Montag, 13. Juli 2020

Montagsfrage 13.07.2020


Hallöchen,

puh, wie die Zeit rennt. Das ist jetzt die letzte Montagsfrage und somit auch die letzte Woche vor meiner Prüfungsphase, die auch schon mein Sommersemester abschließt. Es kommt mir vor, als hätte dieses Semester gerade mal drei Wochen gedauert und dann ist ja auch schon wieder August... Bin ich die einzige, der das irgendwie gruselig vorkommt? 😜
Aber nun zur Frage:


Welche Tipps würdet ihr jungen (Literatur/Buch-)Bloggern geben?


Bei dieser Frage bietet sich ja ein kurzer Rückblick in die eigene Bloggeschichte und das Schwelgen in alten Erinnerungen an (sorry, da müsst ihr jetzt durch, bis es zu meinen Tipps geht😉). Kaum zu glauben aber mein Wordworld-Baby gibt es jetzt schon seit Mai 2016, also seit 4 Jahren. Gegründet habe ich ihn zusammen mit meiner Freundin und Book-Buddy Magda aus einer sehr spontanen Idee heraus. Die Inspiration kam uns beim Lesen eines Buches (wie sollte es auch anders sein). In "Obsidian" von Jennifer L. Armentrout betreibt die Protagonistin, Katy, selbst einen Buchblog. "Katys kreative Obsession" heißt er und ist in seiner kleinen Art sehr erfolgreich. Ich war sofort angetan von den Beschreibungen, ständig Päckchen mit Büchern zugeschickt zu bekommen, die man dann lesen und rezensieren darf. Ab dort hat ein langer, sehr spannender und auch sehr fruchtbarer Weg begonnen, der noch lange nicht zu Ende ist, da ich jedes Jahr Neues über die Blogwelt lerne. Hier kommen aber mal ein paar Tipps, die ich aus den letzten 4 Jahren mitgeben kann:

1. Führt Euch immer selbst vor Augen, warum ihr bloggt, was Euer Antrieb dabei ist und was Ihr dafür zurückbekommt - das hilft Euch durch Durststrecken und stressige Phasen hinweg. Damit meine ich nicht, dass Ihr unbedingt an einem Pensum festhalten und Euch zu jeder Zeit regelmäßige Beiträge aus dem Ärmel kratzen sollt - ganz im Gegenteil: das Bloggen sollte zu jedem Zeitpunkt eine Bereicherung in Eurem Leben sein und Spaß machen. Wenn Ihr keine Lust mehr habt, davon angenervt seid, oder Euch Eure eigenen Ansprüche stressen, dann macht einfach eine Pause,  überlegt Euch ein neues Format, auf das Ihr Lust habt (z.B. Kurzrezensionen um Zeit zu sparen oder postet über andere Themen, auf die Ihr Lust habt). Es ist EUER Blog und euer HOBBY, das heißt, Ihr könnt zu jedem Zeitpunkt selbst entscheiden, was Ihr wie regelmäßig hochladen wollt. Lasst Euch davon also nicht stressen!  

2. Ganz wichtig finde ich auch, dass man sich gerne mal Inspiration von anderen tollen Blogs holen darf. Schaut Euch ruhig mal an, wie andere Ihre Beiträge aufbauen, holt Euch Ideen für Aktionen oder Bilder, um eine genauere Vorstellung dafür zu bekommen, was Ihr gerne für Euren Blog wollt und was nicht. Und seit dabei auch nicht zögerlich, Euer Konzept/Design/etc auch mal völlig umzuwerfen, wenn ihr eine neue Idee bekommt oder mit Eurem alten Design unzufrieden seid. Ich weiß gar nicht wie oft ich mein Design verändert habe, bis ich zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen bin, wie oft ich meine Beitragsstruktur variiert habe, bis ich etwas gefunden habe, das zu mir passt und wie viele Tausend Wörter ich schreiben musste, um meine "eigene Stimme" zu finden. 
Der Grad zwischen Inspiration holen und Kopieren ist natürlich schmal und ich denke ich muss nicht erwähnen, dass Rezi- oder Bildklaus ein absolutes Tabu sind, aber sich ein bisschen umzuschauen hat noch nie geschadet. Außerdem könnt Ihr durch regelmäßiges Umschauen in der Blogwelt auch tolle Kontakte knüpfen und Eure eigene Reichweite vergrößern (aber das natürlich auch nur, wenn Ihr gerne stöbert und Lust auf Kollaborationen und Kontakt habt).

3. Als drittes will ich noch eine ganz wichtige Erkenntnis weitergeben, die zwar banal klingt, die zu lernen  aber eine ganze Weile gebraucht hat: Ihr könnt immer Nein sagen. Ihr werdet merken, dass sobald Euer Blog anfängt zu wachsen, Ihr Euch bei Verlagen oder Plattformen wie Goodreads, Lovelybooks, Lesejury, Was-liest-du oder der Rezi-Suche anmeldet, Ihr eine wachsende Flut an Anfragen für Werbung, Kollaborationen, Rezensionsexemplare und ähnliches reinbekommt. Am Anfang habe ich immer alles angenommen und bin dann an einem wachsenden Berg an Rezensionsexemplaren verzweifelt. Also überlegt Euch genau, ob Ihr Euch wirklich für eine angebotene Geschichte interessiert, ob Ihr die Zeit habt, sie tatsächlich zeitnah zu lesen und informiert Euch, ob Ihr Eure Pflichten als Rezensenten nachkommen könnt und wenn nicht, dann traut euch höflich aber bestimmt abzulehnen. 

4. Was mir ebenfalls erst viel zu spät aufgefallen ist, ist dass man als Blog unbedingt ein Impressum und eine Datenschutzerklärung benötigt, um sich rechtlich abzusichern. Beschäftigt Euch einfach einen Nachmittag damit, nutzt eine der vielen hilfreichen Internettool zum Erstellen und spart Euch damit eventuelle Scherereien in der Zukunft. 

Natürlich könnte ich jetzt noch seitenweise Tipps geben über Rechtschreibprogramme, HTML-Tools, Social-Media-Verlinkung, Bildbearbeitung oder Ähnliches - doch im Endeffekt muss jeder selbst seinen Weg finden und da gibt es keinen universellen "richtigen Weg". Falls jemand zu einem Thema Fragen hat, kann er/sie sich trotzdem immer gerne bei mir melden!

Ansonsten: Her mit Euren Tipps!

Liebe Grüße
Sophia 

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Ich freue mich, wenn Du einen Kommentar dalässt.
Egal ob Kritik, Verbesserungsvorschläge, Lob, Anmerkungen, Fragen oder eigene Meinung - das ist der richtige Ort dafür ;-)