Der Inhalt:
Meine Eindrücke
Handlung: Die Geschichte rund um Tavia beginnt mit einem dramatischen Flugzeugabsturz, den sie als Einzige überlebt. Was zunächst wie eine klassische Coming-of-Age-Fantasy anmutet, entwickelt sich rasch zu einem mystisch aufgeladenen Abenteuer: Tavia ist eine Göttin, gefangen in einem Zyklus ewiger Wiedergeburt, auf ewig auf der Suche nach ihrem Seelenpartner. Doch ihr Schicksal ist größer – sie steht im Zentrum eines jahrtausendealten Krieges zwischen den Earthbounds (Göttern) und den Reduciata, einer Organisation, die nichts Geringeres plant, als die Auslöschung der Götter mit einem tödlichen Virus. Auch wenn der Auftakt genauso spannend und temporeich war, wie ich ihn in Erinnerung hatte, verliert sich die Handlung leider später in bekannten Erzählmustern. Trotz einiger überraschender Wendungen bleibt die Grundidee weitgehend vorhersehbar und folgt vertrauten Fantasy-Strukturen. Was mich 2014 vielleicht noch beeindrucken konnte, wirkte heute leider etwas fade auf mich. Denn wer viel YA-Fantasy liest, wird das Gefühl nicht los, hier bereits Bekanntes in neuer Verpackung zu erleben. Während Band 1 noch eine solide Mischung aus Mysterium und Romantik bot und Band 2 die mythologischen Elemente vertiefte, zerfällt das Konstrukt spätestens mit dem dritten Band in Frustration und klischeehafte Dramaturgie. Die dramatische Zuspitzung – eine globale Bedrohung, mächtige Kräfte und ein letztes großes Opfer – sollte ein episches Finale bieten, stattdessen hinterlässt der Abschluss mit unlogischen Wendungen, charakterlichem Ungleichgewicht und unrunder Auflösung aber einen bitteren Nachgeschmack.
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