Samstag, 7. Mai 2016

Enders


Allgemeines:
Titel: Enders
Autorin: Lissa Price
Verlag: ivi (2013)
Genre: Science-Fiction
ISBN: 978-3492702645
Seitenzahl: 352 Seiten
Weitere Bände: Starters 
Preis: 15,99 € (gebundene Ausgabe)



Inhalt:

"Hallo, Callie…

Ich glaubte, er sei für immer verschwunden.
Ich glaubte, ich hätte ihn besiegt.
Doch ich habe mich getäuscht.
Der Old Man ist zurück.
Und er weiß alles über mich.
… hattest du schon Sehnsucht nach mir?"

Die 16-jährige Callie lebt in einer Welt, in der eine unheimliche Katastrophe alle getötet hat, die nicht schnell genug geimpft werden konnten – nur sehr junge und sehr alte Menschen haben überlebt. Während die Alten ihren Reichtum seitdem stetig mehren, verfallen die Jungen einer anscheinend ausweglosen Armut. Die einzige Möglichkeit für die jugendlichen Starters, an Geld zu kommen, war bislang die Body Bank. Dort konnten sie ihre Körper an alte Menschen vermieten, um so ihr Überleben zu sichern. Callie ist es gelungen, die Machenschaften des skrupellosen Instituts zu stoppen. Doch nun sieht sie sich einer viel größeren Gefahr gegenüber: Der Old Man, der mysteriöse Leiter der Body Bank, ist entkommen und trachtet Callie nach dem Leben. Callie hat sich schnell an ihr neues Leben gewöhnt, doch dann nimmt unvermittelt ihr Feind wieder Kontakt zu ihr auf. Er kann in Callies Gedanken eindringen und bedroht damit sie und ihre Familie. Erst als Callie auf den Starter Hyden trifft beginnt sie sich gegen den Old Man und seine neuen, grauenvollen Pläne zu wehren.
In einer erbarmungslosen Jagd wird ihr klar, dass das Geheimnis des Old Man dunkler ist, als sie es jemals erahnen konnte. Denn der Schlüssel dazu liegt in ihrer eigenen Vergangenheit verborgen....


Bewertung:

"Was immer ich tat,
er konnte es sehen.
Was immer ich sagte,
er konnte es hören!"


Das Buch ist eindeutig eine krasse Steigerung zum ersten Teil, den ich auch schon sehr gut fand. Sprachlich und im Gesamtzusammenhang ist das Buch einfach unbestreitbar besser. Man kennt schon die Charaktere und bekommt mit Hyden einen genialen neuen Protagonisten dazu. Die Autorin beginnt durch Callie die Umgebung besser zu beschreiben und ich konnte mich besser einfühlen.

 Auch hier passt das Cover wieder sehr gut. Zu sehen ist der gleiche Kopf wie auf "Starters". Das Cover passt ganz toll zu dem von Band 1. Auch der Titel ist hier Programm. Eine bessere Titelwahl gäbe es meiner Meinung nach weder für "Starters" noch für "Enders"

Auch hier wieder war ich am Ende des Buches total überwältigt, welche Ideen Lissa Price gehabt hat. So viele neue Ideen, die dieses Buch wieder so wunderbar komplex und gut durchdacht machen, wie Band 1. Diesmal sogar positiv erwähnt sollte auch noch werden, dass sie wieder keine Beziehung in den Vordergrund stellt. 

Auf den ersten Seiten passiert erstmal noch nicht viel, es wird vor allem nach und nach in der Geschichte von Callie erst nochmal erzählt, was denn überhaupt passiert ist. Aber danach beginnt die Handlung und das geht sehr rasant vor sich. Es ist auf jeden Fall spannender und temporeicher als "Starters". Diese Spannung spiegelt sich auch in der Handlung wieder, die von Seite zu Seite für einen weiteren Nervenkitzel sorgt und immer mehr Fragen und Geheimnisse aufwirft. Wer ist der Old Man wirklich? Wem kann Callie vertrauen? Und was passiert mit ihrem Körper, den eigentlich sie und sonst niemand, kontrollieren sollte?
Ihr Stil ist wieder recht knapp und nüchtern, doch das passt schon sehr gut. Nach einem wirklich hartem Leben, habe ich dem Hauptcharakter Callie das glückliche Leben mit ihrem Bruder wirklich gegönnt, aber das sollte nicht so bleiben. Auch hier muss Callie wieder so sehr leiden, dass ich mich mehrmals gefragt habe, wie viel ein Mensch ertragen muss. Sie ist so ausdauernd und hält so viel aus.


Wie fühlt sich das denn an?“ Sie lief um mich herum und starrte meinen Hinterkopf an. … „Als wäre ich das Eigentum eines anderen“, erwiderte ich."


Hyden mochte ich von Anfang an. Er war mir gleich sympatisch, auch wenn ich mich von vorne herein gefragt habe, ob da nicht noch mehr ist. Was da dann noch war, hat mich dann doch geschockt.


Die Wendung war dermaßen interessant und unerwartet, dass es meine komplette Sicht auf das Buch geprägt hat. Es lässt einen noch einmal komplett über die Fronten nachdenken, wer Gut und wer Böse ist und sagt vor allem aus, dass es nicht immer nur Schwarz und Weiß gibt.


"Wenn Falken schreien, ist es Zeit zu fliegen."


Fazit:

Ein gelungener Abschluss der Dilogie, der mit Spannung, Action und überraschenden Wendungen punkten kann.

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