Hallöchen,
die heutige Frage wurde mir letzte Woche von einem Freund gestellt und ich musste daraufhin erstmal eine ganze Weile nachdenken. In meinen schätzungsweise 2500 gelesenen Büchern waren natürlich einige positiv abgefahrene genauso wie etliche einfach nur absonderlich verrückte Geschichten mit dabei, die mal mehr und mal weniger positiv im Gedächtnis geblieben sind. Doch welches Buch verdient wirklich den Titel des verrücktesten Buches?
Was ist das verrückteste Buch, das Ihr je gelesen habt?
Auf jeden Fall erwähnen muss ich die Bücher von Walter Moers, die im Positivsten aller Sinne völlig verrückt sind. Besonders "Rumo & Die Wunder im Dunkeln" von Walter Moers ist einfach nur seltsam, aber dabei absolut genial. In dieser epischen Heldenreise voller Spannung, Humor und blutrünstiger Kämpfe begleiten wir den Wolpertinger Rumo auf seinem Lebensweg, der ihn in eine utopisch organisierte Stadt voller gemütlicher aber gefährlicher Kämpfer, in den geheimnisvollen Nurnenwald und schließlich in die legendäre Untenwelt in das Theater der Schönen Tode seinem Schicksal entgegen führt. Auf dem Weg begegnen wir verschlagenen Haifischmaden, untoten Yetis, psychisch instabilen Blutschinken, Unvorhandenen Winzlingen im Gehirn eines Eydeeten, einem verrückten, silbenverwechselnden König und natürlich dem mordlustigen General TickTack und seinen Kupfernen Kerlen. Klingt Euch das bereits verrückt genug? Sonst kann ich noch erwähnen, dass der Held auf seinen Abenteuern von einem Schwert (wohl eher ein glorifiziertes Messer) begleitet wird, in dem die Seelen eines Stollentrolls und eines Yetis eingeschlossen sind (Grimzold und Löwenzahn), die sich in einem fort streiten. Für mich ist "Rumo" der Höhepunkt der Absurdität und ein verdientes Jahreshighlight 2024 gewesen!
Blicken wir auf Bücher, die ebenfalls am Ende der Verrücktheitsskala sind, die mich aber gar nicht überzeugen konnten, muss auf jeden Fall "Der Chip" von Manfred Theisen genannt werden. Dieses Buch stellte sich 2022 als langatmige, oberflächliche und sprunghafte Jugenddystopie heraus, die leider unter den schlechtesten 5 Science-Fiction-Büchern rangiert, die ich jemals gelesen habe. Dabei ist die Geschichte nicht nur unfassbar schlecht erzählt, sondern einfach nur seltsam und das im schlechtesten Sinne des Wortes. Assoziativer Schreibstil, inkonsequente Erzählweise, fehlendes Aufgreifen von Themen, kaum vorhandenes Worldbuilding, eindimensionale Figuren sind das Eine. Was in der Handlung passiert und worauf ein Fokus gesetzt wird - der Plot besteht überproportional aus Beschreibungen, wie die 15jährige Hauptfigur sich duscht - sind das Andere. Ich bin fast vom Glauben abgefallen, als ich in der Recherche eben feststellen musste, dass der Roman tatsächlich als Schullektüre ab Jahrgangsstufe 8 eingesetzt wird!?
Es gibt auch andere Bücher - wie zum Beispiel der Klassiker "Der goldene Topf" von E.T.A. Hoffmann, der ein einziger Fiebertraum ist, oder die Monster Smut Reihe "Ice Planet Barbarians", bei der ich mich im Nachhinein frage, wieso zum Teufel ich da ganze 14 Bände (!?!?!?) davon gelesen habe, - die durchaus verrückt waren. Ich glaube, ich kann mich aber guten Gewissens auf "Rumo" und "Der Chip" jeweils als Positiv- und Negativbeispiel festlegen.
Wie ist das bei Euch? Welche Bücher waren im positiven wie negativen Sinne schräg?
Liebe Grüße
Sophia
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