Sonntag, 18. Oktober 2026

Messebericht #6 - Frankfurter Buchmesse 2026


Hallöchen,

mit einer Woche Verspätung möchte ich Euch heute noch von meinen Eindrücken auf der Frankfurter Buchmesse 2026 erzählen. Vor genau einer Woche, am Messesonntag bin ich zusammen mit Jan und drei Freunden nach Frankfurt gedüst und habe einen ereignisreichen, inspirierenden Tag voll schöner Begegnungen verbracht. 

Leider waren wir alle fünf in verschiedenen Stadien einer Erkältung gefangen (ich habe scherzhaft gesagt, dass wir im Auto einen neuen Supervirus züchten) und mussten es deshalb ein bisschen ruhiger angehen lassen, aber ich habe mich gefreut, dass wir es überhaupt alle auf die Messe geschafft haben, ohne für uns und für andere ein Gesundheitsrisiko darzustellen. So schön ich den Oktober als Zeitpunkt für die Messe finde, so ungünstig ist der Termin jedes Jahr in der Erkältungszeit gelegen - so überrascht es mich nicht, dass ich von meinen sechs Besuchen auf der Messe über die Jahre nur zweimal richtig gesund war. Dementsprechend anstrengend war der Tag wieder mit unzähligen gelaufenen Kilometern, Menschenmengen aus aller Welt, Farben und Formen überall, Eindrücke im Sekundentakt und den vielen Begegnungen. 

Sehr angenehm war allerdings, dass am Messesonntag deutlich weniger los war, als ich das von den vergangenen Besuchen am Samstag gewohnt war. Zum generell niedrigeren Besucherstrom durch den anderen Besuchstag kam das neue Hallenkonzept hinzu. Anders als in den vergangenen Jahren waren die Stände nicht strikt nach Genre und Zielgruppe sortiert. Statt auf eine Haupthalle 3.0 konzentriert war vor allem die Belletristik weit über das Messegelände verstreut. Es gab zwar weiterhin Sortierungen wie zum Beispiel eine Halle für Kinder und Jugendbuch (in 4.0), aber zum Beispiel New Adult Fans mussten sich ihre Stände in 3.0, 4.0, 5.0 und in der Festhalle zusammen suchen und für Sachbücher musste man sogar in fünf Hallen Ausschau halten. Das hatte den Vorteil, dass sich die Hauptlast der BesucherInnen nicht auf eine einzige Halle entladen hat und die anderen Hallen besser besucht waren. Leider hatte das für mich aber den Nachteil, dass ich ziemlich viel zwischen den einzelnen Hallen wechseln musste, um alle Termine abzuklappern und alle Stände zu besuchen, die auf meiner Liste standen. Ganz persönlich war ich trotz Verständnis der Idee die Laufwege zu entzerren deshalb kein großer Fan der Änderungen, die den Messebesuch für mich deutlich unübersichtlicher gemacht haben.  Außerdem haben die Änderungen dafür gesorgt, dass ich deutlich weniger Personen getroffen habe. Wer sich sonst früher alles in einer Halle getummelt hat, war nun ebenfalls über das gesamte Gelände verteilt. Das fand ich deutlich enttäuschender als die Rennerei... Ich bin also mal gespannt, welche Schlüsse die FBM Veranstalter aus dem neuen Konzept ziehen und wie die Hallenstruktur nächstes Jahr aussehen wird. Ich hoffe auf jeden Fall, es wird jetzt nicht jedes Jahr alles neu über den Haufen geworfen, sodass ich nicht jedes Jahr aufs Neue all meine Stände suchen muss... 

Die Änderungen mal beiseite gab es auch dieses Jahr wieder aufwendig gestaltete Verlagsstände, viele Fotospots, zahlreiche interessante Gäste und natürlich eine Vielzahl von Talks, Veranstaltungen und Workshops. Aufgrund der begrenzten Zeit (ich war von 9 bis ca. 16 Uhr auf der Messe) reicht es mir leider nie, alle Veranstaltungen zu besuchen, die mich interessieren würde, aber einige Eindrücke konnte ich mitnehmen. Sehr gefreut hat es mich, dass ich aber auch dieses Jahr (wenn auch nach einigem Suchen) dem Pocketbook Stand einen Besuch abstatten konnte. Ich habe Sanni getroffen, mir die neusten E-Reader-Modelle genauer angeschaut (vielleicht kommt da bald etwas Neues auf mich zu....👀) und einen zuckersüßen Readsolotl Anstecker mitbekommen. 

Ansonsten habe ich von der Messe tatsächlich nur einige Leseproben, Charakterkarten, eine Tasche vom Gastland Tschechien und eine Booklover-Espresso-Tasse mitgebracht. Ich war ja noch nie ein großer Fan davon, Bücher auf der Messe zu kaufen (sie sind nicht billiger als sonst, man steht ewig an und muss sie dann den ganzen Tag herumschleppen). Und da die beiden Bücher, die ich unbedingt kaufen wollte - "Peck & Peck" von Bonnie Garmus und "Haltet euch fest" von Mareike Fallwickl - beide nicht mehr vorrätig waren, habe ich es dieses Jahr bei wenigen Mitbringsel belassen (und das, obwohl ich ja dieses Jahr zum ersten Mal einen fleißigen Träger dabei gehabt hätte....❤)

Insgesamt war die Buchmesse dieses Jahr also mehr Veranstaltungs- und Entertainment als Begegnungsort und ich habe mehr Bilder geschossen als Bücher zur Hand genommen. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass ich nicht ganz fit war, aber auch mit den Änderungen im Hallenkonzept und der generellen Entwicklung der Messe (habe ich ja schon hier diskutiert). Unterm Strich hatte ich aber wieder einen schönen Tag (in toller Begleitung) und würde auch nächstes Jahr wieder hinfahren!

War auch jemand von Euch auf der FBM? Ich freue mich auf Eure Eindrücke

Liebe Grüße
Sophia

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