Dienstag, 27. April 2021

Serienempfehlung: Shadow and Bone



Nachdem ich wochenlang gespannt auf den Erscheinungstermin gewartet hatte, ist letzte Woche endlich die neue Netflix-Serie rund um Leigh Bardugos Grisha-Verse erschienen. "Shadow and Bones - Legenden der Grischa" heißt die neue Fantasy-Serie, die die Grischa-Trilogie rund um Alina Starkow ("Grisha - Goldene Flammen", "Grisha - Eisige Wellen", "Grisha - Lodernde Schwingen") und die Abenteuer der Dregs in der Krähen-Dilogie verfilmt. Als großer Fan der Bücher war ich natürlich sehr gespannt auf die Umsetzung von Eric Heisserer und 21 Laps Entertainment und habe die 8 Folgen der ersten Staffel in wenigen Tagen weggebinged. 

Darum geht´s:

Alina Starkow ist eine einfache Kartografin in der Ersten Armee und dient zusammen mit ihrem Kindheitsfreund Malyen dem Zaren von Ravka. Doch als Alina bei der Überquerung der dunklen Schattenflur, die das Land trennt und tödliche Bestien beheimatet, ihrem Freund auf unerklärliche Weise das Leben rettet, ändert sich alles. Als Grischa, mit der Macht Sonnenlicht zu kontrollieren, könnte sie die Rettung für ganz Ravka bedeuten und das Land endlich von der Schattenflur befreien. Während die eine Hälfte des Landes sie als Heilige und lebendig gewordene Legende feiert, weckt sie das Interesse verschiedener Parteien auf der ganzen Welt. Sie wird bald nicht nur von den Hexenjägern aus dem hohen Norden, sondern auch von einem begabten Diebestrio aus Ketterdam gejagt. Um sie vor Anschlägen der mörderischen Fjerdan zu schützen, wird sie ins Trainingslager der Grisha in den kleinen Palast versetzt und von der magischen und militärischen Elite Ravkas trainiert. Dort findet sie einen ganz besonderen Mentor: Den ältesten und mächtigsten der Grisha, der nur der "Dunkle" genannt wird und der schon bald ganz eigene Pläne mit Alina verfolgt... 


Deshalb solltest Du Dir die Serie unbedingt anschauen:

Wie bei jeder Buchverfilmung stellt sich natürlich als erstes die Frage nach der Umsetzung. Auch hier hatte ich große Angst, enttäuscht zu werden, was bei einer so komplexen Welt nicht verwunderlich gewesen wäre. Doch nichts da: "Shadow and Bone - Die Legenden der Grischa" setzt nicht nur die Handlung der Bücher wunderbar um, sondern glänzt auch mit einer hochwertigen Machart von Setting, Musik, Kostüme und passender Besetzung. 

Im Mittelpunkt der Handlung steht hier Leigh Bardugos Reihenauftakt der Grischa-Trilogie, "Grisha - Goldene Flammen", welche bis auf wenige Ausnahmen sehr buchgetreu umgesetzt wurde. Wie schon früh angekündigt, tauchen die Hauptfiguren der zeitlich im Grisha-Verse später angesiedelten Krähen-Dilogie, "Das Lied der Krähen" und "Das Gold der Krähen", jedoch auch schon auf. Um Kaz, Inej und Jesper einzuführen, ohne die Handlung ihrer in den Büchern festgehaltenen Geschichte vorwegzunehmen, haben sich die Autorin selbst und Showrunner Eric Heisserer eine eigene Vorgeschichte ausgedacht, die das Schicksal der Krähen mit Alina verbindet. Hierauf war ich besonders gespannt, ich finde alles in allem ist das Endergebnis für beide Buchreihen realistisch und als Gesamteindruck stimmig. 

Zwar hätte der Auftritt von Mastermind Kaz Brekker (Freddy Carter), Phantom Inej (Amita Suman) und Scharfschütze Jesper (Kit Young) für meinen Geschmack noch viel umfangreicher sein können (ich liebe, liebe, LIEBE die Krähen-Dilogie einfach), dafür dass es sich hier um eine Art Prequel handelt und deren Geschichte in den folgenden Staffeln erst richtig anfängt, bin ich aber sehr zufrieden. Ebenfalls aus der Krähen-Dilogie tauchen schon die Grisha-Spionin Nina (Danielle Galligan) und der Hexenjäger aus Fjerdan Matthias (Calahan Skogman) auf (letzterer hat in der deutschen Synchronisation einen wahnsinnig witzigen Akzent, wenn Ihr Euch also nicht darüber kaputt lachen wollt, dass er "dü" statt "du" sagt, schaut lieber die Originalversion). Die beiden waren eines meiner absoluten Traumpaare der Buchreihe und auch wenn sie nur eine kleine Randrolle spielen, hat mich wahnsinnig gefreut, dass wir hier einen kurzen Blick auf die beiden werfen konnte.

Durch die verschiedenen Handlungsstränge und die unterschiedlichen Handlungsorte über die ganze Welt des Grisha-Verse kann ich mir vorstellen, dass neue Zuschauer zuerst ein bisschen überfordert sind mit all den eigenwilligen Namen, Orten und Gegebenheiten, die in der russisch angehauchten Fantasy-Welt herrschen. Die grundlegenden Konzepte von Bardugos magischer Welt erschließen sich zumeist aus dem Zusammenhang und dem Wortlaut. So haben die Korporalki (Entherzer, Heiler, Bildner) Macht über den menschlichen Körper, Ätheralki sind Beschwörer, die durch gekonnte Manipulation ihre Umwelt kontrollieren können (Feuer = Inferni, Winde = Stürmer und Wasser =Fluter), und Materialki haben sich auf die Beeinflussung von Metallen (Durasten) oder Gifte (Alkemi) spezialisiert. Neben der magischen Welt der Grisha, die im sogenannten "kleine Palast" in Ravkas Hauptstadt Os Alta leben, lernen und arbeiten, gibt es auch eine politische Sphäre mit einem Zar und einer Zarin, die im "großen Palast" leben. Diese wird in der ersten Staffel jedoch nur sehr schwach angedeutet. Auch weitere Informationen über die Kriege, in denen Ravka verwickelt ist, die internationalen Beziehungen zum Handelsstaat Kerch, den Shu-Han, Fjerda oder Novyi-Zem werden nur am Rande erwähnt, um den Fokus auf der Handlung nicht zu verlieren. Die LeserInnen der Buchreihe haben hier also einen klaren Einstiegsvorteil. Da man nur dann alle Anspielungen und Informationen versteht, wenn man mit Vorwissen an die Serie herangeht, kann ich allen, die bislang völlig fremd sind im Grisha-Verse, raten, vor der Serie zu den Büchern zu greifen. Für Buch-Kenner hält die Serie nämlich noch Easter-Eggs und einige direkte Zitate bereit. 

Auch abseits der Hauptstadt hält die slawische Fantasywelt voller uralter Wesen, schwarzer Magie und Wunder viel zum Entdecken bereit. Ob mächtige Kräftemehrer aus vergangenen Zeitaltern, die geheimnisvolle Schattenflur voller alptraumhafter Kreaturen oder die kalte Wildheit der Wälder Ravkas - die einnehmende Welt abseits der sonst so präsenten Vampir-/ Werwolf-/ Zauberer-/ Feen-/ Elfen-/ Zwergen-/ Fae-/ Drachen-/ Nixen-Fantasy wurde stimmungsvoll und optisch hochwertig umgesetzt. Was die Serie für mich zu einem richtigen Überraschungserfolg gemacht hat, ist jedoch weder die Verfilmung nahe am Buch, noch die schöne Umsetzung des Settings. Ganz hervorragend ausgearbeitet sind vor allem die Beziehungen zwischen den Figuren - das Herzsstück von Buch und Serie. Die Figurenpalette ist nämlich ebenso bunt wie das Setting und die Diversität der Protagonisten ist positiv zu vermerken. Ob bi-, pan-, hetero-, oder homosexuell spielt ebenso wie die Hautfarbe und die Körperstatur keine Rolle und wird nur nebenbei erwähnt - ebenso wie es im echten Leben auch sein sollte: keine große Sache. Sie werden genannt, akzeptiert und vergessen, herrlich selbstverständlich. Auch unterschiedliche Religionen und Wertvorstellungen tauchen hier auf und machen das diverse Bild bunter. So fügen sich auch die Protagonisten gut in die wundervolle, eigensinnige, kunterbunte, authentische, magische Welt - das Grisha-Verse - ein. 

Schon als der Cast im letzten Jahr angekündigt wurde, war ich positiv überrascht, wie gut die einzelnen Rollen besetzt sind. Zwar gab es auch ein oder zwei Figuren, die ich mir anders vorgestellt hätte (Genya, Matthias oder Mal zum Beispiel), alles in allem werden die Protagonisten aber wunderbar von den jeweiligen Darstellern verkörpert. Da wäre die unscheinbare Kämpferin Alina (Jessie Mei Li), die immer ein unsichtbarer Niemand war, bis ihre verborgenen Kräfte ihr unerwartete Macht verleihen. Als unscheinbare, mittellose Waise musste sie miterleben, welche Wege durch Schönheit, Reichtum und Macht anderen geöffnet werden nur um plötzlich selbst im Zarenpalast zu stehen und der Liebling des obersten Grisha zu sein, den alle nur den "Dunklen" nennen. An ihrer Seite steht schon seit ihrer Kindheit der Fährtensucher Malyen (Archie Renaux), welcher ich in der Serie tatsächlich mehr mochte als in den Büchern (Spoiler: Auch Malina habe ich hier viel mehr gefühlt, großes Lob also an die Serienmacher). 

Eine sehr spannende Figur ist außerdem General Kirigan (Ben Barnes), der wegen seiner Macht, die Schatten zu beschwören, der Dunkle genannt wird (Spoiler: Anders als im Buch wird er zu Beginn deutlich menschlicher dargestellt, wir erfahren auch schnell seine Hintergrundgeschichte und seinen Namen). Als Anführer der "Zweiten Armee" von Ravka - einer magische Eliteeinheit von Grisha, die für die Verteidigung Ravkas zuständig sind - verfügt er über unvergleichliche Macht, die zusammen mit seinem Charisma und seinem guten Aussehen eine starke Anziehung auf Alina ausübt. Gleichzeitig sind jedoch seine Pläne dubios, seine Methoden grausam und sein Blick kalt. Ob hinter dieser Fassade noch ein liebenswürdiger Charakter steckt oder er wie erwartet zum Bösewicht wird, müsst ihr beim Schauen der Serie selber herausfinden. 

Für viel Freunde haben bei mir auch die Nebenfiguren gesorgt, die in der Serie zwar nur kurz auftauchen, aber noch viel Raum und Potential zur weiteren Entwicklung in einer hoffentlich bald erscheinenden Staffel 2 haben. Toll waren zum Beispiel die kurzen Auftritte der Bildnerin Genya (Daisy Head) , die ihr Herz an den nerdigen Fabrikator David (Luke Pasqualino) verloren hat, der sich für nichts anderes als seine Metalle zu interessieren scheint, die resolute Stürmerin Zoya (Sujaya Dasgupta) die eigenwillige, geheimnisvolle Baghra (Zoë Wanamaker), die wie eine Märchenhexe erscheint aber ein weiches Herz hat oder die beiden Entherzer Ivan (Simon Sears) und Fedyor (Julian Kostov), welche neben einer gewissen Emotional-Support-Ziege wohl das geheime Überraschungsplus der Serie sind. 

Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen. Zwar geht auch im Showdown alles etwas flott und die erste Staffel hätte meiner Meinung nach noch ein paar Folgen mehr vertragen können, da ich aber sowieso nicht wollte, dass es jemals endet, bin ich hier wahrscheinlich nicht objektiv... Jetzt stellt sich nur noch die Frage: wann wird Staffel zwei kommen? Und wer spielt dann Nikolai...?

Fazit

Alles in allem ist die erste Staffel "Shadow and Bone" ein magischer, düsterer und hochspannender Auftakt, der jedoch noch ein bisschen Potential für mehr Detailreichtum und weiterer Figurenentwicklung lässt. 


Zum Trailer



 Quelle der Bilder und Informationen: Movipilot.de

Kommentare:

  1. Schönen guten Morgen!

    Eine ganz tolle Beschreibung und ein schöner Einblick in die neue Serie!
    Ich hab ja auch mit viel Vorfreude drauf gewartet, aber mich konnte sie leider nicht so wirklich mitreißen ... Der Mix mit den Krähen hat mich eher aus der Handlung gerissen, als sie aufzupeppen und insgesamt hab ich einfach keinen Draht dazu gefunden.
    Aber vielleicht versuche ich es nochmal damit, wenn auch die nächste und übernächste Staffel da sind :D

    Deinen Beitrag hab ich heute auch gerne in meiner Stöberrunde verlinkt.

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Liebe Aleshanee,

      vielen Dank, das freut mich total! Durch deine Verlinkungen landen ja echt immer wieder Leute auf meinem Blog, die sonst vielleicht nicht den Weg zu mir gefunden hätten. Das weiß ich echt zu schätzen ❤!
      Ja, ich glaube, wir hatten es schonmal von der Serie und da haben wir auch festgehalten, dass die Vermischung mit den Krähen hier in der ersten Staffel nicht unbedingt hätte sein müssen und in diesem Format noch Verbesserungspotential hätte. Ich denke, dass entweder eine ausführlichere Betrachtung dieses Zusatzhandlungsstrangs, oder das Weglassen und die Konzentration auf Alinas Geschichte hätte der ersten Staffel ganz gut getan. Insgesamt hatte ich mir die Vermischung, als diese angekündigt wurde, viel schlimmer vorgestellt und bin alles in allem echt zufrieden mit der Umsetzung!

      Liebe Grüße
      Sophia

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  2. Hi!

    Ich bin dank Aleshanees Stöberrunde hier gelandet :).

    Schön, dass du über die Serie geschrieben hast! Ich gebe zu, ich habe selbst daran gedacht, ein paar Zeilen zu schreiben, aber es hat nicht sollen sein. Zumindest hab ich ein Handlettering zum Thema geschafft :D.

    Ich hatte ja im Vorfeld keine großen Erwartungen (Netflix hat in letzter Zeit viel zu viel Mittelmäßiges für meinen Geschmack bei TV-Serien rausgehauen), aber ich war selbst überrascht, wie rasch ich die ersten fünf Folgen geschaut habe - das war knapp am Bingen vorbei. Wobei ich vermute, dass Ben Barnes da nicht ganz unschuldig war :D :D.

    Liebe Grüße
    Ascari

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    1. Hi Ascari,

      es freut mich total, dass du bei meinem Beitrag gelandet bist. Cool, ein Handlettering? Ich wünschte, ich wäre in dieser Hinsicht begabter, aber ich bin froh, wenn man überhaupt lesen kann, was meine "Sauklaue" so fabriziert 😁.
      Ja, ich bin auch mit eher niedrigen Erwartungen (aber sehr großen Hoffnungen) an die Serie herangegangen und wurde sehr positiv überrascht, wie nah die Serienmacher am Buch geblieben sind. Puh ja, Ben Barnes ist definitiv auch ein Grund, der die Serie zu einem absoluten Must-See in meinen Augen macht. Er ist einfach die PERFEKTE Besetzung für diese Rolle (und weckt ein bisschen das Fangirl in mir, hihi)

      Liebe Grüße
      Sophia

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    2. So ähnlich ging es mir auch - niedrige Erwartungen, aber mit Hoffnung im Hintergrund, dass sie es nicht verbocken :). Ich bin ja nicht zuletzt dank der Serie grad voll im Leigh Bardugo-Marathon, es hat mich voll erwischt, wie man so schön sagt :D.
      Bist du eigentlich Team Malina oder Team Darklina? Ich muss immer grinsen, wenn ich Fanfiction zu "Shadow and Bone" lese, mit welcher Begeisterung die unterschiedlichsten Paare geshippt werden ...

      Liebe Grüße
      Ascari

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    3. Haha, ich habe auch vor dem Erscheinen der Serie die Krähen-Reihe gelesen und die Grischa-Reihe gerereadet und bin also auch voll im "Leigh-Bardugo-Fieber". Jetzt erscheint ja am 1. Juni noch der zweite Teil von Bardugos King of Scars Spin-Off über Nikolai, für den ich auch den ersten Teil nochmal rereaden muss, mich hat es also auch echt erwischt, haha.

      Was den Ship angeht war ich immer klar Malina, da ich den Darkling im Buch nie als Love Interest und eigentlich von Beginn an als Antagonist wahrgenommen habe (allein der Name gibt ja schon eindeutige Hinweise....😊). In der Serie kommt noch dazu, dass ich Mal und Alina als Paar hier viel mehr fühle, während ich in den Büchern Mal noch ziemlich langweilig fand. Der Darkling ist ja durch Ben Barnes ganz wunderbar besetzt, aber durch die Bücher wusste ich, dass das mit ihm und Alina nichts werden kann. Hach, ich könnte stundenlang über Grisha-Ships fangirlen (vor allem über Nina-Matthias und Kaz-Inej)... Was ist dein Lieblingspaar der Reihe?

      Liebe Grüße
      Sophia

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  3. Wow, da bist schon ein ganz schönes Stück weiter als ich. "King of Scars" kenne ich noch nicht, aber nachdem "Rule of Wolves" eh bald erscheint, werde ich die paar Tage noch abwarten - und dann kann ich die beiden Bücher wenigstens gleich hintereinander wegsuchten :D.

    Oh Mann, Lieblingspaar, gemeine Frage! Ich kann ja bisher nur von dem ausgehen, was ich kenne (also Grisha-Trilogie und Krähen-Dilogie), aber schon da fällt die Wahl schwer. Wobei ich gemerkt habe, dass ich dazu neige, zwischen den Buch- und Serien-Figuren zu unterscheiden.

    In der Serie zB war die Chemie zwischen Alina und dem Dunklen so viel intensiver als im Buch. Im Buch hatte ich immer das Gefühl, das kratzt nur an der Oberfläche ... Bei Alina und Mal ging's mir ähnlich, auch wenn mir der Gute fast ein bisschen zu anständig und freundlich ist. Und anscheinend geht's vielen Fans auch so, ich hab heute mal aus Neugier geguckt, wie viele Storys bei "Archive of our Own" zu #Malina bzw. #Darklina online sind - und da gewinnt #Darklina haushoch :D. Und nachdem ich leider schon immer ne Schwäche für gutaussehende Antagonisten hatte, deren Motive man zumindest ein bisschen nachvollziehen kann, kannst du dir eh vorstellen, für welches Paar ich mich entscheiden würde :D :D.

    Bei den Krähen fand ich Nina und Matthias eigentlich am nettesten, ihre Dialoge waren wirklich wunderbar, deswegen hab ich am Ende echt zuerst gedacht, ich hab mich verhört (beim Hörbuch) *seufz*. Ich mochte aber auch Jesper und Wylan sehr gern, die beiden waren einfach süß zusammen. Bei Kaz und Inej habe ich ehrlich gestanden die ganze Zeit darauf gehofft, dass da ein bisschen mehr kommt - aber gut, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Und vielleicht bekommen wir da ja auch in Staffel 2 (oder 3?) ein bisschen mehr zu sehen :).

    Übrigens: Ich hab heute herausgefunden, dass im Herbst "Lives of Saints" auf Deutsch herauskommt. Wie geil ist das denn? Nicht dass mir nicht auch zB die englischsprachige Collector's Edition gefällt, aber im Zweifelsfall stell ich mir die Bücher doch lieber auf Deutsch ins Regal (auch wenn die deutsche Übersetzung zum Teil leider etwas hölzern ist).

    Liebe Grüße
    Ascari

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    1. Hey Ascari,

      erstmal: waas? Wie cool, von einer deutschen Ausgabe von "Live of Saints" hatte ich noch gar nichts gehört, das wundert mich bei genauerem Nachdenken aber auch nicht wirklich, da der Verlag bestimmt noch den durch die Serie aufgekommenen Hype ausnutzen will. Ach ja, da werde ich bestimmt auch schwach...

      "King of Scars" kann ich nur empfehlen, da hier auch zum Beispiel die Geschichte von Nina (und Matthias) fortgeführt wird. Außerdem stehen hier Nikolai und Zoya im Vordergrund, was mich mega gefreut hat, da Nikolai/Sturmhond einer meiner ABSOLUTEN Lieblingsfiguren des Grisha-Verse ist.

      Puh, ja, die Shipfrage ist wahnsinnig schwer zu beantworten. Ich mag die Dynamik zwischen Nina und Matthias sehr, da das eine seeehr ungewöhnliche Version von Haters-to-Lovers mit viel Sarkasmus und Witz ist. Bei Kaz und Inej mag ich hingegen gerade, dass die beiden eine sehr intensive Verbindung haben, die aber sowohl in den Büchern als auch in der Serie sehr subtil angedeutet bleibt und der das Körperliche vollkommen fehlt. Gerade hier war ich aber auch sehr begeistert von der Umsetzung durch die Darsteller, da sie dieses "Mit einem Blick mehr sagen als mit tausend Worten oder Gesten"-Ding, das Kaz und Inej prägt, unfassbar gut draufhaben!

      Was Staffel 2 und 3 angeht, habe ich natürlich auch große Hoffnung und bin vor allem sehr gespannt auf die "richtige" Geschichte der Krähen. Leider wurde ja immer noch nicht offiziell eine Fortsetzung bestätigt - das Grisha-Verse hat ja aber noch sooo viel Potential, die wären dumm, das nicht weiter auszunutzen!

      Liebe Grüße
      Sophia

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    2. Ich wusste es auch nicht, bis ich jetzt in einem Blogbeitrag zufällig draufgestoßen bin, der ET ist der 1. September, du kannst das Buch zumindest bei Amazon auch schon vorbestellen (Bei den anderen Händlern hab ich dann nicht mehr geschaut).

      Ich bin eh schon sehr gespannt, wie es weiter geht! Derzeit höre ich gerade "Die Sprache der Dornen" quasi als Zwischenstreuer. Nachdem ich durchaus gern Märchen und Sagen lese, haben diese Geschichten auch ihren Charme, besonders wenn man das Grishaverse schon ein bisschen kennt.

      Noch zu den Shippings: Ich finde es ja wirklich sehr schön, dass die Autorin die Beziehungen der Figuren so extrem unterschiedlich gestaltet hat. Schätze, da findet wohl wirklich jeder ein Paar, das er für sich ins Herz schließen kann ... Anfangs hab ich ja nicht verstanden, warum die Buchhandlung meines Vertrauens die Bücher bei der (erwachsenen) "Fantasy/SF" aufbewahrt und nicht bei den Jugendbüchern, aber in der Zwischenzeit ist es mir klar, denn obwohl die Charaktere ja sehr jung beschrieben werden, sind ihre Beziehungen deutlich komplexer und erwachsener als das, was man sonst im Jugend-Genre findet.

      Ich denk außerdem schon, dass wir eine zweite Staffel bekommen, "Shadow and Bone" war fast 14 Tage auf Platz eins der meistgesehenen Titel, das scheint nicht so oft zu passieren ... Und angeblich gibt Netflix mittlerweile erst nach vier Wochen ca. offiziell bekannt, ob sie verlängern, auch wenn sie es inoffiziell schon früher beschließen. Einfach positiv denken, es haben ja sogar Serien ne Verlängerung bekommen, die ich im Vergleich deutlich mittelmäßiger fand :).

      Liebe Grüße
      Ascari

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    3. Hey Ascari,

      super, das kommt gleich auf meine List. "Die Sprache der Dornen" steht übrigens auch noch auf besagter Liste, mal sehen, ob ich mir das dann gleich dazuholen!

      Stimmt, die Autorin hat hier weitaus komplexere Figuren geschaffen, als man sie sonst in Jugendbüchern findet. Teilweise habe ich sogar beim Lesen vergessen, wie jung unsere Krähen eigentlich sind. Da gibt es eine wahnsinnig witzige Szene, in der Mr. Fahey, also Jespers Vater den Krähen und vor allem Kaz eine Moralpredigt hält. Mit diesem Auftritt eines Elternteils wurde mir richtig bewusst, wie paradox es ist, dass sich 16jährige mit solchen Intrigen auseinandersetzen. ;-)

      Drücken wir einfach fest die Daumen für eine Menge Verlängerungen! Ich zweifle auch nicht wirklich daran, dass es eine zweite Staffel geben wird, hoffe aber, dass diese bald bestellt (und dann auch bald gedreht!!!) wird!

      Liebe Grüße
      Sophia

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