Donnerstag, 13. Juni 2019

Kurzrezension: Liebe auf Irrwegen

 
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Die Fakten:
 
Titel: Liebe auf Irrwegen
Autor: Sylvia Pranga
Verlag: Bookshouse (4. April 2016)
Genre: Liebesgeschichte
Seitenzahl: 321 Seiten
 
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Der Inhalt:

Seit vielen Jahren verbindet Sina und Bastian eine innige Freundschaft. Dieses Band wird auf eine harte Probe gestellt, als Sina Bastian bittet, sie bei der Suche nach ihrem Exfreund Marc zu unterstützen. Sie will herausfinden, warum Marc damals die Beziehung beendete, um auch innerlich endlich wieder frei für einen neuen Mann zu sein. In Bastian löst Sinas Bitte gemischte Gefühle aus. Als ihr bester Freund möchte er ihr helfen, doch graut ihm bei dem Gedanken, dass Sina bald vergeben sein könnte. Um ihre Freundschaft, die ihm so viel bedeutet, nicht aufs Spiel zu setzen, verschweigt er Sina weiterhin seine wahren Gefühle und unterstützt sie nach Kräften bei ihrer Odyssee durch drei Länder. Während sie dem Ziel ihrer Suche immer näher kommen, sieht Sina Bastian langsam mit anderen Augen. Kann auch bei ihr aus Freundschaft Liebe werden?
 
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Die Eindrücke:
 
Schreibstil: Sylvia Prangas Schreibstil ist angenehm flüssig und besticht durch eine liebenswerte Szenengestaltung, nette Zusätze (Bastian und Sina treffen Julie und Aidan aus "Kleeblatt mit Kilt")und viel Humor (Bastians T-Shirts mit Tiermotiven, schlagfertige Wortgefechte). Leider bleibt sie in allem, was sie erzählt sehr oberflächlich und widmet weder der sich ständig wechselnden Umgebung ihrer Reise noch den Gefühlen ihrer Protagonisten genügend Zeit.
 
Charaktere: Sina (an drei Stellen Tina genannt - Lektorat??) ging mir leider ziemlich auf die Nerven und ich konnte nicht ganz nachvollziehen, was Bastian an ihr findet. Sie nutzt ihn total aus, lässt ihre Launen an ihm aus und fragt ihn kein einziges Mal, was er eigentlich will, bevor sie ihn durch die halbe Welt schleppt. Außerdem ist sie als selbstständige Übersetzerin soooo überarbeitet, dass sie plötzlich ihre Firma aufgeben will? 
Bastian ist ein liebenswürdiger Tollpatsch und mit seiner Liebe zu Tieren und Zoos total sympathisch. Warum genau es unbedingt Sina sein muss, blieb mir sehr unklar.
 
Handlung: Naja. Zuerst ist der Grund für die Odyssee ein wenig unrealistisch. Ein Thearpeut sagt Sina, sie soll ihren letzten Freund Marc suchen und sie reist dafür in ihrem ersten und einzigen Urlaub seit Jahren total überstürzt nach München, London und schließlich Neuseeland? Außerdem klappt während der Reise immer alles und statt uns noch ein wenig über die spanenden Orte, an denen sie vorbei kommen zu erzählen, essen Bastian und Sina lieber fünfmal Pizza im Bett, skypen mit Sinas schrecklicher Mutter und Bastians kinderproduzierendem Bruder und schauen Liebesfilme mit Hugh Grant. Dazu gesellt sich eine sehr vorhersehbare Wendung und ein unrealistisch-übereiltes Ende.
 
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Das Urteil:
 
Ganz nett aber leider harmlos, oberflächlich und vorhersehbar.
 
 

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