Dienstag, 3. November 2026

Kurzrezension: Capturing the Devil


Die Fakten

Titel: Capturing the Devil: Der Teufel von Chicago
Autorin: Kerri Maniscalco
Verlag: Piper (10. Januar 2025)
Genre: Romantic Suspense
Seitenzahl: 560 Seiten
Weitere Bände: Stalking Jack the Ripper (Band 1)
Hunting Prince Dracula (Band 2)
Escaping From Houdini (Band 3)
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Der Inhalt

USA, 1893: Die berühmte Weltausstellung in Chicago wird durch Berichte von ungeklärten Morden und vermissten Personen getrübt. Audrey Rose und Thomas beginnen mit Ermittlungen, nur um festzustellen, dass sie es dieses Mal mit einem Serienmörder zu tun haben, wie sie ihn noch nie zuvor gesehen haben. Ihn zu identifizieren ist eine Sache, ihn zu fassen – und lebend aus dem berüchtigten »Murder Hotel« des H.H. Holmes herauszukommen – eine andere. Werden Audrey Rose und Thomas ihr Happy End bekommen, oder wird ihr bisher abgründigster Widersacher ihrem gemeinsamen Glück ein Ende setzen?


Die Eindrücke

Handlung: Nach dem für mich eher enttäuschenden dritten Band der Reihe war ich gespannt, wie Kerri Maniscalco die Geschichte von Audrey Rose und Thomas in "Capturing the Devil" zu Ende bringen würde. Diesmal führt die Reise nach New York, wo die beiden mit einer Reihe mysteriöser Ripper-Morde und dem berüchtigten H. H. Holmes konfrontiert werden. Der Einstieg konnte mich allerdings nur bedingt fesseln. Die Romanze zwischen Audrey Rose und Thomas nimmt gerade zu Beginn für meinen Geschmack zu viel Raum ein, während der eigentliche Kriminalfall zunächst eher vor sich hin plätschert. Erst mit dem Szenenwechsel von New York nach Chicago in das Umfeld der Weltausstellung kommt für mich deutlich mehr Bewegung in die Handlung. Auch der Bogenschlag zum ersten Band hat mir ausgesprochen gut gefallen. Einige Motive und Entwicklungen schließen sich hier auf schöne Weise, auch wenn mir der eigentliche Fall inhaltlich stellenweise schon recht ähnlich zu "Stalking Jack the Ripper" erschien...

"It is a sad truth that we do not live in a world where differences are accepted."

Schreibstil: Leider spielt die Weltausstellung selbst letztlich eine überraschend untergeordnete Rolle, obwohl das historische Ereignis eigentlich eine wunderbare Kulisse für einen atmosphärischen Kriminalfall geboten hätte. Dennoch versteht es Kerri Maniscalco nach wie vor  historische Schauplätze mit einer düsteren, morbiden Atmosphäre zum Leben zu erwecken. Der Schreibstil ist flüssig, die Mischung aus historischen Begebenheiten, blutigen Mordfällen und romantischen Elementen unterhaltsam, so lässt sich der Roman leicht lesen und vermittelt gepaart mit vielen blutigen Beschreibungen der Leichen und den wie immer beigefügten Fotografien und Zeichnungen die dunklen, spannenden Gothic-Vibes, für die ich die Reihe liebe.

"You do say you like a man with a rather large—” “Stop.” I held my hand up. “I beg of you. My uncle is right there.”“Brain.” He finished anyway, grinning at my reddening face. “You truly astound me with the direction your filthy mind travels in, Wadsworth."

Figuren: Im vierten Band hat uns die Autorin nach den nervigen Kapriolen von Band 3 definitiv ein Happy End für Audrey Rose und Thomas geschuldet. Leider verstrickt sie die beiden vor ihrem Glück aber nochmal in absolut unnötiges Drama rund um aufgeschobene Hochzeiten und auftauchende Verlobte... Auch wenn ich darauf gerne verzichtet hätte, kriegen sie gegen Ende nochmal die Kurve und geben uns das dynamische Ermittlerduo, das wir vom Beginn der Reihe kennen. Alles in allem mochte ich es also durchaus, Audrey Rose und Thomas noch einmal bei einem gemeinsamen Abenteuer zu begleiten. Insgesamt hat die Reihe für mich allerdings gerade mit den letzten beiden Bänden spürbar nachgelassen. 

"My love for you will be a constant in a sea of unknown variables. We may fight or be cross with each other, but our love will never fade or wilt. Trust in that. Trust in us. Forget the future. Forget worry. The only thing that terrifies me is the possibility of living with regret. I don't ever want to wake and wonder what life could have been like with you in it. I don't ever want to regret holding myself back from loving you as fully and openly as possible."

Fazit

"Capturing the Devil" ist für mich ein solider, aber abfallender Abschluss einer Reihe, die mich mit ihren ersten beiden Bänden deutlich mehr begeistern konnte. Der Kriminalfall braucht etwas zu lange, um Fahrt aufzunehmen, die Weltausstellung bleibt leider weitgehend Kulisse und auch die inhaltlichen Parallelen zum Auftaktband waren mir stellenweise etwas zu deutlich...


*keine WERBUNG, selbstgekauft*

Quelle Informationen: Goodreads.de. Klapptexte und Zitate sind Eigentum des Verlags oder jeweiligen Rechtinhabers.

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