Samstag, 14. März 2026

Sachbuch Spotlight: Darwin gefällt das


Die Fakten

Titel: Darwin gefällt das 
Autoren: Anna Bühler und Christian Alt
Verlag: Goldmann Verlag (27. November 2024)
Genre: Sachbuch
Seitenzahl: 208 Seiten
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Der Inhalt

Im Buch zu ihrem Erfolgspodcast "Darwin gefällt das" erfahren vermeintlich genialen Ideen, die es nie in die Geschichtsbücher geschafft haben, die Würdigung, die sie verdienen, und werden in Wort und Schrift festgehalten. Anna Bühler und Christian Alt erzählen von Bomben, die an Fledermäuse geschnallt werden. Von absurden Selbstversuchen, von Teenagern, die Atomkraftwerke im Garten bauen, und von englischen Kranführern, die sich nichts sehnlicher wünschen, als einmal die British Open zu gewinnen. Die Geschichte ist voll von Experimenten, die astrein in die Hose gegangen sind. Von Menschen, die in ihrer Mission tragisch gescheitert sind. Geblieben ist dennoch etwas: Eine mitreißende Geschichte, an die man sich eben doch erinnern sollte.



Meine Eindrücke

"Darwin gefällt das" habe ich auf Bookbeat beim Stöbern entdeckt und direkt spontan mit dem Hören begonnen. Da ich kein großer Podcast-Fan bin, habe ich von Anna Bühlers und Christian Alts gleichnamigem Podcast-Format bisher noch nichts gehört. Die Idee, in einem Buch 21 der verrücktesten, unbekannten Geschichten der Menschheit zu sammeln, hat mich aber sofort überzeugt. 208 hoch unterhaltsame Seiten später, bin ich nun ein Fan der beiden und überlege tatsächlich doch mal in den Podcast reinzuhören...

Egal ob es um einen Flug mit einem Gartenstuhl und 42 Heliumballons in die Stratosphäre, wahnwitzigen selbstgebastelten Reaktoren im Gartenschuppen oder absolut vermeidbare Tode durch misslungene Zaubertricks geht - alle vorgestellten Geschichten sind völlig absurd und auf tragische Weise zum totlachen. Mit einer guten Portion Schadenfreude, aber auch immer ausreichend Bewunderung für die verrückten und teils mutigen Unterfangen, die den Menschen nicht selten einen vermeidbaren und verfrühten Tod beschert haben, berichten die beiden Autoren, wie es zu den abenteuerlichen Vorkommnissen kam. Dabei werden gerade so viele Hintergrundinformationen eingebunden, dass man sich die jeweiligen Unterfangen gut vorstellen kann, jedoch nicht überfrachtet wird. 

Nicht alles ist dabei wissenschaftlich und historisch zu 100% korrekt dargestellt. Wenn vom "Überleben des Stärksten" nach Darwin gesprochen wird, radioaktive Kontamination durcheinander geworfen wird oder mal eine Jahreszahl nicht ganz sitzt, kann man das dem Buch aber gerne verzeihen, da "Darwin gefällt das" in erster Linie unterhalten und nicht belehren möchte. Besonders hervorheben möchte ich auch das Gespür der beiden, hinter dem Irrsinn die großen menschlichen Sehnsüchte hervorzuheben und ein Loblied auf die unerschütterliche Kreativität und den Erfindergeist der Menschen zu singen.  Auch wenn ich häufiger den Kopf darüber schütteln musste, wie unsere Spezies es bis an die Spitze der Evolution geschafft haben kann und manche Geschichten auch ethisch sehr fragwürdig fand, so war ich nach sehr unterhaltsamen 200 Seiten traurig, dass das Buch nur so kurz war und kann diese historische Pleite-, Pech und Pannenshow nur weiterempfehlen! 

Fazit

"Darwin gefällt das" ist eine Sachbuchsammlung, die einen größeren Wert auf den Unterhaltungswert als die Detailrichtigkeit des Inhalts legt. Mit 21 irrwitzigen Vorkommnissen gelingt es den beiden Autoren allerdings, den Blick auf unerzählte Perspektiven zu lenken und uns LeserInnen gleichzeitig an der Intelligenz der Menschheit zweifeln und ihre absurde Widerstandsfähigkeit bewundern zu lassen. 

*keine WERBUNG, gehört über Bookbeat*

Quelle Informationen: Goodreads.de. Klapptexte und Zitate sind Eigentum des Verlags oder jeweiligen Rechtinhabers.

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