Dienstag, 13. Januar 2026

Serienempfehlung: "Emily in Paris" Staffel 5



Seit Dezember 2025 ist die fünfte Staffel von Emily in Paris auf Netflix verfügbar – und natürlich habe ich mir auch diese 10 neuen Folgen wieder zügig angesehen. Nach dem turbulenten Ende der vierten Staffel bin ich allerdings mit eher gemischten Erwartungen gestartet, denn schon dort hatte sich angedeutet, dass die Serie erzählerisch an ihre Grenzen stößt. Leider bestätigt Staffel 5 diesen Eindruck recht deutlich.

Die Handlung pendelt erneut zwischen Paris und Rom, im Finale gibt es sogar noch einen Abstecher nach Venedig. Was nach Abwechslung klingt, wirkt jedoch erstaunlich ziellos. Das Liebeschaos um Emily, Gabriel und Marcello bleibt weiterhin ungelöst, alte Dreiecke werden nicht aufgelöst, sondern lediglich weitergeschoben. Auch Nebenhandlungen wie beispielsweise Sylvies Liebesleben nehmen viel Raum ein, wirken aber oft losgelöst vom Rest. Insgesamt fehlt der Staffel ein klarer roter Faden. Das Pacing ist flach, echte Konflikte bleiben rar und viele Episoden stehen eher nebeneinander, als gemeinsam auf ein Ziel hinzuerzählen.

Und trotzdem funktioniert die Serie in gewisser Weise noch immer. Die glamourösen Outfits, traumhaften Kulissen und die bonbonbunte Fantasieversion europäischer Metropolen sorgen weiterhin für eskapistische Unterhaltung, die sich leicht wegschauen lässt. Mit dem offenen Ende wird zudem klar auf eine sechste und wohl letzte Staffel hingearbeitet, in der erzählerisch noch einmal vieles möglich wäre.

Mehr zur Serie und meine ausführliche Einschätzung zu allen Staffeln findet ihr wie immer in meiner Serienempfehlung. Habt ihr Staffel 5 schon gesehen? 

Montag, 12. Januar 2026

Montagsfrage #196 - Leseziele 2026?

Hallöchen,

nach der klassischen Fragen zu den Jahreshighlights möchte ich auch 2026 einen kurzen Blick auf das kommenden Lesejahr werfen und darüber sprechen, welche Ziele, Wünsche oder Vorstellungen wir denn für die kommenden Monate haben...


Habt Ihr Euch Leseziele für 2026 gesetzt? 


Genau wie vergangenen Jahre gehe ich recht offen in das neue Lesejahr und habe mehr allgemeine Ideen und Wünsche als klare Ziele. Was ich allerdings traditionell nicht fehlen darf, ist die Goodreads Lesechallenge, die ich wie immer auf 100 Bücher gesetzt habe. Das ist ohne Witz eines der ersten Dinge, die ich am Neujahrsmorgen mache - in der Goodreads App das neue Ziel setzen. Da ich meistens ca. ein Drittel mehr Bücher im Jahr lese als dieses Ziel von mir verlagt und ich es seit 2015 nicht verfehlt habe, ist dieser Wert für mich kein Druck, sondern mehr angenehmer Begleiter und Spielerei. Das halte ich auch ganz bewusst so, denn das Leben fordert genug Leistung und stellt Herausforderungen, da muss ich mir in meiner Freizeit nicht noch aktiv etwas Zusätzliches aufbürden. 

Sonntag, 11. Januar 2026

Sammelrezension: Legends & Lattes Novellen


Da mir "Legends & Lattes" von Travis Baldree sehr gut gefallen hat, habe ich beschlossen, auch die beiden Novellen des Autors zu lesen, die in diesem Erzähluniversum spielen. Mit 33 und 25 Seiten sind beide Geschichten sehr kurz, aber ein wirklich lohnenswerter Ausflug in Vivs lebendige D&D-Welt. Einen etwas ausführlicheren Nachschlag werde ich in der Vorgeschichte "Bookshops & Bonedust" und der Fortsetzung "Brigands & Breadknives" der Reihe bekommen, welche ich mir auch schon beide gekauft habe. 

Samstag, 10. Januar 2026

Kurzrezension: Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte


Die Fakten

Titel: Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte
Autor: T.J. Klune
Verlag: Heyne (16. März 2020)
Genre: Cozy Fantasy
Seitenzahl: 477 Seiten
Link: Hier klicken!




Der Inhalt


Linus Baker ist ein vorbildlicher Beamter. Seit Jahrzehnten arbeitet er in der Sonderabteilung des Jugendamtes, die für das Wohlergehen magisch begabter Kinder und Jugendlicher zuständig ist. Nie war er auch nur einen Tag krank, und das Regelwerk der Behörde ist seine Gute-Nacht-Lektüre. Linus' eintöniges Dasein ändert sich schlagartig, als er auf eine geheime Mission geschickt wird. Er soll das Waisenhaus eines gewissen Mr. Parnassus', das sich auf einer abgelegenen Insel befindet, genauer unter die Lupe nehmen. Kaum dort angekommen, stellt Linus fest, dass Mr. Parnassus' Schützlinge eher etwas speziell sind – einer von ihnen ist möglicherweise sogar der Sohn des Teufels! In diesem Heim kommt Linus mit seinem Regelwerk und seiner Vorliebe für Vorschriften nicht weit, das merkt er schnell. Eher widerwillig lässt er sich auf dieses magische Abenteuer ein, das ihn auf der Insel erwartet, und erfährt dabei die größte Überraschung seines Lebens ...



Die Eindrücke

Handlung: "Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte" lag viel zu lange auf dem SuB, da kamen die 12 für 2026 Challenge und der Buddyread mit Sofia (Sofias World of Books) gerade recht. Nach dem Lesen kann ich nun gar nicht viel zu dem Buch sagen, außer dass es einfach herzallerliebst war! T.J. Klune erzählt hier in gemütlichem Tempo eine skurrile, magische, wunderschöne Geschichte über Familie, Zusammenhalt, kindliche Freude, Liebe und Sonnenschein. Viel passiert nicht auf den 477 Seiten, außer dass sich die Figuren hinterlistig ins eigene Herz schleichen und es schwer machen das Buch nach dem letzten Kapitel wieder aus der Hand zu legen. Zwar hätte ich mir am Ende ein wenig mehr Informationen und eine etwas substanziellere Auflösung gewünscht, dennoch kann ich mich den vielen Fans der Geschichte anschließen und das Buch zu meinem ersten Jahreshighlight 2026 küren. 

"Wir werden nicht durch Geburt zu dem, was wir sind, sondern durch die Entscheidungen, die wir in unserem Leben treffen. Es lässt sich nicht alles auf Schwarz und Weiß reduzieren, denn es gibt noch so viel dazwischen. Man kann etwas nicht einfach als gut oder böse abtun, ohne die Facetten dahinter zu berücksichtigen."

Freitag, 9. Januar 2026

Serienempfehlung: Miss Sophie

Auf die Krimikomödie "Miss Sophie - Same Procedure as Every Year" war ich schon direkt nach der Verkündung gespannt. Die deutsche Produktion erzählt nämlich die Vorgeschichte zum Kult-Silvestersketch "Dinner for One", welches bei mir jedes Jahr nicht fehlen darf. Ohne große Erwartungen habe ich mich deshalb gleich im neuen Jahr an die 6 Folgen gemacht und wurde total positiv überrascht von dieser kurzweiligen und fantasievollen Serie!



Darum geht´s:


Als in England im Jahr 1918 die junge Miss Sophie (Alicia von Rittberg) erfährt, dass das Vermögen ihres Vaters aufgebraucht und ihr Schloss im Zuge einer Zwangsvollstreckung gepfändet werden soll, muss schnell ein Plan her. Obwohl sie ihre Unabhängigkeit schätzt, sieht sie keine andere Möglichkeit, als möglichst schnell einen reichen Mann zu heiraten. Und so lädt Miss Sophie fünf wohlhabende Kandidaten auf ihr Schloss ein: Der schüchterne Mr. Winterbottom (Frederick Lau), der ordnungsliebende Admiral von Schneider (Christoph Schechinger), der charmante Franzose Mr. Pommeroy (Moritz Bleibtreu), der attraktive Ungar Graf Szabos (Vladimir Korneev) und der Amerikaner Sir Toby (Jacob Matschenz) sollen in unterschiedlichen Challenges das Herz von Miss Sophie erobern. Als wäre dies nicht schon genug, erschüttert auch ein Mordfall die Heiratskandidaten und Miss Sophie muss sich gemeinsam mit ihrem treuen Butler James (Kostja Ullmann), der einst Sophies große Liebe war, bevor er ihr sieben Jahre zuvor das Herz brach, auf die Suche nach dem Mörder begeben. Ist es etwa einer ihrer Heiratskandidaten? 




Das denke ich zur Serie:


„Miss Sophie – Same Procedure as Every Year“ ist eine kurzweilige Mischung aus Komödie, Krimi und Romanze, die sich an den legendären Sketch "Der 90. Geburtstag oder Dinner For One“ von 1962 heranwagt. Statt den Kultsketch einfach zu erklären oder zu kopieren, interpretiert sie dessen Vorgeschichte auf originelle und überraschend abwechslungsreiche Weise. Wer sind die Herren  Sir Toby, Mr. Winterbottom, Admiral von Schneider und Mr. Pom­meroy, für die in „Dinner for One“ gedeckt ist? Woher kommt die Tradition, dass sich alle an Miss Sophies Geburtstag versammeln und die Gratulantin mit rauen Mengen von Alkohol ins neue Lebensjahr geleiten? Was verbindet Sophie und James? Auf diese Fragen wird in sechs Folgen á 45 Minuten eine launige Antwort gegeben.