Donnerstag, 30. September 2021

Monatsrückblick #9 - September 2021


Hallöchen,

diesen Monat war es um mich etwas stiller, da ich durch mein Studenten-Praktikum in einer therapeutischen und heilpädagogischen Einrichtung für Kinder und Jugendliche gut eingespannt war. An volle 9-Stunden-Tage ohne große Pausen musste ich mich nach zwei Jahren sehr freiem und unstrukturiertem Online-Studium von zu Hause aus erstmal gewöhnen. Mittlerweile bin ich aber voll im Arbeitsleben angekommen und freue mich auf die übrigen drei Wochen, die ich noch vor mir habe! Danach geht auch gleich schon mein Semester wieder los, welches mich (drückt mir dafür bitte fest die Daumen!!!) auch mal wieder in den ein oder anderen Hörsaal und Seminarraum führen wird...!


Bücher


Es ist irgendwie verrückt, dass ich umso mehr zum Lesen komme, je weniger Zeit ich objektiv zur Verfügung habe. Schon in meinem Prüfungsmonat habe ich ein Buch mehr als meinen typischen Durchschnitt von 10 Büchern geschafft und nun konnte ich trotz Praktikum diesen Wert nochmal um ganze zwei Bücher übertrumpfen. Klar, ein paar der gelesenen Bücher waren diesen Monat eher dünn, aber trotzdem verstehe ich nicht ganz, wann ich bitte die Zeit hatte, um 12 Bücher zu lesen...? 😂 Aber ich will mich nicht beschweren. Mit meinen 12 gelesenen Büchern diesen Monat stehe ich jetzt bei 93 2021-Büchern. Das Erreichen meines Leseziels von 100 gelesenen Büchern liegt also schon in greifbarer Nähe und wird höchst wahrscheinlich schon im Oktober erreicht werden können...

Schön ist auch, dass diesen Monat mein Bewertungsdurchschnitt wieder ordentlich angestiegen ist und mit 4 Sternen schon darauf hindeutet, dass ich einige Bücher gelesen habe, die mir wirklich gut gefallen haben. Darunter zählen das Poetry-Drama "Poet X", das Klima-Jugendbuch "Was Schildkröten im Schilde führen", die kurze Novelle "Finding Perfect" mit jeweils 4,5 Sternen und das jugendgerecht geschriebene Sachbuch über die Geschichte des Rassismus, "Stamped", welches sogar 5 Sterne erreicht hat. Dazu gesellen sich einige Bücher, die von mir 4 oder 3 Sternen bekommen haben - einen Flop hatte ich diesen Monat gar nicht. 

Auch mit der Genreauswahl bin ich wieder sehr zufrieden. Neben vier New Adult Romanen und einem romantischen Kurzroman habe ich im September auch einen Science-Fiction-Thriller, ein Sachbuch, ein Poetry-Slam-Roman, eine Novelle, eine philosophische Roadnovel, ein Comedy-Klassiker und ein Jugendbuch über den Klimawandel gelesen. Um meine genaueren Urteile zu den 12 Büchern zu lesen, klickt doch einfach auf das jeweilige Bild! 

Mittwoch, 29. September 2021

Kurzrezension: Stand By Me


Die Fakten

Titel: Stand By Me
Autor: Helena Hunting
Verlag: LYX (17. August 2021)
Genre: New Adult
Seitenzahl: 384 Seiten
Originaltitel: Meet Cute
Weitere Bände: Lean On Me (Band 1)
Sweet on Me (Band 3, ET: 26. November 2021)
Link: Hier klicken!



Der Inhalt

Als Kailyn an ihrem ersten Tag im College ihrem damaligen Teenie-Schwarm, dem Schauspieler Daxton Hughes, buchstäblich in den Schoß fällt, wird daraus schnell tiefe Freundschaft. Doch mit Dax‘ Verrat hatte sie am Ende nicht gerechnet ... Als er sie acht Jahre später um Hilfe bittet, will sie ihn mit seinen Problemen nicht allein lassen. Schnell ist das Knistern zwischen ihnen beiden so heiß wie nie zuvor. Aber kann Kailyn einem Mann, der gebrochene Herzen quasi garantiert, je wieder vertrauen?


Die Eindrücke

Handlung: "Stand By Me" ist per Definition der zweite Teil von Helena Huntings "Second Chances"- Reihe. Da diese Reihe inhaltlich aber nicht mehr gemeinsam hat, als dass es sich immer um Geschichten mit Liebe auf den zweiten Blick handelt, kann man die einzelnen Bände ohne Probleme vollkommen unabhängig voneinander lesen. Für mich war der Roman die erste Begegnung mit der amerikanischen Bestsellerautorin, die mich gut unterhalten hat, mich aber nicht gänzlich überzeugen konnte. Denn leider verbleibt Helena Hunting hier trotz ernster Themen auf emotionaler Schnorcheltiefe, geht den Beginn eher zäh und das Ende dann überstürzt an und kann außerdem nicht gerade mit überraschenden Wendungen glänzen (was den Sorgerechtsfall angeht habe ich den Braten leider schon nach dem ersten Auftauchen der Tante gerochen). Mit der liebenswerten Mischung aus Anwalts-/Office-Roman, Familiendrama inklusive Verlust und Sorgerechtsstreit, dem Enemies-to-Lovers-Trope und einer Menge angestauter Gefühle und Anziehung ist "Stand By Me" aber dennoch genau die richtige Ablenkung für eine anstrengende Woche. 

Montag, 27. September 2021

The Upper World


Allgemeines

Titel: The Upper World - Ein Hauch Zukunft
Autor: Femi Fadugba
Verlag: cbj (27. September 2021)
Genre: Science-Fiction-Thriller
ISBN-10: 3570166228
ISBN-13: 978-3570166222
ASIN: B091L1N42H
Seitenzahl: 416 Seiten
Originaltitel: The Upper World
Preis: 4,99€ (Kindle-Edition)
20€ (Gebundene Ausgabe)
Link: Hier klicken!



Inhalt

Zwei Gangs, zwei Zeiten, zwei Welten und eine Chance 

Esso, ein afrikanischstämmiger Teenager aus dem Süden Londons, gehört zwar keiner Gang an, doch er ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Weil er zugesehen hat, wie ein berüchtigtes Gangmitglied zusammengeschlagen wurde, muss er um sein Leben fürchten. Als er vor ein Auto läuft und bewusstlos wird, entdeckt er, dass er Zugang zu einer anderen Welt hat – er kann dort Szenen seines zukünftigen Lebens sehen. Und etwas, was er unbedingt verhindern möchte...
Im Jahr 2035 kämpft Rhia mit anderen Problemen: Sie ist ohne Eltern aufgewachsen, ihr Fußballtalent ist die einzige Chance auf eine bessere Zukunft. Da bekommt sie einen neuen Schultutor: Esso. Niemand weiß, wo er herkommt, doch er trägt ein Bild von Rhias Mutter bei sich. Und er erzählt ihr, dass er ihre Hilfe braucht: Rhia ist seine einzige Hoffnung, sein Leben zu retten, das seiner Freunde und das seiner großen Liebe Nadia …


Bewertung

Femi Fadugbas brandneuer Scie-Fie-Thriller, der übrigens heute seinen Buchgeburtstag feiert, ist mir in der Verlagsvorschau ins Auge gestochen, da er die beiden komplexen Themenfelder Quantenphysik und Race Relations verbindet. Wie es in einem Jugendbuch sowohl um die Gang-Kultur in London als auch um die wissenschaftliche Fundierung von Zeitreisen gehen sollte, war mir ein so großes Rätsel, dass ich unbedingt wissen musste, wie der Autor diese beiden Aspekte zu einem YA-Thriller vereinen will. Nachdem ich "The Upper World" nun gelesen habe, weiß ich wie: mit zwei sympathischen Protagonisten, einem humorig-flotten Schreibstil und einer Menge origineller Ideen als Kleber. Doch auch wenn "The Upper World" ein wirklich ungewöhnliches Jugendbuch ist, klemmt es an einigen Ecken und Enden noch ein bisschen...

Montagsfrage 27.09.2021 - entfällt

Hallöchen, 

die heutige Montagsfrage von Lauter&Leise muss heute leider ausfallen, da Antonia krank ist. Leider plagen mich schon das gesamte Wochenende starke Kopfschmerzen, die sich auch heute morgen nicht vertreiben ließen, weshalb ich meine Praktikumsschicht heute Mittag absagen musste. Ich fühle also sehr mit Antonia, will aber die Gelegenheit nicht verstreichen lassen und eine neue Runde "Currently-Reading" anzetteln...

 

WAS LEST IHR GERADE?

Ich lese gerade parallel "Stand by me" von Helena Hunting und "Die philosophische Hintertreppe" von Wilhelm Weischedel. Bei ersterem bin ich etwa im ersten Drittel angelangt und bislang gut unterhalten worden (mit den Fangirl-Eskapaden der Protagonistin kann ich mich sehr identifizieren, haha). Zweiteres ist ein Gang durch die Geschichte der Philosophie, der über die "Hintertreppe" einen vereinfachten Zugang zu den Denkern der letzten Jahrtausende bieten soll. Bislang finde ich die Machart aber trotzdem eher sperrig, weshalb ich über die ersten drei Kapitel noch nicht hinausgekommen bin. Mit einer greifbaren Aufarbeitung wie in "Sofies Welt" kann das Sachbuch also bislang noch nicht ganz mithalten, ich werde aber auf jeden Fall dranbleiben!

Was lest Ihr gerade?

Liebe Grüße
Sophia

Zur Montagsfragen-Übersicht

Samstag, 25. September 2021

Kurzrezension: Der erste letzte Tag


Die Fakten

Titel: Der erste letzte Tag
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer Knaur (28. April 2021)
Genre: Roadnovel (kein Thriller!)
Seitenzahl: 272 Seiten
Link: Hier klicken!



Der Inhalt

Livius Reimer macht sich auf den Weg von München nach Berlin, um seine Ehe zu retten. Als sein Flug gestrichen wird, muss er sich den einzig noch verfügbaren Mietwagen mit einer jungen Frau teilen, um die er sonst einen großen Bogen gemacht hätte. Zu schräg, zu laut, zu ungewöhnlich - mit ihrer unkonventionellen Sicht auf die Welt überfordert Lea von Armin Livius von der ersten Sekunde an. Bereits kurz nach der Abfahrt lässt Livius sich auf ein ungewöhnliches Gedankenexperiment von Lea ein – und weiß nicht, dass damit nicht nur ihr Roadtrip einen völlig neuen Verlauf nimmt, sondern sein ganzes Leben!


Die Eindrücke

Handlung: Für alle, die den (äußerst subtilen) Hinweis auf dem Cover überlesen haben: Mit "Der erste letzte Tag" hat Psychothriller-Bestseller-Autor Sebastian Fitzek KEIN THRILLER geschrieben! Zwar ist auch dieser Roman, der als Ablenkung während des zweiten Lockdowns entstanden ist, hochspannend, hat ein flottes Erzähltempo und lässt sich in wenigen Stunden weglesen, wie man das von seinen Thrillern gewöhnt ist. Statt Mord und Totschlag, Blut und Gedärme, Abgründe und Unmenschlichkeit gibt es hier aber philosophische Diskussionen, spritzige Gags, absurde Aktionen und eine zarte Freundschaft. Da Livius und Lea auf ihrem gezwungenen Roadtrip von München nach Hamburg allerlei schräge Dinge zustoßen - unter anderem flüchten sie aus einem Altersheim, schmuggeln Obdachlose in ein Luxushotel, tauschen einen Mietwagen gegen einen Schweinetransporter und lassen sich von einem tschetschenischen Masseur vermöbeln - sollte man besser etwas geistige Flexibilität mitbringen. Denn zugegebenermaßen ist die Handlung an einigen Stellen total überzogen und gerade zu haareraufend absurd - dennoch: der Pfad, den die Geschichte einschlägt, ist gerade durch diese ständige Überspritzung herrlich unvorhersehbar.