Hallöchen,
ich hoffe, Ihr hattet ein schönes Wochenende und startet erholt in die erneute kurze Woche (falls Ihr nicht sowieso Ferien oder Urlaub habt). Ich selbst bin während Ihr diesen Beitrag lest, für eine Woche verreist - erst auf eine Tagung und dann noch zum Entspannen ans Meer. Ich werde also wahrscheinlich erst gegen Ende der Woche dazu kommen, bei Euren Beiträgen vorbeizuschauen und Kommentare zu hinterlassen. So, dann will ich noch Kira für die Idee zur Frage danken und dann kann´s los gehen:
Sind Mängelexemplare kein Problem für Euch oder etwas, was Ihr lieber nicht im Regal haben wollt (Kiras kleine Leseecke)??
Ich habe eine Zeitlang ziemlich viele Mängelexemplare - also Bücher, die auf Grund eines deutlichen Mangels nicht mehr der Buchpreisbindung unterliegen und somit billiger verkauft werden - gekauft. Kein Ausverkauf war vor mir sicher, ich konnte nicht an Buchhandlungen vorbeigehen, ohne durch die Auslagen mit den heruntergesetzten Büchern zu stöbern und bei Mängelexemplar-Aktionen stand ich immer in der ersten Reihe. Dementsprechend besitze ich auch einige davon. Das war in der Zeit, in der ich noch beinahe ausschließlich Print-Bücher gekauft und gelesen habe, in der ich stark darauf aus war, möglichst viele Bücher bei mir anzusammeln und dies für einen möglichst schmalen Taler (erinnert Ihr Euch, dass Mängelexemplare mal 1,99€ pro Stück gekostet haben😭?!?). Inzwischen verfahre ich da anders. Ich kaufe nur noch Bücher, die ich unbedingt als Print besitzen möchte, versuche meine Buchsammlung eher einzudämmen als zu erweitern und bin für kostengünstige Alternativen auf Hörbücher und Ebooks umgestiegen. Wann ich zuletzt ein Mängelexemplar gekauft habe, kann ich Euch also gar nicht genau sagen - es ist aber sicherlich schon mehrere Jahre her.
Trotzdem stört es mich nach wie vor nicht, dass ich einige Bücher nun eben als Mängelexemplar besitze. Meistens ist der Aufdruck auf dem Buchschnitt das, was mehr stört als die tatsächlichen Verformungen, Kratzer oder Druckpannen. Ich besitze auch einige ältere Mängelexemplare, die bis auf eben diesen Stempel oder dicken Filzstiftstrich an der unteren Schnittkante eigentlich in tadellosem Zustand sind. Das liegt vor allem daran, dass früher oft auch einfach veraltete oder neuaufgelegte Bücher vom Verlag aus dem Handel zurückgezogen und als Mängelexemplare verramscht wurden, um Lager- und Transportkosten zu sparen. Wenn ich aktuell Mängelexemplare sehe (und das kommt tatsächlich seltener vor als noch vor ein paar Jahren), haben diese allerdings meistens deutlichere und nicht korrigierbare Mängel. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass das daran liegt, dass es einige Gerichtsurteile zum Buchpreisbindungsgesetz gab, die klarstellen, dass ansonsten verlagsneue Bücher durch „Mängelung“ mit Stempel oder Filzstift nicht automatisch aus der Buchpreisbindung fallen. Das erklärt für mich gerade, wieso die Mängelexemplar-Tische in meiner Sicht seit ein paar Jahren nicht nur teurer geworden sind, sondern auch in ihrer Menge und Dichte abgenommen haben.
Fest steht also: Für mich lohnt sich es finanziell und bezüglich des Buchzustands heute weniger ein Mängelexemplar zu kaufen als noch vor einigen Jahren. Da weiche ich dann lieber auf Ebook-Aktionen, billigere Bücher in Originalsprache oder mein Hörbuch-Abo aus um Geld zu sparen und kaufe mir die Prints, die ich besitzen möchte, in einer schönen Ausgabe fürs Regal. Trotzdem stören mich die Mängelexemplare, die ich besitze, kein bisschen.
Wie steht Ihr zu Mängelexemplaren?
Liebe Grüße
Sophia
Um in die Linkliste aufgenommen zu werden, hinterlasst bitte einen Kommentar
mit dem Link zu Eurem Beitrag.
Nächste Woche bei der Montagsfrage:
Welche Buchszene würdet Ihr gerne einmal live miterleben (ohne selbst in Gefahr zu geraten)?
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ich freue mich, wenn Du einen Kommentar dalässt.
Egal ob Kritik, Verbesserungsvorschläge, Lob, Anmerkungen, Fragen oder eigene Meinung - das ist der richtige Ort dafür ;-)