Dienstag, 2. Oktober 2018

Montagsfrage 01.10.18

Scan (verschoben)
 
Heyho,
 
ich bin leider schon wieder einen Tag zu spät aber immerhin habe ich dieses Mal eine triftige Ausrede: mein Immunsystem hat leider bei den ersten Anzeichen des Herbstes kapituliert und eine zahllose Menge an Erregern in meinen Körper gelassen. Mit anderen Worten: ich habe eine Erkältung! Und das ausgerechnet pünktlich zur Deutschlangzeitklausur über einen Werkvergleich mit Außentext zum "Steppenwolf" und zum "Goldenen Topf" (würg). Das ist doch wirklich eine Art von Textproduktion, bei der ich den Sinn für mein späteres Leben nicht ganz nachvollziehen kann. Den "Steppenwolf" von Hermann Hesse fand ich aber eigentlich wirklich spanned. Der Roman ist eindeutig die Pflichtlektüre mit dem meisten Tiefgang und der höchsten Relevanz für mein Leben. Falls ich in meinem ganzen Stress (sorry dass ich schon wieder nur am Jammern bin ;-)) und den vielen noch ausstehenden Rezis noch ein wenig Zeit finde, will ich mich noch unbedingt ein wenig damit auseinandersetzen. Mal sehen, ob das noch in diesem Jahrhundert etwas wird. Aber nun genug gejammert, zur Montagsfrage:
 
 

Musstest du schon mal ein Buch abbrechen, weil es zu gruselig war?

 
Ehrlich gesagt - nein. Das liegt aber keineswegs daran, dass ich so abgebrüht wäre (ich bin ein riesiger Angsthase), sondern einfach weil ich mit dem Genre "Horror" noch nie besonders viel anfangen konnte. Weder bei Büchern noch bei Filmen.
 
In diesem Genre gibt es meiner Erfahrung nach nur vier verschiedene Möglichkeiten: entweder haben wir es mit einem der trashigen Blut-Gedärme-Mord-und-Totschlag-Bücher zu tun (die nun wirklich kein Leser mit nervösem Magen zu lesen braucht), mit Horror, der durch etliche abgefahrene Wesen schon viel mehr ins Mystery geht, um noch so genannt zu werden, mit Psychohorror, der seine Spannung durch perfide Persönlichkeitsspielchen und seelischer Folter erhält oder mit einem Buch aus der Feder von Stephen King. Ersteres ist auf keinen Fall was für mich, da ich nun wirklich nicht auf 500 Seiten ausgebreitet lesen muss, wie sich verschiedene Partien motivlos zerfleischen. Auch mit zweitem kann ich nicht viel anfangen - wenn schon Mystery, dann wenigstens was schönes. Psychohorror lasse ich mir gerade noch gefallen, weil das oft noch recht intelligent ist, wo bei da auch der Übergang zum Psychothriller sehr fließend ist, welchen ich wiederum sehr gerne lese, da man dabei nicht die Gefahr läuft, dass ein wunderbar spanned aufgebauter Konstrukt plötzlich durch eine Alienapokalypse erklärt wird (jaja, sowas hab ich schon erlebt und das war kein Spaß). Nur mit Stephen Kings Büchern kann ich mich wirklich anfreunden, da diese auch wirklich einen angenehmen Gruselfaktor mit einer geistreichen Idee mischen. Denn das Gruseln ist bei Horrorbüchern auch nicht selbstverständlich, wenn man nicht auf Jump-Scares, nervtötende Musik und blutüberströmte Zombies der Filmwelt zurückgreifen kann. ;-)
 
Zu Horrorfilmen pflege ich auch eine recht seltsame Beziehung. Ich scheine immer wieder aufs Neue zu vergessen, warum ich sie mir nicht ansehen sollte (ich zittere die ganze Zeit, schaue Weg und fürchte mich danach vor meinem eigenen Schatten) und lasse mich immer wieder dazu überreden, einen anzusehen. Mal sehen, wann mein Hirn endlich vollends versteht, dass meine auch so schon lebhafte Fantasie nicht auch noch Unterstützung durch Gruselszenen braucht...
 
Wie seht ihr das? Schaut ihr gerne Horrorfilme und lest ihr auch Horrorbücher?
 
 Liebe Grüße
Sophia

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