Freitag, 15. Mai 2026

Spotlight Sachbuch: I´m Not Kidding


Die Fakten

Titel: I´m Not Kidding
Autorin: Julia Brandner 
Verlag: Komplett-Media Verlag (6. März 2025)
Genre: Feministisches Sachbuch
Seitenzahl: 232 Seiten
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Die Eindrücke

Ich folge der Comedienne und Influencerin Julia Brandner schon eine Weile bei Instagram und habe ihre Entscheidung, sich mit Mitte 20 sterilisieren zu lassen, direkt mitverfolgt. Wie sehr die Entscheidung gegen Kinder nach wie vor polarisiert und wie politisch aufgeladen die Debatte rund um weibliche Selbstbestimmung ist, sieht man unter anderem an den Kommentaren unter ihren Beiträgen. Umso interessanter finde ich die Idee, über diesen Weg ein Buch zu schreiben. In "I'm not kidding" erzählt Julia Brandner mit viel Humor, Ehrlichkeit und einer angenehm direkten Art von den vielen Hürden, die ihr dabei begegnet sind. Besonders absurd und gleichzeitig erschreckend fand ich dabei, welche bürokratischen und gesellschaftlichen Widerstände Frauen überwinden müssen, wenn sie sich bewusst gegen Kinder entscheiden — bis hin zu Gutachten über ihre Zurechnungsfähigkeit. Das Buch macht dadurch sehr deutlich, wie stark weibliche Lebensentwürfe noch immer bewertet und kontrolliert werden und wie selbstverständlich von Frauen erwartet wird, irgendwann Mutter werden zu wollen.

"Ich habe das Gefühl, ein Kind würde mein Leben nicht bereichern und ich finde, ein Kind sollte man wollen und ein Kind verdient es, absolut gewollt zu sein."

Besonders gut gefallen hat mir, dass sie genau die richtige Balance zwischen autobiografischem Erfahrungsbericht und gesellschaftlicher Auseinandersetzung schafft. Sie schildert ihre eigene Perspektive klar und nachvollziehbar, ohne dabei andere Lebensentscheidungen abzuwerten: Das Buch argumentiert nicht gegen Kinder oder Elternschaft, sondern für die Freiheit, selbst entscheiden zu dürfen, wie das eigene Leben aussehen soll. Dadurch wirkt die Geschichte weder belehrend noch provokativ um der Provokation willen, sondern vielmehr reflektiert, persönlich und nahbar.

Fazit

Insgesamt ist "I'm not kidding" eine ehrliche, unterhaltsame und gleichzeitig gesellschaftlich hochrelevante Lektüre über Selbstbestimmung, Erwartungsdruck und die Freiheit, das eigene Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.

*keine WERBUNG, gehört über Bookbeat*

Quelle Informationen: Goodreads.de. Klapptexte und Zitate sind Eigentum des Verlags oder jeweiligen Rechtinhabers.

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