Samstag, 14. Mai 2016

Arkadien - fällt



Allgemeines:
 
Titel: Arkadien - fällt
Autor: Kai Meyer
Verlag: Carlsen (25. Juli 2013)
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3551582034
Seitenzahl: 464 Seiten
Preis: 19,99€ (gebundene Ausgabe)
Weitere Bände: Arkadien - erwacht; Arkadien - brennt
 
 
 
Inhalt:

"Ich will vergessen. So vieles einfach vergessen."
"Wie soll das gehen? Alles, was dir im Leben geschehen ist, geschieht auch heute noch. Was einmal begonnen hat, endet nicht. Da oben in deinem Kopf, da endet es nie."

Gerade als Rosa glaubt, ihr Leben und vor allem ihren Mafiaclan im Griff zu haben, schlägt ihr Feind erbarmungslos zu und Rosa ist von heute auf morgen nirgendwo mehr sicher. Während sie und Alessandro fieberhaft versuchen, die Zusammenhänge zu begreifen, hat die Mafia ganz besondere Pläne mit den beiden.
Rosa und Alessandro wollen ihre Gefühle füreinander nicht länger verbergen. Doch ihre Liebe bringt die Clans der Gestaltwandler gegen sie auf. Nach einer wilden Jagd durch die Weiten Siziliens erkennt Rosa, wer wirklich hinter dem Komplott gegen sie steckt: Der Hungrige Mann, der Herrscher aller Dynastien, ist zurückgekehrt - und die Welt der Arkadier wird niemals mehr sein wie zuvor.
 
 

Bewertung:

"Ich dich auch. Aber wenn du mal tot bist, darf ich dann eine Handtasche aus dir machen? Aus Schlangenleder? Du bist dann ganz alt und ich auch, und dann gefällt mir so was bestimmt. Echt hässlich, aber irgendwie schick. Darf ich ?" Rosa lächelte. Iole legte auf."

Kaum haben sich die Wogen der Ereignisse aus dem 2. Band etwas geglättet, warten auch schon neue Probleme auf Rosa und Alessandro. Ihre Clans haben sich von ihnen abgewendet und sich auf die Seite des Hungrigen Mannes geschlagen. Nachdem es ihren Familien gelingt, ihnen einen Mord anzuhängen, sind nicht mehr nur der Hungrige Mann und seine Gefolgsleute, sondern auch die Polizei hinter ihnen her.
Arkadien fällt" beginnt mit einem Begräbnis, Mord und Totschlag von Guten und Bösen folgen. Rosa und Alessandro werden quer durch ganz Sizilien von der Polizei wie auch von der Mafia und Arkadiern gejagt. Immer mehr Fragen stellen sich ihnen. Was sind die gigantischen Harpyien am Himmel? Warum gibt es so viele Fotos von einem sogenannten "Hotel Paradiso", das Fundling zig mal fotografiert hat? Wie sollen Rosa und Alessandro an Informationen, das frühere Arkadien betreffend, kommen? Und können sie denjenigen, welche sie gerade noch vor dem Tod gerettet haben, wirklich trauen? Oder ist das nur der nächster Schritt in das tödliche Katz und Maus Spiel, den sie da machen?

Im Gegensatz zu Band eins und zwei, wo sich die Handlung erst entwickelt und es ein wenig dauert bis es riichtig spannend und actionreich wird, geht es in "Arkadien fällt" schon zu Beginn mit der Spannung los. Die Ereignisse folgen Schlag auf Schlag, und ich hätte das Buch bis zur letzten Seite nicht aus der Hand gelegt, würde es da nicht so lästige Nebenbeschäftigungen wie Schule, Essen und Schlafen geben...

Durch wirklich absolut unvorhersehbare Wendungen ist die Handlung wieder unglaublich spannend. Nur am Ende des 1. Drittels zog sich die Handlung in meinen Augen ein wenig. Dennoch bin ich bis zum Schluss nicht auf des Rätsels Lösung gekommen und wurde von den Zusammenhängen letztendlich kalt erwischt. Besonders gefallen hat mir, dass hier nochmal Aspekte aus allen drei Teilen aufgegriffen wurden und sich der der rote Faden so durch alle 3 Teile zieht. Alle Aspekte der ersten zwei Teile wurden auch hier wieder positiv umgesetzt. Flüssig und hochspannend geschrieben wird dieses Buch schon nach kürzester Zeit zu einem Pageturner, den man nicht mehr loslassen wird
Rosa mag ich mittlerweile sehr gern. Sie ist so eine starke Frau, die sich aber von harten Schicksalsschlägen nicht unterkriegen lässt, aber trotzdem ihre Schwächen hat. Das macht sie so authentisch und so ist sie mir als Protagonistin sehr ans Herz gewachsen. Sie hat sich soweit entwickelt, dass sie endlich von dem Bockigen, Kindlichen weggekommen ist.
Einzig alleine das Ende hat mir nicht wirklich gefallen. Es war ungewohnt schwammig und vage als hätte der Autor noch schnell versucht ein Happy End zu improvisieren. Raum für eigene Interpretationen ist also auf jeden Fall genug, dennoch hatte ich ein gutes Gefühl als ich den Buchdeckel schloss.
 

Fazit:

Gelungener Abschluss einer wirklich guten Trilogie, nur leider mit einem etwas ungenauen offenen Ende.

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