
Hallöchen,
so turbulent der Juli war, so entspannt lief der August ab. Da die meiste Zeit ein Großteil meiner Arbeitsgruppe im Urlaub war, verlief die Arbeit ganz entspannt und ich konnte endlich mal einige Punkte von meiner Langzeitliste abarbeiten (zum Beispiel das Vorbereiten meiner ersten wissenschaftlichen Publikation als Erstautorin, juhuuu). Ansonsten habe ich (als die Hitze endlich nachgelassen hat) wieder viel Sport gemacht und bin auch übers Wochenende nochmal drei Tage in den Bergen gewesen. So hatte ich doch wieder etwas mehr Zeit zum Lesen als in den vergangenen zwei Monaten:
Bücher
Insgesamt sind es im August 13 Bücher geworden, was mein bisher bestes Ergebnis im Lesejahr 2026 ist. Zwar waren mit fünf Kinderbüchern, zwei Graphic Novels, zwei Klassikern, einer Novelle und einem Comedy Programm auch viele eher seitenärmere Werke dabei, insgesamt komme ich aber trotzdem auf großartige 3771 gelesene Seiten.

Die Genreauswahl war wie eben schon beschrieben mal wieder sehr bunt, allerdings wieder mit einem thematischen Überhang in Richtung Fantasy aller Art. Auch bei den Buchformaten gab es eine ganz klare Tendenz in Richtung digitalen und Audioformaten. Meine gelesenen Bücher verteilen sich auf 8 Hörbücher, 4 Ebooks und 1 Print. Diesmal waren vier der Geschichten auf Englisch. Ein klaren 5-Sterne-Highlight hat mir der August zwar nicht beschert, am meisten Spaß hatte ich aber mit der Tesla-Reihe von Neal Shusterman, sodass ich die Trilogie zu meinem Monatshighlight krönen würde.
In der Sitcom "New Girl" habe ich mittlerweile die zweite Staffel erreicht und finde sie nach wie vor großartig. Insgesamt gefällt mir die zweite Staffel sogar nochmal ein bisschen besser als die erste. Ich werde meine Meinung ausführlich in einer Serienempfehlung niederschreiben, sobald ich noch ein bisschen weiter geschaut habe.
Als zweite Serie hat mich die neue Staffel "A Good Girls Guide To Murder" durch den August begleitet. Mit sechs Folgen ist die Fortsetzung gar nicht so umfangreich, da ich aber wenig zum Schauen gekommen bin, hat es dennoch eine Weile gedauert, bis ich durch war. Meine Meinung zur zweiten Staffel könnt Ihr übrigens hier nachlesen.
In der letzten Augustwoche habe ich dann noch mit der dritten Staffel "My Life With The Walter Boys" begonnen. Die Serie konnte mich ja eigentlich mit jeder Folge weniger überzeugen, ich wollte der neuen Staffel aber nochmal eine Chance geben und werde dann bald berichten.
Zusammen mit meiner Familie habe ich außerdem den dritten "Enola Holmes" Film geschaut. Ich muss leider sagen, dass mich der dritte Teil trotz der schönen Kulisse bis jetzt am wenigsten überzeugt hat. Mir war der Plot zunächst zu flach und später zu wirr, außerdem hat die Erzählweise für mich deutlich an Charme eingebüßt, weil dieselben Stilmittel stark wiederholt werden.
Zuletzt kann ich noch von meiner Kino-Erfahrung mit "Odyssee" berichten - ja, der Film war definitiv eine Erfahrung. Nicht nur durch die Länge, den langsamen Spannungsaufbau, die epischen Bilder, sondern auch durch die enorme Lautstärke empfand ich den Film als sehr intensiv und teilweise ein bisschen überstimulierend. Ich hatte im Kino bis jetzt noch nie so oft den Impuls, die Augen zu schließen, wegzuschauen oder mir sogar die Ohren zuzuhalten wie in diesem Film. Davon abgesehen empfand ich Christopher Nolans Umsetzung der Odyssee als durchaus sehenswert, aber nicht sein bestes Werk. Gut gefallen hat mir, dass Nolan aus dem antiken Abenteuerstoff kein klassisches Sandalen-Abenteuer macht, sondern Odysseus als traumatisierten, moralisch ambivalenten Kriegsheimkehrer zeichnet. Allerdings finde ich, dass der eigentliche Erzählstoff - die griechischen Mythen - stark in Nolans düsterem, philosophischen und bedeutungsschweren Stil untergehen. Außerdem war mir der Beginn definitiv zu schleppend. Die Handlung tritt erstmal gegenüber der visuellen Inszenierung zurück und die Dramaturgie kommt nur schwerfällig in Gang. Auch die Figuren (vor allem wie so oft bei Nolan die Frauenfiguren) haben für mich nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft. Neben Odysseus bleiben alle anderen handelnden Figuren eher blass und daran kann auch der Star-Cast nicht viel ändern. Habt Ihr den Film auch gesehen? Wie fandet Ihr ihn?
Wie war Euer Lesemonat August?
Liebe Grüße
Sophia
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