworte aber nur am laufenden Band die Augen verdreht.

Um mal noch aus dem Jugend-Fantasy-Genre herauszukommen muss ich noch zugeben, dass ich mich überhaupt nicht mit "Girl on the train" von Paula Hawkins anfreunden konnte. Aufgrund des Hypes, der sich nach der Veröffentlichung um diese Geschichte ergeben hat, hatte ich mir ein gebrauchtes Exemplar dieses Buches zugelegt und bin dann erst Jahre später im Urlaub endlich dazu gekommen es zu lesen. Doch obwohl ich geringe Erwartungen, viel Zeit und entspannte Geduld mitgebracht habe, konnte ich mit diesem Buch einfach nicht warm werden. Aufgrund des Klapptextes und der ganzen, kursierenden Werbung hatte ich einen rasanten Thriller erwartet. Was auf mich zukam war jedoch ein träger, gefühlsduseliger und unreflektierter Lebensbericht über die dramatischen und weniger dramatischen Probleme dreier Frauen und deren kleinkarierten Verstrickungen als eine von ihnen verschwindet. Ich kann schon verstehen, dass viele Leser diese Geschichte mögen können und will ihr gerade für das Ende auch nicht die Spannung absprechen - mich konnte sie jedoch einfach nicht überzeugen. 

Ja und dann war da im letzten Frühjahr noch "Three Women - drei Frauen" von Lisa Taddeo, welches in den USA für Aufsehen gesorgt hatte und vom Piper-Verlag als "das Buch der Stunde über weibliche Sexualität" betitelt wurde. Leider weiß "Three Women" nicht so genau, ob es Roman oder Reportage sein will und scheitert schlussendlich an den Ansprüchen beider Genres. Auch wenn die Intensität und Einfühlungsvermögen wirklich beeindrucken, kann ich mich dem Hype nicht anschließen - zu depressiv, zu einseitig, zu distanzlos und unnötig explizit empfand ich den Umgang mit der Thematik.

Das sind jetzt natürlich nur ausgewählte Flops der letzten Jahre, bei denen meine eigene Meinung in besonders krassem Gegensatz zum allgemeinen Hype stand. Wenn Ihr durch weitere Lowlights stöbern wollt, findet Ihr all meine Rezis im Footer des Blogs nach Sternebewertung kategorisiert...

Welcher Hype hat Euch zuletzt am meisten enttäuscht? 

Ich bin schon sehr gespannt auf Eure Antworten!

Liebe Grüße
Sophia