Seit Dezember 2025 ist die fünfte Staffel von Emily in Paris auf Netflix verfügbar – und natürlich habe ich mir auch diese 10 neuen Folgen wieder zügig angesehen. Nach dem turbulenten Ende der vierten Staffel bin ich allerdings mit eher gemischten Erwartungen gestartet, denn schon dort hatte sich angedeutet, dass die Serie erzählerisch an ihre Grenzen stößt. Leider bestätigt Staffel 5 diesen Eindruck recht deutlich.
Die Handlung pendelt erneut zwischen Paris und Rom, im Finale gibt es sogar noch einen Abstecher nach Venedig. Was nach Abwechslung klingt, wirkt jedoch erstaunlich ziellos. Das Liebeschaos um Emily, Gabriel und Marcello bleibt weiterhin ungelöst, alte Dreiecke werden nicht aufgelöst, sondern lediglich weitergeschoben. Auch Nebenhandlungen wie beispielsweise Sylvies Liebesleben nehmen viel Raum ein, wirken aber oft losgelöst vom Rest. Insgesamt fehlt der Staffel ein klarer roter Faden. Das Pacing ist flach, echte Konflikte bleiben rar und viele Episoden stehen eher nebeneinander, als gemeinsam auf ein Ziel hinzuerzählen.
Und trotzdem funktioniert die Serie in gewisser Weise noch immer. Die glamourösen Outfits, traumhaften Kulissen und die bonbonbunte Fantasieversion europäischer Metropolen sorgen weiterhin für eskapistische Unterhaltung, die sich leicht wegschauen lässt. Mit dem offenen Ende wird zudem klar auf eine sechste und wohl letzte Staffel hingearbeitet, in der erzählerisch noch einmal vieles möglich wäre.
Mehr zur Serie und meine ausführliche Einschätzung zu allen Staffeln findet ihr wie immer in meiner Serienempfehlung. Habt ihr Staffel 5 schon gesehen?


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