Donnerstag, 26. April 2018

Filmempfehlung: Can a song save your life?


Vor einigen Tagen habe ich mal wieder einen Musikfilm gesehen, der mich einfach verzaubert hat. "Can a Song Save Your Life?" (übersetzt: "Kann ein Song dein Leben retten?", Originaltitel: "Begin Again") ist eine romantische Komödie, die zwei verlorene Figuren im brodelnden Big Apple begleitet, die durch die Musik wieder zurück ins Leben finden.


Worum geht´s?

„Lass uns ein Album aufnehmen, wir brauchen dafür noch nicht mal ein Studio. Jeden Song nehmen wir an einem anderen Ort auf: unter der Brücke… Chinatown… Central Park…Empire State Building…“ –
„…und wenn man uns festnimmt?“ –
 „wir machen einfach weiter!“

Der ausgebrannte Musikmanager Dan hat nach Jahren der rastlosen Suche in der Musikerin Gretta das Talent gefunden, das ihn auf die Erfolgsspur zurückbringen soll. Aber die Britin ist misstrauisch. Gerade erst von ihrem Freund verlassen soll dies eigentlich ihr letzter Abend in New York sein. Doch getragen vom Zauber ihrer Begegnung und fasziniert von dem ungewöhnlichen Plan, lässt sie sich auf die musikalische Reise ein, die den Soundtrack ihres Lebens für immer neu schreiben könnte…


Warum sollte ich mir den Film unbedingt ansehen?

Im absoluten Meisterwerk des irischen Regisseurs und Drehbuchautors John Carney aus dem Jahr 2013 wird wunderbar locker und leicht eine berührende Geschichte erzählt, die vor allem durch authentisch produzierte und vorgetragene Musik ihren besonderen Zauber bekommt.

Der frisch von seinem ehemaligen Partner Saul gefeuerte New Yorker Musikproduzent Dan Mulligan (Mark Ruffalo) ist am Boden, als er abends beim Trinken in einer Bar einen Song hört, der sein Leben verändert. Die junge Hobby-Singer-Songwriterin Gretta (Keira Knightley) will eigentlich nichts lieber als aus New York zu verschwinden, wo sie von ihrem Freund Dave Kohl, einem jüngst erfolgreich gewordener Pop-Musiker, betrogen wurde. Als sie jedoch von einem Kumpel zu einem Auftritt überredet wird, wird sie von Dan angesprochen, der großes Potenzial in der deprimierten Musikerin erkennt und sie dazu überredet, den Song seinem Partner Saul vorzuspielen. Als dieser die Produktion einer Demo ablehnt, bringt Dan Gretta dazu, den Song alleine mit ihm aufzunehmen. Aus dieser anfänglichen Idee entwickelt sich der Plan, ein ganzes Album zu produzieren; jeder Song wird an einem anderen Ort in der Stadt live eingespielt. Während der Produktion bildet sich zwischen den beiden ein besonderes Band und sie schaffen es neue Kraft und Motivation zu tanken. Doch bald müssen sie sich entscheiden, in welche Richtung sie ihre zweite Chance führen soll...

Die Handlung und das Setting im lebendigen New York sind zwar ganz wunderbar aufgezogen, was die Geschichte aber so besonders macht ist die Musik. Die Songs, die geschickt in die Handlung mit eingeflochten werden und sowohl eine eigene Aussage haben, als auch der Atmosphäre etwas Magisches verleihen, stammen von Gregg Alexander, Danielle Brisebois, Nick Lashley, Rick Nowels, Nick Southwood, Glen Hansard sowie John Carney. Dabei haben die Songs sogar alle einen ganz eigenen Stil und lassen sich auch außerhalb des Filmes hören. Es gibt nichts Ekligeres als Musikfilme mit schlecht produzierter Musik, doch auch wenn man Keira Knightley anhört, dass sie keine professionelle Sängerin ist, passt ihre zarte Stimme wunderbar zur Gitarrenbegleitung, den zwei Streichern und der E-Gitarre, die manchen Liedern besonderen Pepp verleiht. Manche Lieder werden auch von Maroon 5-Sänger Adam Levine performt, welcher die Rolle des aufsteigenden Popstars zu spielen hat.

"...are we all lost stars, trying to light up the dark"

Diese Passage singen Keira Knightley und Adam Levine im Theme-Song des Films "Lost Stars", welcher voller schöner Metaphern ist und von Menschen handelt, die auf der Suche nach ihrem Weg sind. Die Power-Ballade wurde für einen Oscar als bester Filmsong nominiert. Dieser Song und "Coming Up Roses" sind meine Lieblingssongs des Films und sind sofort in meine Playlist gewandert. Der Soundtrack, also alle Tracks des Films, Gregg Alexanders Filmmusik sowie einige zusätzliche Songs wurde bei Polydor Records und Interscope Records und ist als Album zu kaufen.


Hier noch der Trailer und das Musikvideo zu "Lost Stars:



 


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