Die Fakten
Titel: Paladin´s Strength
Autorin: T. Kingfisher
Verlag:
Red Wombat (28. Februar 2021)
Genre: Cosy Fantasy
Seitenzahl: 445 Seiten
Weitere Bände: Paladin´s Grace (Band 1); Paladin´s Hope (Band 3),
Paladin´s Faith (Band 4)
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Der Inhalt
Die Eindrücke
Handlung: "Paladin´s Strength" ist der zweite Band der Saint-of-Steel-Reihe von T. Kingfisher, die mir von einer Freundin empfohlen wurde. Nachdem mir der erste Band so gut gefallen hat, war ich natürlich direkt gespannt auf die Fortsetzungen, die sich jeweils um einen anderen Paladin des gefallenen Orden rund um den Saint of Steel drehen. In Band 2 steht Istvhan im Vordergrund, der mir schon im ersten Teil sehr ans Herz gewachsen ist. Der charmante Krieger ist hier ausgezogen, um dem Ursprung der Mordserie, die Stephen und Grace im ersten Band aufgedeckt haben, auf den Grund zu gehen und verstrickt sich dabei in ein spannendes Abenteuer ... und natürlich auch eine zarte Romanze. Während "Paladin´s Grace" mit dem gemütlichen Erzähltempo, dem einzelnen Schauplatz in einer Stadt und einzelnen Spannungselementen einen klassischen Cozy-Fantasy-Plot hatte, ist "Paladin´s Strength" mit einer Quest, die mehrere Länder überspannt, sowie voller Wendungen und Action ist, eigentlich fast eher als Fantasy-Abenteuer einzustufen. Das kam für mich eher unerwartet, hat aber ganz wunderbar zu den Figuren und der generellen Atmosphäre der Reihe gepasst und uns die Möglichkeit gegeben, die Welt der Reihe etwas weiter zu erkunden...
Schreibstil: Auch im zweiten Teil möchte ich T. Kingfishers warmen, humorvollen und angenehm unaufgeregten Schreibstil hervorheben. Noch häufiger als im ersten Teil beweist sie hier jedoch auch, dass sie zusätzlich ebenfalls spannende Szenen und einen leichten Horror-Einschlag meistern kann. Besonders die trockenen, natürlichen Dialoge haben mir gut gefallen und mir ein ums andere Mal ein Lachen entlockt. Generell liest sich die Geschichte sehr originell und lebendig, auch wenn eigentlich gar nicht viel Außergewöhnliches passiert. Was ziehe ich daraus? Ich muss definitiv mehr von der Autorin lesen!
Figuren: Das große Highlight der Geschichte waren für mich aber auch hier wieder die Figuren, die frischen Wind in die Welt der typischen Fantasyhelden bringen. Während Istvhan mich ja wie gesagt bereits in Band 1 um seinen Finger gewickelt hat, ist vor allem Clara ein Quell ständiger Überraschung und Bewunderung für mich gewesen. Groß, stark und mit viel Schwung entspricht sie allem anderen als dem Stereotyp einer kleinen, schlanken, zerbrechlichen Damsel in Distress, das ich leider immer noch viel zu häufig im Fantasy-Genre lese. Ebenfalls toll ist, dass beide Figuren mit über 30 deutlich älter sind, als die durchschnittlichen (humanoiden) Fantasy-Figuren und sowohl Reife als auch schmerzende Gelenke mitbringen. Die Beziehung der beiden ist so wunderbar auf Augenhöhe (im wahrsten Sinne des Wortes, wo doch beide fast gleich groß und gleich breit sind), dass mir mal wieder vor Augen geführt wurde, wie häufig sonst ein Macht- und Kraftgefälle zwischen den Figuren besteht und die Geschichte stört. So kann ich guten Gewissens sagen, dass die beiden mir noch einen Deut besser gefallen haben als Stephen und Grace. Ich freue mich nun auf jeden Fall sehr auf die ausstehenden beiden Teile!
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