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Freitag, 11. September 2026

1999 Meter über dem Meer


Allgemeines

Titel: 1999 Meter über dem Meer
Autorin: Caroline Wahl
Verlag: Rowohlt (28. August 2026)
Genre: Roman
Seitenzahl: 362 Seiten
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Inhalt

Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr will. Aber was sie will, das weiß Samara nicht, und sie weiß noch nicht einmal, ob das schlecht ist. Jetzt hat sie knall-orange gefärbte Haare, einen schönen alten Wagen und an jedem Ort, an dem sie ankommt, einen neuen Namen. Und aufwärts soll es gehen, also richtig nach oben, nach St. Moritz in den Schweizer Hochalpen. Da kommt ein schöner Mann her, den Samara mal kennengelernt hat. Überhaupt gibt es viele schöne und reiche Menschen in St. Moritz, sehr reiche Menschen – mittendrin Samara, die jetzt nicht mehr Samara heißt. Und keine Hochstaplerin ist, sondern erfolgreiche Künstlerin. Aber je besser es läuft für die Frau mit den vielen Identitäten, desto deutlicher merkt Samara, dass ihr noch mehr fehlt als schrankenlose Freiheit ....

Bewertung

Caroline Wahl ist eine der umstrittensten Schriftstellerinnen der Gegenwart und mich konnte sie bisher leider noch nicht so richtig begeistern, aber mit ihrem neusten Roman "1999 Meter über dem Meer" wollte ich ihr gerne nochmal eine Chance geben. Die Autorin nimmt uns dieses Mal auf eine Selbstfindungsreise von Bali nach Berlin über das Allgäu bis nach St. Moritz und damit in eine Welt aus Influencer-Agenturen, Luxus, Kunst, Selbstinszenierung und sehr viel Geld. Zwischen Influencer*innen, Superreichen und vermeintlicher Selbstfindung entwickelt sich dabei eine Geschichte über Freiheit, Identität, soziale Klassen und die Frage, wie viel von dem, was wir nach außen zeigen, eigentlich echt ist. Das klingt nach einer ziemlich guten Ausgangslage – und tatsächlich hatte ich beim Lesen durchaus meinen Spaß. Insgesamt hat mich der Roman aber leider nur mittelmäßig überzeugt.

Donnerstag, 13. August 2026

Kurzrezension: Space Vampire


Allgemeines

Titel: Space Vampire
Autorin: Ruby Dixon
Verlag: Selfpublished (23. September 2025)
Genre: Scie-Fie-Romance-Novelle
Seitenzahl: 77 Seiten
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Meine Eindrücke

Erinnert Ihr Euch an meine kurze und seltsame Obsession mit der "Ice-Planet-Barbarians"-Reihe von Ruby Dixon. Von der schrägen Monster-Romance habe ich ja Stand heute 14 Bände gelesen (?!?) und deutlich mehr Spaß damit gehabt, als ich öffentlich zugeben möchte (😂). Mit "Space Vampire" bin ich letzte Woche auf eine Novelle der Autorin gestoßen, die wie "Hot for Slayer" (von Ali Hazelwood, haeb ich letztes Jahr um diese Zeit gelesen) ebenfalls Teil der "Scared Sexy"-Kollektion aus Kurzgeschichten mit romantischen Halloween-Themen ist. Als ich den schrägen Klapptext gelesen habe - Dana, ein übersehenes menschliches „Haustier“, und Vlad, ein genetisch erschaffener Vampir-Klon, stranden gemeinsam auf einer verlassenen Raumstation und versuchen gemeinsam, ihren blau-gehörten Entführern zu entkommen -, musste ich sofort zugreifen und habe die Novelle in einem Rutsch durchgelesen. 

Mit 77 Seiten ist die Geschichte ein kurzes Lesevergnügen und dementsprechend knapp bleiben Worldbuilding, Charakterdesign und Liebesgeschichte. Natürlich geht alles sehr schnell zwischen Vlad und Dana, hinterfragen darf man die Handlung nicht und besonders viel Tiefe darf man auch nicht erwarten. Trotzdem hatte die Geschichte wieder den schrägen, selbstironischen und prickelnden Ruby-Dixon-Charme, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Da mich mit "Space Vampire" und "Hot for Slayer" nun schon zwei Kurzgeschichte aus der Kollektion mehr überzeugt haben, als ich angenommen hätte, habe ich mir kurzentschlossen die gesamte Sammlung gekauft und bin nun gespannt, welche weiteren Perlen sich in der sechsbändigen Serie verbergen...

Fazit

Ein herrlich schräger, prickelnder Kurztrip ins Weltall, der zwar weder bei Handlung noch Figuren in die Tiefe geht, aber genau den absurden Ruby-Dixon-Charme versprüht, für den man ihre Geschichten einfach lieben muss.


*keine WERBUNG, selbstgekauft*

Quelle Informationen: Goodreads.de. Klapptexte und Zitate sind Eigentum des Verlags oder jeweiligen Rechtinhabers.

Dienstag, 11. August 2026

Kurzrezension: A Dark and Secret Magic


Die Fakten

Titel: A Dark and Secret Magic
Autorin: Wallis Kinney
Verlag: Alcove Press (8. Oktober 2024)
Genre: Romantasy
Seitenzahl: 320 Seiten
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Der Inhalt

Kate hat sich in ihrem abgelegenen Hexenhaus ein ruhiges Leben eingerichtet – doch als ihre Schwester sie bittet, das jährliche Halloween-Treffen ihres Zirkels auszurichten, beginnt ihr wohlgeordnetes Dasein zu wanken. Dann taucht Matthew auf, ein Mann aus ihrer Vergangenheit, der ein dunkles Geheimnis verbirgt: Er ist ein Anhänger der verbotenen Magie. Als Kate ein rätselhaftes Buch mit einer verstörenden Nachricht ihrer verstorbenen Mutter findet, steht sie vor der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens. Wem kann sie wirklich vertrauen?


Die Eindrücke

HandlungIn "A Dark and Secret Magic" erzählt Wallis Kinney eine herbstliche Romantasy-Geschichte die lose vom Mythos rund um Hades und Persephone inspiriert ist. Die Grundidee rund um eine Hexe, die kurz vor ihrem 31. Geburtstag erst das volle Ausmaß ihrer Kräfte erkennt, den Geheimnissen ihrer Mutter auf den Grund gehen und vor Halloween herausfinden muss, was der König aus der Tiefe von ihr möchte, hat mir dabei durchaus gefallen. Besonders das Magiesystem mit unterschiedlichen Arten von Hexen, verschiedenen Fähigkeiten und den hierarchischen Strukturen der einzelnen Covens fand ich interessant. Auch die Interpretation des Hades-und-Persephone-Motivs ist etwas ungewöhnlicher, als man zunächst vermuten könnte. Die Geschichte übernimmt nicht einfach die romantisierten Elemente des Mythos, sondern nutzt dessen Grundlage auch für die dunkleren Aspekte der Handlung, wovon ich allerdings gerne deutlich mehr gesehen hätte. Denn insgesamt entwickelt sich die Handlung für meinen Geschmack viel zu langsam. Gerade im ersten Viertel passiert kaum etwas, während später vor allem immer neue Geheimnisse, Zweifel und Enthüllungen aufeinanderfolgen. Fast jede Figur scheint etwas vor Hekate zu verbergen, und entsprechend häufig dreht sich die Handlung um die Fragen, wem sie vertrauen kann und wer ihr gerade nicht die Wahrheit sagt. Das wird mit der Zeit ziemlich repetitiv. Nach dem langen Aufbau wird der eigentliche Konflikt dann innerhalb von gerade einmal zwei Kapiteln aufgelöst, was für mich weder inhaltlich noch erzählerisch besonders überzeugend war. Der Schluss funktioniert zwar grundsätzlich für die Handlung, war mir nach all dem Vorgeplänkel aber viel zu glatt und schnell.

Samstag, 8. August 2026

Und alle so still


Allgemeines

Titel: Und alle so still
Autorin: Mareike Fallwickl
Verlag: Rowohlt (16. April 2024)
Genre: Feministischer Roman
Seitenzahl: 356
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Inhalt


An einem Sonntag im Juni gerät die Welt aus dem Takt: Frauen liegen auf der Straße. Reglos, in stillem Protest. Hier kreuzen sich die Wege von Elin, Nuri und Ruth.
Elin, Anfang zwanzig, eine erfolgreiche Influencerin, der etwas zugestoßen ist, von dem sie nicht weiß, ob es Gewalt war.
Nuri, neunzehn Jahre, der die Schule abgebrochen hat und versucht, sich als Fahrradkurier, Bettenschubser und Barkeeper über Wasser zu halten.
Ruth, Mitte fünfzig, die als Pflegefachkraft im Krankenhaus arbeitet und deren Pflichtgefühl unerschöpflich scheint.
Es ist der Beginn einer Revolte, bei der Frauen nicht mehr das tun, was sie immer getan haben. Plötzlich steht alles infrage, worauf unser System fußt. Ergreifen Elin, Nuri und Ruth die Chance auf Veränderung...


Bewertung

Spätestens seit "Die Wut, die bleibt" bin ich ein bekennender Mareike-Fallwickl-Fan! Ich habe selten eine so präzise Darstellung von feministischen Positionen, der Care-Krise und Auswirkungen des Patriarchats gelesen wie in ihren Romanen. In "Und alle so still" zieht sie nun die Konsequenz aus den zuvor angeprangerten Problemen und schreibt davon, was passieren würde, wenn alle Frauen von heute auf morgen ihre Arbeit niederlegen... Das Ergebnis ist ein herausfordernder, schmerzhafter, intensiver Roman, der wachrüttelt!

"Das ganze System beruht auf unserer Verfügbarkeit. Unserer Körper, unserer Kraft, unserer Zeit. Diese Verfügbarkeit zu entziehen, ist die einzige Möglichkeit, die uns noch bleibt." 

Samstag, 25. Juli 2026

Spotlight Sachbuch: WIR - Weil nicht egal sein darf, was morgen ist


Die Fakten

Titel: WIR: Weil nicht egal sein darf, was morgen ist
Autorin: Louisa Dellert
Verlag: Komplett-Media Verlag (14. September 2021)
Genre: Sachbuch
Seitenzahl: 224 Seiten
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Meine Eindrücke

Nachdem mir "Unshame" von Louisa Dellert so gut gefallen hat, habe ich beschlossen, auch ihre anderen Sachbücher zu lesen. Zuerst habe ich mich "WIR" gewidmet, welches 2021 während der Corona-Pandemie entstanden ist und sich den großen Herausforderungen dieses Jahrzehnts widmet: Feminismus, Klimakrise, Chancen(un)gleichheit in Deutschland, Migration und Flucht, (Alltags-)Rassismus in Deutschland und digitale Gewalt. 

Donnerstag, 23. Juli 2026

Eine ganz dumme Idee


Allgemeines

Titel: Eine ganz dumme Idee
Autor: Fredrik Backman
Verlag: Goldmann Verlag (20. September 2021)
Genre: Roman
Seitenzahl: 464 Seiten
Originaltitel: Folk med angest (übersetzt von Neil Smith)
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Inhalt

Eine Kleinstadt in Schweden kurz vor dem Jahreswechsel: An einem grauen Tag findet sich eine Gruppe von Fremden zu einer Wohnungsbesichtigung zusammen. Sie alle stehen an einem Wendepunkt, sie alle wollen einen Neuanfang wagen. Doch dieser Neuanfang verläuft turbulenter als gedacht. Denn wegen der ziemlich dummen Idee eines stümperhaften Bankräubers werden auf einmal alle Beteiligten zu Geiseln. Auch wenn davon niemand überraschter ist als der Geiselnehmer selbst. Es folgt ein Tag voller verrückter Wendungen und ungeahnter Ereignisse, der die Pläne aller auf den Kopf stellt – und ihnen zeigt, was wirklich wichtig im Leben ist …


Bewertung

"Eine ganz dumme Idee" wurde mir von meiner Kollegin empfohlen und ausgeliehen. Als mein erstes Buch von Fredrik Backman (sein bekanntestes, "Ein Mann names Ove" kenne ich nur als Film), wusste ich ehrlich gesagt nicht so recht, was mich erwarten würde. Ich hatte mit einer unterhaltsamen Geschichte gerechnet – vielleicht etwas skurril, vielleicht ein wenig philosophisch –, aber nicht mit einem Roman, der mich gleichermaßen zum Lachen, Mitfiebern und Nachdenken bringt.

Samstag, 18. Juli 2026

Klassiker Challenge: The Gardener


Im Rahmen meiner Klassiker Challenge habe ich mit „The Gardener“ von Rabindranath Tagore zum ersten Mal einen Nobelpreisträger gelesen. Der 1913 erschienene Gedichtband, der aus dem Bengalischen übersetzt ist, vereint Liebeslyrik mit philosophischen Betrachtungen über Schönheit, Vergänglichkeit und das Leben. Für die knapp 150 Seiten habe ich mir gerne einige Wochen Zeit genommen und möchte nun kurz meine Eindrücke sammeln:



Die Eindrücke

„The Gardener“ besteht aus lose miteinander verbundenen Gedichten, die immer wieder um die unterschiedlichsten Facetten der Liebe kreisen – um Sehnsucht, Nähe, Verlust, Hingabe und das Ungesagte. Vieles bleibt bewusst offen und lässt Raum für eigene Deutungen. Diese Zurückhaltung verleiht den Texten eine stille, beinahe schmerzliche Intensität. Der Stil wirkt dabei erstaunlich zeitlos. Rabindranath Tagores Sprache ist voller Naturbilder, Allegorien und spiritueller Symbolik, gleichzeitig aber von einer schlichten Klarheit geprägt, die die Gedichte unmittelbar zugänglich macht. Hinter dieser Einfachheit verbirgt sich jedoch eine bemerkenswerte Tiefe: Viele Verse lassen sich auf ganz unterschiedliche Weise lesen und gewinnen gerade beim Nachdenken oder Wiederlesen an Bedeutung. Besonders beeindruckt hat mich, wie mühelos Tagore philosophische Gedanken mit emotionaler Ehrlichkeit verbindet, ohne dabei jemals schwer oder belehrend zu wirken.

"It is a game of giving and withholding, revealing and screening again; some smiles and some little shyness, and some sweet useless struggles. This love between you and me is simple as a song."

Dienstag, 14. Juli 2026

Spotlight Sachbuch: Unshame



Allgemeines

Titel: Unshame: Wie wir uns von Idealen befreien und den weiblichen Körper wertschätzen
Autorin: Louisa Dellert
Verlag: Ullstein Verlag (25. Juni 2026)
Genre: Sachbuch
Seitenzahl: 305 Seiten
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Meine Eindrücke

In ihrem neusten Buch "Unshame", analysiert die ehemalige Fitnessinfluencerin Louisa Dellert, die mittlerweile Aufklärungsarbeit leistet und ein Buch-Café leitet, wie Schönheitsindustrie und Patriarchat Frauen systematisch verunsichern. Ihr Ziel ist, den (weiblichen) Körper nicht mehr als Baustelle, sondern als Zuhause zu betrachten, die tief verwurzelte Scham loszulassen und sich von Idealen zu befreien, die nichts mit Gesundheit und Schönheit zu tun haben. In knapp 300 Seiten, die sich gleicheitig als Ratgeber, politischer Aktivismus und Sachbuch verstehen, zeigt sie auf, wer von unseren Unsicherheiten profitiert und weshalb es so schwer ist, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen.

"Den eigenen Wert vom Aussehen abhängig zu machen, wird Frauen schon früh vermittelt. Sie sollen schön sein. Sich schön schminken. Schön schlank sein. Sich schön anziehen. Schön lächeln. Schöne Brüste haben. Schön riechen. Sich schön optimieren. Schönsein, um jeden Preis. Und dabei bitte immer schön die Klappe halten und bloß nicht aufmucken."

Sonntag, 5. Juli 2026

Elternabend: Kein Thriller (Auch wenn der Titel nach Horror klingt!)


Allgemeines

Titel: Elternabend: Kein Thriller (Auch wenn der Titel nach Horror klingt!)
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer (26. April 2023)
Genre: Roman
Seitenzahl: 336 Seiten
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Inhalt

Der Kleinkriminelle Sascha Nebel hat sich zur falschen Zeit am falschen Ort das falsche Auto für einen Diebstahl ausgesucht. Kaum, dass er hinter dem Steuer eines Geländewagens Platz genommen hat, zieht eine Horde demonstrierender Klimaaktivisten durch die Straße. Allen voran eine junge Frau, die den SUV mit einer Baseballkeule demoliert. Als die Polizei auf der Bildfläche erscheint, ergreifen Sascha und die Unbekannte die Flucht und platzen in den Elternabend einer 5. Klasse. Um die Nacht nicht in Polizeigewahrsam zu verbringen, bleibt ihnen keine andere Wahl: Sie müssen in die Rolle von Christin und Lutz Schmolke schlüpfen, den Eltern des 11jährigen Hector, die bislang jede Schulveranstaltung versäumten. Zwei wildfremde Menschen, zwischen denen kaum größeres Streitpotential herrschen könnte, geben sich als Vater und Mutter eines ihnen völlig unbekannten Kindes aus. Dabei ist die Tatsache, dass Hector der größte Rüpel der Schule ist, sehr schnell ihr kleinstes Problem …


Meine Eindrücke

Elternabend" von Sebastian Fitzek ist ähnlich wie "Der erste letzte Tag" ein bewusstes Genre-Experiment, das mit den Erwartungen der Leserschaft spielt und sich klar vom klassischen Thriller-Repertoire des Autors absetzt. Ich bin ja ehrlich gesagt kein großer Thriller-Fan und habe von dem Autor bis jetzt nur eben jenen Nicht-Thriller sowie "Das Paket" gelesen. Umso gespannter war ich auf diesen Roman, der vor allem auf überdrehte Komik, Tempo und Situationschaos setzt...

Mittwoch, 27. Mai 2026

Kurzrezension: Swept Away


Die Fakten

Titel: Swept Away
Autorin: Beth O´Leary
Verlag: Everlove (1. April 2025)
Genre: NA Romance
Seitenzahl: 480 Seiten
Originaltitel: Swept Away (übersetzt von Ulrike Gerstner)
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Der Inhalt

Eigentlich sollte es für Lexi und Zeke nur eine einzige gemeinsame Nacht auf einem Hausboot am Hafen werden. Doch in den wenigen stürmischen Stunden treibt das funktionsuntüchtige Boot in der Nacht auf die Nordsee hinaus. Am nächsten Morgen ist heimliches Wegschleichen keine Zeke und Lexi befinden sich mitten auf hoher See! Nach einem Moment der Panik müssen sie gemeinsam einen Weg finden, wieder nach Hause zu kommen. Und wenn man tagelang auf engstem Raum festsitzt, kommt man nicht umhin, den anderen besser kennenzulernen …



Meine Eindrücke

Handlung: "Swept Away" ist der neuste Roman von Beth O´Leary, die mich bisher vor allem mit "Time To Love" überzeugt hatte. Ihre Spezialität sind herzerwärmende, aber clevere Liebesgeschichten mit ungewöhnlichen Figurenkonstellationen und Settings, die genau zu richtigen Teilen originell sind, dass man ihnen gelegentlichen Kitsch verzeiht. Genau so ein herausstechendes Szenario hat sie auch in "Swept Away" wieder angemischt: zwei Personen, die nach einem One-Night-Stand auf einem Hausboot mitten auf der Nordsee erwachen und nicht nur zurück in den Hafen, sondern auch zu sich selbst finden müssen. Auf den beinahe 500 Seiten pendelt die Geschichte zwischen romantischem Abenteuer und spannendem Survival, mischt zarte Annäherung mit Hintergrundgeschichten und brenzligen Situationen auf hoher See. An einigen Stellen übertreibt es die Autorin vielleicht etwas und besonders das Drama am Ende schießt etwas über das Ziel hinaus für meinen Geschmack, alles in allem hat sie aber wieder eine sehr überzeugende Geschichte mit einem ungewöhnlichen Ausgangsszenario geschrieben, das man so noch nicht gelesen hat! 

Dienstag, 26. Mai 2026

Lauf, Jane Young


Allgemeines

Titel: Lauf, Jane Young
Autorin: Gabrielle Zevin
Verlag: Heyne (13. Mai 2026)
Genre: Roman
Seitenzahl: 308 Seiten 
Originaltitel: Young Jane Young (übersetzt von Pauline Kurbasik
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Inhalt

Dies ist die Geschichte von fünf Frauen.

Rachel Grossman. Sie tut alles, um ihre Tochter Aviva zu schützen, auch wenn es sie am Ende alles kostet.
Jane Young. Sie kehrt dem beschaulichen Leben mit Tochter Ruby den Rücken, um sich zum ersten Mal um ein politisches Amt zu kandidieren.
Ruby Young. Sie ist überzeugt davon, dass ihre Mutter ein Geheimnis hat. Und sie hat Recht.
Embeth Levin. Ihre Karriere basiert darauf, die Fehler ihres Mannes, eines Kongressabgeordneten, zu vertuschen.
Aviva Grossman. Das Internet lässt weder sie noch irgendjemand anderen ihre früheren Verfehlungen vergessen.

Dies ist die Geschichte von fünf Frauen ... und dem Skandal, der sie miteinander verbindet.


Bewertung

"Lauf, Jane Young" ist mein zweites Buch von Gabrielle Zevin, das mir nochmal ein deutliches Stück besser gefallen hat als "Das erstaunliche Leben des A.J. Fikry". Inhaltlich stark an den Monica-Lewinsky-/Bill-Clinton-Skandal angelehnt erzählt die Autorin hier eine clevere und mitreißende Geschichte über öffentliche Demütigung, gesellschaftliche Doppelmoral und zweite Chancen im digitalen Zeitalter.

The Silent Patient


Allgemeines

Titel: The Silent Patient
Autor: Alex Michaelides
Verlag: Celadon Books (5. Februar 2019)
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 336 Seiten
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Inhalt

Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden – dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist?



Bewertung

"The Silent Patient" hat mich mit der wahnsinnig starken Grundidee, dem psychiatrischen Setting und dem Versprechen auf einen atemlosen Psychothriller neugierig gemacht. Mit kurzen Kapiteln, dem anfangs hohen Tempo und dem atmosphärischen Spannungsaufbau hat mich die Geschichte zu Beginn auch sehr in den Bann gezogen. Trotzdem blieb am Ende ein eher gemischter Eindruck zurück, weil vieles zwar clever konstruiert wirkte, emotional und erzählerisch für mich aber nicht vollständig aufgegangen ist. 

"I was crying for all of us. There’s so much pain everywhere, and we just close our eyes to it. The truth is we’re all scared. We’re terrified of each other."

Samstag, 25. April 2026

Kurzrezension: Not Quite Dead Yet


Die Fakten

Titel: Not Quite Dead Yet
Autorin: Holly Jackson
Verlag: Electric Monkey (22. Juli 2025)
Genre: Thriller
Seitenzahl: 400 Seiten
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Der Inhalt

In sieben Tagen wird Jet Mason tot sein. Jet ist die Tochter einer der reichsten Familien in Woodstock, Vermont. Mit 27 Jahren wartet sie immer noch darauf, dass ihr Leben endlich beginnt. "Das kann ich später noch machen", sagt sie immer. Denn Jet hat Zeit. Bis zu jener Halloween-Nacht, als sie von einem unsichtbaren Eindringling brutal angegriffen wird. Dabei erleidet Jet eine schwere Kopfverletzung, und die Ärzte sind sich sicher: In spätestens einer Woche wird ein tödliches Aneurysma Jet umbringen. Jet hätte nie gedacht, dass sie Feinde hat. Doch plötzlich sieht sie alle Menschen in ihrem Umfeld in einem neuen Licht: ihre Familie, ihre ehemalige beste Freundin, die jetzt ihre Schwägerin ist, ihren Ex-Freund. Sie weiß, ihr bleiben höchstens sieben Tage. Tage, in denen sich ihr Zustand verschlechtert und nur Billy, ein Freund aus Kindertagen, an ihrer Seite ist. Dennoch ist sie fest entschlossen, endlich etwas zu Ende zu bringen: Jet wird ihren eigenen Mord aufklären.


Die Eindrücke

Handlung: "Not Quite Dead Yet" ist mein siebtes Buch von Holly Jackson, nach der "A Good Girl´s Guide to Murder"-Reihe und ihren Einzelbänden wie "The Reappearance of Rachel Price" oder "Five Survive". Mittlerweile stelle ich mich schon vorab auf eine atmosphärische, emotional mitreißende und undurchsichtige Geschichte ein, trotzdem war "Not Quite Dead Yet" nochmal eine ganze Schippe besser als erhofft. Auf knapp 400 Seiten erzählt Holly Jackson abermals eine komplexe, hochspannende und atmosphärische Krimigeschichte mit Psychothriller-Elementen, die man kaum aus der Hand legen kann und die bis zur letzten Seite zum Miträtseln einlädt. Die gesamte Handlung spielt mit absurd hohem Erzähltempo innerhalb weniger Tage und ist dabei so intensiv wie herrlich unvorhersehbar. Mit jedem Kapiteln tun sich neue Abgründe im scheinbar heimeligen, geordneten Umfeld von Jet auf, sodass ich trotz grober Idee die Auflösung als solche niemals erraten hätte. Intensiviert wird die Suche nach Jets Mörder durch die fortschreitende Verschlechterung von Jets Zustand, ihrem mit jeder Stunde unweigerlich näher rückenden Tod und der leisen Hoffnung im Hintergrund, ob sie es nicht doch irgendwie überleben wird, jetzt, wo sie gerade beginnt ihr Leben in die Hand zu nehmen... 

Donnerstag, 2. April 2026

Gastrezension: Unhinged

Heute habe ich die große Ehre, Euch eine Premiere auf dem Blog vorzustellen: eine Gastrezension von einem Freund, der Euch ganz dringend von seinem Leseerlebnis zu "Unhinged" von Vera Valentine berichten möchte. Es ist nicht etwas so, dass ich ihn eventuell im Rahmen einer Wette dazu gezwungen habe (neeein, ich doch nicht, würde mir nieee einfallen), sondern wirklich sein längster Traum, der hiermit in Erfüllung geht. Dafür, dass ich und Ihr ihm das ermöglichen, will ich an dieser Stelle erstmal Danke sagen. Ich hoffe, Ihr seid genauso gespannt auf die allererste Rezension von Jack S.* (*Name wurde von der Redaktion geändert). Denn dann würde ich mal sagen, ich mache ohne lange Vorrede gleich die Bühne frei.


Jack S.´ Meinung zu "Unhinged":

Okay… so… ich habe eine Wette verloren. Just so you know. Dann let´s go mit der besten Review eines Buches, die ihr je gelesen habt. Wir reden heute über das glorreiche Buch „Unhinged“ von (hier Namen des Writers einfügen). (*Reads in Epic Voice*) In ca. 60 höchst emotionalen Seiten nimmt uns die Autorin auf eine Reise mit, die man so schnell nicht mehr vergessen wird. Von einer Tür, die Leute beobachtet bis hin zu einer Tür, die lebendig wird und Mörder überführt, ist alles dabei. Kurz gesagt: Jeder der Türen mag ist bei diesem Buch goldrichtig, für manche Türliebhaber wird sich hier vielleicht sogar ein Traum erfüllen! 

Donnerstag, 19. März 2026

Kurzrezension: Unhinged


Allgemeines

Titel: Unhinged
Autorin: Vera Valentine
Verlag: Selfpublished (10. Juli 2023)
Genre: Erotischer Roman
Seitenzahl: 80 Seiten
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Meine Eindrücke

Disclaimer: Ich habe dieses Buch zusammen mit einem Freund gelesen, da wir Edits online dazu gesehen haben und es lustig fanden, mal einen Blick hinein zu werfen. Können wir bitte alle zusammen ignorieren, dass ich das jemals gelesen habe?!? Danke!

Samstag, 14. März 2026

Sachbuch Spotlight: Darwin gefällt das


Die Fakten

Titel: Darwin gefällt das 
Autoren: Anna Bühler und Christian Alt
Verlag: Goldmann Verlag (27. November 2024)
Genre: Sachbuch
Seitenzahl: 208 Seiten
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Der Inhalt

Im Buch zu ihrem Erfolgspodcast "Darwin gefällt das" erfahren vermeintlich genialen Ideen, die es nie in die Geschichtsbücher geschafft haben, die Würdigung, die sie verdienen, und werden in Wort und Schrift festgehalten. Anna Bühler und Christian Alt erzählen von Bomben, die an Fledermäuse geschnallt werden. Von absurden Selbstversuchen, von Teenagern, die Atomkraftwerke im Garten bauen, und von englischen Kranführern, die sich nichts sehnlicher wünschen, als einmal die British Open zu gewinnen. Die Geschichte ist voll von Experimenten, die astrein in die Hose gegangen sind. Von Menschen, die in ihrer Mission tragisch gescheitert sind. Geblieben ist dennoch etwas: Eine mitreißende Geschichte, an die man sich eben doch erinnern sollte.



Meine Eindrücke

"Darwin gefällt das" habe ich auf Bookbeat beim Stöbern entdeckt und direkt spontan mit dem Hören begonnen. Da ich kein großer Podcast-Fan bin, habe ich von Anna Bühlers und Christian Alts gleichnamigem Podcast-Format bisher noch nichts gehört. Die Idee, in einem Buch 21 der verrücktesten, unbekannten Geschichten der Menschheit zu sammeln, hat mich aber sofort überzeugt. 208 hoch unterhaltsame Seiten später, bin ich nun ein Fan der beiden und überlege tatsächlich doch mal in den Podcast reinzuhören...

Dienstag, 10. März 2026

Spotlight Sachbuch: Good Vibrations - Die heilende Kraft der Musik


Allgemeines

Titel: Good Vibrations: Die heilende Kraft der Musik
Autor: Stefan Kölsch
Verlag: Ullstein Verlag (15. April 2019)
Genre: Sachbuch
Seitenzahl: 384 Seiten
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Der Inhalt

Musik ist nicht nur schön ‒ sie bewahrt auch unsere Gesundheit, hält jung und verbessert den Spracherwerb. Sie hilft bei Schlaganfall, chronischen Krankheiten und Demenz. Sie wirkt geradezu Wunder bei Wachkomapatienten. Die Bedeutung von Klängen und Melodien für unsere Psyche und unseren Körper findet immer mehr Beachtung und ist inzwischen unumstritten. Stefan Kölsch zeigt uns anhand vieler Beispiele aus seinem Forschungsbereich, weshalb Musik in allen Formen eine immer größere Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung ganz unterschiedlicher Krankheiten einnimmt, sodass sie inzwischen einen neuen Wissenschaftszweig in der Gesundheitsforschung fundiert. Und er liefert zahlreiche konkrete Tipps, wie jeder von uns mit Musik im Alltag sein Wohlbefinden unterstützen und fördern kann.


Meine Eindrücke

In seinem Sachbuch "Good Vibrations" zeigt der Neurowissenschaftler und Violinist Stefan Kölsch, wie stark Klänge und Melodien auf Psyche und Körper wirken können. Was wir wohl alle schon am eigenen Leib erfahren haben, wenn wir bei einem mitreißenden Konzert waren, mit einer guten Playlist beim Sport zu Höchstleistungen aufgefahren sind, oder bei emotionaler Filmmusik ein Taschentusch auspacken mussten, wird hier auf 384 Seiten wissenschaftlich ausgerollt. Vor allem für mich als Psychologin mit ausgeprägtem Interesse am menschlichen Gehirn, Musik im Allgemeinen und Therapieformen, klang das Buch hochinteressant. 

Montag, 9. März 2026

Kurzrezension: Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht


Allgemeines

Titel: Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht
Autorin: Gabriele von Arnim
Verlag: Kjona Verlag (18. März 2024)
Genre: Essay
Seitenzahl: 80 Seiten
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Meine Eindrücke

In den letzten Jahren sind viele Bücher erschienen, die versuchen, auf die Krisen unserer Gegenwart mit Analysen, Diagnosen oder politischen Forderungen zu reagieren. "Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht" von Gabriele von Arnim wählt einen anderen, persönlicheren Ansatz. In Form eines langen, essayistischen Briefes an ihre Enkel schreibt die Journalistin und Autorin über ein Wort, das heute fast altmodisch wirkt und doch vielleicht dringender gebraucht wird als je zuvor: Zuversicht.

"Ich glaube ja tatsächlich daran — findet Ihr das naiv? —, dass es unsere Bestimmung ist, zu versuchen, die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als wir sie vorgefunden haben."

Sonntag, 8. März 2026

Bildband: Plantopedia


Beim Stöbern in einer Gärtnerei ist mir vor ein paar Wochen der Sachbuch-Bildband "Plantopedia" von Lauren Camilleri und Sophia Kaplan in die Hände geraten. Das fast 600seitige Werk, das 2020 bei mvg erschienen ist, stellt über 130 Pflanzenarten, darunter Blattpflanzen, Sukkulenten und Kakteen, vor und gibt Pflegeanweisungen, um die grünen Mitbewohner langfristig am Leben zu erhalten.

Für mich als große Zimmerpflanzen-Enthusiastin natürlich ein gefundenes Fressen. Da mir sowohl Aufmachung als auch Struktur des Nachschlagwerks sehr gut gefallen hat und es sich meiner Meinung nach auch ganz wunderbar als Geschenk eignet, habe ich beschlossen, es Euch kurz vorzustellen. 

Freitag, 6. März 2026

Kurzrezension: Two Can Play


Die Fakten

Titel: Two Can Play
Autorin: Ali Hazelwood
Verlag: Berkley (10. Februar 2026) 
Genre: Romance
Seitenzahl: 208 Seiten
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Der Inhalt


Es ist die Chance ihres Lebens. Viola Bowen darf ein Videospiel zu jener Buchreihe entwickeln, die sie liebt wie keine andere. Der Ihr Projektpartner ist ausgerechnet Jesse Andrews. Jesse, der diese merkwürdige Anziehungskraft auf sie ausübt. Und der ihr auf unverzeihliche Art klargemacht hat, dass er nichts mit ihr zu tun haben will. Viola hat nicht den geringsten Schimmer, warum. Dann werden die beiden von ihren Chefs zwecks Teambuilding zu einem gemeinsamen Ski-Ausflug geschickt. Frierend in einer abgelegenen Berghütte hocken – mit Jesse nebenan? Schönen Dank auch. Doch als der Schnee immer dichter fällt, merkt Viola, dass hinter seiner Zurückweisung mehr steckt als gedacht – und dass es womöglich gar nicht so kalt ist in den Bergen ...  


Meine Eindrücke

Handlung: Da alles, was von Ali Hazelwood erscheint, mittlerweile ohne zu zögern auf die Wunschliste wandert, habe ich schon lange vor Erscheinungstermin gespannt auf ihren neuen Kurzroman "Two Can Play" gewartet. Die Geschichte war letztes Jahr bereits als Audio-Only erschienen und hatte für Furore unter den Fans gesorgt, Anfang Februar kam nun endlich die Print-Version dazu auf den Markt. Dieses Mal steigt die Autorin ins Gaming-Universum ein, um eine Liebesgeschichte zwischen den Spieldesignern zweier konkurrierender Videostudios zu erzählen. Die eigentliche Handlung ist dabei schnell erzählt, der Hauptkonflikt basiert auch eigentlich nicht auf mehr als einem Missverständnis, das rasch beigelegt werden kann, bevor die Geschichte Richtung Happy End steuert. Für eine Novelle ist der geradlinige Plot ohne große Überraschungen genau richtig, viel mehr als 200 Seiten hätte die Autorin hier aber auch nicht herausschlagen können. Trotz oder gerade aufgrund der einfachen Handlung verfliegen die Seiten also wieder im Nu.