Montag, 30. November 2020

Montagsfrage #187 - 30.11.2020


 Da geht er hin, der November. Gefühlt gestern hat mein Semester wieder angefangen und jetzt dürfen wir morgen schon das erste Türchen am Adventskalender öffnen. Da ich kein großer Novemberfan bin (Stichworte: kalt, grau, neblig) und mich sehr auf Weihnachten freue (mehr wegen der Auszeit in Form meiner Weihnachtspause, die da auf mich zu kommt), winke ich ihm nicht besonders traurig hinterher. Auch lesetechnisch war mein November äußerst mau - und da wären wir schon beim Thema der heutigen Montagsfrage (achtet auf diesen gelungenen Übergang 😂😜)

Welchen Einfluss haben Jahreszeiten auf dein Leseverhalten?


Genau wie Antonia (und wahrscheinlich der Großteil aller Studenten) wird mein Leseverhalten weniger von den Jahreszeiten an sich und mehr von den Semesterzeiten beeinflusst. Während ich unter dem Semester durch Fachliteratur, Zwischenprüfungen, Hausarbeiten, Vorlesungsstoff und Gruppenarbeiten kaum dazu komme, zu lesen, bieten die in meinem Studiengang sehr ereignislosen Semesterferien ganz viel Gelegenheit, zum "den ganzen Tag im Buch versinken". Es ist jedoch nicht nur die Menge der Bücher, die über das Jahr stark variiert (dieses Jahr von 8 bis zu 14 Büchern pro Monat), sondern auch der inhaltliche Schwerpunkt. Auch hier lasse ich mich weniger von den Jahreszeiten beeinflussen und lese gezielt Sommerlektüren oder Winterlektüren. Stattdessen sind meine Genrevorlieben stark von meinem empfundenen Stresspegel abhängig (die Psychologin in mir würde es so ausdrücken: subjektiv empfundener Stress und Anteil an gelesenen New-Adult-Büchern korreliert signifikant😂). Während ich in den Semesterferien die kognitive Kapazität habe, mich Klassikern, Subleichen, Sachbüchern, Thrillern und historischen Romanen zu widmen, lese ich unterm Semester überwiegend eher leichte Lektüre wie Romantasy oder Liebesgeschichten aller Art. 


Wie sieht es bei Euch aus? Beeinflussen Euch Jahreszeiten oder ganz andere Jahresrythmen?

Liebe Grüße
Sophia

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Freitag, 27. November 2020

Eve of Man - Die Rebellin



Allgemeines:

 Titel: Eve of Man - Die Rebellin
Autoren: Giovanna und Tom Fletcher
Genre: Dystopie
Verlag: dtv (13. November 2020)
ISBN-13: 978-3423640633
ISBN-10: 3423640634
ASIN: B07R68BS6J
Preis: 18,95€ (gebundene Ausgabe)
14,99€ (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 336 Seiten
Originaltitel: The Eve Illusion
Weitere Bände: "Eve of Man - Die letzte Frau" (Band 1)
"Eve of Man - Untitled" (Band 3, ET unbekannt)


Inhalt:

Eve, die letzte Frau der Menschheit, konnte mithilfe von Bram aus dem Turm, in dem sie seit ihrer Geburt gefangen war, fliehen. Und damit hat sie das System, das sie manipuliert, unterdrückt und instrumentalisiert hat, verlassen. ‒ Aber auch die Mütter, die sie 16 Jahre geliebt und versorgt haben.
Für einen kurzen Moment ist die Freiheit greifbar. Doch die Welt, die Eve nicht kennt, ist ein gefährlicher Ort. Als sich das Netz der Verfolger immer enger um sie zuzieht, muss sich Eve fragen, ob sie nicht ein Gefängnis gegen ein anderes getauscht hat. Wieder will man sie für eigene Zwecke einspannen. Eve und Bram müssen sehr genau schauen, wem sie vertrauen. Und auf Eve lastet darüber hinaus die Verantwortung, die sie als letzte Frau für die Menschheit hat.


Bewertung:

Schon der erste Teil der "Eve of Man" Reihe von Giovanna und Tom Fletcher hatte es in sich: ein bisschen "The Handmaid’s Tale", ein Schuss "Rapunzel", eine angedeutete Teenie-Lovestory und ein postapokalyptisches Setting, das liest man nicht alle Tage. Während "Eve of Man - Die letzte Frau" aber noch unter den Schwächen eines Trilogie-Auftakt litt, startet "Eve of Man - Die Rebellin" von der ersten Seite an voll durch und lenkt die Geschichte in eine ernstere, unvorhersehbarere und auch brutalere Richtung. Eine positive Überraschung auf voller Linie!

Montag, 23. November 2020

Montagsfrage #186 - 23.11.2020


 Hallöchen,

in der heutigen Montagsfrage geht es um ein Thema, das mir als Psychologie-Studentin besonders am Herzen liegt: Trigger-Warnungen. Ich beantworte diese Frage in einer kurzen Lücke zwischen einer Vorlesung "Klinische Psychologie" und einer Vorlesung "Pharmakologie", treffender könnte Antonia dieses Thema also kaum platziert haben...😂


Sollten Bücher, die sensible Themen behandeln, mit Trigger-Warnungen ausgestattet werden?


Wie Antonia schon ganz richtig erläutert hat, sind Trigger-Warnungen, englisch für "Auslöser-Warnung", Hinweise für Zuschauer, Zuhörer oder Leser, dass die gezeigten Inhalte eventuell provozierend, beleidigend oder verstörend wirken können. Solche häufig dem Inhalt vorangestellte Warnungen, wie man sie mittlerweile oft in Serien und Filmen findet, aber auch immer öfter in Büchern, tun meiner Meinung nach keinem weh, können aber Schlimmes vermeiden. Wichtig ist, im Kopf zu behalten, dass bei unangenehmen Themen nicht nur das eigene Wohlbefinden in Gefahr ist, sondern dass Trigger-Warnungen wichtig für Menschen mit psychischen Vorerkrankungen oder Traumata sind, damit sie potentiell retraumatisierende Situationen vermeiden oder sich zumindest bewusst mit einem potentiellen Auslöser einer Krise auseinander setzen können. 

Als Argumente gegen Trigger-Warnungen wird oftmals angebracht, dass man sich nicht gegen alles absichern kann und dass betroffenen Personen in jeglichen Situationen ihres Lebens Trigger über den Weg laufen können. Das stimmt zwar grundsätzlich, spricht für mich aber trotzdem nicht dagegen,  Bücher zu einer möglichst unproblematischen Zone für alle Leser*innen zu machen. Oftmals erfährt man aus Spoiler-Gründen aus dem Klapptext nichts über eine Wendung wie zum Beispiel ein Suizid, einen plötzlichen und letalen Autounfall oder ein anderes möglicherweise triggerndes Thema wie Magersucht, Depression, Drogensucht etc. Man kann Geschichten ja immer abbrechen, manchmal ist der Schaden dann aber schon getan.  Gerade dann finde ich es sinnvoll, der Geschichte eine Trigger-Warnung voranzustellen oder zumindest darauf zu verweisen, dass auf den letzten Seiten des Buches eine Trigger-Warnung zu finden ist. So kann dann auch garantiert werden, dass man sich als unbelasteter Leser nicht mal mit einem möglichen Spoiler konfrontiert sieht

Mal ganz von den klinisch relevanten Fällen abgesehen finde ich Triggerwarnungen auch für sensible Leser (wie ich es bin) sinnvoll. Ich für meinen Teil bin in manchen Lebensphasen (zum Beispiel bei großem Stress in Prüfungsphasen) ziemlich empfindlich gegenüber unangenehmen Themen oder heftigen Inhalten in Büchern und Filmen und suche mir deshalb durch diese Triggerwarnungen möglichst unproblematische Lektüren aus und kann mich schwierigeren Büchern dann stellen, wenn ich mich dazu in der Lage fühle. Sonst müsste ich ein angefangenes Buch vielleicht abbrechen und zu einem anderen Zeitpunkt fertig lesen. Das wäre auch kein großes Drama - ich wollte damit nur sagen, dass auch abseits der wirklichen Trigger so eine Warnung oder Inhaltszusammenfassung für manche Leser sinnvoll und hilfreich sein könnte. Und für alle anderen Leser: Ihr müsst es Euch ja nicht anschauen.  

Meiner Meinung nach sind Trigger-Warnungen also ein sehr positiv zu bewertendes Mittel, um (sich zwar in der Minderheit befindenden, aber deshalb nicht weniger wichtigen) betroffene Leser zu schützen. Diskutiert müsste meiner Ansicht nach also nicht werden, ob man solch eine Warnung für sinnvoll erachtet, sondern wo und wie man sie am besten anbringt, um die restlichen Leser nicht zu spoilern.


Was sagt Ihr dazu? Zu Trigger-Warnungen allgemein und auch zum Anbringungsort?


Liebe Grüße
Sophia

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Sonntag, 22. November 2020

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft


Allgemeines:

Titel: Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
Autorin: Kira Licht
Genre: Urban Fantasy
Verlag: ONE (30. Oktober 2020)
ISBN-10: 384660108X 
ISBN-13: 978-3846601082
Seitenzahl: 560 Seiten
Preis: 6,99€ (Kindle-Edition)
17€ (gebundene Ausgabe)
Weitere Bände: Kaleidra - Wer die Seelen berührt (Band 2, ET: 26.03.2021)
Kaleidra - Wer die Liebe entfesselt (Band 3, ET: 29.10.2021)



Inhalt:

Wenn die 17-jährige Emilia eines liebt, dann sind es Rätsel. Als sie bei einem Museumsbesuch das sagenumwobene Voynich-Manuskript lesen kann, spürt sie, dass sie einem unglaublichen Mysterium auf der Spur ist - denn das Dokument gilt als eines der größten, nie entschlüsselten Geheimnisse der Menschheit. Dann trifft sie auf den attraktiven, aber sehr verschlossenen Goldalchemisten Ben, und die Ereignisse überschlagen sich: Emilia ist eine Nachfahrin des uralten Silberordens! Schnell gerät sie ins Kreuzfeuer rivalisierender Geheimlogen, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...


Bewertung:

Ich habe von Kira Licht jetzt schon drei Bücher gelesen: ihren YA-Erstling "Sunset Beach" und ihre Götter-Dilogie. Von allen drei Werken war ich total begeistert - hatte aber auch einiges zu kritisieren. Und genauso stehe ich auch zu ihrem neuen Urban Fantasy-Auftakt. "Kaleidra - Wer das Dunkel ruft" ein eher ungewöhnliches Thema wundervoll in einer schillernden, witzigen und geheimnisvollen Geschichte um. 

"Wir sind Alchemisten". Er sah mich eindringlich an. "Und du bist eine von uns. Eine Loge ist eine Arbeitsgemeinschaft, ein Orden so was wie deine Nationalität. Man ist entweder Silber, Gold oder Quecksilber. Wir sind Gold und mit Silber ist alles kuschlig, mit Quecksilber bekriegen wir uns, weil sie die Weltherrschaft wollen. Klingt wie ein billiger Actionfilm, heißt bei uns aber Realität. Willkommen in der Welt der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich hoffe, du bist gut in Chemie."

Freitag, 20. November 2020

Kurzrezension: Legal Love - Nie wieder ohne dich


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Die Fakten:

Titel: Legal Love - Nie wieder ohne dich
Autorin: J. T. Sheridan
Verlag: Bastei Lübbe, beHEARTBEAT (30. September 2020)
Genre: Liebesgeschichte
Seitenzahl: 254 Seiten
Weitere Bände: Legal Love - An deiner Seite (Band 1, Nora und David)
Legal Love - Mit dir allein (Band 2, Mel und Patrick)

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Der Inhalt:

Shannon Cramer lebt für ihren Job. Den Männern hat die junge Anwältin abgeschworen, nachdem sie einige äußerst schlechte Erfahrungen mit ihrem Exmann gemacht hat. Doch ausgerechnet er ist der Grund, warum sie einen neuen Job bei der jungen Kanzlei "Padget, Knight, Woods & Collins" anfängt. Dort erwartet sie mit ihrem ersten Mandat eine große Herausforderung: Shannon soll Seite an Seite mit dem australischen Partner Steven Knight zusammenarbeiten. So weit so gut - wäre er nicht der Prince Charming der Kanzlei, dessen Annäherungsversuchen sie kaum widerstehen kann ... 

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Die Eindrücke:

Handlung: Der dritte Teil der "Lawyers of London"-Reihe widmet sich ganz Kanzleipartner Steven Knight und der neuen Anwältin Shannon, die wie schon in den ersten beiden Bänden von einem Arbeits- in ein Liebesverhältnis schlittern. Wie die Rahmenhandlung und die Liebesgeschichte ausgehen wird, kann man schon nach wenigen Seiten recht treffsicher vorhersagen, dennoch schafft es J. T. Sheridan auch hier wieder, durch Nebenhandlungen und ein flottes Erzähltempo die Spannung bis zum Ende aufrechtzuerhalten. Aufgepeppt wird das recht unspektakuläre Annähern von Steven und Shannon unter anderen durch eine tolle Reise nach Nordengland inklusive romantischem Strand-Picknick, einer Sightseeing-Tour durch London, einer tragischen Hintergrundgeschichte der Protagonisten und einem spannenden Verfilmung-Schriftsteller-Fall, der aber leider nur kurz angerissen wird. 

Charaktere: Shannon reiht sich ohne große Ausreißer in die Reihe an emanzipierten, zielstrebigen und intelligenten Anwältinnen ein, die auch schon in den ersten beiden Bänden im Fokus standen. Sie präsentiert sich durch ihren beruflichen Neustart und ihre vermurkste erste Ehe jedoch ein wenig verletzlicher, als die beiden Power-Frauen Mel und Nora und erhält auch durch ihre Mitbewohnerin, ihren Kater und einen Einblick in ihre Herkunft aus Irland mehr Profil. Dafür ist aber ihr Gegenstück Spence ein recht farbloser und viel zu perfekter Love Interest, um wirklich interessant zu sein. Auch die Chemie zwischen den beiden ist leider kaum der Rede wert.

Schreibstil: J. T. Sheridan sorgt wieder mit einem lockerer Schreibstil und tollem, subtilen Humor dafür, dass die 254 Seiten wie im Flug vergehen. Wirklich tiefgründige Themen anzusprechen ist auch hier wieder nicht der Anspruch des Genres, dafür wird das Setting in London hier ein bisschen mehr genutzt, als in den Vorgängern. Auch die Protagonisten der zwei ersten Bände treten kurz auf und auch der übrig gebliebene Namenspartner Jerry für einen potentiellen weiteren Folgeband rückt kurz in den Fokus, ansonsten ist "Legal Love - Nie wieder ohne dich" jedoch unabhängig von der Reihe lesbar. Schade ist, dass die Geschichte recht abrupt endet und einen Epilog vermissen lässt, da vieles offen bleibt. Alles in allem ist "Legal Love" aber wirklich nett und unterhaltsam zu lesen. 

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Die Zitate:

"Dein Mr. Knight ist ein echter Glücksgriff. Er vereint alle Charaktereigenschaften sämtlicher Disney-Prinzen inklusive des coolen Typs aus Rapunzel. Wenn du ihn dir nicht schnappst, nehme ich ihn."

"Die Ängste sind immer noch da. Sie lauern in Schatten... verbergen sich hinter der Ecke, warten nur darauf, dass ich meine Deckung fallen lasse, um mich anzuspringen. Aber ich bin stärker geworden. Und mit jedem Tag, der vergeht, weiß ich besser mit ihnen umzugehen." Die Wärme, die mein Herz erfüllte, wandelte sich in ein Glühen. Sie wirkte manchmal so zart, so zerbrechlich und war doch viel stärker als ich selbst."

"Ich werde jetzt gehen", sagte sie leise. "Sonst bin ich verloren." Aber als sie ihren Pullover und ihre Jacke nahm und noch einmal über ihre Schulter blickte, während sie den Pub verließ, wusste ich es: Ich war derjenige, der längst verloren war."

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Das Urteil:

Eine unspektakuläre aber sehr unterhaltsame Fortsetzung der "Lawyers of London"-Reihe, die zwar wieder nicht mit unvorhergesehenen Wendungen, Tiefgründigkeit und außergewöhnlicher Chemie aufwarten kann, aber mit einem humorvollen Schreibstil, einem flotten Erzähltempo und einer tragischen Hintergrundgeschichte der Protagonistin die Spannung bis zum Ende aufrechterhält.

So gibt es auch für diesen dritten Teil solide 3 Sterne von mir. 

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*unbezahlte WERBUNG*
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar, was meine ehrliche Meinung jedoch nicht beeinflusst hat.
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