Donnerstag, 22. März 2018

The Shape of Water

 
Allgemeines:
 
Titel: The Shape of Water
Autoren: Guillermo del Toro und Daniel Kraus
Verlag: Knaur (1. März 2018)
Genre: Fantasy
ISBN-10: 3426523078
ISBN-13: 978-3426523070
ASIN: B077D259H1
Seitenzahl: 432 Seiten
Originaltitel: The Shape of Water
Preis: 14,99€ (Kindle-Edition)
16,99€ (Broschiert)
 
 
 

Inhalt:
 
Ein geheimes US-Militärlabor 1963:
 
Im streng gesicherten Labortrakt F-1 wird eine Kreatur aus dem Amazonas gefangen gehalten, deren Erforschung einen Durchbruch im Wettrüsten des Kalten Krieges liefern soll. Doch eines Nachts entdeckt die Reinigungskraft Elisa das Wesen, das halb Mann und halb Amphibie ist. Die stumme junge Frau tut etwas, woran noch kein Wissenschaftler gedacht hat: Sie bringt dem Wasserwesen die Gebärdensprache bei und beginnt so entgegen aller Regeln eine vorsichtige, geheime Freundschaft mit ihm. Als sie erfährt, dass das »Projekt« schon bald auf dem Seziertisch enden soll, muss Elisa alles riskieren, um ihren Freund zu retten…

 
Bewertung:
 
DISCALIMER: Vielen Dank an den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!
 
Durch den gleichnamigen Film, der gerade in den Kinos läuft und bei der diesjährigen Oscarverleihung mehrere der beliebten Awards abgestaubt hat bin ich erstmals auf diese ungewöhnliche Geschichte aufmerksam geworden, die die unmögliche Beziehung zweier gequälter und komplett unterschiedlicher Liebenden beschreibt. Obwohl ich mit einem exotischen Schreibstil und einer unkonventionellen Geschichte gerechnet hat, haben mich meine Erwartungen nicht auf dieses bildgewaltige Epos vorbereitet, das gleichermaßen mit herzergreifenden Bildern wie auch grauenhaft realen Details zu bestechen weiß.
 
 
"Dabei hält sie die Tüte wie eine Trophäe, ihre Trophäe dafür, dass sie dieser atemberaubenden Vernichtung in die Augen gesehen und überlebt hat. Sie ist außer sich, atemlos, beinahe weinend, beinahe lachend."
 

Schon das Cover entführt ins Element Wasser und öffnet die Tür in eine Welt, in der Realität und Fantasie ganz nahe beieinander liegen. Ein Gemälde, die durch die zarte Machart an Wasserfarben erinnert, zeigt Elisa, die verträumt und mit geschlossenen Augen in den Armen der Meereskreatur liegt. Sowohl die blau-grüne Farbe als auch die sanft leuchten Lichtpunkte, die von dem Wesen ausgehen, erzeugen ein romantisch-mysteriösen Flair. Der Titel, der wunderbar passt und zum Glück nicht ins Deutsche übersetzt wurde, ist durch filigrane, weiße Großbuchstaben gut vom Hintergrund abzulesen und auch für die fühlenden Finger gut zu ertasten. Auch Buchrücken, Deckel und Leselaschen sind im blau-grünen Meeresstil gehalten und komplettieren die Darstellung. Ganz besonders toll sind die wunderschönen und sehr passenden Zeichnungen von James Jean, welche wenige Szenen schmücken und die Kapitelbilder, die die Geschichte abgesehen von den Kapiteln in 4 Teile unterteilen. Insgesamt eine ganz wundervolle Gestaltung!
 
 
Erster Satz: "Richard Strickland liest den Auftrag von General Hoyt in elftausend Fuß Höhe."
 
 
Die Geschichte beginnt ohne Umschweife mit der ätzenden Suche des Antagonisten Richard Strickland im wilden Dschungel Brasiliens nach dem mysteriösesten Wesen aller Zeiten: halb Mensch, halb Amphibie, wird es von den Einheimische als Gott verehren und "Deus Brânquia", also Kiemengott, genannt. Um in einem US Militärlabor genauer untersucht zu werden und Vorbild für die Entwicklung neuartiger Waffentechnologien im Kalten Krieg, soll er eingefangen und nach Baltimore in Maryland gebracht. Doch dieses Vorhaben wird zu einem langwierigen und kräftezehrenden Unterfangen, bei dem Stricklands Menschlichkeit verloren zu gehen droht. Als er schließlich die wundervolle Kreatur findet, will er nichts lieber, als endlich zu seiner Familie in die Normalität zurückzukehren. Doch General Hyot stellt ihn auch weiterhin für die Überwachung des Wesens ab. So gerät der Naturgott ins Kreuzfeuer Stricklands Hasses und er hofft nichts weiter, als es endlich töten zu können. Doch er hat die Rechnung ohne die stumme Reinigungsfrau Elisa gemacht. Eigentlich soll die junge Frau den streng gesicherten Labor Trakt F-1 nur saubermachen, als sie jedoch die Kreatur erblickt, die in dem Tankt mitten im Raum untergebracht wird, verändert sich ihr Leben einschneidend. Tief ergriffen von der Schönheit und Anmut des fremden Wesens beginnt sie, ihn jede Nacht zu besuchen und langsam die Gebärdensprache beizubringen - der Anfang einer ganz besonderen Verbindung, einer Liebe, die über Worte, Konventionen und die menschliche Art hinausgeht...
 
 
"Elisa weiß, dass sie auch einmal dieses Ding im Wasser gewesen ist. Sie war die Stimmlose, von der sich die Männer genommen haben, was sie wollten, ohne nach ihren Wünschen zu fragen. Aber sie kann gütiger sein. Sie kann ein Gleichgewicht herstellen. Sie kann tun, was kein Mann je bei ihr versucht hat: Sie kann kommunizieren. Und so geht sie weiter, bis si emit den Beinen gegen den sechzig Zentimeter hohen Rand des Beckens stößt. (...) Und das Wasser reagiert..."
 
 
Nachdem die Geschichte mit Stricklands Reise durch den dichten Amazonas Regenwald eingestiegen ist, werden zunächst in langsamem, dahinplätscherndem Tempo die erzählenden Charaktere nacheinander vorgestellt. Mit jedem Kapitel kommt ein weiterer Erzählstrang hinzu, der eine andere kleine Welt beschreibt, jedoch immer auf irgendeine Art und Weise auf den "Deus Brânquia" zurück zu führen ist. Durch die vielen verschiedenen Sichtweisen und Perspektiven entsteht ein stilles Mosaik einzelner kleiner Nischen in der Gesellschaft Baltimores, das langsam zu einem schillernde Gesamtbild verwischt. Das Erzähltempo ist dabei sehr langsam und behutsam. Durch die vielen Gegensätze und Facetten der Geschichte, wird jedoch jedes Kapitel, jede Seite, jeder Satz und jedes Wort zu einem wichtigen Bestandteil der Geschichte, der gleichzeitig von Verzweiflung, Perspektivlosigkeit und Unterdrückung durchdrungen ist, jedoch auch einen Hauch Hoffnung, Willensstärke und Freude über kurze Begegnungen zweier Außenseiter in sich trägt. Besonders eindrücklich und facettenreich ist auch die Zeit proträtiert, in der die Geschichte spielt: die brodelnde Spannung des kalten Krieges klingt an und Weltbilder im Konflikt über Rassismus und die Rolle der Frau werden problematisiert.


"Das Licht, dieses unglaubliche Licht, eine sinfonische Antwort auf das lilafarbene Leuchten der Schnulzensänger, das blaue Pulsieren des Rock´n´Roll, das dumpfe Gelb der Countrymusic und das blinkende Orange des Jazz. Wie er es zuließ, dass sie die Finger um seine schloss, dass sie beide für einen Augenblick nicht Gegenwart und Vergangenheit, nicht Mensch und Kreatur, sondern Frau und Mann waren."
 
 
Ein weiterer Punkt, den dieser Roman von anderen abhebt, ist der wundervoll bildgewaltige Schreibstil. Voller Metaphern, Farben, Dynamik und Emotionen werden Szenen Leben eingehaucht und neben anrührend schönen gibt es etliche abstoßend grausame Abschnitte, welche durch den schonungslos direkten Stil noch verstörender wirken. Dabei wird mit vielen inneren Monologen gearbeitet und es gibt wenige Dialoge, was wirklich in Situationen versetzt, in denen die stumme Protagonistin mit ihrem Körper kommuniziert. Leider ist die Übersetzung häufig holprig-unelegant und stellenweise einfach fehlerhaft, was teilweise doch die besondere Atmosphäre gestört hat.
 

Vor dem Stil und dem langsamen Erzähltempo lebt die Geschichte vorrangig von den Charakteren. Neben Elisa gibt es noch etliche andere, ungewöhnliche Charaktere, die alle in irgendeiner Hinsicht leiden. Im Grunde ist das Buch eine Charakterstudie, die ein Haufen vom Leben enttäuschter und von der Öffentlichkeit ausgestoßener Menschen porträtiert, die durch den wunderschönen Kiemengott neuen Antrieb finden und langsam lernen, dass die Wichtigste Wertschätzung, die man erhalten kann, von sich selbst kommt. Dabei würde ich noch nicht einmal sagen, dass Elisa eindeutig im Vordergrund steht. In regelmäßigen Abständen wechselt die personale Erzählperspektive mit Innensicht von einem Protagonisten zum nächsten. Sogar das Wesen darf zweimal kurz erzählen. Das ist natürlich immer ein Risiko, die Gratwanderung zwischen unzivilisiertem Tier und rationalem Menschen realistisch darzustellen. Die Besonderheit hier: wir bekommen einen Gedankenstrom aus der "Wir"-Perspektive ohne Satzzeichen vorgesetzt.
 
 
"///Es ist gut es ist Blut Fell Sehnen Knochen Herz Liebe und wir essen und wir sind stärker und wir fühlen den Fluss wieder alle Götter den Klauengott den Scherengott den Baumgott alle von uns sind Teil des Knotens es gibt kein du es gibt kein ich es gibt nur wir wir wir wir///"

 
Elisa Esposito hatte nie ein einfaches Leben. Die junge Frau wurde als Kleinkind vor einem Waisenhaus abgesetzt und musste unter dem grausamen Drill einer fanatischen Oberin aufwachsen. Ein paar lange Narben an ihrem Hals machten sie seit jeher stumm - ein verheerender Nachteil in einer Welt, in der derjenige das Beste bekommt, der am lautesten danach schreit. Elisa hingegen ist schüchtern, lebt zurückgezogen und erträgt still jede noch so kleine Demütigung und Unterdrückung, die sie bei ihrer einfachen Tätigkeit als Putzfrau inmitten eines Männerdomizils erfahren muss. Ihr einziger Akt der Rebellion findet sie in dem Tragen von bunten Schuhen. Als sie jedoch auf das Wasserwesen trifft, das sie als erste Person richtig wahrzunehmen scheint und sie versteht, auch wenn sie nicht reden kann, ändert sich ihre Einstellung drastisch. Aus ihrem gesteigerten Selbstbewusstsein schöpft sie Kraft und als ihrem Freund der Tod auf dem Seziertisch droht, legt sie ihr Mauerblümchen-Dasein ab und lässt mit einer spektakulären Rettungsaktion die Stille in ihr zu Musik werden.
 
 
"Sie kommt sich so klein vor, so herrlich winzig in so einem riesigen, wundervollen Universum, und sie schlägt unter Wasser die Augen auf, um die Realität nicht zu vergessen. (...) Sie lächelt und hat Wasser im Mund. Endlich tanzt sie, tanzt sie wirklich, wird durch einen überschwemmten Ballsaal geführt und muss keinen falschen Schritt fürchten, da ihr Partner sie festhält und sie an jeden Ort begleitet, an den sie gehen muss."
 
 
  Halt erfährt sie vor allem durch Zelda Fuller, welche ebenfalls als Putzkraft im Occam- Militärlabor arbeitet. Die quirlige und kräftige Frau ist Elisas einzige Freundin und Vertraute und steht ihr als Übersetzerin der Gebärdensprache im Alltag zur Seite. Ihr Handicap: ihre dunkle Hautfarbe. Es ist bewundernswert, wie sie sich immer wieder über ihre Grenzen heraus entwickelt, für Elisa einsteht, auch wenn sie das den eigenen Kragen kosten kann und ihr Leben vertrauensvoll in die Hände ihrer jungen Freundin legt. Ganz leise klingt hier die Rassismus Problematik an, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch lange nicht bewältig ist.
Der in die Jahre gekommene Künstler Giles Gunderson ist ebenfalls eine verlorene Gestalt und Außenseiter in der modernen Gesellschaft. Mit seinen drei Katzen, dem unpassenden Toupet und vor allem seiner Homosexualität ist er ebenso wenig akzeptiert, wie Elisa und Zelda, weshalb er auf seine alte Tage noch immer in einem kleinen Zimmer neben Elisa über einem kleinen Kino wohnt. Für die Werbeagentur Klein & Saunders malt er Werbeplakate, die jedoch in der aufstrebenden Welt immer weniger Aufmerksamkeit bekommen. Als Elisa erstmals von der Kreatur aus Labor F-1 erzählt, tut er das als Fantasie ab, als er jedoch erkennt, wie wichtig sie für Elisa zu sein scheint, lässt er sich auf einen halsbrecherischen Plan ein und findet schließlich die künstlerische Inspiration, die er sein Leben lang gesucht hat...
 
 
"Sie hatte das Kinn so hochgehoben, dass sie fast auf alle herabblickte, und genau das tut Giles auch: er baut sich ein großartiges, notweniges Fantasiegebilde seiner Bedeutung auf. Sie haben nichts gemeinsam - sie die junge Ehefrau, und er der alte Gentleman - , und doch hat Lainie eine Sekunde lang den Eindruck, dass es keine zwei Menschen auf der Welt gibt, die sich ähnlicher sind als sie."
 
 
 
Dmitri Hoffstetler ist geschätzter Wissenschaftler in Occam und für das Wohlergehen des Devoniers verantwortlich, wie er die Kreatur nennt. Als Spion Russlands lebt er während des Projekts jedoch gefährlich und haust aus Sicherheitsgründen in einem kahlen, unpersönlichen Haus. Mit seinen Eltern als Druckmittel wurde er lange genug in Amerika festgehalten, dass er seine eigene Herkunft anzweifelt und zwischen den Welten festsitzt, ohne wirklich dazuzugehören. Schon fast am Ende seines Lebenswillens angelangt, rettete ihn die Forschung an dem wunderschönen Wesen aus seiner Ausweglosigkeit und gibt seinem einsamen Leben wieder einen Sinn. Allein seinem Mitgefühl und seiner Großherzigkeit ist es zu verdanken, dass Elisas Befreiungsversuch überhaupt fruchtet. Im Grunde ist es mit der Geschichte genau, wie ein ehemaliger Student von ihm einmal sagte: alle Charaktere sind wie einsame Planeten, die sich auf ihren Bahnen bewegen, bis ihre Ellipse die eines anderen Himmelskörper kreuzt.
 
 
"Beeil dich", flüsterte Giles. Sie weint, aber das tut der Himmel auch; das ganze Universum weint, die Menschen, die Tiere, das and und das Wasser, alle weinen um die Einheit zwischen zwei verschiedenen Wesen, die beinahe besiegelt wurde, letzten Endes jedoch keinen Bestand hat."
 
 
Richard Strickland hingegen gehört als hohes Tier in der US-Army eigentlich nicht den geächteten Außenseitern an. Seit er jedoch in Korea Dinge getan hat, die ihn vor das Kriegsgericht bringen könnten, ist er abhängig von seinem Vorgesetzten General Hyot und muss jeden Befehl mit akribischer Genauigkeit ausführen. Was ihn zu Beginn der Geschichte im Dschungel noch eiskalt, gefühlslos und grausam wirken ließ, wird bald zum beginnenden Wahnsinn. Während vor allem Hass in dem Mann wächst, der ob der Kriegsverbrechen in Korea und dem vergossenen Blut im Dschungel des Amazonas langsam seinen Verstand verliert, ist bei mir langsam ein wenig Mitgefühl gekeimt. Es ist auf der einen Seite widerlich, aus seiner Perspektive zu lesen, zusehen zu müssen, wie seine angenähten Finger genau wie seine Menschlichkeit immer weiter verfaulen, während er militärische Strenge walten lässt, den Kiemengott foltert und auf alle willkürlich hinabblickt. Auf der anderen Seite kann man jedoch verstehen, warum er den Verstand verloren hat, das Geschrei in seinem Kopf mit Schmerztabletten beruhigen will und sich einfach nach der kontrollierten Stille sehnt. Er ist ein ambivalenter Charakter, für den es eigentlich nur im Tod die Erlösung gibt. Es muss enden, wie es begonnen hat: Kiemengott gegen Dschungelgott...
 
 
"Er steht am Bug, nackt, mit ausgestreckten Armen, angepeitscht vom Regen, und ruft ihn. Keiner weiß, wie lange. Tage, vielleicht sogar Wochen. Endlich erhebt sich an einer seichten Stelle der Deus Brânquia, die Blutsonne, die die Serengeti schuf, das uralte Auge der Eklipse, der aufplatzende Ozean aus dem eine neue Welt hervorbricht, der unersättliche Gletscher, der Gischtspritzer, der Bakterienbiss, der wimmelnde Einzeller, die speiende Spezies, die strömenden Gefäße zum Herzen, die Erektion des Berges, die schwankenden Schenkel der Sonnenblume, das graue Fell der Demütigung, das rosafarbene schwärende Fleisch, die Nabelschnur, die uns mit dem Ursprung verbindet. Er ist all das und noch viel mehr."
 
 
Elaine Strickland, seine Frau, ist sinnbildlich für das damalige Frauenbild zu sehen. Zuerst immer nur Hausfrau und Mutter gewesen, findet sie während der Abwesenheit ihres Mannes eine ungeahnte Freiheit und Eigenverantwortung, die sie vermisst, als er wieder aus Brasilien zurückkommt. Langsam beginnt sie zu verstehen, dass sie als Frau im Wandel der Zeiten ihre Chance ergreifen muss und tastet sich durch eine Anstellung immer weiter zu gesteigertem Selbstbewusstsein heran, bis sie es schließlich schafft, ihren Mann zu verlassen, der es einfach nicht mehr schafft in die Realität und zu ihr zurückzufinden.
 
Langsam schließt sich ein Kreis um alle Charaktere, die sich durch den Matsch ihres Lebens kämpfen und in einer letzten Nacht, in dem ein heftiges und regenreiches Unwetter die Stadt überschwemmt, endlich frei kommen. Für mich war eigentlich von Anfang an klar, dass es für Elisa und den Kiemengott eigentlich kein glückliches Ende geben kann, die Lösung der Autoren hat mich dann sehr positiv überrascht. Auf ihre eigene tragische Art bekommt diese ungewöhnliche und tiefgreifende Liebesgeschichte ein wunderschönes Ende, das jedem Charakter die gewünschte Erlösung schenkt, die er angestrebt hat.
 
Zum Abschluss noch mein Lieblingszitat:
 
"Sie streckt die Hand nach ihm aus. Nach sich selbst. Da gibt es keinen Unterschied. Hetzt versteht sie es. Sie hält ihn, er hält sie, sie halten einander und alles ist dunkel, alles ist Licht, alles ist hässlich, alles ist schön, alles ist Schmerz, alles ist Trauer, alles ist nie, alles ist für immer."
 
 
 
 
Fazit:
 
Ein bildgewaltiges Epos, das gleichermaßen mit herzergreifenden Bildern wie auch grauenhaft realen Details zu bestechen weiß. Eine gewiefte Charakterstudie, die ein Haufen vom Leben enttäuschter und von der Öffentlichkeit ausgestoßener Menschen porträtiert, die durch den wunderschönen Kiemengott neuen Antrieb finden und die unmögliche Beziehung zweier gequälter und komplett unterschiedlicher Liebenden beschreibt.
 
 
 
Hier noch der Trailer zum Film:
 
 
 
 
(Bildrecht der Illustrationen: @James Jean)


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