Freitag, 11. September 2026

1999 Meter über dem Meer


Allgemeines

Titel: 1999 Meter über dem Meer
Autorin: Caroline Wahl
Verlag: Rowohlt (28. August 2026)
Genre: Roman
Seitenzahl: 362 Seiten
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Inhalt

Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr will. Aber was sie will, das weiß Samara nicht, und sie weiß noch nicht einmal, ob das schlecht ist. Jetzt hat sie knall-orange gefärbte Haare, einen schönen alten Wagen und an jedem Ort, an dem sie ankommt, einen neuen Namen. Und aufwärts soll es gehen, also richtig nach oben, nach St. Moritz in den Schweizer Hochalpen. Da kommt ein schöner Mann her, den Samara mal kennengelernt hat. Überhaupt gibt es viele schöne und reiche Menschen in St. Moritz, sehr reiche Menschen – mittendrin Samara, die jetzt nicht mehr Samara heißt. Und keine Hochstaplerin ist, sondern erfolgreiche Künstlerin. Aber je besser es läuft für die Frau mit den vielen Identitäten, desto deutlicher merkt Samara, dass ihr noch mehr fehlt als schrankenlose Freiheit ....

Bewertung

Caroline Wahl ist eine der umstrittensten Schriftstellerinnen der Gegenwart und mich konnte sie bisher leider noch nicht so richtig begeistern, aber mit ihrem neusten Roman "1999 Meter über dem Meer" wollte ich ihr gerne nochmal eine Chance geben. Die Autorin nimmt uns dieses Mal auf eine Selbstfindungsreise von Bali nach Berlin über das Allgäu bis nach St. Moritz und damit in eine Welt aus Influencer-Agenturen, Luxus, Kunst, Selbstinszenierung und sehr viel Geld. Zwischen Influencer*innen, Superreichen und vermeintlicher Selbstfindung entwickelt sich dabei eine Geschichte über Freiheit, Identität, soziale Klassen und die Frage, wie viel von dem, was wir nach außen zeigen, eigentlich echt ist. Das klingt nach einer ziemlich guten Ausgangslage – und tatsächlich hatte ich beim Lesen durchaus meinen Spaß. Insgesamt hat mich der Roman aber leider nur mittelmäßig überzeugt.

Serienempfehlung: "My Life With the Walter Boys" Staffel 3



Diesen Sommer ist nun auch die dritte Staffel von "My Life with the Walter Boys" auf Netflix erschienen – und natürlich musste ich noch einmal nach Silver Falls zurückkehren. Während mich vor allem die Nebenhandlungen rund um George, Alex und die übrigen Walter Boys überzeugen konnten, hatte ich gleichzeitig immer stärker das Gefühl, dass die Geschichte unnötig in die Länge gezogen wird. Besonders das Liebesdreieck und die Beziehung zwischen Jackie und Cole drehen sich für meinen Geschmack inzwischen etwas zu oft im Kreis.

Trotzdem bleibt die Serie das, was sie von Anfang an war: gemütliche Wohlfühlunterhaltung mit Farmleben, Familiendynamiken und sommerlichen Kleinstadt-Vibes – auch wenn die Handlung und die Liebesgeschichten weiterhin recht klischeehaft bleiben. Wer die ersten beiden Staffeln mochte, wird deshalb vermutlich auch mit Staffel 3 wieder seinen Spaß haben.

Meine vollständige Einschätzung zu Staffel 2 und 3 sowie meine aktualisierte Serienempfehlung findet ihr jetzt auf dem Blog. Außerdem gehe ich in meinem Update auch auf die Diskussion rund um die deutsche Synchronisation und den Austausch mehrerer Sprecherinnen ein.

Habt ihr die neuen Folgen schon gesehen? Und wie hat Euch Staffel 3 gefallen?

Montag, 7. September 2026

Montagsfrage #226 - Geschichte in anderem Format?


Hallöchen,

heute musste ich bei meiner Antwort ganz schön lange überlegen und bin mal wieder sehr gespannt, was Euch einfällt!


Welche Geschichte würdet Ihr gern in einem anderen Format erleben – als Hörspiel, Theaterstück, Film, Serie, Game oder Graphic Novel?


Ich finde es sehr spannend, wie Geschichte in unterschiedlichen Medien ganz unterschiedlich wirken können. Gesprochen, bebildert, als ausführlicher Text. Nachgespielt, zum Selbstspielen, bunt oder schwarz-weiß. Manche Bücher leben von ihrer Atmosphäre, andere von starken Dialogen oder spektakulären Bildern und genau das könnte in einem anderen Format noch einmal ganz anders zur Geltung kommen. Bei meinen Überlegungen geht es also gar nicht darum, ob eine werkgetreue Umsetzung möglich oder sinnvoll wäre, sondern welche Bücher mir einfallen, bei denen ich neugierig wäre, wie sie in einem anderen Medium funktionieren würden:

Freitag, 4. September 2026

Sammelrezension: Die Chroniken von All Hallows Village


Als mir eine Autorin aus Freiburg ihre neue Kinderbuch Reihe rund ums Thema Halloween vorgestellt hat, war ich sofort neugierig. Emma Zecka erzählt in "Die Chroniken von All Hallows Village" ihre ganz eigene Interpretation der Entstehung des Halloween Festes und nimmt LeserInnen ab 12 Jahren dazu mit auf ein magisches Abenteuer. Verfolgen kann man die Geschichte in zwei Bänden, "Der Aufbruch" und "Der Neuanfang", die man aber auch unabhängig voneinander lesen oder hören kann. Ich habe die beiden Bände als Hörbücher gehört, welche toll produziert waren, Ihr findet die Reihe aber je nach Präferenz auch als Ebooks, Harcover und Paperbacks. Teil der Reihe ist außerdem noch eine Kurzgeschichten-Sammlung, die ich aber noch nicht gelesen habe. Meine gesammelte Meinung zur Reihe könnt Ihr in diesem Beitrag nachlesen. 


Der Inhalt

Ein Skelett, ein bunter Geist, eine Fledermaus und eine Hexe haben einunddreißig Tage Zeit um eine neue Heimat zu finden, in der alle bleiben können. Dieses Zuhause können sie nur entdecken, wenn sie es schaffen, einander zu vertrauen und zusammenzuarbeiten.


Meine Eindrücke

Zwei Bände, eine ganz besondere Halloweenwelt und jede Menge ungewöhnlicher Protagonisten – meine Eindrücke zu „Die Chroniken von All Hallows Village“ fallen insgesamt sehr positiv aus und ich freue mich, dass ich mich zweimal auf die Reise begeben konnte.

Tithe: Elfentochter


Allgemeines

Titel: Tithe: Elfentochter
Autorin: Holly Black
Verlag: cbt (12. August 2026)
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 304 Seiten
Originaltitel: Tithe (übersetzt von Anne Brauner)
Weitere Bände: Valiant (Herbst 2026); Ironside (Frühjahr 2027)
Link: Hier klicken!





Inhalt

Die sechzehnjährige Kaye ist es gewohnt, mit der Rockband ihrer Mutter von Ort zu Ort zu ziehen, bis ein gefährlicher Angriff sie zwingt, in ihre Heimatstadt zurückzukehren. Als Kaye dort im Wald auf einen verletzten Elfenritter stößt, beschließt sie, ihn zu retten. Doch diese schicksalhafte Entscheidung hat schlimme Folgen, denn schon bald findet sie sich als unfreiwillige Spielfigur in einem uralten und brutalen Machtkampf zwischen zwei rivalisierenden Elfenreichen wieder. Ein Machtkampf, der tödlich für Kaye enden könnte ...


Bewertung

Eine zwar bereits 2002 veröffentlichte, aber mir komplett unbekannte Reihe einer meiner Lieblingsautorinnen, die im düsteren Elfenreich spielt in einer schönen, neuen Auflage? Yessss! Als großer Fan von "The Cruel Prince" und der Elfenheim-Reihe von Holly Black musste ich unbedingt "Tithe" und damit den ersten Band der Modern-Faerie-Tales-Reihe lesen. Leider war mir aber schon nach mehreren Kapiteln klar, wieso die Reihe anders als die Cruel-Prince Reihe nicht so durch die Decke gegangen ist...