Die Fakten
Titel: Swept Away
Autorin: Beth O´Leary
Verlag:
Everlove (1. April 2025)
Genre: NA Romance
Seitenzahl: 480 Seiten
Originaltitel: Swept Away (übersetzt von Ulrike Gerstner)
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Der Inhalt
Meine Eindrücke
Handlung: "Swept Away" ist der neuste Roman von Beth O´Leary, die mich bisher vor allem mit "Time To Love" überzeugt hatte. Ihre Spezialität sind herzerwärmende, aber clevere Liebesgeschichten mit ungewöhnlichen Figurenkonstellationen und Settings, die genau zu richtigen Teilen originell sind, dass man ihnen gelegentlichen Kitsch verzeiht. Genau so ein herausstechendes Szenario hat sie auch in "Swept Away" wieder angemischt: zwei Personen, die nach einem One-Night-Stand auf einem Hausboot mitten auf der Nordsee erwachen und nicht nur zurück in den Hafen, sondern auch zu sich selbst finden müssen. Auf den beinahe 500 Seiten pendelt die Geschichte zwischen romantischem Abenteuer und spannendem Survival, mischt zarte Annäherung mit Hintergrundgeschichten und brenzligen Situationen auf hoher See. An einigen Stellen übertreibt es die Autorin vielleicht etwas und besonders das Drama am Ende schießt etwas über das Ziel hinaus für meinen Geschmack, alles in allem hat sie aber wieder eine sehr überzeugende Geschichte mit einem ungewöhnlichen Ausgangsszenario geschrieben, das man so noch nicht gelesen hat!
Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist dabei wieder gewohnt lebendig und aufgeweckt. Beth O´Leary verzaubert mit einer unkomplizierten, lockeren Schreibweise, die bei aller Einfachheit jedoch eine Menge Emotionen transportiert. Die Autorin versteht ihr Handwerk und schafft es, die spannenden und romantischen Elemente so gut zu verbinden, dass man auch gerne über haarsträubende Übertreibungen hinwegsieht. Dabei gelingt es ihr auch das Setting auf dem Hausboot, die erbarmungslose Nordsee, den Küstenort mit seinen Bars und Cafés und später auch eine verlassene Bohrinsel sehr charmant zum Leben zu erwecken, sodass man beim Lesen oder Hören selbst von den Wellen mitgerissen wird.
Figuren: Mit Lexi und Zeke bekommen wir zwei greifbare und lebendige Figuren für dieses Abenteuer an die Hand. Die beiden bringen genau die richtige Tiefe für dieses Szenario mit, sodass sie sich mit der Zeit öffnen können, aber auch nicht zu viel von der Handlung abgelenkt wird. Dadurch dass die beiden über den größten Teil der Handlung alleine sind, spielen die Nebenfiguren anders als bei O´Learys sonstigen Romanen gar keine prominente Rolle. Die beiden können die Geschichte aber auch wunderbar alleine tragen. Ihnen dabei zuzusehen, wie aus Fremden langsam ein wunderbares Team wird, hat großen Spaß gemacht. Positiv hervorheben möchte ich an der Stelle übrigens auch noch, dass die beiden Hörbuchsprecher, die abwechselnd die Perspektiven der beiden Figuren vorlesen, sehr passend gewählt sind.
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