Montag, 22. August 2022

Montagsfrage #34 - Liebste Buchlänge?

Hallöchen,

eigentlich wollte ich diese und nächste Woche nochmal verreisen und hatte deshalb die folgenden zwei Montagsfragen vorbereitet. Leider ist was dazwischen gekommen, weshalb ich nun doch erst Mitte September nochmal ein wenig unterwegs bin. Als kleiner Trost habe ich für die kommenden Wochen eine Menge schöner Verabredungen und Ausflüge geplant, die mir neben meiner ausgedehnten Lesezeit hoffentlich trotzdem ein bisschen Urlaubsgefühle verschaffen werden. Übrigens ist seit letzter Woche auch offiziell, dass ich nach langem Zittern (weil nur 30 Plätze und große Konkurrenz) einen Masterplatz für das Fach Psychologie an der Universität Freiburg ergattert habe. Wenn alles mit der Einschreibung glatt läuft, kann ich ab Oktober also einfach wie gewohnt weiterstudieren. Ich freue mich riesig! Jetzt sind ja aber erstmal noch Semesterferien... und wir sind ja auch eigentlich für die Montagsfrage hier, also auf zur Montagsfrage #34:

Habt Ihr eine Seitenzahlpräferenz bei Büchern?


Da ich in ganz unterschiedlichen Genres unterwegs bin und sowohl kurze als auch umfangreiche Geschichten mag, ist mir die Seitenzahl eines Buches relativ egal und schon gar kein Auswahlkriterium zum Buch-Kauf. Einige Tendenzen lassen sich bei genauem Überlegen in meinem Leseverhalten aber doch finden:

Besonders bei Rezensionsexemplaren, die ich ja bestenfalls zeitnah zu Ende lesen sollte, frage ich ab einer Seitenlänge über 600 Seiten wirklich nur Romane an, die ich auch wirklich dringend lesen möchte. Denn natürlich überlegt man sich bei einem 1000-Seiten-Wälzer vielleicht zweimal, ob man die Geschichte wirklich interessant findet, da es hier deutlich schwieriger ist, bei Leseflauten durchzuhalten. Bücher mit einem großen Seitenumfang haben aber sonst generell keine abschreckende Wirkung auf mich. Im Gegenteil: bei Fantasy-Büchern unter 300 Seiten werde ich eher skeptisch da dann oft detailarme und oberflächlich ausgearbeitete Welten und Charaktere auf mich warten. Ich will das auf gar keinen Fall verallgemeinern, da für mich aber viele Hintergründe und Beschreibungen ein wichtiges Kriterium für eine stimmige Geschichte sind, würde ich meinen bevorzugten Seitenbereich zwischen 350 und 550 Seiten einordnen. 

Je nach Genre schwankt das natürlich. Zum Beispiel lese ich gerne etwas kürzere Krimis, Liebesgeschichten oder Sachbücher, während Abenteuer-, Fantasy-, oder Science-Fiction-Geschichten gerne etwas umfangreicher sein dürfen. Darüber hinaus ist außerdem relevant, ob es sich bei dem betreffenden Buch um einen Einzelband (dann gerne etwas länger) oder einen Teil einer Reihe (dann sind auch geringere Umfänge in Ordnung) handelt. Über die letzten fünf Jahre hinweg lag die durchschnittliche Seitenanzahl meiner gelesenen Bücher übrigens bei genau 393,6 Seiten. Wenn ich mich also auf exakt eine Lieblingsseitenanzahl festlegen müsste, würde ich 400 Seiten wählen.

Diese Tendenzen bedeuten jedoch keineswegs, dass ich kurze Geschichten mit vielleicht nur 150 Seiten oder fette Wälzer verschmähen würde, denn über den ersten Eindruck hinaus ist die Dicke des Buches für mich nur eine Frage des passenden Zeit-Managements. 



Wie ist das bei Euch? Habt Ihr Präferenzen was die Seitenlänge angeht, oder ist diese für euch kein Auswahlkriterium für Eure Lektüre?


Liebe Grüße
Sophia
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18 Kommentare:

  1. Guten Morgen! Bevor ich in die Arbeitswoche starte, hier erst meine Antwort auf Deine Frage:

    Montagsfrage: Dicke oder dünne Bücher?

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    1. Huhu,

      bei mir ist es auch am ehesten eine Frage des aktuellen Zeitpensums und Interesses. Aber du hast natürlich auch recht, dass unterschiedliche AutorInnen unterschiedliche Buchlängen benötigen. Während ich zum Beispiel davon begeistert bin, wie Justine Pust ihre Geschichten immer in knapp 300 Seiten auserzählen kann, gilt für mich bei einem Roman von Sarah J. Maas je mehr Seiten desto besser und ich bin fast enttäuscht, wenn er unter 1000 Seiten hat.

      Liebe Grüße
      Sophia

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  2. Hallo zusammen

    und erstmal einen herzlichen Glückwunsch zu Deinem Studienplatz! Ohne Dich persönlich zu kennen, behaupte ich jetzt einfach mal, dass Du ihn verdient hast :D und wünsche viel Erfolg. So ist es bestimmt entspannter, den Rest der Semesterferien anzugehen.

    Hier gehts zu meiner Montagsantwort.

    Einen guten Wochenstart
    Frank

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    1. Hey Frank,

      vielen Dank dir! Die Ungewissheit, wie es nach meinem Abschluss weitergeht und in welcher Stadt ich lande war tatsächlich ein Stressor, den ich die letzten Monate mit mir herumgeschleppt habe. Jetzt Gewissheit zu haben ist wirklich ein tolles Gefühl, mit dem ich meine restliche freie Zeit viel entspannter angehen kann! ;-)

      Das mit der Seitenzahlrichtlinie bei Verlagen finde ich auch ziemlich ärgerlich. Ich verstehe, dass Seiten Geld kosten und der Verlag das Programm planen muss, aber ich habe leider schon von so vielen AutorInnen gehört oder gelesen, die die Hälfte ihres Buches zusammenstreichen mussten, um auf eine vereinbarte Seitenzahl zu kommen. Das ist dann wirklich ärgerlich, da ich jeder von dieser Geschichten angemerkt hatte, dass sie nicht ganz rund war und noch mehr Zeit und Seiten benötigt hätte, um sich zu entfalten.

      Liebe Grüße
      Sophia

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  3. Guten Morgen,

    herzlichen Glückwunsch zum Studienplatz. Ich behaupte mal, Urlaub machen ist völlig überbewertet, aber genieße deine freie Zeit. So jetzt geht es an die Bücher
    | Montagsfrage | Wie viele Seiten dürfen es sein?

    Liebe Grüße
    Ariane

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    1. Hey Ariane,

      ich finde schon bei Büchern die Textdichte je nach Schriftgröße und Bedruckung stark unterschiedlich und kann mir vorstellen, dass das bei Comics und Graphic Novels nochmal extremer ist und damit aussagekräftiger als die reine Seitenzahl.

      Bei mir spielt die Seitenzahl tatsächlich auch nur beim Anfragen von Rezensionsexemplaren und bei der Auswahl von Urlaubslektüren eine Rolle (zu schwer schleppen möchte man ja auch nicht) und da ist der Ereader natürlich eine gemütliche Alternative.

      Liebe Grüße
      Sophia

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  4. Guten Morgen Sophia und in die Runde :)

    Herzlichen Glückwunsch zum Masterplatz, liebe Sophia!

    Die Seitenzahl hat generell keinen Einfluss auf meine Kauf- und Leseentscheidungen. Allerdings habe ich heute auch mal darüber nachgedacht, ob mir unabhängig davon ein bestimmter Umfang ein besonders gutes Gefühl gibt. :)

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Liebe Grüße,
    Elli

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    1. Hey Elli,

      vielen Dank!!!
      Ich würde dir mit meinem bevorzugten Seitenbereich von 350 bis 550 Seiten ungefähr zustimmen. Hat ein Buch weit mehr als 500 Seiten plane ich anders (vor allem wenn es sich um ein Rezi-Exemplar handelt oder wenn ich viel unterwegs sein werde, hole ich mir statt des Print-Exemplars aus Bequemlichkeit eher das EBook), abgeschreckt werde ich von hohen Seitenzahlen aber nicht.
      Bei mir beginnt mein - wie hast du das so schön ausgedrückt - "Neandertaler-Hirn" ab weniger als 300 Seiten herumzumotzen, dass das kein richtiges Buch ist ;-)

      Liebe Grüße
      Sophia

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  5. Hallo^^

    Bei mir ist es echt davon abhängig, in welcher Situation ich das Buch lesen möchte, aber an und für sich lese ich alles.
    https://blog.kiranear.moe/2022/08/montagsfrage-233.html

    Und Glückwunsch zum Masterplatz :3

    Lg,
    Kira

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    1. Hey Kira,

      das Kleine-Schwache-Hände-Problem kenne ich leider nur zu gut. Ich habe von Buchstützen bis verschiedene Lesepositionen auch schon eine Menge durch, um beim Lesen von schweren, dicken gebundenen Büchern keinen Krampf zu bekommen :-)))
      Gerade der zweite Teil von "Crescent City" hat mich mit seinen über 900 Seiten und der nicht zu unterschätzenden Gewicht der Printausgabe im Urlaub ziemlich auf die Probe gestellt...
      Gerade wenn ich mit dem Zug unterwegs oder im Urlaub bin, lese ich dicke Wälzer deshalb gerne auf dem Ereader.

      Liebe Grüße
      Sophia

      PS: Dankeschön ;-))

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  6. Hallo Sophia,
    schön dass es mit Deinem Studienplatz geklappt hat, freut mich für Dich. :)
    Was die Seitenzahl der Bücher angeht, die spielt bei mir schon eine Rolle.
    Erklärung gibt es hier: Mein Beitrag

    Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche!
    Liebe Grüße vonne Küste,
    Su

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    1. Hey Su,

      was, du warst zuletzt im Januar bei der Montagsfrage dabei?? Wirklich verrückt, wie schnell die Zeit rennt. Jetzt habe ich die Aktion ja auch bald schon ein Jahr auf dem Blog.....

      Seitdem ich deine Antwort gelesen habe, überlege ich übrigens schon die ganze Zeit, ob mir jemals ein Taschenbuch mit 2000 Seiten untergekommen ist. Ich glaube das längste Buch, das ich in den letzten 5 Jahren gelesen habe, war das Finale der Throne of Glass Reihe von Sarah J. Maas mit etwa 1100 Seiten. Alles was mehr Seiten hat, würde ich mir glaube ich auch rein aus praktischen Gründen (z.B. wie hält man das Buch beim Lesen, ohne einen Krampf zu bekommen oder den Buchrücken komplett zu zerstören? In welche Tasche passt so ein Wälzer überhaupt?) nicht als Printexemplar kaufen.

      Was das Preis-zu-Seiten-Verhältnis angeht stimme ich dir übrigens auch zu. Gerade bei dünnen gebundenen Ausgaben finde ich den Preis oft etwas unverhältnismäßig...

      Liebe Grüße
      Sophia

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  7. Herzlichen Glückwunsch zum Studienplatz! Die Zusage ist sicher eine große Erleichterung für dich.
    Zur heutigen Frage:
    Eigentlich ist mir die Seitenzahl egal, nur bei meinen Lieblingsuator:innen darf es gerne mal ein wenig mehr sein ;-)
    https://streifisbuecherkiste.wordpress.com/2022/08/22/montagsfrage-34-liebste-buchlange/

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    1. Huhu,

      das stimmt, 600 Seiten fühlen sich nicht immer wie 600 an und genauso wenig ist es mit 200 Seiten. Das hängt oft mit dem Schreibstil der AutorInnen oder der Geschichte an sich zusammen und bestätigt nochmal, was wir jetzt schon mehrmals zur dieswöchentlichen Frage festgehalten haben: Die Länge des Buches muss einfach zur Geschichte passen, die erzählt wird.
      Weil du gerade die nächste Montagsfrage ansprichst: für nächste Woche habe ich mir übrigens was besonders Spannendes ausgedacht (zumindest freue ICH mich schon sehr auf die Diskussionen, wir IHR die Frage findet, werden wir ja in ein paar Tagen sehen ;-))

      Liebe Grüße
      Sophia

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  8. Huhu,

    ich bin auch noch mit dabei. 300 - 400 S. les ich am liebsten.

    Hier ist mein Beitrag:

    https://lesekasten.wordpress.com/2022/08/23/montagsfrage-15/

    LG Corly

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    1. Hey Corly,

      ich habe deine heutige Antwort auch gleich für die Montagsfrage von letzter Woche verlinkt. Mit der Präferenz für 300-400 Seiten liegst du denke ich im Durchschnitt der bis jetzt genannten Antworten, womit wir Bücherwürmer über dem bundesweiten Durschnitt liegen. Das durchschnittliche Buch ist nämlich 200 Seiten lang - habe ich für die Recherche für die nächste Montagsfrage gelernt :-)

      Liebe Grüße
      Sophia

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  9. Liebe Sophia,
    ich bin diese Woche nach etwas längerer Pause auch endlich mal wieder dabei:
    https://vanessas-literaturblog.de/2022/08/24/montagsfrage-22-august-2022/
    Liebe Grüße
    Vanessa

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    1. Hey Vanessa,

      das Argument mit der Leselänge finde ich sehr gut nachvollziehbar. Ich mag es nicht, ein Buch wochenlang mit mir herumzuschleppen und gefühlt nie fertig zu werden, ich finde es aber auch sehr mühsam, mich täglich in eine neue Gedankenwelt einfinden zu müssen, wenn die Bücher schneller wieder beendet sind, als man sie begonnen hat. Für das optimale Buch brauche ich so 3-5 Tage, das ist dann gerade soviel, dass die Geschichte nicht schon beendet ist, wenn man sich gerade eingefühlt hat, aber auch nicht so lange, dass man irgendwann genervt ist und sich nach Abwechslung sehnt. Und im Schnitt ist das bei mir bei Büchern mit ca. 400-500 Seiten der Fall.

      Liebe Grüße
      Sophia

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