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Freitag, 11. September 2026

1999 Meter über dem Meer


Allgemeines

Titel: 1999 Meter über dem Meer
Autorin: Caroline Wahl
Verlag: Rowohlt (28. August 2026)
Genre: Roman
Seitenzahl: 362 Seiten
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Inhalt

Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr will. Aber was sie will, das weiß Samara nicht, und sie weiß noch nicht einmal, ob das schlecht ist. Jetzt hat sie knall-orange gefärbte Haare, einen schönen alten Wagen und an jedem Ort, an dem sie ankommt, einen neuen Namen. Und aufwärts soll es gehen, also richtig nach oben, nach St. Moritz in den Schweizer Hochalpen. Da kommt ein schöner Mann her, den Samara mal kennengelernt hat. Überhaupt gibt es viele schöne und reiche Menschen in St. Moritz, sehr reiche Menschen – mittendrin Samara, die jetzt nicht mehr Samara heißt. Und keine Hochstaplerin ist, sondern erfolgreiche Künstlerin. Aber je besser es läuft für die Frau mit den vielen Identitäten, desto deutlicher merkt Samara, dass ihr noch mehr fehlt als schrankenlose Freiheit ....

Bewertung

Caroline Wahl ist eine der umstrittensten Schriftstellerinnen der Gegenwart und mich konnte sie bisher leider noch nicht so richtig begeistern, aber mit ihrem neusten Roman "1999 Meter über dem Meer" wollte ich ihr gerne nochmal eine Chance geben. Die Autorin nimmt uns dieses Mal auf eine Selbstfindungsreise von Bali nach Berlin über das Allgäu bis nach St. Moritz und damit in eine Welt aus Influencer-Agenturen, Luxus, Kunst, Selbstinszenierung und sehr viel Geld. Zwischen Influencer*innen, Superreichen und vermeintlicher Selbstfindung entwickelt sich dabei eine Geschichte über Freiheit, Identität, soziale Klassen und die Frage, wie viel von dem, was wir nach außen zeigen, eigentlich echt ist. Das klingt nach einer ziemlich guten Ausgangslage – und tatsächlich hatte ich beim Lesen durchaus meinen Spaß. Insgesamt hat mich der Roman aber leider nur mittelmäßig überzeugt.

Freitag, 4. September 2026

Sammelrezension: Die Chroniken von All Hallows Village


Als mir eine Autorin aus Freiburg ihre neue Kinderbuch Reihe rund ums Thema Halloween vorgestellt hat, war ich sofort neugierig. Emma Zecka erzählt in "Die Chroniken von All Hallows Village" ihre ganz eigene Interpretation der Entstehung des Halloween Festes und nimmt LeserInnen ab 12 Jahren dazu mit auf ein magisches Abenteuer. Verfolgen kann man die Geschichte in zwei Bänden, "Der Aufbruch" und "Der Neuanfang", die man aber auch unabhängig voneinander lesen oder hören kann. Ich habe die beiden Bände als Hörbücher gehört, welche toll produziert waren, Ihr findet die Reihe aber je nach Präferenz auch als Ebooks, Harcover und Paperbacks. Teil der Reihe ist außerdem noch eine Kurzgeschichten-Sammlung, die ich aber noch nicht gelesen habe. Meine gesammelte Meinung zur Reihe könnt Ihr in diesem Beitrag nachlesen. 


Der Inhalt

Ein Skelett, ein bunter Geist, eine Fledermaus und eine Hexe haben einunddreißig Tage Zeit um eine neue Heimat zu finden, in der alle bleiben können. Dieses Zuhause können sie nur entdecken, wenn sie es schaffen, einander zu vertrauen und zusammenzuarbeiten.


Meine Eindrücke

Zwei Bände, eine ganz besondere Halloweenwelt und jede Menge ungewöhnlicher Protagonisten – meine Eindrücke zu „Die Chroniken von All Hallows Village“ fallen insgesamt sehr positiv aus und ich freue mich, dass ich mich zweimal auf die Reise begeben konnte.

Tithe: Elfentochter


Allgemeines

Titel: Tithe: Elfentochter
Autorin: Holly Black
Verlag: cbt (12. August 2026)
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 304 Seiten
Originaltitel: Tithe (übersetzt von Anne Brauner)
Weitere Bände: Valiant (Herbst 2026); Ironside (Frühjahr 2027)
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Inhalt

Die sechzehnjährige Kaye ist es gewohnt, mit der Rockband ihrer Mutter von Ort zu Ort zu ziehen, bis ein gefährlicher Angriff sie zwingt, in ihre Heimatstadt zurückzukehren. Als Kaye dort im Wald auf einen verletzten Elfenritter stößt, beschließt sie, ihn zu retten. Doch diese schicksalhafte Entscheidung hat schlimme Folgen, denn schon bald findet sie sich als unfreiwillige Spielfigur in einem uralten und brutalen Machtkampf zwischen zwei rivalisierenden Elfenreichen wieder. Ein Machtkampf, der tödlich für Kaye enden könnte ...


Bewertung

Eine zwar bereits 2002 veröffentlichte, aber mir komplett unbekannte Reihe einer meiner Lieblingsautorinnen, die im düsteren Elfenreich spielt in einer schönen, neuen Auflage? Yessss! Als großer Fan von "The Cruel Prince" und der Elfenheim-Reihe von Holly Black musste ich unbedingt "Tithe" und damit den ersten Band der Modern-Faerie-Tales-Reihe lesen. Leider war mir aber schon nach mehreren Kapiteln klar, wieso die Reihe anders als die Cruel-Prince Reihe nicht so durch die Decke gegangen ist...

Donnerstag, 3. September 2026

Kurzrzension: Brigands & Breadknives


Die Fakten

Titel: Brigands & Breadknives
Autorin: Travis Baldree
Verlag: Tor (11. November 2025)
Genre: Cozy Fantasy
Seitenzahl: 336 Seiten
Weitere Bände: Legends & Lattes (Band 1)
Bookshops & Bonedust (Band 0.5)
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Der Inhalt

Jahrzehntelang hat Fern die Stille und die Stürme im Leben einer Buchhändlerin mal genossen, mal ertragen, aber jetzt, angesichts lähmender Langeweile, ist es Zeit für einen Neuanfang, und zwar in der Stadt Thune. Dort will die Rättin ihre Bücher künftig neben dem Café ihrer lange vermissten Freundin Viv verkaufen. Mit einem köstlichen Kaffee in der Hand schmökert es sich doch am besten! Und vielleicht heilen die Renovierungsarbeiten ganz nebenbei ihre Seelenpein gleich mit. Wenn die Dinge nur so einfach wären! Nach einer sehr langen feucht-fröhlichen Nacht erwacht die Rättin weit weg von zu Hause in Gesellschaft einer legendären Kriegerin, eines chaotischen Trolls mit einer Vorliebe für Tafelsilber und eines mörderischen Katers. Gemeinsam müssen sich die drei (oder manchmal vier) Gefährten gegen einen bösen Kobold zur Wehr setzen ... und dabei keinen Tropfen Kaffee verschütten.



Die Eindrücke

Handlung: Nachdem mir Anfang des Jahres "Legends & Lattes" so gut gefallen hat und mich in die gemütlichen Fänge des Cozy Fantasy Genres gezogen hat, wanderten die anderen Bücher von Travis Baldree natürlich auch sofort auf meine Leseliste für 2026. Mittlerweile habe ich die Novellen "Pages to Fill", "Goblins and Greatcoats" sowie das Prequel "Bookshops & Bonedust" gelesen, sodass mir nur noch "Brigands & Breadknives" gefehlt hat. In einem weiteren spaßigen Buddyread mit Sofia (yk, @sofiasworldofbooks) habe ich die Lücke nun endlich geschlossen und mich an die Geschichte von Fern gemacht, die wir schon aus "Bookshops & Bonedust" kennen. Wie bei den vorherigen Büchern von Travis Baldree ist die Geschichte sehr figur- und atmosphärenzentriert erzählt, sodass man für die Handlung einen langen Atem mitbringen muss. Mir gefällt allerdings sehr gut, dass der Autor hier von seinem bisherigen Erzählkonzept abweicht, in dem man jeweils einer Figur beim Ankommen an einem neuen Ort und dem Aufbau eines Ladens zusieht. Überraschenderweise geht es gar nicht um ihre neue Buchhandlung. Stattdessen begeben wir uns hier mit Fern auf ein ganz unerwartetes Abenteuer und sehen einiges von der bisher unentdeckten Fantasy-Welt... Ein hochspannender Pageturner ist es natürlich trotzdem nicht, aber der einfache, gemütliche Plot hält genügend Konflikte und Überraschungen bereit, strotz nur von Atmosphäre, süßem Humor und liebevollen Figuren, um über die knapp 336 Seiten gut unterhalten zu werden. 

"Always remember, although the unimaginative see life as a thread stretched from one point to another, birth to death, a life truly lived is a glorious tangle. One is never lost. And if one is lucky, one is never found, either."

Freitag, 21. August 2026

Klassiker Challenge: Sonderbares vom Kurfürstendamm


Nachdem "Doktor Erich Kästners Lyrische Hausapotheke" bei mir einen eher gemischten Eindruck hinterlassen hat, ich aber ein großer Fan seiner Kinderbücher bin, habe ich beschlossen, mir im Rahmen meiner Klassiker Challenge noch "Sonderbares vom Kurfürstendamm" von Erich Kästner vorzunehmen. Auf 209 Seiten sind hier Gedichte, Essay, sowie Romanauszüge des Autors gesammelt, die alle um die Stadt Berlin kreisen...


Eindrücke

Erich Kästner zeichnet hier ein lebendiges, manchmal skurriles und oft augenzwinkerndes Bild von Berlin zwischen den 1920er- und 30er-Jahren. Als Reporter, Beobachter und Nachtschwärmer war er mitten im Berliner Großstadtgetümmel der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts unterwegs und berichtet in unzusammenhängenden Texten von seinen Erfahrungen und Gedanken zu Orten und Bewohnern. Manche Passagen lesen sich dabei wie entspannte Streifzüge durch die Stadt, andere beobachten ihre Bewohner mit viel Witz und einer guten Portion Ironie. Zum Ende hin verändert sich der Ton und die Texte werden ernster, beschäftigen sich mit dem aufkommenden Nationalsozialismus, der Bücherverbrennung und den Trümmern der Nachkriegszeit. So werden eine Stadt und eine Zeit auf interessante Art zum Leben erweckt und die Texte lesen sich beinahe wie aus einer Zeitkapsel. 

Dienstag, 18. August 2026

Klassiker Challenge: Goethes Balladen


Im Rahmen meiner Klassiker-Challenge habe ich mich an die Sammlung der bekanntesten Balladen Johann Wolfang von Goethes gewagt. "Balladen" enthält auf 116 Seiten "Der Erlkönig", "Der König von Thule", "Der Rattenfänger", "Der getreue Eckhart", "Gingo Biloba" sowie "Willkommen und Abschied". Ich bin ja bekannterweise kein großer Goethe Fan (zumindest nicht seiner Dramen, insbesondere "Faust" ist mir ein Graus), aber nachdem ich mit Schillers Balladen im letzten Jahr so eine gute Zeit hatte, habe ich mich auch einigen seiner zahlreichen Dichtungen gewidmet.


Eindrücke

Goethes Balladen sind deutlich vielseitiger, als ich zunächst erwartet hatte, und reichen von schaurigen Sagen und märchenhaften Geschichten bis hin zu Liebesgedichten und Naturbetrachtungen. Besonders bekannt sind natürlich „Der Erlkönig“, in dem ein nächtlicher Ritt durch die unheimliche Begegnung mit dem Erlkönig tragisch endet, und „Der König von Thule“, das von Treue über den Tod hinaus erzählt. „Der Rattenfänger“ und „Der getreue Eckhart“ greifen dagegen auf sagenhafte Stoffe zurück, während „Gingo Biloba“ und „Willkommen und Abschied“ stärker persönliche und lyrische Seiten Goethes zeigen. Auch wenn mich nicht jede Ballade gleichermaßen erreicht hat, fand ich die Sammlung insgesamt kurzweilig und abwechslungsreich. Gerade die bildhafte Sprache, die oft düstere Atmosphäre und die pointierten Geschichten haben mir besser gefallen als Goethes dramatische Werke – und wie schon bei Schiller zeigt sich, dass Klassiker in dieser kompakten Form durchaus überraschend viel Spaß machen können.

*keine WERBUNG, selbstgekauft*

Quelle Informationen: Amazon.de. Klapptexte und Zitate sind Eigentum des Verlags oder jeweiligen Rechtinhabers.

Donnerstag, 13. August 2026

Kurzrezension: Space Vampire


Allgemeines

Titel: Space Vampire
Autorin: Ruby Dixon
Verlag: Selfpublished (23. September 2025)
Genre: Scie-Fie-Romance-Novelle
Seitenzahl: 77 Seiten
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Meine Eindrücke

Erinnert Ihr Euch an meine kurze und seltsame Obsession mit der "Ice-Planet-Barbarians"-Reihe von Ruby Dixon. Von der schrägen Monster-Romance habe ich ja Stand heute 14 Bände gelesen (?!?) und deutlich mehr Spaß damit gehabt, als ich öffentlich zugeben möchte (😂). Mit "Space Vampire" bin ich letzte Woche auf eine Novelle der Autorin gestoßen, die wie "Hot for Slayer" (von Ali Hazelwood, haeb ich letztes Jahr um diese Zeit gelesen) ebenfalls Teil der "Scared Sexy"-Kollektion aus Kurzgeschichten mit romantischen Halloween-Themen ist. Als ich den schrägen Klapptext gelesen habe - Dana, ein übersehenes menschliches „Haustier“, und Vlad, ein genetisch erschaffener Vampir-Klon, stranden gemeinsam auf einer verlassenen Raumstation und versuchen gemeinsam, ihren blau-gehörten Entführern zu entkommen -, musste ich sofort zugreifen und habe die Novelle in einem Rutsch durchgelesen. 

Mit 77 Seiten ist die Geschichte ein kurzes Lesevergnügen und dementsprechend knapp bleiben Worldbuilding, Charakterdesign und Liebesgeschichte. Natürlich geht alles sehr schnell zwischen Vlad und Dana, hinterfragen darf man die Handlung nicht und besonders viel Tiefe darf man auch nicht erwarten. Trotzdem hatte die Geschichte wieder den schrägen, selbstironischen und prickelnden Ruby-Dixon-Charme, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Da mich mit "Space Vampire" und "Hot for Slayer" nun schon zwei Kurzgeschichte aus der Kollektion mehr überzeugt haben, als ich angenommen hätte, habe ich mir kurzentschlossen die gesamte Sammlung gekauft und bin nun gespannt, welche weiteren Perlen sich in der sechsbändigen Serie verbergen...

Fazit

Ein herrlich schräger, prickelnder Kurztrip ins Weltall, der zwar weder bei Handlung noch Figuren in die Tiefe geht, aber genau den absurden Ruby-Dixon-Charme versprüht, für den man ihre Geschichten einfach lieben muss.


*keine WERBUNG, selbstgekauft*

Quelle Informationen: Goodreads.de. Klapptexte und Zitate sind Eigentum des Verlags oder jeweiligen Rechtinhabers.

Dienstag, 11. August 2026

Kurzrezension: A Dark and Secret Magic


Die Fakten

Titel: A Dark and Secret Magic
Autorin: Wallis Kinney
Verlag: Alcove Press (8. Oktober 2024)
Genre: Romantasy
Seitenzahl: 320 Seiten
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Der Inhalt

Kate hat sich in ihrem abgelegenen Hexenhaus ein ruhiges Leben eingerichtet – doch als ihre Schwester sie bittet, das jährliche Halloween-Treffen ihres Zirkels auszurichten, beginnt ihr wohlgeordnetes Dasein zu wanken. Dann taucht Matthew auf, ein Mann aus ihrer Vergangenheit, der ein dunkles Geheimnis verbirgt: Er ist ein Anhänger der verbotenen Magie. Als Kate ein rätselhaftes Buch mit einer verstörenden Nachricht ihrer verstorbenen Mutter findet, steht sie vor der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens. Wem kann sie wirklich vertrauen?


Die Eindrücke

HandlungIn "A Dark and Secret Magic" erzählt Wallis Kinney eine herbstliche Romantasy-Geschichte die lose vom Mythos rund um Hades und Persephone inspiriert ist. Die Grundidee rund um eine Hexe, die kurz vor ihrem 31. Geburtstag erst das volle Ausmaß ihrer Kräfte erkennt, den Geheimnissen ihrer Mutter auf den Grund gehen und vor Halloween herausfinden muss, was der König aus der Tiefe von ihr möchte, hat mir dabei durchaus gefallen. Besonders das Magiesystem mit unterschiedlichen Arten von Hexen, verschiedenen Fähigkeiten und den hierarchischen Strukturen der einzelnen Covens fand ich interessant. Auch die Interpretation des Hades-und-Persephone-Motivs ist etwas ungewöhnlicher, als man zunächst vermuten könnte. Die Geschichte übernimmt nicht einfach die romantisierten Elemente des Mythos, sondern nutzt dessen Grundlage auch für die dunkleren Aspekte der Handlung, wovon ich allerdings gerne deutlich mehr gesehen hätte. Denn insgesamt entwickelt sich die Handlung für meinen Geschmack viel zu langsam. Gerade im ersten Viertel passiert kaum etwas, während später vor allem immer neue Geheimnisse, Zweifel und Enthüllungen aufeinanderfolgen. Fast jede Figur scheint etwas vor Hekate zu verbergen, und entsprechend häufig dreht sich die Handlung um die Fragen, wem sie vertrauen kann und wer ihr gerade nicht die Wahrheit sagt. Das wird mit der Zeit ziemlich repetitiv. Nach dem langen Aufbau wird der eigentliche Konflikt dann innerhalb von gerade einmal zwei Kapiteln aufgelöst, was für mich weder inhaltlich noch erzählerisch besonders überzeugend war. Der Schluss funktioniert zwar grundsätzlich für die Handlung, war mir nach all dem Vorgeplänkel aber viel zu glatt und schnell.

Samstag, 8. August 2026

Und alle so still


Allgemeines

Titel: Und alle so still
Autorin: Mareike Fallwickl
Verlag: Rowohlt (16. April 2024)
Genre: Feministischer Roman
Seitenzahl: 356
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Inhalt


An einem Sonntag im Juni gerät die Welt aus dem Takt: Frauen liegen auf der Straße. Reglos, in stillem Protest. Hier kreuzen sich die Wege von Elin, Nuri und Ruth.
Elin, Anfang zwanzig, eine erfolgreiche Influencerin, der etwas zugestoßen ist, von dem sie nicht weiß, ob es Gewalt war.
Nuri, neunzehn Jahre, der die Schule abgebrochen hat und versucht, sich als Fahrradkurier, Bettenschubser und Barkeeper über Wasser zu halten.
Ruth, Mitte fünfzig, die als Pflegefachkraft im Krankenhaus arbeitet und deren Pflichtgefühl unerschöpflich scheint.
Es ist der Beginn einer Revolte, bei der Frauen nicht mehr das tun, was sie immer getan haben. Plötzlich steht alles infrage, worauf unser System fußt. Ergreifen Elin, Nuri und Ruth die Chance auf Veränderung...


Bewertung

Spätestens seit "Die Wut, die bleibt" bin ich ein bekennender Mareike-Fallwickl-Fan! Ich habe selten eine so präzise Darstellung von feministischen Positionen, der Care-Krise und Auswirkungen des Patriarchats gelesen wie in ihren Romanen. In "Und alle so still" zieht sie nun die Konsequenz aus den zuvor angeprangerten Problemen und schreibt davon, was passieren würde, wenn alle Frauen von heute auf morgen ihre Arbeit niederlegen... Das Ergebnis ist ein herausfordernder, schmerzhafter, intensiver Roman, der wachrüttelt!

"Das ganze System beruht auf unserer Verfügbarkeit. Unserer Körper, unserer Kraft, unserer Zeit. Diese Verfügbarkeit zu entziehen, ist die einzige Möglichkeit, die uns noch bleibt." 

Freitag, 24. Juli 2026

Zeit nach Mitternacht


Allgemeines

Titel: Zeit nach Mitternacht
Autorin: Naomi Novik
Verlag: cbt (12. August 2026)
Genre: Kurzgeschichten Sammlung
Seitenzahl: 617 Seiten
Originaltitel: Buried Deep (übersetzt von Marianne Schmidt)
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Inhalt

Was wäre, wenn Elizabeth Bennet und Mr Darcy Drachenreiter wären, im alten Rom auf einmal Dracheneier ausgebrütet würden und eine Pilzhexe auf der Scholomance-Akademie lernen müsste, dass der schlimmste Feind manchmal der eigene Mitbewohner ist?
13 fantastische Kurzgeschichten entführen in bekannte und in brandneue Welten, von den düsteren, magischen Hallen der Scholomance-Akademie, über das kalte Reich des Silbers und hoch hinaus in die Lüfte, auf dem Rücken eines Drachens. Die Geschichten lassen liebgewonnene Charaktere auferstehen, erschaffen neue, spannende Figuren und geben sogar einen ersten, exklusiven Einblick in Naomi Noviks kommende Fantasy-Reihe.



Meine Meinung


Nachdem mich Naomi Novik mit Romanen wie „Das kalte Reich des Silbers“ und „Das dunkle Herz des Waldes“ begeistert hat, war ich sehr gespannt auf ihre Kurzgeschichtensammlung „Zeit nach Mitternacht“. Und obwohl Kurzgeschichten für mich oft das Problem haben, dass gute Ideen zu schnell wieder vorbei sind, hat diese Anthologie genau das bestätigt: Die Geschichten sind so originell und atmosphärisch, dass ich sie am liebsten alle als vollständige Romane gelesen hätte.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Eine ganz dumme Idee


Allgemeines

Titel: Eine ganz dumme Idee
Autor: Fredrik Backman
Verlag: Goldmann Verlag (20. September 2021)
Genre: Roman
Seitenzahl: 464 Seiten
Originaltitel: Folk med angest (übersetzt von Neil Smith)
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Inhalt

Eine Kleinstadt in Schweden kurz vor dem Jahreswechsel: An einem grauen Tag findet sich eine Gruppe von Fremden zu einer Wohnungsbesichtigung zusammen. Sie alle stehen an einem Wendepunkt, sie alle wollen einen Neuanfang wagen. Doch dieser Neuanfang verläuft turbulenter als gedacht. Denn wegen der ziemlich dummen Idee eines stümperhaften Bankräubers werden auf einmal alle Beteiligten zu Geiseln. Auch wenn davon niemand überraschter ist als der Geiselnehmer selbst. Es folgt ein Tag voller verrückter Wendungen und ungeahnter Ereignisse, der die Pläne aller auf den Kopf stellt – und ihnen zeigt, was wirklich wichtig im Leben ist …


Bewertung

"Eine ganz dumme Idee" wurde mir von meiner Kollegin empfohlen und ausgeliehen. Als mein erstes Buch von Fredrik Backman (sein bekanntestes, "Ein Mann names Ove" kenne ich nur als Film), wusste ich ehrlich gesagt nicht so recht, was mich erwarten würde. Ich hatte mit einer unterhaltsamen Geschichte gerechnet – vielleicht etwas skurril, vielleicht ein wenig philosophisch –, aber nicht mit einem Roman, der mich gleichermaßen zum Lachen, Mitfiebern und Nachdenken bringt.

Samstag, 18. Juli 2026

Klassiker Challenge: The Gardener


Im Rahmen meiner Klassiker Challenge habe ich mit „The Gardener“ von Rabindranath Tagore zum ersten Mal einen Nobelpreisträger gelesen. Der 1913 erschienene Gedichtband, der aus dem Bengalischen übersetzt ist, vereint Liebeslyrik mit philosophischen Betrachtungen über Schönheit, Vergänglichkeit und das Leben. Für die knapp 150 Seiten habe ich mir gerne einige Wochen Zeit genommen und möchte nun kurz meine Eindrücke sammeln:



Die Eindrücke

„The Gardener“ besteht aus lose miteinander verbundenen Gedichten, die immer wieder um die unterschiedlichsten Facetten der Liebe kreisen – um Sehnsucht, Nähe, Verlust, Hingabe und das Ungesagte. Vieles bleibt bewusst offen und lässt Raum für eigene Deutungen. Diese Zurückhaltung verleiht den Texten eine stille, beinahe schmerzliche Intensität. Der Stil wirkt dabei erstaunlich zeitlos. Rabindranath Tagores Sprache ist voller Naturbilder, Allegorien und spiritueller Symbolik, gleichzeitig aber von einer schlichten Klarheit geprägt, die die Gedichte unmittelbar zugänglich macht. Hinter dieser Einfachheit verbirgt sich jedoch eine bemerkenswerte Tiefe: Viele Verse lassen sich auf ganz unterschiedliche Weise lesen und gewinnen gerade beim Nachdenken oder Wiederlesen an Bedeutung. Besonders beeindruckt hat mich, wie mühelos Tagore philosophische Gedanken mit emotionaler Ehrlichkeit verbindet, ohne dabei jemals schwer oder belehrend zu wirken.

"It is a game of giving and withholding, revealing and screening again; some smiles and some little shyness, and some sweet useless struggles. This love between you and me is simple as a song."

Sonntag, 5. Juli 2026

Elternabend: Kein Thriller (Auch wenn der Titel nach Horror klingt!)


Allgemeines

Titel: Elternabend: Kein Thriller (Auch wenn der Titel nach Horror klingt!)
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer (26. April 2023)
Genre: Roman
Seitenzahl: 336 Seiten
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Inhalt

Der Kleinkriminelle Sascha Nebel hat sich zur falschen Zeit am falschen Ort das falsche Auto für einen Diebstahl ausgesucht. Kaum, dass er hinter dem Steuer eines Geländewagens Platz genommen hat, zieht eine Horde demonstrierender Klimaaktivisten durch die Straße. Allen voran eine junge Frau, die den SUV mit einer Baseballkeule demoliert. Als die Polizei auf der Bildfläche erscheint, ergreifen Sascha und die Unbekannte die Flucht und platzen in den Elternabend einer 5. Klasse. Um die Nacht nicht in Polizeigewahrsam zu verbringen, bleibt ihnen keine andere Wahl: Sie müssen in die Rolle von Christin und Lutz Schmolke schlüpfen, den Eltern des 11jährigen Hector, die bislang jede Schulveranstaltung versäumten. Zwei wildfremde Menschen, zwischen denen kaum größeres Streitpotential herrschen könnte, geben sich als Vater und Mutter eines ihnen völlig unbekannten Kindes aus. Dabei ist die Tatsache, dass Hector der größte Rüpel der Schule ist, sehr schnell ihr kleinstes Problem …


Meine Eindrücke

Elternabend" von Sebastian Fitzek ist ähnlich wie "Der erste letzte Tag" ein bewusstes Genre-Experiment, das mit den Erwartungen der Leserschaft spielt und sich klar vom klassischen Thriller-Repertoire des Autors absetzt. Ich bin ja ehrlich gesagt kein großer Thriller-Fan und habe von dem Autor bis jetzt nur eben jenen Nicht-Thriller sowie "Das Paket" gelesen. Umso gespannter war ich auf diesen Roman, der vor allem auf überdrehte Komik, Tempo und Situationschaos setzt...

Samstag, 4. Juli 2026

Die Wut, die bleibt


Allgemeines

Titel: Die Wut, die bleibt
Autorin: Mareike Fallwickl
Verlag: Rowohlt (22. März 2022)
Genre: Roman
Seitenzahl: 384 Seiten
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Inhalt

Helene, Mutter von drei Kindern, steht beim Abendessen auf, geht zum Balkon und stürzt sich ohne ein Wort in den Tod. Die Familie ist im Schockzustand. Plötzlich fehlt ihnen alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge, Sicherheit. Helenes beste Freundin Sarah, die Helene ihrer Familie wegen zugleich beneidet und bemitleidet hat, wird in den Strudel der Trauer und des Chaos gezogen. Lola, die älteste Tochter von Helene, sucht nach einer Möglichkeit, mit ihren Emotionen fertigzuwerden, und konzentriert sich auf das Gefühl, das am stärksten ist: Wut.



Bewertung

"Die Wut, die bleibt" ist mein drittes Buch von Mareike Fallwickl und bei weitem mein liebstes von ihr. Auf 384 intensiven,  eindringlichen, belastenden, aber auch befreienden Seiten setzt sie sich mit den Themen Mutterschaft, Care-Arbeit, gesellschaftlicher Überforderung und weiblicher Wut auseinander und möchte dabei bewusst keine leichte Lektüre sein. Die Autorin kritisiert, irritiert und berührt gleichermaßen und hat sich damit direkt zu einem Jahreshighlight aufgeschwungen.

Spotlight Sachbuch: Bullshit-Bingo Psychologie



Allgemeines

Titel: Bullshit-Bingo Psychologie: "Hör auf dein Bauchgefühl" und andere Psycho-Mythen auf dem Prüfstand
Autoren: Jochen Metzger und Jens Schröder
Verlag: Komplett-Media Verlag (6. November 2025)
Genre: Psychologisches Sachbuch
Seitenzahl: 206 Seiten
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Meine Eindrücke

Als Psychologin werde ich immer wieder gefragt, welche psychologischen Sachbücher ich eigentlich empfehlen kann. Da komme ich dann meistens kurz ins Rudern, da ich selbst interessanterweise beinahe nie psychologische Sachbücher lese. Das überrascht meistens mein Gegenüber, doch durch mein Studium, die vielen gelesenen Fachbücher und meine tägliche Arbeit sind die meisten Sachbücher zu dem Thema für mich häufig entweder nicht interessant, redundant oder ich möchte mich in meiner Freizeit schlichtweg nicht auch noch damit auseinandersetzen. Ab und zu macht mich ein Titel aber dann doch neugierig, weil er entweder ein Thema abdeckt, in dem ich mich weiterbilden möchte, weil er extrem viel verspricht und ich testen möchte, wie fundiert das Ganze tatsächlich ist, oder weil er nach einer spaßigen Art und Weise klingt, gelerntes nochmal aufzufrischen. "Bullshit-Bingo Psychologie" war eine Mischung aus alldem, da das Buch verspricht, psychologische Mythen, mit denen man häufig konfrontiert wird, zu entlarven.

Donnerstag, 2. Juli 2026

Kurzrezension: The Score


Die Fakten

Titel: The Score
Autorin: Elle Kennedy
Verlag: Piatkus (11. Januar 2016)
Genre: New Adult Romance
Seitenzahl: 472 Seiten
Weitere Bände: The Deal; The Mistake, The Goal, The Legacy
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Der Inhalt

Allie Hayes steckt in einer Krise. Sie hat keinen Plan für die Zukunft und außerdem ein gebrochenes Herz. Zügelloser Sex ist sicher nicht die Lösung ihrer Probleme, aber dem unglaublichen Hockeystar Dean Di Laurentis kann sie – zumindest in dieser Nacht – nicht widerstehen. Dean dagegen bekommt immer, was er will. Deshalb kann er es auch nicht fassen, dass Allie nach ihrer gemeinsamen Nacht nichts mehr von ihm wissen will. Dean findet, Allie muss um jeden Preis erobert werden. Aber weiß er wirklich, worauf er sich da einlässt?


Die Eindrücke

HandlungNachdem mich die ersten beiden Bände der Off-Campus-Reihe kaum überzeugen konnten, bin ich mit entsprechend niedrigen Erwartungen an "The Score" herangegangen. Überraschenderweise hat mir Band 3 dann tatsächlich etwas besser gefallen – allerdings eher, weil Allie und Dean als Figuren interessanter sind als ihre Vorgänger (und sie aus der Serie einen riesigen Sympathievorsprung hatten) und nicht, weil die Geschichte plötzlich weniger klischeehaft wäre. Auch hier setzt Elle Kennedy auf die bewährte Formel: Eine unverbindliche Nacht wird zur großen Liebe, Missverständnisse sorgen für künstliches Drama und spätestens im letzten Drittel folgt der obligatorische emotionale Tiefpunkt. Der Verlauf ist also erneut sehr vorhersehbar und besteht fast ausschließlich aus bekannten Romance-Tropes, sodass mich die Handlung nur selten wirklich überraschen konnte. 

Donnerstag, 25. Juni 2026

Kurzrezension: Girl, Goddess, Queen


Die Fakten

Titel: Girl, Goddess, Queen
Autorin: Bea Fitzgerald
Verlag: Penguin (20. Juni 2024)
Genre: Romantasy
Seitenzahl: 496 Seiten
Weitere Bände: Princess, Prophet, Saviour (Band 2)
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Der Inhalt

Persephone wurde nicht geraubt, sie ist in die Unterwelt geflohen. Dort hat weder ihr Vater Zeus noch ihre Mutter Demeter Macht über sie. Um keinen Preis will sie an irgendeinen Gott verheiratet werden, der sich selbst mehr liebt als sie. Jetzt muss sie den abweisenden und unerwartet attraktiven Hades davon überzeugen, mit ihr gemeinsames Spiel zu machen. Persephone hat einen Plan, der den Olymp bis ins Mark erschüttern wird …


Die Eindrücke

HandlungAls großer Fan von Enemies-to-Lovers Geschichten und Retellings der griechischen Mythologie war es nur eine Frage der Zeit, bis Bea Fitzgeralds Dilogie auf meinem Tisch landen würde. Vor zwei Jahren habe ich "Princess, Prophet, Saviour" von ihr gelesen, welches leider nicht ganz halten konnte, was ich mir von der Geschichte versprochen hatte. Nun war Band 1, "Girl, Goddess, Queen" an der Reihe, endlich vom SuB erlöst zu werden. Tatsächlich hat mir dieser Band deutlich besser gefallen als der über Helena und Kassandra - und das, obwohl ich mittlerweile schon etliche Hades und Persephone Retellings gelesen habe... Der Autorin gelingt es, eine frische Version der bekannten Geschichte zu erzählen, die vor allem die Emanzipation ihrer weiblichen Figur in den Mittelpunkt stellt, aber auch Fantasy und Romance Fans auf ihre Kosten kommen lässt. 

Montag, 22. Juni 2026

Kurzrezension: The Mistake


Die Fakten

Titel: The Mistake
Autorin: Elle Kennedy
Verlag: Piatkus (14. November 2023)
Genre: New Adult Romance
Seitenzahl: 286 Seiten
Weitere Bände: The Deal; The Score, The Goal, The Legacy
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Der Inhalt

College-Eishockeystar Logan ahnt nicht, dass er die richtige Frau am falschen Ort trifft, als er sich eines Nachts nach einer Feier im Zimmer irrt und in das Bett von Grace stolpert. Er hinterlässt einen miserablen ersten Eindruck und verscherzt es sich mit der zurückhaltenden Studentin. Trotzdem geht ihm dieses hübsche, scharfzüngige Mauerblümchen nicht mehr aus dem Kopf. Irgendwie muss er es schaffen, dass sie ihm eine zweite Chance gibt. Schade nur, dass Grace nicht vorhat, ihm zu verzeihen – wobei es ihr durchaus Spaß macht, diesem selbstverliebten Player dabei zuzusehen, wie er es immer wieder bei ihr versucht.


Die Eindrücke

Handlung: Nachdem mich Band 1 der Off-Campus-Reihe von Elle Kennedy, "The Deal", vor zwei Jahren gar nicht überzeugen konnte, hatte ich eigentlich vor, die Reihe niemals weiterzuverfolgen. Zu konstruiert, vorhersehbar und klischeehaft fand ich Handlung, Figuren und Schreibstil der Ice-Hockey-Romanze. Das Erscheinen der Serie zum Buch letzten Monat hat die Karten dann aber nochmal neu gemischt und ich hatte nach den acht tollen Folgen doch Lust, die Reihe weiterzuverfolgen. Also habe ich mich an den zweiten Band über Logan und Grace gemacht. Leider hat mich dieser kein Stück mehr überzeugen können als der erste Band, was zum Teil auch an der sehr flachen Handlung lag. Sowohl der von Anfang an vorhersehbaren Ausgang der Geschichte als auch das extrem klischeehafte Drama kurz vor Schluss haben dafür gesorgt, dass ich beim Lesen mehr mit den Augen gerollt als umgeblättert habe.

Samstag, 13. Juni 2026

Sammelrezension: Freddy und Flo


Da ich die Kinderbücher von Marc-Uwe Kling so klasse fand (hier kommt Ihr zu meinen Rezensionen zu seinen bisher erschienenen Titeln) und besonders seine eingesprochenen Hörbücher sehr genossen habe, bin ich beim Stöbern auf eine neue Idee gekommen: Die Kinderbücher seiner Frau, Maria Kling, zu lesen, die ebenfalls von ihm vertont wurden. Ihre Reihe rund um die Geschwister Freddy und Flo zählt mittlerweile drei Bände, die ich im Laufe der letzten Wochen gehört habe. 


Meine Eindrücke

Maria Kling hat hier eine herrlich komische, leicht gruselige Kinderbuch-Reihe voller liebenswerter Figuren und verrückter Einfälle geschrieben. Im Zentrum steht ein Haus voller paranormaler Bewohner, die inmitten von Berlin zusammenleben. Nachdem ihr Vater – Schlagzeuger in einer Band und damit eigentlich der Albtraum jedes Vermieters – mit seiner neuen Partnerin Ulrike zusammenzieht, müssen Freddy und seine ältere Schwester Flo ihr Zuhause verlassen und in eine Wohnung direkt neben einem Friedhof ziehen. Doch schon bald haben die Geschwister ganz andere Sorgen: Denn die Bewohner des Mietshauses scheinen alles andere als gewöhnlich zu sein. Da gibt es das Hexenmädchen Poppy, das sich nachts ins Schlafzimmer verfliegt, den Vampir Dr. Morris mit seiner Vorliebe für Blutorangen-Smoothies, einen mürrischen Werwolf im Erdgeschoss, eine verträumte Elfe, eine Heinzelmännchen-WG und weitere skurrile Gestalten...