
Worum geht´s?
Der Architekt Michael Scofield befindet sich in einer verzweifelten Situation, denn sein Bruder Lincoln sitzt in einer Todeszelle des Fox-River-State-Gefängnisses. Obwohl alle Beweise dagegen sprechen, glaubt Michael an seine Unschuld. Um ihn zu retten, schmiedet er daher einen äußerst riskanten Plan und begibt sich damit in ein Ränkespiel, das tausende von Schicksalen beeinflussen wird...
Warum sollte ich mir die Serie unbedingt ansehen?
Fliehen? Unmöglich! Wer einmal von „Prison Break“ - insbesondere von Michael Scofield – in den Bann gezogen wurde, entkommt nicht mehr. Ich habe an mehreren Stellen versucht, die Serie abzubrechen, doch nie konnte ich der Versuchung einer weiteren Staffel widerstehen und habe sie deshalb doch zu Ende geschaut. Doch nicht nur das absolute Suchtpotenzial macht sie zu meiner Lieblingsserie - Paul Scheuring präsentiert uns hier eine Geschichte, die es in dieser Form noch nicht gab und das ist bei der heutigen Bandbreite der Medi
enlandschaft eine absolute Seltenheit. Auch zehn Jahre nach der Produktion ist die Serie kein Schnee von gestern sondern bis auf die dargestellte Technik von Aktualität und modernem Gedankengut geprägt. Epische Pläne, krasse Wendungen und prickelnde Spannung - das sind meine drei Hauptargumente, weshalb ihr euch diese wundervolle Serie anschauen sollt!
Unmöglich erscheinende Vorhaben, undurchsichtige Verschwörungen und moralische Abgründe - das ist der Stoff aus dem die Story gemacht ist. Anstatt dass wir jede Staffel einen neuen Bösewicht vorgesetzt bekommen, zieht sich ein inhaltlicher roter Faden durch die Geschichte und altbekannte Muster werden durch immer neue Ideen aufgepeppt, sodass die Serie bis zum Ende vielseitig und unvorhersehbar bleibt und ihren Wow-Effekt zu keinem Zeitpunkt verliert. Das liegt auch an der fintenreichen Erzählung. Nicht nur seine Feinde werden von Michael Scofield regelmäßig hereingelegt - auch der Zuschauer wird am laufenden Band in die Irre geführt und auf falsche Fährten gelockt. Man kann immer davon ausgehen, dass genau das passiert, das man am wenigsten erwartet hätte und dass nichts lange beständig bleibt außer Michaels Liebe zu Sarah, seine Loyalität zu seinem Bruder und die Freundschaft zu Sucre. Obwohl sich an etlichen Stellen die Möglichkeit geboten hätte, scheint immer nur sehr leise System- und Gesellschaftskritik durch. Viel mehr geht es hier um Schuld, Gewissen, Vertrauen, Verantwortung, Loyalität und Freundschaft.
Zugegebenermaßen ist die Handlung an vielen Stellen abgefahren verschachtelt und unvorhersehbar verdreht, doch da die Serie keinerlei Relitätsanspruch erhebt sondern vielmehr die Ästhetik des perfekten Plans im Vordergrund steht und die Logik innerhalb der dargestellten Handlungswelt rund erscheint, kann man einige übertriebene Wendungen verzeihen. Dennoch: das ständige Auferstehen einst totgeglaubter Figuren, Umlegen von unbeteiligten Dritten und die Wiederholungen ab Staffel 3 erscheinen selbst Hardcore-Fans irgendwann etwas überzogen. Denn wenn die Protagonisten irgendwann zum fünften Mal aus einem Gefängnis ausbrechen, erscheint mir das dann doch ein wenig fragwürdig.
Dass wir jedoch gar nicht erst daran denken können, nicht weiterzuschauen, dafür sorgt das extrem hohe Erzähltempo und die nervenzehrende Spannung, die ununterbrochen in der Luft liegt. Immer wieder aufs Neue wird die Spannung von den Produzenten ins nahezu Unermessliche gesteigert und uns die Möglichkeit auf eine Verschnaufpause genommen. Denn das ist keineswegs eine dieser Serien, in der man darauf vertrauen kann, dass gewisse Protagonisten immer überleben und dass den "Helden schon nichts passieren wird". Im Gegenteil: diese Serie massakriert geliebte Protagonisten schonungslos und zerstört somit jegliche Sicherheit, mit der man in brenzligen Szenen auf das Gelingen eines Plans hofft. Im Gegensatz zu anderen Actionserien, in denen durch Zufall die verrücktesten Sachen klappen, klappt hier auf Anhieb gar nichts. Zahllose Zufälle und Geschehnisse erschweren immer wieder den eigentlichen Plan und sobald die Protagonisten kurz vor dem Ziel stehen, werden sie wieder zurück an den Anfang geworfen. Das kann einen als mitfühlenden Zuschauer natürlich absolut in den Wahnsinn treiben. Auch der ständige psychische Druck, das ewige auf-der-Flucht-sein, die Unsicherheit und die Hetze machen es sehr schwer, entspannt und unbeteiligt zuzusehen. So hat die Serie alle möglichen Emotionen in mir geweckt - außer Langeweile und Gleichgültigkeit!
Als kurze Warnung an alle zartbesaiteten Sitcom-Gucker - die erste Staffel der Serie wurde in einem echten Gefängnis gedreht und die bedrohliche Atmosphäre der Beengtheit, der Willkür, des Ausgeliefertseins in Fox River (siehe Bild) kommt erschreckend echt rüber. Mit all seinen grausamen Insassen, den korrupten Wärtern und der Abwesenheit jeglicher Gerechtigkeit wird das Gefängnis als Horrorwelt inszeniert und da wird auch schon mal gefoltert, Gliedmaßen abgeschnitten, getötet, vergewaltigt, gedemütigt, gekotzt und geblutet. Wer damit ein Problem haben sollte, sollte also lieber die Finger von der Serie lassen.
enlandschaft eine absolute Seltenheit. Auch zehn Jahre nach der Produktion ist die Serie kein Schnee von gestern sondern bis auf die dargestellte Technik von Aktualität und modernem Gedankengut geprägt. Epische Pläne, krasse Wendungen und prickelnde Spannung - das sind meine drei Hauptargumente, weshalb ihr euch diese wundervolle Serie anschauen sollt!
Unmöglich erscheinende Vorhaben, undurchsichtige Verschwörungen und moralische Abgründe - das ist der Stoff aus dem die Story gemacht ist. Anstatt dass wir jede Staffel einen neuen Bösewicht vorgesetzt bekommen, zieht sich ein inhaltlicher roter Faden durch die Geschichte und altbekannte Muster werden durch immer neue Ideen aufgepeppt, sodass die Serie bis zum Ende vielseitig und unvorhersehbar bleibt und ihren Wow-Effekt zu keinem Zeitpunkt verliert. Das liegt auch an der fintenreichen Erzählung. Nicht nur seine Feinde werden von Michael Scofield regelmäßig hereingelegt - auch der Zuschauer wird am laufenden Band in die Irre geführt und auf falsche Fährten gelockt. Man kann immer davon ausgehen, dass genau das passiert, das man am wenigsten erwartet hätte und dass nichts lange beständig bleibt außer Michaels Liebe zu Sarah, seine Loyalität zu seinem Bruder und die Freundschaft zu Sucre. Obwohl sich an etlichen Stellen die Möglichkeit geboten hätte, scheint immer nur sehr leise System- und Gesellschaftskritik durch. Viel mehr geht es hier um Schuld, Gewissen, Vertrauen, Verantwortung, Loyalität und Freundschaft.
Zugegebenermaßen ist die Handlung an vielen Stellen abgefahren verschachtelt und unvorhersehbar verdreht, doch da die Serie keinerlei Relitätsanspruch erhebt sondern vielmehr die Ästhetik des perfekten Plans im Vordergrund steht und die Logik innerhalb der dargestellten Handlungswelt rund erscheint, kann man einige übertriebene Wendungen verzeihen. Dennoch: das ständige Auferstehen einst totgeglaubter Figuren, Umlegen von unbeteiligten Dritten und die Wiederholungen ab Staffel 3 erscheinen selbst Hardcore-Fans irgendwann etwas überzogen. Denn wenn die Protagonisten irgendwann zum fünften Mal aus einem Gefängnis ausbrechen, erscheint mir das dann doch ein wenig fragwürdig.
Dass wir jedoch gar nicht erst daran denken können, nicht weiterzuschauen, dafür sorgt das extrem hohe Erzähltempo und die nervenzehrende Spannung, die ununterbrochen in der Luft liegt. Immer wieder aufs Neue wird die Spannung von den Produzenten ins nahezu Unermessliche gesteigert und uns die Möglichkeit auf eine Verschnaufpause genommen. Denn das ist keineswegs eine dieser Serien, in der man darauf vertrauen kann, dass gewisse Protagonisten immer überleben und dass den "Helden schon nichts passieren wird". Im Gegenteil: diese Serie massakriert geliebte Protagonisten schonungslos und zerstört somit jegliche Sicherheit, mit der man in brenzligen Szenen auf das Gelingen eines Plans hofft. Im Gegensatz zu anderen Actionserien, in denen durch Zufall die verrücktesten Sachen klappen, klappt hier auf Anhieb gar nichts. Zahllose Zufälle und Geschehnisse erschweren immer wieder den eigentlichen Plan und sobald die Protagonisten kurz vor dem Ziel stehen, werden sie wieder zurück an den Anfang geworfen. Das kann einen als mitfühlenden Zuschauer natürlich absolut in den Wahnsinn treiben. Auch der ständige psychische Druck, das ewige auf-der-Flucht-sein, die Unsicherheit und die Hetze machen es sehr schwer, entspannt und unbeteiligt zuzusehen. So hat die Serie alle möglichen Emotionen in mir geweckt - außer Langeweile und Gleichgültigkeit!
Als kurze Warnung an alle zartbesaiteten Sitcom-Gucker - die erste Staffel der Serie wurde in einem echten Gefängnis gedreht und die bedrohliche Atmosphäre der Beengtheit, der Willkür, des Ausgeliefertseins in Fox River (siehe Bild) kommt erschreckend echt rüber. Mit all seinen grausamen Insassen, den korrupten Wärtern und der Abwesenheit jeglicher Gerechtigkeit wird das Gefängnis als Horrorwelt inszeniert und da wird auch schon mal gefoltert, Gliedmaßen abgeschnitten, getötet, vergewaltigt, gedemütigt, gekotzt und geblutet. Wer damit ein Problem haben sollte, sollte also lieber die Finger von der Serie lassen.
Was neben der Erzähldichte, der nervenaufreibenden Atmosphäre und den eindrücklichen motivischen Bildern ein weiteres essenzielles Standbein der Geschichte ist, sind die eindrucksvollen, vielschichtigen Charaktere, welche durch herausragende, schauspielerische Leistungen der vorher eher unbekannten Darsteller zum Leben erweckt werden. Das wahrhaftige Highlight und der Mittelpunkt der Geschichte ist natürlich der Charakter des Michael Scofield, der mit Wentworth Miller eine absolute Idealbesetzung findet. Dieser hat mit kahlrasiertem Kopf, stechendem Blick aus blauen Augen und geheimnisvollen Tattoos nicht nur tausende von Frauenherzen auf den ganzen Welt gestohlen (*hust, vielleicht meines auch... hust*), sondern schafft es auch diese geniale und undurchsichtige Figur zugleich rätselhaft und liebenswürdig darzustellen.








Zum Verlauf der Staffeln will ich nicht viel sagen nur soweit: Staffel 4 und 5 bringen nicht viel Neues, sondern haben in erster Linie einen hohen Nostalgiewert für alle Fans.
Vielleicht sollte man doch dem Sprichwort folgen und gehen wenn es am Schönsten ist...
Vielleicht sollte man doch dem Sprichwort folgen und gehen wenn es am Schönsten ist...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ich freue mich, wenn Du einen Kommentar dalässt.
Egal ob Kritik, Verbesserungsvorschläge, Lob, Anmerkungen, Fragen oder eigene Meinung - das ist der richtige Ort dafür ;-)