Dienstag, 9. April 2024

Spotlight Sachbuch: Grenzerfahrungen - Wie wir an Krisen wachsen


Allgemeines

Titel: Grenzerfahrungen: Wie wir an Krisen wachsen
Autor: Wolfgang Schäuble
Verlag: Pantheon (26. April 2022)
Genre: Politisches Sachbuch
Seitenzahl: 336 Seiten
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Inhalt

Die Pandemie hat vieles, was uns selbstverständlich erscheint, in Frage gestellt. Welchen Preis hat der Schutz des Lebens, wenn zugleich die Grundrechte eingeschränkt werden? Wie balancieren wir die verschiedenen Bedürfnisse in einer Gesellschaft, so dass alte Menschen besonders geschützt und zugleich die Zukunftschancen der nachfolgenden Generationen gewahrt bleiben? Was heißt europäische Solidarität im Lockdown? Wolfgang Schäuble erkundet die politischen Grenzerfahrungen in einem Krisenjahrzehnt und scheut sich nicht davor, auch unbequeme Debatten anzustoßen. Zugleich diskutiert er seine Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit – ob Schutz der Lebensgrundlagen, Umgang mit begrenzten Ressourcen, Exzesse der Globalisierung oder Migration – mit Persönlichkeiten wie Rutger Bregman, Ralf Fücks, Maja Göpel, Sylvie Goulard, Diana Kinnert, Ivan Krastev und Armin Nassehi. Das Buch stößt die Debatte darüber an, was es wertzuschätzen gilt und wo wir unserem Denken und Handeln eine neue Richtung geben sollten.



Bewertung

Begonnen habe ich "Grenzerfahrungen: Wie wir an Krisen wachsen" anlässlich des kürzlichen Todes Wolfgang Schäubles, der aus meiner Heimatstadt kam und die deutsche Politik über Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt hat. In seinem letzten Buch, das halb Experteninterviews und halb Essaysammlung ist, schreibt er über die größten Krisen und Herausforderungen der letzten Jahre und betont dabei stets die Chancen, die diese bei beherztem Handeln für unsere Zukunft bereithalten könnten. 

“Wer, wenn nicht wir wäre besser dazu in der Lage, Nachhaltigkeit im 21. Jahrhundert zu gestalten? Und wann, wenn nicht jetzt?”

Montag, 8. April 2024

Montagsfrage #111 - Posthum veröffentlichte Werke?

Hallöchen,

Nachdem die letzten Fragen eher kurz zu beantworten waren, gibt es heute mal wieder eine schöne Diskussionsfrage: 

Wie immer gibt´s auch eine Kurzversion, für die Ihr dem Pop-Up-Fenster folgen könnt (falls Ihr einen Pop-Up-Blocker aktiviert haben solltet, könnt Ihr auch einfach DIESEN LINK verwenden). 


Wie steht Ihr zu posthum veröffentlichten Werken?

Die Frage nach der Legitimität von posthum veröffentlichten Werken von SchriftstellerInnen ist eine interessante Diskussion in der Literaturwelt, die ich auch im Rahmen der Montagsfrage mal gerne eröffnen würde. Stellt Euch zum Beispiel mal vor, George R. R. Martin würde versterben, bevor er den letzten Band seiner weltberühmten "A Song of Ice and Fire" herausgebracht hat. Würdet Ihr Euch dafür aussprechen, dass posthum womöglich gegen seinen Willen veröffentlicht werden würde, was er fertig oder unfertig in der Schublade hat? Ich persönlich stehe der Frage, ob man Werke nach dem Tod von AutorInnen auch ohne klare Anweisungen derselben veröffentlichen sollte, zwiegespalten gegenüber.

Samstag, 6. April 2024

Kurzrezension: Kill Joy


Die Fakten

Titel: Kill Joy
Autorin: Holly Jackson
Verlag: Electric Monkey (4. August 2022)
Genre: YA Krimi
Seitenzahl: 176 Seiten
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Der Inhalt

Statt an ihrem Schulprojekt zu arbeiten, soll Pippa Fitz Amobi den Abend mit einem albernen Krimidinner verbringen? Nur widerwillig sagt sie zu - und erscheint passend zum Zwanzigerjahre-Motto des Spiels in Abendkleid und Federboa kostümiert. Doch bald weckt der Kriminalfall ihren detektivischen Spürsinn, und sie stellt fest, dass es ihr Spaß macht, dem Täter Hinweis um Hinweis auf die Schliche zu kommen. Am Ende ist der erfundene Mord nicht mehr der einzige Fall, der ihr nicht aus dem Kopf gehen will ...



Die Eindrücke

Handlung: Nachdem mich die "A Good Girl´s Guide to Murder"-Reihe von Holly Jackson in den letzten Wochen rundum überzeugen und mir mit allen drei Bänden eine tolle Zeit bescheren konnte, habe ich im Anschluss gleich das Prequel "Kill Joy" nachgeschoben. Die kurze Vorgeschichte wurde zwar zuletzt veröffentlicht und von mir auch zuletzt gelesen, spielt aber eigentlich vor den Geschehnissen der Trilogie. Da sich hier der Kreis schließt und man erfährt, wie Pip ihre Begeisterung für ungelöste Fälle entdeckt hat und auf die Idee kam, sich im Rahmen ihres Schulprojekts dem Andie-Bell-Fall zu widmen, kann ich empfehlen, das Buch vor der Trilogie zu lesen. Es eignet sich allerdings auch gut, um als Fan nochmal zu den Anfängen zurückzukehren und einen wunderbar unbeschwerten Abend mit den Figuren zu verbringen - drohend im Hinterkopf, in was sie sich schon bald hineinmanövrieren werden...

Freitag, 5. April 2024

Serienempfehlung: 7 vs. Wild

Nachdem mir mein Bruder über ein Jahr lang in den Ohren lag, wie gut die Serie "7 vs. Wild" sei, habe ich mich im Januar erbarmt und in die erste Staffel hineingeschaut. Da es sich um eine Reality-Survival Serie handelte und ich weder im Thema Survival drin war noch gerne Reality TV schaue, hatte ich weder große Erwartungen, noch Hoffnungen, dass mir die Serie gefallen würde. Umso überraschter war ich, wie sehr mich die Serie in ihren Bann gezogen hat und wie schnell ich die bislang erschienenen 5 Staffeln auf YouTube und Amazon Prime weggesuchtet habe. Also schaut doch gerne einfach mal rein - der Stream ist ja kostenlos und abofrei möglich ;-)


Darum geht´s:

Im von Fitz Meinecke erfundenen Format werden sieben TeilnehmerInnen bzw. sieben Teams in der Wildnis (Staffel 1: Schweden, Staffel 2: Panama, Staffel 3: Kanada, Staffel 4: Neuseeland, Staffel 5: Amazonas Regenwald) ausgesetzt und müssen nur mithilfe ihrer Kleidung und im Vorfeld selbst ausgewählter Ausrüstungsgegenstände eine ausgewählte Zeit (7 bzw. 14 Tage) überleben. Sie dokumentieren ihre Erlebnisse mithilfe von Go-Pros für die ZuschauerInnen und bringen dabei unterschiedlich große Erfahrungswerte in den Bereichen Survival, Bushcraft und Outdoor mit. Weitere Regeln wie die genaue Auswahl der Ausrüstungsgegenstände, Abholung, Challenges oder die Siegbedingungen variieren von Staffel zu Staffel.



Das denke ich zur Serie:

Ich hatte keine Erwartungen, kein Vorwissen, kannte keinen der Teilnehmer der ersten Staffel, bin kein Survival oder Reality-TV-Fan - und trotzdem war ich schon nach der ersten Folge des Formats angefixt. Nach vier geschauten Staffeln habe ich versucht, dem Erfolgskonzept der Serie für mich auf den Grund zu gehen...

Donnerstag, 4. April 2024

Kurzrezension: Swimming Lessons


Die Fakten

Titel: Swimming Lessons
Autorin: Lili Reinhart
Verlag: St. Martin's Griffin (29. September 2020)
Genre: Poesie
Seitenzahl: 240 Seiten
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Meine Eindrücke

Wie ihr vielleicht wisst, lese ich mich so langsam durch die Klassiker der modernen Poesie und versuche mich dabei auch immer wieder an neuen AutorInnen, Instagram-Poetry oder Lyrikbänden von Personen des öffentlichen Lebens. "Swimming Lessons" fällt in letztere Kategorie und wurde von der Schauspielerin Lili Reinhart geschrieben. Für einen ersten Lyrikband fand ich die Anthologie verhältnismäßig stark, allerdings erinnerte mich der Stil der Gedichte mehr an freie Journaleinträge als an Gedichte. Einige sind sehr spezifisch und lesen sich wie an ausgewählte Personen in ihrem Leben gerichtet, während andere sehr breit, universell und beinahe nichtssagend bleiben. Neben diesen beiden Extremen, die mich eher wenig erreicht haben, gab es aber auch einige Zeilen, über junge Liebe, Erwachsenwerden, Angst und Fortschritte, die mich tief ins Herz getroffen haben. Wie so oft bleibt also wieder ein gemischter Eindruck, für den es vage 3,5 Sterne gibt.

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