Hallöchen,
wie letzte Woche angekündigt gibt es diese Woche einen kurzen Minirückblick auf die gelesenen Büchern im ersten Quartal 2026. Auch diese Frage habe ich absichtlich offen formuliert, sodass Ihr gerne auf alle Arten von Büchern und Geschichten eingehen könnt. Ich bin schon gespannt, was Ihr berichten werdet:
In welchem Buch aus dem ersten Quartal 2026 habt Ihr am meisten gelernt?
Ich habe in den ersten drei Monaten von 2026 einige sehr spannende Bücher gelesen. Darunter waren auch etliche Sachbücher, die ja prädestiniert für diese Antwort sind.
Ich glaube am meisten Neues mitgenommen habe ich aus "Cultish" von Amanda Montell. In diesem Sachbuch wird erklärt, wie Sprache eingesetzt wird, um Menschen emotional zu binden und fanatische Gruppenzugehörigkeit zu erzeugen. Die Grundidee, dass nicht Ideologien allein, sondern vor allem sprachliche Mechanismen Fanatismus begünstigen, hat mich sofort angesprochen und ich habe mich gerne 309 Seiten lang mit der Autorin auf den Weg gemacht zu ergründen, wie dies geschieht. Besonders spannend fand ich die Abschnitte, in denen die Mechanismen kultischer Sprache auf andere gesellschaftliche Bereiche übertragen werden. Die Autorin arbeitet anhand von Beispielen aus Influencer-Kultur, CrossFit oder Pyramidensystemen heraus, dass fanatische Sprache nicht auf religiöse Kulte beschränkt ist, sondern ebenso in Marketing, Social Media, Politik, Sport, Lifestyle-Kults oder Multi-Level-Marketing-Strukturen eingesetzt wird. Eben in allen Bereichen, die das menschliche Verlangen nach einer starken Gruppenzugehörigkeit ausnutzen und Sprache subtil und gleichzeitig wirkungsvoll Sprache als Machtinstrument einsetzen, um Personen zu isolieren, Abgrenzung zu verstärken und Kritik zu delegitimieren...
Am nützlichsten für meinen Alltag ist aber glaube ich der Sachbuch-Bildband "Plantopedia" von Lauren Camilleri und Sophia Kaplan gewesen. Das fast 600seitige Werk stellt über 130 Pflanzenarten, darunter Blattpflanzen, Sukkulenten und Kakteen, vor und gibt Pflegeanweisungen, um die grünen Mitbewohner langfristig am Leben zu erhalten. Für mich als große Zimmerpflanzen-Enthusiastin, die mehr schlecht als recht versucht, über 60 Exemplare am Leben zu erhalten (und zu vermehren), war das Buch damit natürlich ein gefundenes Fressen. Die Autorinnen fassen alles Wichtige zu den Pflanzen in Kurzporträts zusammen, die den Schwierigkeitsgrad der Aufzucht, die Ansprüche der Pflanzen hinsichtlich Licht, Wasser, Erde und Luftfeuchtigkeit, die Art der Vermehrung, Wuchs, Standort und die Haustier- und Kinderfreundlichkeit vorstellen. Außerdem erfahren wir in den Porträts, was bei Schädlingsbefall zu tun ist und lesen zumeist auch eine kurze Einordnung woher diese Pflanze kommt, wo sie ursprünglich wächst und wie sie es überhaupt zur Zierpflanze in unseren Wohnungen geschafft hat. Auch wenn ich einiges schon wusste, war es sehr hilfreich, die Informationen nochmal gebündelt zu lesen und in Zukunft auch nachschlagen zu können. Außerdem ist die Aufmachung mit hochwertigen Fotografien und Illustrationen einfach herrlich!
Dementsprechend müssen die beiden Bücher sich wohl den Platz für das lehrreichste Buch in 2026 bisher teilen. Die Erfahrungen mit meinen anderen gelesenen Sachbüchern habe ich übrigens hier unter meiner neuen Kategorie "Spotlight Sachbuch" zusammengefasst.
Welches Buch hat Euch am meisten gelehrt?
Liebe Grüße
Sophia
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Nächste Woche bei der Montagsfrage:
In welcher Buchfigur habt Ihr Euch zuletzt am meisten selbst wiedergefunden?
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