Montag, 16. März 2026

Montagsfrage #205 - Bücher zum Weltfrauentag?

Hallöchen,

mit meiner Frage heute bin ich ja leider eine Woche zu spät dran (wobei es nie zu spät ist, über Feminismus zu sprechen), da ich erst vergangene Woche auf die Idee für die Frage gekommen bin und die Montagsfrage #204 da bereits vorbereitet hatte. Tja, dann eben heute: 


Bücher zum Weltfrauentag - Welche weiblichen Perspektiven, Autorinnen oder Themen haben Euch in letzter Zeit beschäftigt?


Ich persönlich brauche den internationalen Frauentag nicht, um bewusst auf weibliche Perspektiven in der Literatur zu blicken - mit meinem starken Überhang an Autorinnen im Leseprogramm und meinem großen Interesse für feministische Literatur beschäftige ich mich 365 Tage im Jahr mit feministischen Blickwinkeln. Dennoch empfinde ich den Tag als Anlass, auch in der öffentlichen Debatte das Spotlight bewusst auf die Belange von FLINTA Personen zu richten. Ich habe die Frage absichtlich so offen gestellt, dass Ihr von gelesenen Büchern von Autorinnen berichten, weibliche Buchfiguren vorstellen oder falls Ihr wollte auch ganz konkret auf ein feministisches Thema eingehen könnt. So solltet Ihr eigentlich egal wie tief Ihr inhaltlich einsteigen wollt, etwas zu berichten haben. :) 

Gerade in den letzten Jahren habe ich gemerkt, wie vielfältig feministische Literatur geworden ist. Sie beschränkt sich längst nicht mehr nur auf theoretische Sachbücher über gesellschaftliche Strukturen. Stattdessen findet man von persönlichen Essays, gesellschaftlichen Analysen, wütenden Abrechnungen, empowernden Porträts, Erzählungen mit feministischem Unterton bis hinzu humorvollen Perspektiven auf Geschlechterrollen alles, was das Herz begehrt. Aus der Vielfalt an Büchern, die ich in den letzten Monaten zu ganz unterschiedlichen Facetten gelesen habe, habe ich deshalb nur exemplarisch wenige herausgegriffen: 

🕮Female Rage: Ein Thema, das aktuell viel diskutiert wird, ist Female Rage – also weibliche Wut und ihre gesellschaftliche Bewertung. Dazu kann ich folgende drei Bücher sehr empfehlen: "Wut und Böse" von Ciani-Sophia Hoeder, "Nemesis´ Töchter" von Tara-Louise Wittwer und "Das Pen!smuseum" von  Mareike Fallwickl und Eva Reisinger. 

🕮Toxische Männlichkeit: Auch die andere Seite der Geschlechterrollen spielt eine Rolle. Bücher wie "Wenn Männer mir die Welt erklären" von Rebecca Solnit oder "Alpha Boys" von Aurel Mertz werfen einen Blick auf männliche Machtstrukturen und die gesellschaftlichen Erwartungen an Männlichkeit.

🕮Patriarchat: "I Hate Men"  von Pauline Harmange und die großartige Sammlung "Unlearn Patriarchy" gehen einen grundsätzlicheren Ansatz und fragen danach, wie patriarchale Muster entstanden sind und wie wir sie erkennen – und vielleicht auch verlernen – können.

🕮Empowerment: Und dann gibt es natürlich auch die Bücher, die vor allem inspirieren und stärken wollen, etwa "30 Women" von Lina Mallon oder "Body Politics" von Melodie Michelberger. Sie stellen Frauen und ihre Geschichten in den Mittelpunkt und zeigen, wie vielfältig weibliche Lebensrealitäten sind.

Wie gesagt sind diese Bücher nur exemplarisch herausgegriffen. Mittlerweile haben sich auf dem Blog über 50 Bücher unter dem Label Feminismus angesammelt. Wenn Ihr Euch also weiter mit feministischer Literatur beschäftigen wollt, könnt Ihr dort gerne durch meine bisherigen Empfehlungen stöbern.

Welche Bücher, Figuren oder Autorinnen möchtet Ihr heute in den Fokus rücken?

Liebe Grüße
Sophia

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Nächste Woche bei der Montagsfrage: 

Was ist das verrückteste Buch, das Ihr je gelesen habt?

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