Dienstag, 18. April 2017

Tote Mädchen lügen nicht



Allgemeines:

Titel: Tote Mädchen lügen nicht
Autor: Jay Asher
Verlag: cbt (2012)
Genre: Jugendroman
ISBN: 978-3570308431
Originaltitel: Thirteen Reasons Why
Seitenzahl: 288 Seiten
Preis: 8,99€ (Taschenbuch)
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Inhalt:

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...


Meine Meinung:

Passend zur neuen Netflixserie, die auf diesem Buch basiert, will ich heute meine Meinung zu Jay Ashers "Tote Mädchen lügen nicht" loswerden.

Gefunden habe ich dieses Buch zufällig auf einem Bücherflohmarkt und habe es dann auch direkt mitgenommen, da ich den Inhalt sehr spannend fand.

"Hallo zusammen. Hier spricht Hannah Baker. Live und in Stereo."


Es geht um den Jungen Clay, der eines Tages ein Päckchen mit Kasetten vorfindet, auf denen seine ehemalige Mitschülerin Hannah Baker erzählt, was sie zu ihrem Selbstmord getrieben hat. Es gibt 13 Kasetten, auf denen sie jeweils ein Grund aufzählt und natürlich, wie könnte es anders sein, gibt es eine Kasette, die Clay gewidmet ist. Mit Hannahs Stimme im Ohr, macht er sich auf, um etwas Licht ins Dunkel ihrer traurigen Geschichte zu bringen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht unseres Protagonisten Clay, der eine sehr besondere Verbindung zu Hannah Baker hatte. Er wirkt anfangs ruhig und etwas verschlossen, doch je weiter die Handlung schreitet, umso mehr erfährt man über den Jungen. Er scheint sehr nett und besorgt zu sein, weshalb man als Leser nicht verstehen kann, warum auch ihn die Kasetten erreichen.

Eine ebenfalls sehr große Rolle in diesem Buch spielt natürlich Hannah Baker, das Mädchen, das Selbstmord begangen hat. Während man am Anfang sehr wenig über sie und ihre Beziehung zu Clay weiß, kommt durch ihre Erzählungen immer mehr ans Licht. Nicht nur, wie sie zum Protagonisten steht sondern auch, wie viele Faktoren zusammenkamen, die sie zum Suizid getrieben haben.

Man begleitet Clay auf seinem Weg durch die Stadt, wo er all die Orte aufsucht, die Hannah auf einer beigelegten Karte markiert hat. Es gibt abwechselnd Passagen von Hannahs Erzählungen und von Clay, der darauf reagiert und versucht seine neu gewonnenen Erkenntnisse zu verarbeiten. Hannahs Geschichte ist so spannend und berührend, dass nicht nur Clay sondern auch man selber als Leser nicht aufhören kann, ihren Berichten zu folgen. Man fängt an zu verstehen, wie verzweifelt ein Mensch sein muss, um sich selbst das Leben zu nehmen. Schonungslos und erschreckend wird erzählt, wie die Handlungen anderer Menschen sich auf eine Person auswirken können sogar dann, wenn man es gar nicht beabsichtigt hat. Über Mobbing bis zu unglaublicher Ignoranz ist alles dabei und das lässt keinen kalt!

Das Buch birgt nicht nur eine unglaubliche Story sondern auch eine sehr wichtige Message. Wegzuschauen ist und wird nie das richtige sein! Wenn ihr jemanden seht, der Hilfe braucht, dann helft ihm, bevor es zu spät ist.


Fazit:

Eine wahnsinnig spannende und bewegende Geschichte mit einer sehr wichtigen Message. In einer Welt wie heute absolute Pflichtlektüre!



Der Trailer zur dazugehörigen Serie:

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