Hallöchen,
zuerst mal eine kurze Ankündigung. Da der letzte Montag im Mai auf den Pfingstmontag fällt, wird es die nächste Montagsfrage erst wieder in zwei Wochen (am 01.06.) geben. Wer die Montagsfrage nächste Woche vermisst, kann sich gerne wie immer eine Frage der letzten Jahre aussuchen. Ich wünsche Euch eine gute Woche und dann ein schönes verlängertes Wochenende!
Auch diese Woche gibt es nochmal eine Frage zu Buchreihen, die sich an die der letzten Wochen anschließt:
Lest Ihr vor einem neuen Band immer noch mal die Vorgänger als Reread?
Immer, nein. Oft, ja. Kurz: Es kommt darauf an. :) Wie lange ist es her, dass ich den letzten Band gelesen habe? Wie viel habe ich noch in Erinnerung? Wie komplex war die Handlung? Wie wichtig ist es, sich an Details zu erinnern? Wie wichtig ist mir die Reihe? Habe ich Lust, sie nochmal zu lesen? Wie viel Zeit habe ich gerade? Wie viel Bände hat die Reihe und wie lange sind die Bände? Das sind alles wichtige Fragen, die entscheiden, ob ich Vorgängerbände nochmal lese, bevor ich mich an Fortsetzungen mache.
Erscheint nach drei Jahren Wartezeit ein Folgeband einer meiner absoluten Lieblingsreihen, auf den ich mich schon ewig freue, ist es keine Frage, dass ich die Vorgänger davor nochmal zur Hand nehme. In solchen Fällen ist der genüssliche Reread Teil des Prozesses, mich auf das Buch zu freuen und ich stimme mich gerne aktiv darauf ein. Handelt es sich hingegen um den zweiten Band eines recht schlichten Romance-Buches, dessen ersten Band ich ein Jahr zuvor mit mittlerer Begeisterung gelesen habe, ist es oft nicht wichtig, meine Erinnerung nochmal aufzufrischen. Dann nehme ich gerne in Kauf, dass ich vielleicht nicht mehr jedes Detail parat habe und mir auch vieles erst während des Lesens nochmal einfällt. Wäre es eigentlich dringend nötig (zum Beispiel weil es sich um einen hochkomplexen High-Fantasy-Wälzer mit 200 Nebenfiguren handelt), habe ich aber keine Zeit oder Lust (eben weil es sich um einen hochkomplexen Fanatsy-Wälzer mit 1000 Seiten handelt), die Vorgänger nochmal zu lesen, greife ich auch manchmal zu Zusammenfassungen, blättere nur nochmal durch das Buch und rufe mir das Ende in Erinnerung.
Manchmal rächt sich das auch und ich überschätze gewaltig, was ich noch von einem Buch weiß (man wird ja nicht jünger und bei der Masse an Büchern kann man sich echt nicht alles merken). Dann kommt es auch schonmal vor, dass ich das Buch erstmal pausiere und doch noch einen Reread starte. Ich stehe Rereads aktuell ein bisschen zwiegespalten gegenüber. Auf der einen Seite ist es wundervoll, nochmal in Bücher abtauchen zu können, die man beim ersten Lesen geliebt hat, oder die man vielleicht schon Jahre lang als Comfort-Bücher bei sich trägt. Man entdeckt oft bei jedem Lesedurchgang ganz andere Dinge und manchmal kann man sich auch gerade auf nichts Neues einlassen und braucht den Trost von Bekanntem. Auf der anderen Seite fühlen sich Rereads gelegentlich auch nach Zeitverschwendung angesichts der riesigen Menge an bereits erschienenen und jeden Tag neu auf den Markt kommenden Büchern an. Wie kann ich jedes Jahr mehrere Bücher lesen, die ich bereits kenne, wenn ich einen SuB im dreistelligen Bereich und eine Wunschliste bis zum Mond habe? Für mich ist es also immer eine konstante Abwägung zwischen Lust auf einen Reread, Notwendigkeit der Erinnerungsauffrischung und einer Zeit- und Kapazitätsfrage.
Wie handhabt Ihr das?
Liebe Grüße
Sophia
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Buch-Café
Büchernarr
Nerd mit Nadel
Buchgarten
Kiras kleine Leseecke
Book Type
Am 01. Juni bei der Montagsfrage:
Sind Mängelexemplare kein Problem für Euch oder etwas, was Ihr lieber nicht im Regal haben wollt (Kiras kleine Leseecke)?
Guten Morgen Sophia,
AntwortenLöschenbei Rereads geht es mir ganz ähnlich. Ich überlege immer gut, ob es wirklich nötig ist, weil so viele neue Bücher darauf warten, gelesen zu werden. Meistens sind Rereads für mich reine Wohlfühllektüre, und bis ich ein Buch noch einmal zur Hand nehme, vergehen normalerweise mehrere Jahre.
Mein heutiger Beitrag zur Montagsfrage ist hier zu finden.
Liebe Grüße,
Jennifer
Hey Jennifer,
Löschenbei diesen kurzen Abständen oder vertrauten Welten hätte ich wahrscheinlich auch keine großen Probleme. ein Reread ist für mich meistens nur notwendig, wenn die Welt sehr komplex, die zeitlichen Abstände sehr groß, oder die Reihe schlichtweg sehr gut ist.
Die Edelstein-Trilogie habe ich übrigens auch bereits 4x gelesen :)
Liebe Grüße
Sophia
Guten Morgen,
AntwortenLöschenich lese für gewöhnlich die Reihen nicht als ReRead nochmals, weil ich oftmals genau vor Deinem High-Fantasy-Problem stehe :)
Hier meine vollständige Antwort
Euch einen guten Start in die neue Woche.
Herzliche Grüße
Frank
Hey Frank,
Löschenja der Umfang und die begrenzte Zeit sind bei mir auch zwei wichtige Faktoren.
Ich bin ein großer Fan, wenn AutorInnen eine Zusammenfassung des vorherigen Bandes in ihre Bücher inkludieren. Das ist ein kleiner, aber sehr hilfreicher Service, um vor dem Lesen nochmal alles Wichtige ins Gedächtnis zu rufen. Christopher Paolini hat dies bei seiner "Eragon"-Reihe zum Beispiel auch gemacht. 3x gelesen habe ich diese Reihe trotzdem :)
Liebe Grüße
Sophia
Moin,
AntwortenLöschenmeine Antwort findet ihr hier
| Montagsfrage | Reihenphilosophie Teil 3
Schönen Wochenanfang
Ariane
Hey Ariane,
Löschenich finde total sinnvoll, dass du zwischen "Zwangs-Rereads" und "Wunsch-Rereads" unterscheidest. Das spielt für mich auch eine sehr große Rolle, ob ich das Buch nochmal lese, weil es sinnvoll ist, oder weil ich es unbedingt möchte. Zum Glück "muss" man ja aber keine Bücher öfter lesen und kann frei entscheiden, wofür man die eigene begrenzte Zeit opfert.
Liebe Grüße
Sophia
Morgen Sophia,
AntwortenLöschenfrüher habe ich häufiger Bücher erneut gelesen. Mittlerweile eher selten.
Mein Beitrag https://buchgarten.wordpress.com/2026/05/18/lest-ihr-vor-einem-neuen-band-immer-noch-mal-die-vorganger-als-reread-montagsfrage/
Liebe Grüße
Tanja
Hey Tanja,
Löschengenauso ist es bei mir eigentlich auch. Dass immer mehr AutorInnen Rückblicke in ihre Bücher einfließen lassen, gefällt mir übrigens auch sehr gut! Das ist einfach ein wunderbarer Service, wenn man direkt im Buch nochmal nachlesen kann, was im Vorgänger passiert ist und was der letzte Stand der Handlung war.
Liebe Grüße
Sophia
Hallo Sophia^^
AntwortenLöschenMir geht es da ähnlich wie dir, Rereads sind bei mir auch eher komplett selten: https://blog.kiranear.moe/2026/05/montagsfrage-389.html
Liebe Grüße,
Kira
Hey Kira,
Löschendie Abwägung zwischen dem SuB und Rereads kenne ich auch nur zu gut... Vor ein paar Jahren habe ich (mit deutlich kleinerem SuB) auch noch mehr Rereads gemacht als heute.
Liebe Grüße
Sophia
Hallo liebe Sophie :D
AntwortenLöschenerst mal wieder vielen Dank für deinen tollen Beitrag und deine schöne Frage zu diesem Montag :)
Einige deiner Fragen kann ich absolut nachvollziehen und ich finde es schön, dass da doch eigentlich recht viel Struktur hinter steckt. Wenn du jetzt (falls du es nicht tatsächlich genau weißt ^^) nachdenken müsstest aus dem letzten Jahr? Wie viele Bücher hast du da zwei mal gelesen weils eben einen weiteren Band gab? Das würde mich ja brennend interessieren xD
Und bei "man wird ja nicht jünger" :D bin ich absolut bei dir ^^
Ganz liebe Grüße
Mina
Mein Beitrag zur Montagsfrage
Hey Mina,
Löschenich werde tatsächlich auch ganz oft nach Rereads gefragt und ganz schräg beäugt, wenn ich sage, dass ich ab und zu gerne einzelne Bücher oder ganze Reihen nochmal lese. Manchmal aus Notwendigkeit, manchmal auch einfach nur, weil ich so viel Spaß damit hatte.
Wenn ich bei mir zählen müsste, habe ich 2025 10 Rereads gemacht, bis jetzt waren es in 2026 3. Es kommt also gar nicht so häufig vor, aber es kommt vor.
Liebe Grüße
Sophia