Montag, 19. August 2019

Montagsfrage 19.08.19

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Hallöchen,
 
schon wieder eine Montagsfrage ;-) Mein geschummelter Beitrag gestern hat meinen Montagsfragen-Rhythmus ordentlich durcheinander gebracht. Hier die zugegebenermaßen etwas abstrakte Frage für einen Montagmorgen:
 
 
Wie wichtig ist der Autor eines Buches?
 
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: damit will Antonia eigentlich wissen, ob die vom Autor geschaffene Geschichte nach der Veröffentlichung komplett unabhängig von ihrem Urheber betrachtet werden soll, oder ob der Autor auch nachträglich noch Erweiterungen, Interpretationsansätze etc beitragen kann. Ich finde diese Frage etwas schwierig zu beantworten, da wir uns da tief in den Literaturwissenschaften bewegen ("The Death of the Author"). Ich kann nur so viel sagen: für mich spielt der Autor der Geschichte und seine ergänzenden Ausführungen in Form von Sequels, Prequels, Kommentaren und Diskussionen eine zurückgestellte Rolle. Ich möchte mir von Geschichten ein eigenes Bild machen und kann mit nachträglichen Informationen oder Deutungsvorlagen oft nicht besonders viel anfangen.
 
Natürlich ist das eine oft diskutierte Frage, die eigentlich bei allen Formen von Kunst auftritt: Kann man Künstler und Werk getrennt voneinander sehen, darf man das überhaupt? Bei Musik stimme ich dem vollkommen zu, da zählt für mich nur das Gesamtpaket aus Musik, Text und Auftreten des Künstlers, da dieser ja aktiv an der Präsentation seines Werkes beteiligt ist. Bei Büchern hingegen ist es meiner Meinung nach ein bisschen wie mit der Kunst: Ich finde, dass ein Blick auf den Erschaffer und dessen Lebensumstände oft hilfreich für das Verständnis seiner Bücher/Bilder sein kann, dass dies jedoch nicht immer zwingend notwendig ist um aus dem Kunstwerk selbst losgelöst von der eigentlichen Aussage, seine Schlüsse zu ziehen.
 
Der Autor ist also definitiv wichtig - immerhin gäbe es ohne ihn oder sie das Buch gar nicht - und ein genauerer Blick lohnt sich manchmal um das Buch besser verstehen zu können. Allgemein denke ich aber dass ein Buch für sich alleine stehen kann und zahlreiche Zusatzinformationen und Minifortsetzungen manchmal eher schädlich sein können.
 
 
Wie seht ihr das? Und fällt euch ein Beispiel ein, bei dem der Autor über das Ziel hinausgeschossen ist?
 
 
Liebe Grüße
Sophia

2 Kommentare:

  1. Huhu Sophia,

    ich trenne das ganze auch eher. Ich bewundere die Kunstfertigkeit und alles, aber mich interessiert selten die Biografie eines Autors. Das kann ich trennen. Vielleicht auch, weil ich Biografien im allgemein eher langweilig finde.

    Tintengrüße von der Ruby

    PS: Hast du den total witzigen Tippsfehler bei "Blackout" schon gefunden? Ich sage nur Seite 23. ;).

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    1. Hey Ruby,

      ja Biografien interessieren mich auch eher wenig. Welchen Tippfehler meinst du denn? Mir ist nichts aufgefallen und ich habe Seite 23 nochmal gelesen? ;-) Jetzt bin ich mal gespannt ;-)

      Liebe Grüße
      Sophia

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